PM: Fridays For Future appelliert an Umweltminister Schneider & SPD: “Klimaziele retten!”

Letzte Woche hat die Bundesregierung eine Einigung zum Gebäudemodernisierungsgesetz(GModG) verkündet. Fridays for Future kritisiert den Entwurf scharf und fordert Umweltminister Carsten Schneider auf, an seiner Absage an den Entwurf festzuhalten. Mit einer Protestaktion in Berlin am Mittwoch und in einer Petition mit über 100.000 Unterschriften auf der Plattform WeAct fordert die Klimabewegung von der SPD-Spitze und der SPD-Fraktion: “Reiches Heizhorror stoppen – Klimaziele schützen!

Dieser Gesetzentwurf ist eine Absage an die deutschen Klimaziele. Öl- und Gas-Heizungen auch nach 2045 einzubauen, aber im gleichen Jahr klimaneutral sein zu wollen, ist mit keiner Mathematik dieser Welt machbar. Alle Augen richten sich nun auf die SPD. Carsten Schneider hat richtigerweise mit seiner Absage an den fossil-ideologischen Entwurf vorgelegt. Nun gilt es, diese Pläne langfristig zu stoppen und sicherzustellen, dass der nächste Entwurf Klimaziele statt Konzernprofite schützt.“ sagt Luisa Neubauer von Fridays For Future. 

Fridays for Future kritisiert die aktuellen Pläne für das Gebäudemodernisierungsgesetz als “fossilen Heizhorror”. Der geplante Einbau von Öl- und Gasheizungen auch nach 2045 sei eine faktische Abschaffung der Klimaneutralität 2045. Knapp ein Fünftel der deutschen Treibhausgasemissionen entstehen im Wärmesektor, weswegen eine konsequente Abkehr von fossilen Heizungen notwendig ist, um Klimaziele einzuhalten. Außerdem seien die Auswirkungen auf Haushalte groß: Hausbesitzer:innen würden durch die entfallende Beratungspflicht alleine gelassen und zu Fehlkäufen verleitet, Mieter:innen müssten mit unkalkulierbaren Kosten rechnen. Auch die Architects for Futurekritisieren den Entwurf als klima- und sozialpolitische Absage.

Mit seinem Festhalten am Ende von fossilen Heizungen beweist Umweltminister Carsten Schneider als Einziger in der Koalition klimapolitischen Sachverstand. Der verkappten Gaslobbyistin Katherina Reiche muss Einhalt geboten werden, denn mit ihren Plänen fesselt sie Menschen wider besseren Wissens für Jahrzehnte an dreckiges und teures Gas. Von diesen Plänen profitieren nur Gaskonzerne. Mit diesem Heizungsgesetz führt die Regierung das Land auf einen teuren und klimapolitisch fatalen Holzweg. Die SPD muss sich jetzt an ihre Grundfesten erinnern und insbesondere Mieter:innen und junge Menschen schützen.”, sagt Nele Evers von Fridays for Future Berlin.

Die Kundgebung in Berlin findet am 13.05. um 09:00 Uhr vor dem Kanzleramt (Ecke Willy-Brandt-Straße/Otto-von-Bismarck-Allee) statt. Bei der Demonstration und im Vorhinein stehen Ihnen unsere Sprecher*innen gerne für Interviews zur Verfügung.

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