Woche 48/2019 – Neustart in Madrid und im Tagebau?

Heiheihei, das war eine wilde Woche vom 25.11.-1.12.19 – was so passiert ist, das fasst Name für Euch im Wochenrückblick zusammen.

😍 Globaler Klimastreik #NeustartKlima am 29.11.19       

Kurz vor der Klimakonferenz in Madrid haben am Freitag, den 29.11.19, wieder viele Menschen gezeigt, dass sie mehr Klimaschutz von unserer Bundesregierung fordern und dass das Klimapaket unzureichend ist. Bereits zum vierten Mal dieses Jahr haben wir in einem breiten Bündnis bunt und laut gezeigt: Wir wollen endlich wirksamen Klimaschutz! Trotz kurzer Vorlaufzeit gab es eine starke Beteiligung: 630.000 Menschen in über 520 Städten waren in Deutschland auf den Straßen!!! Luisa Neubauer kommentierte dazu auf Twitter: „So viele hatten gesagt es sei unmöglich Ende November einen Klimamassenprotest zu organisieren. Wir haben es trotzdem gemacht. Nicht weil es leicht ist, sondern weil es notwendig ist. Denn diese Klimapolitik raubt uns unsere Zukunft.“ Weltweit gab es Demonstrationen für mehr Klimaschutz in über 2.400 Städten in 158 Ländern. Auch Wissenschaftler*innen des Forschungsschiff ‚Polarstern‘ in der Aktis und der Neumayerforschungsstadion der Antarktis zeigten sich solidarisch mit den Klimaprotesten.

Im Vorfeld des globalen Klimastreiks haben Hochschulgruppen von Fridays For Future in über 80 Hochschulen und Universitäten in über 50 Städten eine Woche lang verschiedene Aktionen und für alle Interessierten offene Veranstaltungen zur Klimabildung organisiert. Im Anschluss an den globalen Klimastreiks  haben über 4000 Aktivist*innen mit Ende Gelände Kohlebagger in der Lausitz blockiert.

😡 Bundesrat stoppt Teile des Klimapakets       

Der Bundesrat hat einige im Klimapaket der Bundesregierung vorgesehene Maßnahmen gestoppt. Dazu gehören die Pendlerpauschale, die steuerliche Förderung von Gebäudesanierungen und die Steuerermäßigung auf Bahntickets im Fernverkehr. Ein grundlegender Streitpunkt, weshalb die Maßnahmen des Klimapaket nun im Vermittlungsausschuss zwischen Bundestag und Bundesrat verhandelt werden, sind die Finanzfragen. Die Länder sehen sich durch Steuerverluste im Nachteil, während der Bund dazugewinne. Andere umstrittene Maßnahmen wie der CO2-Preis, der unter Anderem von Wissenschaftler*innen, dem deutschen Städtetag und selbst Vertreter*innen der Wirtschaft zu niedrig genannt wurde, kamen trotz der kritischen Stimmen einiger Bundesländer durch. Die strittigen Punkte des Klimapakets sollen nun noch vor Weihnachten beigelegt werden.

😳 Weltwetterorganisation warnt: Treibhausgase in der Atmosphäre so hoch wie noch nie!

Laut der Weltwetterorganisation WMO der Vereinten Nationen waren die Messwerte der Treibhausgase Kohlendioxid, Methan und anderen schädlichen Gasen in der Atmosphäre 2018 so hoch wie noch nie in der Geschichte der Menschheit. Die C02-Konzentration in der Atmosphäre ist innerhalb eines Jahres auf ein Rekordhoch von 407,8 ppm (Teilchen pro Millionen Teilchen) im Vergleich zu 405,5 ppm im Vorjahr angestiegen und auch bei Methan gab es eine Steigerung, sodass der Methangehalt in der Atmosphäre nun 295 % über dem vorindustriellen Niveau liegt. Der Generalsekretär der WMO sagte dazu: „Es ist durchaus erwähnenswert, dass die Erde eine vergleichbare Kohlendioxid-Konzentration zuletzt vor drei bis fünf Millionen Jahren erlebt hat.“ Der Ausstoß von CO2 sei klar auf das Verbrennen fossiler Rohstoffe und die Abholzung des Regenwalds zurückzuführen, zu der Anreicherung der Methanwerte führe die Rinderzucht und außerdem ziehe der starke Gebrauch von Dünger eine Anreicherung an Stickoxiden nach sich. Deshalb muss in diesen Bereichen dringend gehandelt werden, um das zukünftige Wohlergehen der Menschen zu sichern: „Es gibt keine Anzeichen für eine Verlangsamung des Trends, geschweige denn einen Rückgang der Treibhausgas-Konzentrationen, trotz aller Zusagen im Pariser Klimaabkommen“       

