Altkreis Halle (Westfalen)

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Wir sind Fridays for Future Altkreis Halle von der globalen Fridays for Future Bewegung. Wir bestehen aus den Orten Borgholzhausen, Halle (Westf.), Steinhagen, Versmold und Werther (Westf.). Wir streiken regelmäßig und bieten immer wieder verschiedene Aktionen an, um auf die Klimakrise aufmerksam zu machen und die Politik zum Handeln zu zwingen. Am 24. April 2020 haben wir unsere Forderungen an die Lokalpolitik aufgestellt.

Kontakt: altkreishalle[at]fridaysforfuture.is

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Kommunalwahl 2020 | Streiks: 04. September | Wahl: 13. September

#AltkreisHalleWähltKlima

Am 13. September finden in NRW die Kommunalwahlen statt. Dazu gehen wir am 4. September in ganz NRW auf die Straße um deutlich zu machen, dass diese Wahl eine Klimawahl werden muss.

Strukturwandel, Verkehrs- und Energiewende, lokale Nachhaltigkeit, all das wird in den Kommunen entschieden. Wir haben nur noch wenig Zeit um das Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Die Kommunen müssen ihre Teil leisten dieses Ziel zu erreichen!

Auch im Altkreis Halle haben wir bereits Aktionen und Demos in Versmold, Werther und Halle geplant. Weitere Infos folgen!

SAVE THE DATE & UND SEI AM 04. SEPTEMBER DABEI!

#AltkreisHalleWähltKlima #NRWähltKlima

Versmold | Werther | Halle

Aktuelles

25.09.2020 – Globaler Klimastreik

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Storckerweiterung in Halle (Westf.)

Termine der Ausschüsse bzgl. der Storckerweiterung

Mittwoch, der 12.08.2020 17:15 Uhr
Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz, 27. Sitzung in der Wasserwerkstr. 1, 33790 Halle (Westf.), Mensa

  • Antrag der August Storck KG vom März 2020 auf Änderung der gehobenen wasserrechtlichen Erlaubnis zur Förderung von Grundwasser sowie der Zulassung des vorzeitigen BeginnsDSNr. 442/20203.
  • Antrag der August Storck KG auf Erteilung einer Genehmigung gemäß § 68 Wasserhaushaltsgesetz zur Umlegung des Laibaches auf dem Abschnitt zwischen der Bahnlinie „Haller Willem“ und der Autobahn A33

Der Ausschuss beschloss die Vertagung des Punktes Storck. Das Thema wird zeitnah an einem Ort besprochen, der mehr Zuschauer*innen zulässt, weil ein zu großer Andrang herrschte! Infos folgen…

Mittwoch, der 19.08.2020 15:00 Uhr bzw. 17:15 Uhr
Haupt- und Finanzausschuss, 52. Sitzung in der Remise, Kiskerstr. 2 u. Mensa, Schulzentrum

  • Änderung des Flächennutzungsplans „Östliche Erweiterung Firma Storck, Paulinenweg, Theenhausener Straße (L782), A 33, Margarethe-Windthorst-Straße und Rücknahme nördlich der Margarethe-Windthorst-Straße“hier: Beratung über die während der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung und der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß §§ 3(1), 4(1), 2(2) BauGB eingegangenen Anregungen (vorläufige Auswertung), Beschluss zur Entwurfsoffenlage gemäß § 3(2) BauGB. Flächennutzungsplanänderung der Stadt Halle (Westf.)

Dienstag, der 01.09.2020 um 17:15 Uhr
Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss, 43. Sitzung im Schulzentrum Masch, Mensa

  • Bebauungsplan Nr. 80 „Östliche Erweiterung Firma Storck“

Wir empfinden es weiterhin als sehr wichtig, dass möglichst viele Menschen dabei sind und wir damit zeigen können, dass die Storckerweiterung für den Klimaschutz eine Katastrophe ist.

