11. Globaler Klimastreik: Fridays for Future demonstriert deutschlandweit mit 280.000 Menschen 

Allein in Deutschlandgingen heute über 280.000 Menschen mit Fridays for Future anlässlich des elften Globalen Klimastreiks auf die Straße. In über 270 Orten fanden Aktionen statt, weltweit wurde und wird auf allen Kontinenten demonstriert. 

In Deutschland fordert die Bewegung ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für Klimaschutz und gesellschaftliche Sicherheit. Weltweit setzen sich die Aktivist*innen für Entschädigungszahlungen der reichen Industrienationen für durch die Klimakrise entstandene Schäden und Verluste an die am stärksten betroffenen Regionen ein.

„Weltweit zerstört die Klimakrise Menschenleben. Während Länder wie Deutschland die Klimakrise weiterbefeuern, erleben Millionen von Menschen in Pakistan die Konsequenzen. Für uns ist klar: die Regierung muss ihrer Verantwortung gerecht werden und jetzt konsequent handeln. Sie muss ihre selbsterklärten Ziele einhalten und die Länder entschulden, die am stärksten unter den Folgen der Klimakrise leiden.“ sagt Darya Sotoodeh, Sprecherin von Fridays for Future 

In Berlin demonstrierten 36.000, in Hamburg 19.000 in Frankfurt am Main 10.000, in Freiburg 9.000 Menschen, in Köln 7.000 und in zahlreichen weiteren Orten ebenfalls Tausende Menschen für konkrete Klimaschutzmaßnahmen wie einen massiv beschleunigten Ausbau Erneuerbarer Energien und bundesweit kostengünstigen ÖPNV auf der Straße. 

„Entweder haben der Kanzler und seine Regierung kein Interesse daran, die Krisen zu lösen oder nicht verstanden, dass Verantwortung für ein Land zu übernehmen nicht nur kurzfristige Entlastungen sondern auch langfristige Lösungen bedeutet. Spätestens jetzt ist der Moment, sich von fossilen Energien unabhängig zu machen und Erneuerbare in einem noch nie dagewesenen Tempo auszubauen. Heute haben hunderttausende Menschen auf der Straße gezeigt, dass soziale Sicherheit, Freiheit und Klimagerechtigkeit zusammengehören.“ sagt Annika Rittmann 

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8 Gedanken zu “11. Globaler Klimastreik: Fridays for Future demonstriert deutschlandweit mit 280.000 Menschen 

  1. Herzlichen Dank für die Organisation dieses Klimastreiks!

    Zwar erreichen die Teilnehmerzahlen nicht mehr Millionen wie zu Beginn der Klimastreiks, doch kann die For Future Bewegung viel mehr als nur demonstrieren.

    Wir sollten weitermachen und der Politik und allen Menschen klarmachen, dass nur noch wenig Zeit bleibt, um die Erderwärmung zu begrenzen.

    Auf zu weiteren Aktionen!

    1. Ein bisschen Mathematik:
      280.000 Demonstranten entsprechen 0,34% der Einwohnerzahl Deutschlands oder 0,47% der Wahlberechtigten Deutschlands. Eine absolute Mehrheit hat man bei 50% + 1.

    2. Bei 60,4 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland entsprechen 280.000 Streikende einem Anteil von 0,46%. Eine Mehrheit im Parlament hat man bei 50% der Sitze plus 1 Sitz.

  2. Hallo, ich kann euch nur dazu ermutigen: 100 Millionen Euro Sondervermögen für Klimaschutz und gesellschaftliche Sicherheit! Macht weiter so! Gruß Michael Stark