😱 Monitoring-Bericht der Bundesregierung zeigt: Die Folgen des Klimanwandels sind in Deutschland immer spürbarer

In Zusammenarbeit mit 30 Bundes- und Landesbehörden, sowie Universitäten und Fachverbänden hat das Bundesumweltamt einen Bericht vorgelegt, der die bereits spürbaren Auswirkungen des Klimawandels auf Wirtschaft, Gesundheit und Wetter in Deutschland zeigt. So führe der Klimawandel zu einem Anstieg der Durchschnittstemperatur in Deutschland, einer Zunahme von extrem heißen Tagen mit Temperaturen über 30°C von drei auf zehn Tage pro Jahr, was auch zu mehr hitze-bedingten Todesfällen führe. Durch hohe Temperaturen nimmt auch der Pollenflug zu, was für Asmathiker*innen und Allergiker*innen belastend wirkt. Die Erwärmung der Oberflächentemperatur in der Nordsee führt zu häufigeren Sturmfluten und Küstenerosionen. Waldbrände und Ernteausfälle durch die Hitze, sowie ein verringerter Wasserstand an den Flüssen, der den Schiffsverkehr beeinträchtigt, führt auch zu wirtschaftlichen Einbußen.

🌞 EU-Parlament in Straßburg ruft Klimanotstand aus

Mit großer Mehrheit haben die Abgeordneten des EU-Parlaments den Klimanotstand ausgerufen. Dies ist zwar ein symbolischer Akt, soll aber Druck für baldige Gesetzgebung schaffen. Die Forderung ist, dass die EU-Staaten ihre Treibhausgasemmissionen bis im Jahr 2030 um 55% im Vergleich zu 1990 reduzieren. Weltweit haben bisher tausende Städte den Klimanotstand ausgerufen.

13 Kommentare zu „Woche 48/2019 – Neustart in Madrid und im Tagebau?

  1. Keine Frage, die Klima-Lage ist sehr ernst – und die allzu vieler Politiker ebenfalls.

    Der Widerstand muss also unbedingt weiter gehen und tut es ja auch.

    Ganz wichtig dabei: Bewahrt unbedingt die Vernunft und versucht es mit Aufklärung, Kreativität und Humor. Den kann man nicht haben? Oh doch, IMMER! Er hat Menschen schon durch wahre Apokalypsen begleitet, verleiht Kraft und – vielleicht das Wichtigste – schafft Sympathien und Anhänger. Konzentriert Euch in diesem Sinne bitte auf die zwei Drittel der Bevölkerung, die entweder bereits überzeugt oder nahe dran sind.

    Sich mit der Gefahr juristischer Folgen auf fremden Grund zu setzen und Klöppereien mit Menschen zu riskieren, denen ‚Schnäppchen‘ alles im Leben bedeuten, bringt rein gar nichts! Für 1,8 Millionen Euro ein Stadion zu mieten und 30 Euro Eintritt pro Person zu nehmen, ist ausgesprochen undurchdacht. Bitte verzichtet auf Aktionen, die Euch eine potenzielle Bevölkerungsmehrheit kaputt machen!

    Falls nicht bekannt: Für Petitionen braucht man kein Stadion. Alles (Einreichen, Zustimmen, Berichten) geht online und kostet dann fast gar nichts. Die Medien werden es trotzdem nicht übersehen. Was soll das also? Das Stadion-Event wird nur dazu führen, dass sich Viele, die heute noch mit Euch sympathisieren, von Euch abwenden. Ein gefundenes Fressen für Eure Gegner! Das Gleiche gilt, falls auf Demos Handgreiflichkeiten passieren. Die Gegner freuen sich, aber es bringt keinerlei Vorteile.