3. & 4. Waldspaziergang am 02. August

Nach unseren beiden ersten Waldspaziergängen, haben wir am 02. August 2020 um 11 Uhr und 13:30 Uhr wieder, zusammen mit Hartmut Lüker vom BUND und dem Förster Aloys Tenkhoff, zwei weitere informative Spaziergänge, durch den von der Storckerweiterung gefährdeten Wald, angeboten. Auch dieses Mal war das Interesse wieder sehr groß, sodass wir insgesamt über 60 interessierte Bürgerinnen und interessierte Bürger am Sonntag begrüßen durften. Wir sehen die Storckerweiterung weiterhin als sehr kritisch an (siehe unsere Stellungnahme).

Folgen der Storckerweiterung

Was verändert sich durch die Storckerweiterung an der betroffenen Fläche?

  • Rodung von ca. 7ha ökologisch intaktem Wald
  • Neuversiegelung von ca. 4,4ha Fläche; danach dort versiegelte Fläche: 6,3ha
  • Umlegung des Biotops Laibach
  • Trockenlegung und Überbauung der beiden Teiche
  • Wegfall des Paulinenwegs (kann nicht mehr als Zuweg zum Tatenhausener Wald genutzt werden)
  • Wegfall des hintereren Teils des Steinhauser Wegs (wird hinter der Siedlung an der Arrode auf die Arrode geleitet)
  • Nebau einer Verbindungsstraße zwischen der Arrode und der Autobahnbrücke

Karte: © OpenStreetMap contributors

(Klick auf das Bild zum Vergrößern)

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Unsere Stellungnahme zur Storckerweiterung

Sehr geehrte Damen, Herren und Diverse,

Fridays forFuture Altkreis Halle stellt sich klar gegen die aktuellen Erweiterungspläne und alle damit verbundenen Verfahren der Firma Storck.

Das Gebiet, auf dem Storck die Erweiterung durchführen möchte, ist aus ökologischen und sozialen Gründen schützenswert und nicht für die Erweiterung geeignet.

Das Waldgebiet östlich von Storck ist ein sehr geschätztes Erholungsgebiet, welches für viele Spaziergänger, Radfahrer und Jogger ein beliebter Ort ist, um die Natur zu genießen und sich den jeweiligen Aktivitäten zu widmen. Auch würde der Weg in den Tatenhauser Wald erschwert und deutlich unattraktiver.

Die Rodung des Waldes wäre mit dem Verlust von ökologisch intaktem Misch-und Laubwaldverbunden, in welchem Bäume stehen, die bis zu 200 Jahre alt sind. Dies ist in Anbetracht der Klimakrise und der damit einhergehenden zunehmenden Trockenheit und dem erhöhten Waldbrandrisiko inakzeptabel.

Statt weiterhin intakte Flächen zu zerstören und damit „business as usual“ weiterzubetreiben, müssen wir zu einer neuen Wirtschaftspolitik kommen, die auf Erweiterungen auf ökologisch wertvollen Flächen verzichtet. Eine unendliche Flächenversiegelung aufgrund von wirtschaftlichen Interessen ist weder mit einem intakten Klima, noch einer nachhaltig intakten Ökosphäre vereinbar. Zudem sollte man Waldgebiete schützen, die noch nicht vom Borkenkäfer betroffen sind.

Der Wald erfüllt wichtige Funktionen in Halle (Westf.): So speichert er 13-15 Tonnen CO2 im Jahr, welche zukünftig durch eine Rodung der Fläche die Luft und Umwelt belasten würden. Er dient auch als Kaltluftentstehungsfläche für das lokale Kleinklima der Stadt Halle und als Kaltluftschneise zwischen dem Tatenhauser und Teutoburger Wald.

