OG Mannheim

10. Globaler Klimastreik!

Am 25.03.2022 waren wir unter dem Motto #PeopleNotProfit auch in Mannheim zum 10. Mal wieder auf den Straßen. Denn noch immer stellen Regierungen die Profitgier von Konzernen über unser aller Lebensgrundlagen. Infolgedessen steuern wir mit der aktuellen Politik auch über 3 Grad Erwärmung zu, schon jetzt verlieren jeden Tag Menschen ihr Zuhause durch Naturkatastrophen. Auch das aktuelle Klimaschutzsofortprogramm der sogenannten „Klimaregierung“ reicht bei weitem nicht aus – wir brauchen Klimaneutralität bis spätestens 2035 – nicht erst 2045! #ReichtHaltNicht.

Kontakt: fffma@riseup.ne

Aktuelles

Termine im Juni

Fahrraddemo

Wann? 01.06.2022
Wo? Startpunkt: 15:30 Uhr am Schloss
Was? Fahrraddemo in Mannheim gegen das Greenwashing der MVV und für eine effektiven Klimaschutzaktionsplan!


Sonntag, 22. Mai 2022 – Pressemitteilung
„Schluss mit dem Greenwashing der MVV!“ – Aktion am
Frühjahrsempfang der Stadt Mannheim

Fridays for Future Mannheim hat sich beim heutigen Frühjahrsempfang der Stadt Mannheim mit einem eigenen Stand beteiligt. Die lokale Bewegung unterstützt das diesjährige Motto „Gutes Klima – !DEAL für Mannheim“, kritisiert
jedoch einzelne Aussteller für Greenwashing. Insbesondere das Energieunternehmen MVV wirbt so lautstark mit dem Ziel der Klimaneutralität, investiert jedoch weiter in neue fossile Infrastruktur wie beispielsweise Gaskraftwerke. Fridays for Future Mannheim protestierte gegen dieses Verhalten vor dem Stand der MVV mit einem Banner und klärte die Besucherinnen über das Greenwashing des Energieversorgers auf: „Wir fordern eine echte Energiewende mit echten erneuerbaren Energien – Schluss mit dem Greenwashing der MVV! Weder der Bau eines neuen Gaskessels, noch die Verbrennung von Müll und Holz ist klimagerecht.“ Dass die Aktivistinnen anschließend aufgrund der Kritik von der Veranstaltung verwiesen
wurden, ermutigt Fridays for Future nur weiter.
Gemeinsam mit den Initiativen Mannheim Kohlefrei, Mannheim Zero, Extinction Rebellion, Scientist for Future und People and Parents for Future Mannheim protestiert Fridays for Future Mannheim am 01.06.2022 gegen die MVV. Die Fahrraddemonstration startet um 15:30 Uhr im Ehrenhof am Mannheimer Schloss und führt durch die Stadt zum Hauptsitz der MVV an der Kurpfalzbrücke. Aufgrund der Umbauten am Ring, muss diese Demonstration ausnahmsweise an einem Mittwoch stattfinden. Gemeinsam fordern die Initiativen den tatsächlichen Ausstieg aus schmutzigen Energien, Transparenz und eine ehrliche Kommunikation ohne grün bemalte Versprechungen.


Wir brauchen dich!


Du hast Lust dich mehr zu engagieren und Teil der Bewegung zu werden? Dann komm gern zu uns in Plenum!

Jeden Sonntag treffen wir uns und besprechen was gerade so ansteht. Du kannst dich auf ganz unterschiedliche Art und Weise einbringen – z.B in der Social Media AG oder der Organisation von Demos, Workshops, Diskussionen und vielem mehr. Wenn du dabei sein willst, schreib uns gern bei Instagram/Facebook oder komm in eine unsere Whatsgruppen.

Jede:r ist herzlich willkommen, wir freuen uns auf dich und deine Ideen!🤗

Bleibe immer auf dem Laufenden:


Previously on FFF Mannheim oder was bisher geschah:

10. Globaler Klimastreik am 25.03.2022

Fahrt nach Berlin zum Zentralstreik am 22.10. 2021


Klimacamp 18-25.09 2021

Globaler Klimastreik am 24.09. 2021


Vielen Dank für die Fotos an @joeisavailable und @celinechiarabu 💚

Offener Brief der Mannheimer Klimagerechtigkeitsgruppen an die Stadt MA

Mannheim, 20.04.2022
Der Klimaschutzaktionsplansplan der Stadt Mannheim liegt auf Eis. Dabei waren die Zeiten nie besser für
schnelle große Schritte in Richtung Klimaneutralität, raus aus den fossilen Brennstoffen.
Sehr geehrte Frau Prof. Pretzell, sehr geehrter Herr Dr. Kurz,
dies ist ein offener Brief der Klimagerechtigkeitsgruppen Mannheim kohlefrei, Mannheim Zero, Fridays for
Future, People & Parents for Future, Scientists for Future, Health 4 Future und extinction rebellion an das
Umweltdezernat V und die Stadt Mannheim. Wir sind in den Klimaschutzaktionsplan (KSAP) der Stadt
Mannheim involviert und wurden neben dem kleinen Bürgerinnenklimarat begrüßt als „Stakeholderinnen“, deren „Input“ gebraucht wird, um die Bevölkerung mitzunehmen. Schon im Mai wird
der KSAP dem Gemeinderat zur Bewilligung vorgelegt, die öffentliche Beteiligung steckt aber weiter fest,
schon eine geraume Weile passiert nichts. Statt die Klima- und Energiekrise mutig zu managen, rechnen
derzeit die Stadt Mannheim und die MVV AG ihre Klimabemühungen schön. Wir fürchten, das hat Methode
und bleibt auch nach der Bewilligung des Plans so. Zusammen mit den Bürger*innen Mannheims würden
wir uns freuen, wenn die Verwaltung umsetzt, was zugesagt wurde – den tatsächlichen fossilen Ausstieg.
Keine Kohle, kein Erdgas, kein Rohöl, keine betrügerische Müllverbrennung, keine absurde Verbrennung des
sich verknappenden Roh- und Lebenssstoffes Holz. Dafür zügig Photovoltaikausbau, Windkraftplanung,
fahrradfreundliche Innenstadt, weiter verbesserte Taktung von Bus und Bahn, größere Bewegungen bei der
„Smart City“, also der Digitalisierung von Klimadaten. Vor allem wollen wir den Ausstiegspfad der
Gesamtemissionen sehen, um die jährlichen, bisher freilich zu niedrigen Minderungen der
Treibhausgasemissionen nachvollziehen zu können. Wir wollen Pläne mit überprüfbaren Zahlen zum
konkreten fossilen Ausstieg, d. h. Wärmeplanung und großdimensionalen Flusswärmebau.
Mannheim hat den wohlfeilen Ehrgeiz, 2030 eine der 100 klimaneutralen Städte der Europäischen Union zu
werden1. Das dritte und letzte Kapitel des 6. Sachstandsberichts des Internationalen Klimarats IPCC vom 4.
April ist nur zu deutlich. Baldige Klimaneutralität ist eine Notwendigkeit. Die Rede ist dort von welt- und
wirtschaftsweitem Strukturwandel, von überfälliger „systematischer Transformation“2. Aber in Mannheim
geht die vom Land Baden-Württemberg geforderte kommunale Wärmeplanung sowie neue Konzepte im
ÖPNV nicht oder zu langsam voran. Der Klimaschutzaktionsplan Mannheim ist bald das Einzige, das auf Eis
liegt. Die Stadt müsste politisch agieren, „regieren“ eben. Das Mindeste wäre, den Energieverbrauch in
öffentlichen Liegenschaften runterzudrehen, bei „Tempo 30 in der Innenstadt“ dranzubleiben und
Grünflachen grün zu lassen. Der Klimaschutzaktionsplan ist kein Spielball, mit gutem Design könnte er
Mannheims Zukunft sein. In seiner jetzigen Form und Ausgestaltung aber ist er eine Hängepartie.
Die Krise ist eine Chance, wenn man mutig ist – Beispiel Wärmeproduktion
Das Mannheimer Budget der restlichen Treibhausgasemissionen schmilzt, weniger als 13 Mio t CO2 bleiben
uns noch. Schon 2026/27 wird Mannheim seinen Anteil verbraucht haben, wenn so weitergemacht wird wie
bisher. Einen erheblichen Anteil daran hat das GKM. Es stößt mit ca. 5 Mio. Tonnen/Jahr die zweitgrößte
CO2-Menge eines Steinkohlekraftwerks in Deutschland aus und ist einer der größten CO2-Emittenten
überhaupt in Europa3. Verschärft wird diese Situation immer wieder von außen, derzeit durch den
dramatischen Ukrainekonflikt. Dieser ist ein geostrategischer Krieg und kein Klimakonflikt, aber er macht
deutlich, dass ein Ausstieg aus den fossilen Energien und ein Ausbau der erneuerbaren Energien notwendig
ist. In Zeiten, in denen die Bombardierung ukrainischer Städte mit Hilfe der Erdgasverkäufe (200 Mio Euro
täglich aus der EU4) auch von der MVV querfinanziert wird; in denen die Dörfer des Schorenvolkes für
Sibiriens Kohle abgebaggert werden5 und in denen Profite über den Klimaschutz gestellt werden, will die
MVV bei steigenden fossilen Energiepreisen die Abhängigkeit von Erdgas weiter verfestigen, indem sie zwei
neue Kessel am GKM baut (286 MW nach Vorhaben ab 20236). Erdgas aber ist als „Brückentechnologie“
untauglich, denn die Treibhausgasemissionen sind nur geringfügig niedriger als bei der Kohleverbrennung
und Methan ist grundsätzlich bei weiten Transporten ein außerordentlich problematisches Treibhausgas.
US-Fracking-Gas, aus Übersee an LNG-Terminals angeliefert, ist in der Bilanz noch klimaschädlicher und die
Preiserhöhungen werden an den Verbraucher weitergegeben. Profitmaximierung hier wie dort.
Klotzen nicht kleckern – Flusswärme ist die Zukunftstechnologie, wenn man mutig ist
Denn es gibt eine Alternative. Dass die MVV den Bau einer experimentellen Flusswärmeanlage am Standort