    Dabei ist Euer und unser Erfolg so unglaublich wichtig! Schöpft doch bitte die tatsächlich wirksamen (und weniger spektakulären) Mittel aus! Berichtet wird darüber mit Sicherheit, aber es klingt dann sehr konstruktiv. Das tut den Menschen gut. Die haben von ‚Sensationen‘ genug und sind total reizüberflutet. Schon jetzt sagen Viele wider jede Vernunft: ‚Es wird zuviel über Klima geredet!‘.

    Merkt Ihr nicht, dass besonders das im Sinne Eurer Gegner ist? Die sind froh, wenn ‚Klima‘ keiner mehr hören kann! Deshalb: Besinnt Euch auf Greta’s sympathische Antwort auf eine Frage nach ‚Asperger‘:

    ‚It basically means I only say something when there is something to say!‘

    Möge auch sie selbst es schaffen, dies durchzuhalten und die Profiteure des Hypes zurückzuweisen.

    Präsenz zeigen auf der Straße ist wichtig, sehr gerne mit Abwechslung, Kreativität, Mitmachaktionen. Reagiert mit neuen Sprüchen, mit Liedern zum Mitsingen. Verzichtet auf Aktionen, bei denen die Polizei eingreifen muss, wie ich es live miterlebt habe. Und verzichtet bitte auf teure Großspektakel!

    Ergreift aber bitte auch auf allen Ebenen die Hebel der Veränderung – und macht bekannt, wer warum wichtige Entscheidungen verhindert. Beispielsweise kann man in öffentlichen Ratssitzungen sein Frage- oder sogar Antragsrecht nutzen, und Petitionen gibt es nicht nur auf Bundesebene.

    Sehr positiv nehme ich übrigens Carla Reemtsma wahr. Die tauscht sich mit Anderdenkenden vernünftig, geduldig und freundlich aus, folgt aber am Ende nur ihrem Verstand, so wie gestern in ‚Jetzt red i‘ (BR). Das ist vorbildliches Demokratieverhalten, wirkt klug und bescheiden. Keine Spur von Selbstdarstellung und Effekthascherei.

    Ganz viele von Euch können das sicher ebenfalls. Lasst diese Talente machen, aber bitte nicht diejenigen, die mit FFF ‚ganz groß rauskommen‘ und im Mittelpunkt stehen wollen!

    LG Armin

    1. Lieber Armin – danke für Deine Einschätzung, Deine Ideen und Kritik an dieser Stelle. Was Du schreibst hat mich sehr angesprochen und spricht mir aus dem Herzen!!

    2. Hallo Armin,
      die Hebel der Veränderung sollte jeder auch bei sich selbst ansetzen und entsprechend handeln. Über den offizielle „Climate Change Performance Index (CCPI)“ kann jeder die TOP-Umweltsünder „Score < 50“ sofort erkennen und handeln.
      Mit handeln meine ich:
      • Produkte aus diesen Ländern meiden (Embargo). Gilt auch für globale Konzerne (z.B. Amazon) die ihren Sitz in einem dieser Länder haben.
      • Nicht in diese Länder reisen
      • Gespräche/Kontakt mit Bürger und staatlichen Einrichtungen dieser Länder suchen und ihnen den CCPI vorhalten. Wenn z.B. der US-Bürger auf seiner Europatour 20-mal auf den CCPI angesprochen wird, wird dies eine bleibenden Eindruck hinterlassen.

      LG Gerald

      1. Danke für diesen wichigen Hinweis! Auch ich bin davon überzeugt, dass viele Menschen verlässliche Infos und Orientierung brauchen. Die Bereitschaft, sich unschädlicher zu verhalten, ist da. Gute Infos aber sind nicht leicht zu bekommen. Das liegt unter anderem daran, dass gerne Verwirrung gestiftet wird, zum Beispiel durch ‚Umweltsiegel‘ oder ‚Biosiegel‘. Am Ende ist man noch auf das angewiesen, was eine Ministerin gemeinsam mit dem Chef eines Lebensmittelkonzerns vor laufenden Kameras von sich gibt. 😉

        FFF in Zusammenarbeit mit SFF wäre ideal für eine Fakten-Plattform, der man vertrauen kann. Ist allerdings viel Arbeit, eine gute Sammlung dieser Art aufzubauen.