Kaltluftentstehungsflächen sind auch für die Klimaanpassung ein wichtiger Faktor. Der IPCC sagt dazu: „Sowohl die globale Erwärmung als auch die Verstädterung können die Erwärmung in Städten und ihrer Umgebung verstärken (Wärmeinseleffekt), insbesondere bei Hitzeereignissen, einschließlich Hitzewellen (hohes Vertrauen). Die Nachttemperaturen sind von diesem Effekt stärker betroffen als die Tagestemperaturen (hohes Vertrauen). Zunehmende Verstädterung kann auch extreme Niederschlagsereignisse über der Stadt oder gegen den Wind in städtischen Gebieten verstärken (mittleres Vertrauen).“ [1]

Im Wald leben 45 verschiedene Vogelarten von denen sechs geschützt sind. (Eisvogel, Grünspecht, Mäusebussard, Sperber, Teichhuhn und Waldkauz) 38 dieser Vogelarten sind Brutvögel, ihnen würde durch die Bebauung des Gebietes ihr Lebensraum fehlen. Auch die dort heimischen 14 Fledermausarten würden ihr Zuhause verlieren. Im vorliegenden Gebiet liegt eine sehr hohe Aktivität der Fledermäuse vor. Durch die Trockenlegung der beiden Teiche geht den heimischen Amphibien der Lebensraum und das Fortpflanzungsgewässer verloren. Betroffen wäre dadurch beispielsweise
die Erdkröten.

Durch die Bebauung werden die bestehenden Bodenfunktionen vollständig zerstört. Durch die Bodenversiegelungen wird es zu einer Verminderung der Grundwasserneubildung sowie zu einer Verringerung der Fläche für eine Versickerung von Regenwasser kommen.

Ein ausreichender Ausgleich für die Waldfläche kann nicht realisiert werden, da es in Halle an Ausgleichsflächen mangelt und Ausgleichsflächen in benachbarten Orten, wie Werther, unzureichend oder ebenfalls Mangelware sind. Solche Flächen haben keinen Mehrwert für die heimischen Tiere, Bürger*innen der Stadt Halle und die, das Kleinklima betreffenden Veränderungen vor Ort. Außerdem ist ein neu angepflanzter Wald erst in 50 bis 60 Jahren fähig, die Funktionen eines intakten Waldes zu erfüllen.

Laut des Umweltbundesamtes liegt die derzeitige tägliche Umwidmung von unbebautem Boden in bebaute oder anderweitig genutzte Flächen in Deutschland bei circa 66 Hektar am Tag und liegt weit von dem Ziel der Bundesregierung entfernt, den Verbrauch auf weniger als 30 Hektar pro Tag im Jahr 2030 zu senken. [2] Es ist somit zwingend erforderlich den Flächenverbrauch zu reduzieren.

Der IPCC sagt zur Flächennutzung: „Alle untersuchten modellierten Pfade, welche die Erwärmung auf 1,5 °C oder weit unter 2 °C begrenzen, erfordern landbasierte Minderung und Landnutzungsänderung, wobei die meisten verschiedene Kombinationen aus Wiederaufforstung, Aufforstung, reduzierter Entwaldung und Bioenergie beinhalten (hohes Vertrauen)“. [3] Das spricht dafür, dass die Reduktion des Flächenverbrauchs und vor allem das Schützen von Waldflächen essentiell für die Einhaltung der Pariser Klimaziele ist.

Für den Fall, dass einer Erweiterung der Firma Storck zugestimmt wird, fordern wir, nicht auch noch bei der Umsetzung der Erweiterung in veraltete, nicht zukunftsweisende Denkmuster zu verfallen und einige Dinge zu beachten:

Die Erweiterung sollte auf schon versiegelten Flächen stattfinden und so wenig Waldflächen wie möglich beanspruchen.

Die Firma Storck muss sich verpflichten ihre Produktion zeitnah, und ab 2025 ohne, bzw. nur in nicht kompensierbaren Bereichen mit Kompensationszahlungen, klimaneutral zu gestalten.

