Fridays for Future kritisiert Siemens Energy bei Hauptversammlung

Bei der heutigen Aktionär*innenversammlung des Konzerns Siemens Energy hat Fridays for Future-Sprecherin Carla Reemtsma, ermöglicht durch einen Redeslot der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, eine Rede gehalten, um den Konzern an seine Verantwortung in der Klimakrise zu erinnern.

Hier einige Auszüge aus ihrem Beitrag:

Heute ist noch nicht entschieden, wie die Energiewelt von morgen aussieht. Zutiefst fossile Kräfte bäumen sich überall auf der Welt auf, kämpfen um ihre Profite mit dreckigem Öl und Gas. 
Auf der anderen Seite steht eine Welt mit Windrädern und Solaranlagen, Speichern und Wasserkraftwerken, wo der Strom günstig, die Luft sauber, wir unabhängig von Autokraten und das Klima geschützt ist. Herr Bruch, Sie sprechen von der Rolle von Siemens Energy in dieser Welt, von Chancen und Möglichkeiten. Aber wenn es um Ihr konkretes Geschäft geht, stellen Sie sich hinter dreckige Gaskraftwerke und Märchengeschichten der Wasserstoffwirtschaft.
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Siemens Energy ist einer der weltweit größten Hersteller von Gasturbinen – also genau der Technologie, mit der gerade der Ausbau von dreckigen Rechenzentren ermöglicht und im gleichen Atemzug die Energiewende geschreddert wird. Sie können noch so viel über flexible Kapazitäten sprechen: Ihre Geschäftsstrategie ist einfach nicht mit dem Pariser Klimaabkommen vereinbar.
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Spätestens seit vorgestern, seit dem zur Unkenntlichkeit geschredderten Heizungsgesetz ist völlig offensichtlich, was wir insgeheim schon alle wussten. Die Gasindustrie muss sich niemals einfach nach der Politik richten – nein, Sie sitzen mit am Tisch wenn es um die Energiewende, um Klimaschutz, um Kraftwerksstrategien, um Gasnetze geht.
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Sie sind diejenigen, die Entscheidungen über Milliardeninvestitionen, über Energieprojekte und Ausbaustrategien treffen – und sich für dreckiges Erdgas, für Abhängigkeiten, für immer mehr Klimakrise entscheiden.
[…]
„Sehr geehrter Herr Bruch, Ich habe drei Fragen an Sie: 
Wann plant Siemens Energy aus fossilen Geschäften auszusteigen? 
Wann hören Sie auf, mit Lobbyismus für Märchentechnologien wie Wasserstoff, Klimaschutz zu verlangsamen – und Geschäftsrisiken zu kreieren?
Wann und wie haben Sie vor, Ihre Geschäftsstrategie den Vorgaben des Pariser Klimaabkommens anzupassen?

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