        LG Armin

  2. Hallo zusammen,

    ich bin begeistert von Eurer und unserer Energie und habe an vielen Terminen teilgenommen. Was ich vermisse, ist eine umfassende Dokumentation der vergangenen Termine, mindestens der Großtermine . Aber auch bei den kleineren Fridays sollte nicht nur lokal gezählt und gefilmt und fotographiert werden, sondern die Daten und Bilder auch zentral zusammengetragen werden!

    Meiner Meinung nach ist eine Gefahr bei den vielen Kleinterminen, dass dadurch weniger Leute sichtbar werden, als sich tatsächlich engagieren. Und das ist schlecht für die Dauerhaftigkeit unserer Proteste. Leute werden eher wenig Lust auf immer wieder neuen Protest haben, wenn der nicht auch gerade von den „eigenen“ Leuten gewürdigt, also dokumentiert und gezählt wird.

    Ganz wichtig: Die Presse aktiv einbeziehen, auch mal Beschweren, wenn Aktionen nicht oder nicht richtig dargestellt werden!
    Falls das schon irgendwo passiert – dann einen Link, bitte, an prominenter Stelle!

    Alles Gute weiter und viel Erfolg!

  3. Saudi-Arabien und Katar haben die Notwendigkeit von Veränderungen schon lange erkannt.
    Es findet eine Verschiebung der Kräfte statt.

    1.) $500 Milliarden für „Neom“ (Saudi-Arabien) mit Geld aus dem Börsengang von Saudi Aramco

    Praktisch der gesamte Erlös aus dem Börsengang des staatlichen Öl-Konzerns Saudi Aramco wird in das Zukunftsprojekt Neom gesteckt (Saudi Aramco ist die größte Erdölfördergesellschaft der Welt). Die Stadt „Neom“ soll vollständig aus erneuerbaren Energien versorgt werden. Ohne Notwendigkeit würde dieser Wandel in Saudi-Arabien nicht stattfinden.

    deutscher Artikel in der Wikipedia zu Neom:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Neom

    Der Artikel in englischer Sprache enthält mehr Informationen
    als der deutsche Artikel:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Neom

    Eine automatische Übersetzung ins Deutsche aus dem Englischen:
    https://translate.google.com/translate?u=https://en.wikipedia.org/wiki/Neom

    2.) Sendung „Planet SOS“ auf Al Jazeera (Katar)

    https://www.aljazeera.com/programmes/planet-sos/
    „About Planet SOS
    Every part of the globe is feeling the heat of the climate and ecological emergency. Many of the world’s leading scientists are warning of an existential crisis in the face of irreversible and adverse changes to the earth’s climate. Al Jazeera’s environmental show Planet SOS explores the issues around climate, nature and pollution that make up the crisis facing the planet.“

    Damit ist die Aussage des Moderators Richard Gizbert in „The Listening Post“ nicht mehr ganz zutreffend. Die folgende Adresse springt zu einer wichtigen Aussage von George Monbiot (The Guardian) und zur sehr interessanten abschließenden Aussage von Moderator Richard Gizbert im Video (in der Playlist von „The Listening Post“):

    https://youtu.be/CQyrBqNhlSY?list=PLzGHKb8i9vTzd6ZVzO6W_81iT6X9MDI62&t=1436

    alternativ hier verfügbar: https://www.aljazeera.com/programmes/listeningpost/2019/11/dispatches-frontlines-environmental-reporting-191108210424250.html

  4. Dankeschön das ich Kurzarbeit arbeiten darf. Den habt Ihr zu verantworten. Richtet ruhig alles zu Grunde mit eurem Protest. Spaltet die Gesellschaft weiter. Noch nichts geleistet aber rummotzen und die Alten beleidigen und für alles verantwortlich machen.

    1. Wer beleidigt wen?

      ‚Noch nichts geleistet‘ und ‚rummotzen‘ ist ziemlich beleidigend, oder?

