Anlässlich der Entkernung des Verbrenner-Aus für 2035 in der EU äußert sich Linda Kastrup, Sprecherin für Fridays for Future Deutschland wie folgt:
„Der Abschied vom Verbrenner-Aus ist nichts anderes als ein Abschied von jeglicher vernünftigen Verkehrspolitik. Während Menschen in ganz Europa unter der immer weiter eskalierenden Klimakrise leiden, gießt die Komission Öl ins Feuer der Klimakrise. Wenn dieser Schritt tatsächlich Realität werden sollte, bedeutet das ein katastrophales Abwenden von sinnvollen Maßnahmen und ein peinliches Zugeständnis an fossile Lobbys. Niemand profitiert davon, außer den Konzernen, die so tun, als wären Verbrenner die einzig wahre Lösung. Dabei ist längst klar, dass diese Autos veraltete, klima- und gesundheitsschädigende Technik sind. Ob Auswirkungen auf unsere Lungen durch die Abgase, unser Gehör durch den Lärm oder unseren Planeten durch die ausgestoßenen Emissionen: Verbrenner schaden der Menschheit und gehören der Vergangenheit an. Diese Entscheidungen sind ein Hohn für alle Bürger*innen und wirken, als hätten die Politiker*innen vergessen, dass die Autolobby uns alle wieder und wieder verarscht und dreckige Technologien gegen besseres Wissen einsetzt, nur um ihre Profite maximal aufzublähen.
Deutschland hat sich mit für diese Weltverbrenner-Flotte eingesetzt und einen Vorschlag unterstützt, der direkt aus der Feder der Auto-Lobby kommen könnte. Erklärbar ist das nur durch Nostalgie, Unvernunft und eine absurde Mir-doch-egal-Haltung gegenüber allen Menschen auf dieser Welt. Logische Argumente lassen sich für die Entscheidung nicht finden. Der EU-Rat und das Europäischen Parlament haben jetzt die Verantwortung, dieses absurde Vorhaben zu stoppen und zu verhindern, dass sich die EU wieder bis hin zur Kutsche zurück entwickelt.„