  3. Es gilt nicht nur die Erneuerbaren Energien massiv auszubauen, sondern insbesondere auch die Verwendung fossiler Energien massiv zurückzudrängen: Das ist immer noch ein Bereich, auf dem internationale und nationale Unternehmen enorme Gewinne erwirtschaften, und davon werden die auf keinen Fall kampflos ablassen, um eine Zukunft mit Erneuerbaren zu ermöglichen – man sehe nur, wie schon wieder der Fokus auf Gaslieferungen liegt und enorme Anstrengungen unternommen werden, um diese fossilen Brennstoffe aus allen üblen Regionen der Erde zu beschaffen. Das muss bekämpft werden, dem müssen wir uns mit Macht entgegenstellen, wenn wir noch eine Zukunft haben wollen – diesen Firmen ist es egal, ob die Menschheit in 50 Jahren am Abgrund steht, wenn sie nur für die nächsten 5 Jahre gute Zahlen schreiben; Da heißt es die Prospektion und Erschließung neuer Quellen einfach verhindern, verbieten ! Und da verhalten die Energiekonzerne sich nicht anders als die Automobilindustrie; die hat auch vor 10 – 12 Jahren, als die Klimaproblematik schon sonnenklar war, noch die unsäglichen SUVs und VANs in den Markt gedrückt, die nicht nur zu ihrer Produktion maßlos Ressourcen verschwenden, sondern dann auch im täglichen Betrieb viel zu viel der kostbaren Energie verschwenden. Zugleich hat sie die Elektromobilität mit allen zu Gebote stehenden Mitteln madig gemacht und so große Ressentiments gegen diese vergleichsweise klimafreundliche Mobilität erzeugt. Wie kann es sein, dass die Nutzung solch monströser, selbst im normalen Verkehr gefährlicher Fahrzeuge heutzutage als „normal“ gilt ?! Wir sollten nicht nur auf die Politik schauen und dort die Probleme verorten und Einfluss nehmen, sondern in der Wirtschaft, die sich unseren Wohlstand gerne auf die Fahnen schreibt, die aber zugleich hart a#m Untergang der menschlichen Zivilisation arbeitet !

    1. Ein aufrichtiges Lob, Herr Schneider-Schrimpf, für Ihren Kommentar, der, anders als einige von vor allem zwei Leuten zu den FFF-Beiträgen davor, konstruktiv ist. Gruß, Silvia

    2. Um die Erneuerbaren Energien überhaupt massiv ausbauen und eine Energiewende konsequent durchziehen zu können, muss konsequent auch eine gesellschaftliche Wende durchgezogen werden: Weg vom sinnlosen Sachzwang des Profitmachens, um aus diesem Profit noch mehr Profit zu schlagen und aus jedem Euro oder Dollar zwei zu machen hin zu einer Art des Wirtschaftens, die gar kein Geld und damit auch keinen Profitzwang mehr braucht. Zu einer Art des Wirtschaftens also, in der sich alle daran Beteiligten sich bewusst miteinander über die Bedürfnisse und Probleme bzw. deren Lösungen verständigen können. Etwas, was dank des Internet durchaus möglich ist. Denn dass zwanghafte Profitmacherei nur schadet, kann jeder erkennen, der nicht völlig im Bann dieser Ideologie feststeckt und damit auch nicht völlig dem Irrglauben an die Alternativlosigkeit der bestehenden Gesellschaftsform aufsitzt. Denn der Markt ist nur innerhalb des Kapitalverhältnisses allmächtig. Aber gerade deswegen muss der Kapitalismus endlich Geschichte werden. Dann erst fiele auch der Zwang weg, beispielsweise immer mehr und immer größere Autos zu produzieren. Etwas, was auch die Elektroauto-Branche alles andere als umwelt – und klimafreundlich macht, wenn man bedenkt, dass jede dieser Kisten zwölf Kilo Kobalt und dreizehn Kilo Lithium unter der Motorhaube hat. Denn Kobalt und Lithium sind seltene Erden, die unter grauenhaft umweltschädlichen Bedingungen in Afrika und Südamerika gefördert werden, und wofür…? In erster Linie, um Profit herauszuschlagen, wo es noch Profit herauszuschlagen gibt… Gerade deswegen, (das meine ich ohne Ironie!) danke für den konstruktiven, weil dem Niveau der Gegenwart entsprechenden Kommentar von Ihnen, Herr Schneider-Schrimpf.

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