      Außerdem sehr falsch. Das Gegenteil stimmt: Junge Menschen engagieren sich mit enormem Fleiß, nehmen sich eines äußerst wichtigen Problems an, das uns alle massiv in Gefahr bringt, informieren sich intensiv, führen unzählige Dialoge mit Politikern, Unternehmern, Wissenschaftlern, sind dabei freundlich und konstruktiv.

      Nebenbei kämpfen sie dafür, in der Schule trotz des enormen zeitlichen Aufwandes für ihren Klima-Einsatz den Anschluss nicht zu verlieren. Inhalte versäumter Unterrichtsstunden werden nämlich nachgepaukt. Keine Kleinigkeit.

      Hochachtung vor solchen Menschen!

      Leider haben es noch nicht alle verstanden: Weite Bereiche der Politik und der Wirtschaft haben zu verantworten, dass das Klimaproblem so ernst geworden ist, und geht es nach denen – siehe Madrid – wird eine furchtbare, weltweite Katastrophe daraus! Nebenbei bemerkt: Mit Flüchtlingszahlen, die heutige mindestens um den Faktor 10 übertreffen werden! Wer soll solche Probleme noch lösen können? Die Kriegsgefahr wird erheblich zunehmen!

      Auch in Deutschland werden wir ganz unmittelbar stark betroffen sein. Sind zwei Dürresommer mit bis zu 42 Grad nicht genug? Reichen massiv zunehmende Unwetterkatastrophen nicht, um endlich zu verstehen, was sich anbahnt?

      Was ist das für ein Benehmen, diejenigen zu tadeln, die darauf hinweisen und sich dafür verausgaben, dass endlich gegengesteuert wird?

    2. Kurzarbeit ist besser als sterben.
      Wer will denn seinen Kindern eine Welt hinterlassen, für die es keine Zukunft gibt?
      Wer hat noch Lust auf ehrliche Arbeit, wenn die nächste Katastrohe nah ist?
      Lieber heute etwas hungern, als morgen zu sterben.
      Ich möchte nicht meine letzten Jahre mit zu viel Luxus leben, wenn andere dafür sterben müssen.
      Lieber 200% Klimaschutz, als 0,1 % zu wenig.

    3. @freden
      Oh ich hätte hier mal früher reinschauen sollen …
      zunächst, Was arbeitest du Wo ?
      zum anderen, du machst den Briefträger dafür verantwortlich daß du ungeliebte Post kriegst ?
      Komisch, wir leben nicht mehr in der Antike wo der Bote für seine Botschaft erschlagen wurde, oder haben wir uns schon wieder zurückentwickelt. Scheint so, wenn man die a-sozialen Medien so betrachtet.
      Und nein, die kleinen spalten nicht die Gesellschaft, sondern bringen sie wieder näher zusammen indem sie auch für dich und deine Nachkommen kämpfen. Weil Leutchen wie du scheinbar nicht fähig sind selbstständig zu denken und immer nur blindlinks euren Anführern gehorcht.

  5. Der Auftritt des Bundesentwicklungsministers in Madrid ist eine Frechheit und typisch deutsch. Als könne man mit Geld alle Probleme lösen, abgesehen davon, das diese Mittel sowieso nicht bei den am meisten betroffenen Menschen ankommen sondern auf Umwegen wieder bei den Banken landen. Und die Versicherungswirtschaft will auch noch dabei verdienen. Kein Wort zu den großen Umweltsündern. Kein Wort zu Aufrüstung bis ins Weltall und Kriege in aller Welt. Da war ich am 29.11. doch erfreut, dass auf den Plakaten immer öfter die Losung „Regimewandel statt Klimawandel“ zu lesen war. Die großen Herausforderungen unserer Zeit sind mit den Mitteln dieser menschenverachtenden kapitalistischen Gesellschaftsordnung nicht umfassend zu lösen.

  6. Zwei weitere Beispiele für Länder, die Deutschland in Sachen Anstrengung gegen die globale Erwärmung locker abhängen: Indien und Marokko.