Die Erweiterung der Parkflächen sollte möglichst platzsparend und intelligent geschehen und es sollten mit der Firma Storck Gespräche geführt werden, wie die Belegschaft möglichst auf das Auto verzichten kann, sodass weniger Parkplätze insgesamt benötigt werden. Dazu sollte die Nutzung der Bahn und die Fahrrad/E-Bike-Nutzung gefördert werden. Die Zustimmung zu den Erweiterungsplänen sollte an einen Erfolg dieser Gespräche gekoppelt werden.

Zudem sollte die Stadt sich mit einer Strategie zur Verringerung der Ausweisung von neuen Gewerbeflächen auf bisher unbebauter Fläche befassen und wenn möglich, einen Stopp von Flächenversiegelung auf intaktem Boden verfügen.

Wir fordern, dass die politischen Entscheidungsträger erkennen, dass eine Weiter-so-Politik bei der Flächenversiegelung und der Zerstörung intakter Waldflächen keine Zukunft hat und daher auf die Flächenversiegelung verzichtet wird!

Quellen:

[1]: IPCC (2019): Climate Change and Land. An IPCC Special Report on climate change, desertification, land degradation, sustainable land management, food security, and greenhouse gas fluxes interrestrial ecosystems, S. 1–43. Online verfügbar unter
https://www.ipcc.ch/site/assets/uploads/2019/08/4.-SPM_Approved_Microsite_FINAL.pdf, zuletzt geprüft am 15.07.2020 (Eigene Übersetzung)
[2]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/bodenlandwirtschaft/bodenbelastungen/bebauung-versiegelung Zuletzt geprüft am 15.07.2020
[3]: IPCC (2020): IPCC-Sonderbericht über Klimawandel und Landsysteme (SRCCL). Hauptaussagen des IPCC-Sonderberichts über Klimawandel, Desertifikation, Landdegradierung, nachhaltiges Landmanagement, Ernährungssicherheit und Treibhausgasflüsse in terrestrischen Ökosystemen. Online verfügbar unter https://www.de-ipcc.de/media/content/Hauptaussagen_SRCCL.pdf, zuletzt geprüft am 15.07.2020. S. 5

Stellungnahmen der BUND Kreisgruppe Gütersloh zur Storckerweiterung

Zum Öffnen der Stellungnahmen bitte auf den passenden grünen Kasten klicken. Anschließend öffnet sich in einem neuen Tab das Dokument und die Eingabe des Passwortes hallestorck ist zum Schutz vor Spam erforderlich.

  • 18. Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Halle (Westf.)
    „Östliche Erweiterung Firma Storck, Paulinenweg, Theenhausener Str. (L 782), A 33, Margarethe-Windthorst-Straße“
    Aufstellung Bebauungsplan Nr. 80 „Östliche Erweiterung Firma Storck, Paulinenweg, Theenhausener Straße (L 782), A 33“

Stellungnahme öffnen…

  • Änderungsantrag zur gehobenen wasserrechtlichen Erlaubnis für div. Brunnen und zur Integration des geplanten Neubrunnens
    sowie Antrag auf Zulassung des vorzeitigen Beginns hinsichtlich der Aufhebung der Deckelung der bestehenden Alt-Brunnen der Fa. August Storck KG

Stellungnahme öffnen…

Bildergallerie

Soll dieser ökologisch intakter Wald (70.000m²) wirkich gerodet werden?

Termine

⏰ Wann? 13.09.2020
Was? NRW Kommunalwahl 2020
Wahlberechtigt: Alle EU-Bürgerinnen und -Bürger ab 16 Jahren!
ℹ Weitere Informationen folgen!

⏰ Wann? 25.09.2020
ℹ Weitere Informationen folgen!

⏰ Wann? 2021
📍 Wo? Haus Werther, Werther (Westf.)
ℹ Weitere Informationen folgen!


* Aufgrund der aktuellen Corona-Lage, wissen wir nicht, ob diese Termine so stattfinden werden. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Berichte

Zu unseren Berichten…

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