Fridays for Future präsentiert Sofortprogramm gegen Energiekrise

Angesichts der drohenden Energiekrise präsentiert Fridays For Future ein Sofortprogramm, um Energie zu sparen und Bürger*innen finanziell zu entlasten. Die Klimabewegung fordert unter anderem die Wiedereinführung des 9-Euro-Ticketsautofreie Sonntage und ein Inlandsflugverbot, um Öl zu sparen und den Umstieg auf Fahrrad und öffentlichen Nahverkehr zu unterstützen. Am Sonntag beraten Union und SPD im Koalitionsausschuss über Entlastungsmaßnahmen, zuletzt hatte die Ankündigung von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche zur Erhöhung der Pendlerpauschale für Kritik von Expert*innen und aus der eigenen Partei gesorgt. 

Während die Öl-Knappheit nach dem Angriff auf den Iran uns dramatisch zeigt, wie gefährlich Abhängigkeiten von Öl- und Gasimporten sind, verlieren Union und SPD sich in Koalitionsstreit und Klientelpolitik. Für die offenkundige Inkompetenz der Energieministerin effektiven Maßnahmen gegen die Energiekrise einzuführen, zahlen wir alle. Statt mit einer Erhöhung der Pendlerpauschale den Freizeitverkehr von Gutverdiener*innen zu finanzieren, brauchen wir jetzt gezielte Maßnahmen, die verhindern, dass die Energiekrise sich weiter zuspitzt. Um Öl zu sparen und Menschen vor hohen Kosten zu schützen, braucht es jetzt sofort eine Wiedereinführung des 9-Euro-Tickets, eine Energiekostenpauschale, ein Tempolimit und Pop-up-Radwege überall dort, wo gerade keine sind”, sagt Carla Reemtsma von Fridays for Future

Das von Fridays For Future präsentierte Sofortprogramm mit 25 Maßnahmen verfolgt drei Ziele: die kurzfristige finanzielle Entlastung für Bürger*innen, die Reduktion von Öl- und Gasverbrauch zur Abwendung einer Mangellage und den langfristigen Umstieg auf Erneuerbare Energien, um fossile Abhängigkeiten zu beenden. Zusätzlich fordert die Bewegung Maßnahmen zur Stärkung der politischen Moral, wie etwa den Bau eines Windrades auf dem Bundestag, einen täglichen Yoga-Sonnengruß der Abgeordneten aus Respekt vor der Solarenergie und pro Kabinettssitzung zehn Minuten Redezeit für Physiker Harald Lesch.

Mit ihrer völlig kontraproduktiven Vorschlägen, die keinen einzigen Tropen Öl sparen, hat die große Koalition bewiesen, dass ihr der Kern des Problems nicht bewusst ist. Um ihren Glauben an die übernatürlichen Kräfte von Öl und Gas zu überwinden, schlagen wir ein konsequentes Erneuerungsprogramm für alle politischen Verantwortungsträger*innen vor: morgens ein Yoga-Sonnengruß im Ministerium, eine Ausflug auf den Fahrradübungsplatz, ein Windrad auf dem Bundestag und ein Öl-Barometer, was den Verbrauch von Sprit und Kerosin aufzeichnet. Wer mit gutem Beispiel vorangeht, stärkt die politische Moral und die Wettbewerbsfähigkeit!”, führt Carla Reemtsma weiter aus.

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