    In Deutschland fängt das Problem schon damit an, dass keine Transparenz über wirklich Zukunftsweisendes hergestellt wird und viele alternative Fakten in den Medien auftauchen. Da darf sogar eine Professorin einfach mal in einer Talkshow behaupten, Wasserstoff eigne sich nicht für den Verkehr, weil man ‚erstmal achtmal soviel Energie reinstecken muss‘.

    Was für ein Unfug, der leider unwidersprochen blieb, weil kein sonstiger Diskussionsteilnehmer sich vor der Sendung informiert hatte. Dabei sein ist alles … .

    Richtig ist: Verglichen mit einem E-Auto ist die Effizienz der Nutzung von Wasserstoff in einem Brennstoffzellenfahrzeug etwa halb so effizient. Geht man den Umweg über synthetische Kraftstoffe, sinkt sie auf ein Siebtel. Letzteres heißt: Erst Wasserstoff erzeugen und diesen dann zu Synthetics wandeln. Muss man nicht wirklich, und natürlich kostet das sehr viel Effizienz.

    Warum nicht einfach Wasser aufspalten und dann H2 direkt nutzen? Das Entscheidende dabei: Mit Wasserstoff kriegt man einen völlig sauberen Kreislauf hin. Das ist das Einzige, was auf Dauer überhaupt nur funktionieren kann! Wir können uns keine Müllproduktion mehr erlauben, wenn wir die Zukunft unserer Nachkommen sichern wollen!

    Setzen wir auf Batterien bzw. Akkus, verschärfen sich Raubbau, soziale Probleme und Müllproduktion massiv. Setzen wir auf synthetische Kraftstoffe, bleiben wir bei den komplexen Verbrennungsmotoren, statt in der Herstellung auf deutlich ressourcenschonendere Elektromotoren in Verbindung mit Brennstoffzellen zu setzen.

    Wer H2 für den Verkehr ablehnt, hat entweder keine Ahnung, oder bestimmte Interessen, oder ihm/ihr ist die Zukunft unserer Kinder egal!

    H2-Kreisläufe, ebenso wie die völlig vernachlässigte Sonnenenergie, bieten außerdem vielen armen Ländern echte Teilhabechancen.

    Um mal das Potenzial zu verdeutlichen: Allein durch ein Solarkraftwerk von 400 x 400 Km in der Atacama könnte man die gesamte Menschheit vollständig mit Energie versorgen! Und nicht nur in der Atacama scheint die Sonne extrem!

    Davon abgesehen ist es natürlich auch in Deutschland möglich, das Thema Sonnenenergie endlich ernsthaft anzugehen, statt mit Diskussionen über Windkraft davon abzulenken. Riesige Flächen (Dächer, oder Ackerland, auf dem dann trotzdem noch etwas wächst) könnten sowieso genutzt werden.

    Darüber hinaus ist über manches Potenzial noch gar nicht geredet worden, wie zum Beispiel die mögliche Solar-Überdachung von Verkehrswegen und Parkplatzflächen, die dann nicht nur Strom und Wärme erzeugen sondern auch Wetterschutz bieten würden.

    Ich bin davon überzeugt: Nur Solarkraft und geschlossene Kreisläufe (H2, Cradle-to-Cradle …) sichern wirklich unsere Zukunft! In der Natur klappt das seit Jahrmillionen. So dumm kann das also nicht sein … .

    LG Armin

  7. Hallo,
    ich hoffe, dass die FFF Bewegung weiterhin (internationales) Gehör findet und tatsächlich langfristig ein globales Umdenken bewirkt.
    Aus dieser Schüler-/Jugendbewegung könnte mit ECI eine politisch einflussreiche Kraft werden.
    Die aus wirtschaftspolitischen Interessen initiierte Klimapanik sensibilisierte die Massen.
    Allerdings sollte die daraus entstandene FFF oder ECI, im Gegensatz zur weltweiten Politik, nun für wirklichen, praktizierten Umweltschutz stehen. Ernst zu nehmen, durch fundiertes Hintergrundwissen und konsequentes Handeln.
    Daher hier ein paar Veröffentlichungen u.a. der TU Berlin:

    https://lv-twk.oekosys.tu-berlin.de/project/lv-twk/002-klimageschichte-kleiner%20ueberblick.htm

    https://lv-twk.oekosys.tu-berlin.de/project/lv-twk/02-intro-3-twk.htm#go111

    https://kenfm.de/tagesdosis-30-8-2019-klimabetrug-gerichturteil-stuerzt-co2-papst-vom-thron/

