Offener Brief: Investiert in unsere Zukunft!

Im Zuge der aktuellen Koalitionsverhandlungen der neuen Regierungsparteien, die uns durch die wohl wegweisendste Legislaturperiode im Klimaschutz leiten werden, wollen wir als Fridays for Future Deutschland Stellung zu dem gegenwärtigen fehlerhaften Narrativ der teuren Energiewende beziehen. Nur eine Abkehr von diesem Narrativ kann dafür sorgen, dass der dringend notwendige Ausbau der erneuerbaren Energien nun endlich erfolgreich vorangetrieben werden kann!

Mit einer erneuten Bestätigung zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 1,5°C auf der COP26 in Glasgow wird nochmals klar, dass wir endlich handeln müssen! Somit wird und muss auch der Investitionsbedarf in eine erneuerbare Energieversorgung in den kommenden Jahren deutlich steigen. Leider wird im gesellschaftlichen Diskurs und in der politischen Debatte zu oft von einer teuren, geradezu unbezahlbaren, Energiewende gesprochen und damit der fehlende Ausbau der erneuerbaren Energien gerechtfertigt. Dieses Narrativ entspricht jedoch nicht der Realität. In unserem offenen Brief haben wir gemeinsam mit der erneuerbaren Energien-Branche mit diesem Narrativ aufgeräumt und anhand von zahlreichen Darlegungen, wie der Millionen-Subventionen in klimaschädliche Braunkohle, gezeigt, dass nicht die erneuerbaren Energien teuer sind, sondern fossile Energieträger. Ganz im Gegenteil dazu lohnen sich erneuerbare Energien nicht nur volkswirtschaftlich, sondern auch betriebswirtschaftlich. Außerdem ist definitiv nichts teurer als fehlender Klimaschutz! Das haben wir dieses Jahr alle hautnah unter anderem durch die Flutkatastrophe im Ahrtal erfahren.

Zusammen mit einer Vielzahl von Akteur*innen der erneuerbaren Energien-Branche, die dieses Schreiben unterzeichnen, um ebenfalls mit der Bürde der Energiewende und dem teurem Klimaschutz aufzuräumen, richten wir uns an die zukünftigen Regierungsparteien: Erneuerbare Energien lohnen sich bereits jetzt und sind unverzichtbar für unsere Zukunft! Deshalb fordern wir: Entfesselt die erneuerbaren Energien endlich und investiert in unsere Zukunft!

Lest jetzt den kompletten offenen Brief!

5 Kommentare zu „Offener Brief: Investiert in unsere Zukunft!

  1. Es ist sehr gut und wichtig, dass Ihr diesen falschen Annahmen und Behauptungen entgegen tretet!

    Mich irritiert allerdings sehr, dass man das überhaupt tun muss.

    Wie krank ist die Menschheit im Jahre 2021, wenn sie nur in monetären Größen denken kann, statt wenigstens mal in unumgänglichen Notwendigkeiten, oder idealerweise in Kategorien des Glücklichseins, der Grundversorgung aller, der kulturellen Vielfalt, der intakten Umwelt …

    Wir sind ja katastrophalerweise sogar so weit, dass Mediziner Gewinne machen müssen! Das Helfen und Heilen ist zweitrangig geworden! Ein riesengroßer Skandal, ethisch überhaupt nicht akzeptabel!

    Die Menschheit braucht ganz dringend eine Inventur ihrer Maßstäbe, gemeinsamen Ziele und Visionen!

    Ist es wichtig, dass einige Ultrareiche Schlagzeilen mit privaten Raumflügen machen, oder ist es wichtig, dass kein Kind mehr in Hunger und Not aufwächst? Nur eines von zahllosen Beispielen. Ich warte darauf, dass als Erstes mal die Medien sich weigern, über schädlichen Unfug wie Lustreisen ins All zu berichten!

    Man kann nur hoffen, dass die Jugend schnellstens ein weltweites Forum bildet, in dem geklärt wird, wie wir in Zukunft leben, miteinander umgehen und die Ressourcen gerecht verteilen wollen!

