PM: FFF protestiert vor Landesregierungen anlässlich Bundesratabstimmung über Gasbohrungen in der Nordsee

Fridays for Future protestiert am Freitag, den 19. Dezember, anlässlich der Bundesratsabstimmung über die Gasbohrungen vor Borkum in elf Landeshauptstädten, darunter Düsseldorf, Stuttgart, Mainz und Berlin. Der Bundesrat stimmt am Freitag über seine Position zu den Gasbohrungen vor Borkum ab. Für das fossile Projekt wird noch ein Vertragsgesetz benötigt. Unter dem Motto „Eure Verantwortung: Raus aus dem Gas!“ senden die Aktivist*innen ein klares Signal an die Landesregierungen, sich gegen das Vertragsgesetz im Bundesrat zu stellen. Die Positionierung des Bundesrates wird wegweisend sein, bevor das Gesetz anschließend in den Bundestag geht und später erneut dem Bundesrat vorgelegt wird.

Die geplanten Gasbohrungen vor Borkum sind dreckig, klimaschädlich und teuer. Niemand braucht auch nur ein einziges weiteres Gasfeld, was uns nur mehr Katastrophen bringt. Statt den Gaskonzernen beim Profitmachen zu helfen, muss der Bundesrat sich für den Schutz von Menschen, Umwelt und Klima einsetzen!”, sagt Liza Baerens von Fridays for Future Schwerin. 
 
Die Kundgebung in Berlin beginnt um 08:30 Uhr vor der Zentrale des Bundesrats(Leipziger Str. 3-4, 10117 Berlin), bevor die Bundesratssitzung um 9:30 Uhr startet. Im Rahmen dieser Kundgebung werden außerdem zwei Petitionen an den Bundesratspräsidenten Andreas Bovenschulte übergeben. Der Petition von Fridays for Future gegen die Gasbohrungen vor Borkum haben sich über 112.000 Menschen angeschlossen, der Petition der Deutschen Umwelthilfe für Meeresschutz ohne rechtliche Schlupflöcher über 75.000. Bereits vor zwei Wochen hatten sich die sieben grünen Umweltminister*innen vor dem Hintergrund des Bundesparteitags von Bündnis90/Die Grünen gegen die Gasbohrung vor Borkum positioniert und auf die massivsten, klimaschädlichen Auswirkungen hingewiesen. 

Der Umweltausschuss des Bundesrats hat schon reagiert und klargemacht: Diese Bohrungen sind untragbar. Bezahlbare, sichere und saubere Energie aus Wind und Sonne ist die Zukunft, nicht die zerstörerischen Gasbohrungen, von denen nur die Konzerne profitieren. Wir fordern alle Landesregierungen auf, das Gesetz zu blockieren, was den Weg für immer mehr Zerstörung freimachen würde – und sich damit den Stimmen von Insulaner*innen, Wissenschaftler*innen und Hunderttausenden Menschen in Deutschland anzuschließen!”, sagt Nele Evers von Fridays for Future Deutschland

Wir laden Sie herzlich zu unseren Aktionen am 19.12. ein. Vorab und vor Ort stehen wir Ihnen gerne für Interviews und O-Töne zur Verfügung. 
Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der Orte, in denen Aktionen stattfinden:
– Berlin, 08:30 Uhr, vor dem Bundesrat (Leipziger Str. 3-4), Kundgebung & Petitionsübergabe
– Bremen (Beameraktion)
– Dresden, 14 Uhr, Canaletto-Blick, Protestaktion mit Schildern
– Düsseldorf, 15 Uhr, CDU NRW-Parteizentrale, Kundgebung
– Hamburg
– Hannover (Bildaktion)
– Mainz (Banneraktion, Theodor-Heuss-Brücke)
– München 
– Potsdam
– Schwerin, 15 Uhr, Staatskanzlei, Kundgebung 
– Stuttgart, 15 Uhr, Eckensee, Protestaktion mit Bohrplattform

Wir verbinden Sie gern mit den jeweiligen Ortsgruppen. Sie erreichen uns unter presse@fridaysforfuture.de / +49 30 20004360 .

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