    Kein Wunder also, wenn die Politik zahnlos handelt.
    Im Gegenteil. Etliche Länder wollen nun (wieder) vermehrt „CO2 neutrale“ Atomkraftwerke bauen.
    Erneuerbare Energie reicht angeblich nicht.
    Windräder erschlagen angeblich Vögel. – wer gesehen hat, wie geschickt selbst fette Tauben einem Falken ausweichen, weiß die Qualität solcher Aussagen einzuschätzen.
    Die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima zählen scheinbar nicht mehr.
    Wohin mit dem ewig strahlenden Atommüll, ist nach wie vor ungeklärt.
    Wollen wir das?

    Diverse „CO2 Steuern“ sind wohl eine weitere Erfindung zur persönlichen Bereicherung mancher Leute. Denn wohin das Geld des bisherigen EU Emmissionshandels fließt, ist auch kaum nachzuvollziehen.
    Am schlimmsten finde ich die Versprechungen und Ziele, die Durchschnittstemperatur um exakt 1,5° zu senken. Halten sich diese Leute für allmächtig? Stehen die unter Drogen? Oder halten sie die Menschen/Wähler schlicht für blöd genug, diese größenwahnsinnigen Versprechungen zu glauben?

    Den naturgegebenen Klimawandel werden wir kaum beeinflussen können. Nicht mal, wenn wir kollektiven Selbstmord betrieben und es keine Menschen mehr gäbe.
    Energieverschwendung, Umweltverschmutzung und Zerstörung können wir aber beeinflussen. Davon hängt es ab, wie wir den Klimawandel überstehen.

    Wir brauchen intakte Wälder und sauberes Wasser.
    Wenn wir weiterhin täglich riesige Waldgebiete abholzen, um landwirtschaftliche Flächen oder Rohstoffe zu gewinnen, wird es wirklich katastrophal – weniger Niederschläge, Bodenerosion, Wüstenbildung usw. Dass Wälder Sauerstoff produzieren, brauche ich wohl nicht extra erwähnen.

    In Mitteleuropa werden wegen des Borkenkäferbefalls die Fichtenwälder großflächig abgeholzt. Hier wird zwar auch aufgeforstet, doch wieder mit schnellwüchsigen Monokulturen.
    Douglastannen sind beliebt. „Die haben kein Käferproblem“. – Ich möchte wetten, wenn es erst genügend Douglasien in Monokultur gibt, wird sich auch der passende Schädling einfinden.
    Gesunde Mischwälder „wachsen zu langsam und sind daher unwirtschaftlich“. Wahnsinn.

    Doch so lange manche Menschen ihren Müll lieber kilometerweit in den noch existierenden Wald karren, als 1.- oder 2.-€ im Wertstoffhof zu bezahlen,
    so lange wir Produkte kaufen, die unnötig in Kunststoff verpackt sind,
    so lange wir immer das jeweils neueste Smartphone/Tablet usw. „brauchen“ – von der Akkuproblematik mal abgesehen,
    so lange wir jeden Bullshit im www teilen, die ganze Welt, möglichst mit Video, wissen lassen, dass man es endlich schaffte, unaufgeplatzte Würstchen zu kochen,
    so lange man sich von den Eltern mit dem Auto zur Schule bringen lässt, obwohl ausreichend Verkehrsverbindungen zur Verfügung stünden,
    so lange …… – die Liste wird zu lang –
    wird sich nichts ändern.

    Durch FFF/ECI besteht nun die Chance auf ein globales Umdenken. Entgegen politischer Interessen.
    Weiter so.
    Aber bitte achtet auf eure Glaubwürdigkeit, recherchiert, lasst euch keine Fallen stellen, bleibt unabhängig. Spielt mit der zweifelhaften CO2 Debatte nicht den Politikern in die Hand.

    LG
    Ron

    .

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