Rheinau begonnen hat, ist eine gute Idee. Aber angesichts der anvisierten Größe ist sie ein Tropfen auf den
heißen Stein, denn sie ist auch experimentell klein. Die 20 MW-Anlage (+ 7 MW Strom) nimmt sich neben
den Kohleblöcken, die ca. 2000 MW fahren, wie eine Minigolfanlage aus. Mindestens 150 Mwth (th =
thermisch, d. h. Wärmeproduktion) sind pro Flusswärmegroßpumpe möglich, bei mehreren Anlagen parallel
mehr als das Doppelte. Flusswärme ist nicht neu, sie ist in Stockholm, Lemgo, Wien erprobt, viele andere
Städte planen welche. In das Fernwärmesystem Stockholms werden 420 MW aus Großwärmpumpen
eingespeist7. Das entspräche in Mannheim einer CO2-Einsparung von etwa 1.320 Megatonnen. Die MVV AG
will dennoch trotz ihres milliardenschweren internationalen Portfolios für den Ausbau „auf die Gesetzeslage
warten“ und „Förderbedingungen abwarten“8. Der Block 9 des GKM hingegen hatte im Jahre 2015 1,3 Mrd.
Euro Risiko-Investitionsvolumen9. Und heute würde man nicht mehr wie damals sagen, dass das eine
Investition „for Future“ war.
Was macht nun die Stadt Mannheim? Sie wiederum wartet ab, was die MVV macht, posiert für Fotos statt
der MVV als Mehrheitsaktionär Bedingungen zu stellen und sie klimapolitisch zu fordern. Die MVV verkauft
dem Gemeinderat, der Stadtregierung und der Öffentlichkeit die Verbrennung riesiger Mengen Holz- und
Mülls als klimaneutral. Für für echte, netto-klimaneutrale Investitionen aber ist sie zu wenig ambitioniert. So
wurde der Kellner zum Koch. Ob all dessen Ursache der beklagte Personalmangel im Dezernat V ist? Oder
eine schlecht kommunizierende Verwaltung? Oder, noch schlimmer, mangelnder politischer Mut?
People not Profit! Mutige Klimapolitik – bedingungslos – jetzt!


i. A. Arnulf Quentin (Mannheim kohlefrei)1 https://ec.europa.eu/jrc/communities/sites/jrccties/files/100_climate_neutral_cities_report_.pdf
2 https://www.ipcc.ch/sr15/chapter/chapter-3/
3 europäisches Schadstoffregister https://thru.de/index.php?id=421
4 https://www.bruegel.org/publications/datasets/european-natural-gas-imports/
5 https://klimawende.koeln/2020/03/02/sibirische-kohle-fur-kraftwerke-der-rheinenergie/

6 https://www.mvv.de/fileadmin/user_upload/Ueber_uns/de/geschaeftsfelder_1/aktuelle_projekte/
BesicherungRheinuferNeckarau_BeRUN_MVVUmwelt_aktuell.pdf
7 https://www.energiewendebauen.de/projekt/neu-grosswaermepumpen-in-deutschen-fernwaermenetzen/
8 „Das FWP-Investment wäre kein Problem. Aber man muss die Umlagen zahlen und wäre nicht wirtschaftlich. Wäre
bei heutigem Strompreis möglich, aber Zusatzstromkosten müssen gefördert werden. Wäre ab 2026 wohl gesetzlich
möglich.“ Dr. Hansjörg Roll (damaliger Technikvorstand der MVV Energie AG) am Ingenieurstag Verein
Deutscher Ingenieure – Nordbadisch-Pfälzischer Bezirksverein e.V. und VDE Kurpfalz, 30.09.2021, Mitschrieb
„Mannheim kohlefrei“)„Von Paris nach Mannheim während Corona: Das ,Mannheimer Modell’“
9 https://www.rnz.de/wirtschaft/wirtschaft-regional_artikel,-Wirtschaft-Regional-Kohlekraftwerk-Mannheim-Block-
9-geht-ans-Netz-_arid,126688.html

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