Fridays For Future Deutschland unterstützt Europäische Bürgerinitiative ECI For Future

Die von FFF EU auf dem SMILE-Kongress vorgestellte Bürgerinitiative ECI for Future, die unter https://eci.fridaysforfuture.org/de einsehbar ist, wurde durch eine Abstimmung von Fridays for Future Deutschland nun auch angenommen.

Die Bürgerinitiative fordert unter anderem eine Border Carbon Adjustment-Gebühr (eine Zahlung von Importzöllen auf Produkte entsprechend ihres Treibhausgasausstoßes), eine Verschärfung der Nationally Determined Contributions gemäß 1,5 °C (Klimaschutzziele im Rahmen des Pariser Abkommens) sowie einen Freihandelsstopp mit Staaten, die das 1,5 °C-Ziel nicht einhalten. Weiterhin wird frei verfügbares Informationsmaterial über den Klimawandel und dessen Auswirkungen gefordert.

Eine Liste aller EU-Länder, in denen Fridays for Future die ECI unterstützt, findet sich hier.

In der Europäischen Union werden für einen Erfolg der Bürgerinitiative eine Million Unterschriften bis zum 23. September 2020 benötigt.
Wenn die Bürgerinitiative die benötigte Anzahl findet, muss sich die Europäische Kommission mit den Forderungen befassen und ihr Verhalten ihnen gegenüber erklären.

2 Kommentare zu „Fridays For Future Deutschland unterstützt Europäische Bürgerinitiative ECI For Future

  1. Die ECI-Ziele sind ein ganz wichtiger Ansatz!

    Was ich vermisse: Eine Forderung, alles dafür zu tun, dass schnellstens ein umfassender, gut funktionierender Wasserstoffkreislauf aufgebaut wird. Es ist ein Skandal, wie weit wir diesbezüglich erst sind! Beispielsweise sind H2-PKW nicht unter 60.000 Euro zu haben, H2-Bikes gibt es nicht (abgesehen von Linde-Prototypen), Tankstellen fast gar nicht, und der Kraftstoff H2 ist noch viel zu teuer.

    Dabei geht es längst nicht nur um Mobilität. H2 ist super für die Umwelt (sofern durch regenerative Energien erzeugt), verbrennt völlig sauber, erspart in gewaltigem Umfang Rohstoff-Raubbau für Akkus, ersetzt Akkus auch jenseits der Mobilität, da H2 selbst der Energiespeicher ist, bietet (auch armen) Ländern mit sehr viel Wasser oder sehr viel Sonne echte Chancen, macht Öl-Kriege deutlich unwahrscheinlicher usw. Außerdem kann man Öl sinnvoller einsetzen, als es einfach klimaschädlich zu verbrennen. Es ist schließlich ein vorerst unverzichtbarer Rohstoff für zahllose Produkte.

    Eben beim Sehen der Münchener Runde (mit Carla) habe ich vermisst, dass der Herr Minister klar aufzeigt, was sich in Sachen H2 konkret (und schnell!) bewegt. Es war wieder nur allgemein und unverbindlich. Ein T-Shirt mit der Aufschrift ‚H2 find ich gut!‘ hätte mich genauso überzeugt wie seine Worte … . Und über die ‚Umweg-Bemerkung‘ der Grüne-Politikerin konnte ich nur staunen. Sie scheint über die H2-Vorteile ebenso wenig gut informiert zu sein wie über die bitteren Schattenseiten von Akku-Rohstoffen.

    H2 und Solarenergie fehlt es eindeutig an starken Fürsprechern!

    LG Armin

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