    Falls dann einer mit dem „Zu-Teuer-Reflex“ reagiert, sollte die Antwort lauten: „Du bist im falschen Film, Alter! Hier geht es um eine gute Zukunft für uns alle, vor allem die ganz Jungen! Also schweig, wenn Du nichts Sinnvolles beitragen kannst!“

    LG Armin

    1. Mal kurz einem jungen Menschen zugehört:
      https://twitter.com/i/status/1470425131738611719

      Völlig egal, wer da spricht, ob nett oder nicht, ob Freundin oder Unbekannte:
      Muss es nicht jedem normalen Menschen nahe gehen, dass jemand mit 25 schon
      drei Jahre lang in ehrenwertem Sinne hochaktiv und rastlos ist und trotzdem wenig
      Hoffnung haben kann, dass sich alles zum Guten wendet?

      Ich durfte in dem Alter meine Zeit für schönere Dinge nutzen.
      Darf mir die Verzweiflung einer heute 25-jährigen egal sein? Auf keinen Fall!
      Schon gar nicht, wenn mein Handeln mit über die Zukunft dieses Menschen
      und aller anderen entscheidet!

      Müssen sich nicht alle in Grund und Boden schämen, wenn die geringe Hoffnung
      rein gar nichts mit unabwendbarem Schicksal zu tun hat, sondern mit mangelnder
      Einsicht, mit Raffgier, Rücksichtslosigkeit und fehlendem Verantwortungsgefühl?

      Was wird unseren jungen Menschen angetan? Wie sehr steigert sich das Ganze, angesichts
      einer Pandemie, auf die teilweise grotesk schlecht reagiert und in der besonders wenig Rücksicht
      auf die Belange von Kindern, Jugendlichen, Studierenden … genommen wurde und wird?

      Wie geht es Euch, wenn Ihr Euch vorstellt, dass eine verzweifelte junge deutsche
      Frau vergleichsweise im goldenen Käfig sitzt, wenn man auf den Rest der Welt schaut?

      Was empfindet Ihr, wenn Ihr daran denkt, dass Armut, Hunger und Bildungnotstand weiter wachsen?

      Könnt Ihr es ertragen, dass die Zahl der – insbesondere jungen – Menschen sich stark multiplizieren
      wird, die nur noch im Verlassen ihrer Heimat eine Chance sehen und teilweise den möglichen Tod – zum
      Beispiel durch Ertrinken – dem Bleiben vorziehen, weil das Bleiben die Hölle wäre?

      Wie findet Ihr die Perspektive auch für uns, dass „Corona“ erst der „harmlose“ Anfang war?

      Wir versündigen uns gerade ganz massiv an der Jugend! Das darf nicht so bleiben!

  2. Vernünftige Argumente reichen leider oft nicht aus um jemanden dazu zu bringen ein schädigendes Handeln (Braunkohle zu subventionieren) zu unterlassen oder ein förderliches Handeln (Erneuerbare Energien zu fördern) für die Allgemeinheit umzusetzen.

    Eine kleine Geschichte:

    Eine Großfamilie fütterte Wildvögel mit Brot an einem See, direkt vor dem Schild mit der Aufschrift „Vögel füttern verboten!“. Drum herum saßen auf den Parkbänken viele Menschen die das hinnahmen und nichts sagten. Aus Unwissenheit oder Angst vor Konflikt oder Desinteresse…
    Ich sprach einige Familienmitglieder der Vogelfütterer freundlich lächelnd an, mit dem Hinweis, dass die Fütterung gut gemeint ist aber, z.B. Schwäne kein Brot vertragen und der See durch das vermehrte Koten der Vögel kippen kann. Dies wurde nickend zur Kenntnis genommen und es gab vereinzelte Gespräche aber weiterhin wurden große Brotbrocken den Schwänen, Gänsen und anderen zahlreichen Wildvögeln hingeworfen. Der Rasen war übersät mit Brotbrocken. Ich versuchte es noch weiter mit vernünftigen Argumenten, diese wurden aber ignoriert. Ich hätte die Brottüten an mich nehmen sollen, das tat ich aber nicht und bin weiter gegangen. Dabei ging es um die Gesundheit der Vögel und des Sees (der Fische etc.) Beim Klimaschutz geht es um die Existenz der Menschheit.

    Wer hat den Mut den Schädigern die „Tüten“ aus der Hand zu nehmen?

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