Land­tags­wah­len in Thü­rin­gen

WIR MACHEN DIE LANDTAGSWAHLEN IN THÜRINGEN ZU KLIMAWAHLEN

Für den 25. Ok­to­ber 2019 ruft Fri­days for Fu­ture-Thü­rin­gen im gan­zen Bun­des­land zu de­zen­tra­len Kli­ma­st­reiks vor der Land­tags­wahl auf. Al­le an­de­ren aus dem Rest des Bun­des­ge­bie­tes sind ein­ge­la­den, die De­mons­trie­ren­den bei ih­ren Ak­tio­nen zu un­ter­stüt­zen.

Am 27. Ok­to­ber 2019 wird in Thü­rin­gen der neue Land­tag ge­wählt – die Fri­days for Fu­ture Aktivist*innen vor Ort be­to­nen: Die­ser Land­tag wird der letz­te sein, der wir­kungs­vol­le Maß­nah­men zur Be­gren­zung der Kli­ma­kri­se um­set­zen kann. Des­halb muss den Kandidat*innen be­reits vor der Wahl ver­deut­licht wer­den: Wer in den Land­tag ein­zieht, trägt die Ver­ant­wor­tung, jun­gen Men­schen auf der gan­zen Welt und zu­künf­ti­gen Ge­nera­tio­nen ei­ne le­bens­wer­te Welt zu hin­ter­las­sen.

Ge­nau wie im Rest von Deutsch­land und vie­len an­de­ren Tei­len der Welt geht Fri­days For Fu­ture auch in Thü­rin­gen seit über neun Mo­na­ten je­den Frei­tag auf die Stra­ße, um für kon­se­quen­ten Kli­ma­schutz zu strei­ken. Und ge­nau wie im Rest der Welt ist auch hier bei uns bis­her viel zu we­nig pas­siert. Zwar brüs­ten sich Politiker*innen hier gern mit dem ers­ten Kli­ma­ge­setz der neu­en Bun­des­län­der und mit den stark ge­sun­ke­nen Emis­sio­nen Thü­rin­gens, sie las­sen da­bei aber meis­tens aus, dass das eben ge­nann­te Ge­setz Kli­ma­neu­tra­li­tät erst in der zwei­ten Hälf­te des 21. Jahr­hun­derts vor­sieht, Land­wirt­schaft als kli­ma­schäd­li­chen Fak­tor kom­plett igno­riert – of­fen­sicht­lich um den Bau­ern­ver­band nicht wü­tend zu ma­chen – und die Emis­si­ons­ein­spa­run­gen des Frei­staa­tes zum Groß­teil dem Rück­bau von In­dus­tri­en nach der Wen­de zu ver­schul­den sind und der CO2-Aus­stoß Thü­rin­gens in den letz­ten Jah­ren so­gar wie­der an­stieg. 

Auch im „grü­nen Her­zen Deutsch­lands“ läuft der Kli­ma­schutz al­les an­de­re als Rund. Die Entscheidungsträger*innen des Bun­des­lan­des ver­nach­läs­si­gen den Schutz zu­künf­ti­ger Ge­nera­tio­nen und das In­stand­hal­ten ei­nes in­tak­ten Pla­ne­ten und be­vor­zu­gen statt­des­sen halb­ga­re Kom­pro­mis­se, die die Ka­ta­stro­phe, auf die wir zu­lau­fen, nie­mals wer­den auf­hal­ten kön­nen. Be­sorg­nis­er­re­gend sind dar­über hin­aus die Stra­te­gi­en po­li­ti­scher Kräf­te, die sich nicht ein­deu­tig zu den wis­sen­schaft­li­chen Er­kennt­nis­sen be­züg­lich der Kli­ma­ka­ta­stro­phe be­ken­nen oder de­ren Exis­tenz voll­stän­dig leug­nen. Das wol­len wir uns nicht län­ger bie­ten las­sen!

Bei ei­nem zen­tra­len Kli­ma­st­reik al­ler Thü­rin­ger Orts­grup­pen in Er­furt am 27. Sep­tem­ber ha­ben mehr als 1.500 Strei­ken­de be­reits ein Zei­chen für ih­re For­de­run­gen nach Kli­ma­ge­rech­tig­keit ge­setzt und da­zu bei­getra­gen, das The­ma in die öf­fent­li­che Dis­kus­si­on zu tra­gen. Die­ser Druck soll nun wei­ter­hin auf­recht­erhal­ten wer­den: Des­halb ru­fen wir für den 25. Ok­to­ber, den Frei­tag vor der Land­tags­wahl, da­zu auf, im gan­zen Bun­des­land für Kli­ma­ge­rech­tig­keit zu strei­ken. Nut­zen wir die­se letz­te Chan­ce, die Land­tags­wah­len zu Kli­ma­wah­len zu ma­chen!