Rede von Henrik Peitsch

Während unseres FridaysForFuture Klimastreiks am 18.01.2019 in Osnabrück hat Herr Henrik Peitsch als Vertreter der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) des Kreisverbandes Osnabrück-Stadt am Platz der Deutschen Einheit in Osnabrück eine sehr motivierende und bekräftigende Rede vor den streikenden Schüler*innen, Studierenden und Azubis gehalten. Wir danken ihm dafür vielmals!

Liebe Schülerinnen und Schüler, 
meine Name ist Henrik Peitsch. Als Mitglied des Kreisverbandes der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – GEW Osnabrück-Stadt darf euch die Unterstützung des Kreisverbandes übermitteln.

Als ich von euren Protesten hörte musste ich sofort an Stéphane Hessel, einen französischen Diplomaten und politischen Aktivist, denken Er kämpfte für die Résistance gegen die Besetzung durch die Deutschen Faschisten im zweiten Weltkrieg und überlebte das KZ Buchenwald.
Seine beiden dünnen Streitschriften: Empört euch! und Engagiert euch! haben mich fasziniert. Er hat sie mit fast 90 Jahren verfasste.

Nach seiner KZ-Haft wurde Hessel im Jahr 1946 Büroleiter des UN-Vize-Generalsekretärs. Er war an der Formulierung der UN-Menschenrechtscharta als auch am UN-Entwicklungsprogramm beteiligt.

In einem Rückblick meint er hinsichtlich der Menschenrechte:
„Das war für mich eine enorme Genugtuung. Ich sagte mir: Jetzt haben wir einen Wegweiser für die Zukunft der Menschheit, denn wenn diese ‚allgemeine Erklärung‘ wirklich von allen Mitgliedsstaaten ernst genommen wird – einmal –, dann würden wir eine wunderbare, schöne Welt vor uns haben. – Soweit sind wir leider noch nicht.“

…Immer noch nicht!

2010 rief er mit der Streitschrift „Empört Euch“ die Jugend zum gewaltfreien Widerstand gegen soziale Ungerechtigkeit, Menschenrechtsverletzungen, wuchernden Finanzkapitalismus und Umweltzerstörung auf. Er erreichte damit in kurzer Zeit ein Millionen-Publikum.

In seinem zweiten Buch „Engagiert euch“ forderte er: „Viel weniger Ressourcen produzieren, die den Planeten in Gefahr bringen, viel mehr Ressourcen herstellen, die den wahren Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechen.“

Hessel forderte einen Umbau internationaler Strukturen, am liebsten die Gründung eines Uno-Sicherheitsrates für Wirtschaft und Soziales: Ein Gremium, das echte Autorität über die finanziellen, kommerziellen Drahtzieher hätte; ein Gremium, das bestimmen könnte in den Bereichen Arbeit, Soziales und Gesundheit. „Das System der Vereinten Nationen“, so der ehemalige Uno-Experte, „hätte damit wirklich einen Kopf.“

Dies könnte auch ein konkretes Ziel eures Protestes sein! Denn es geht nicht nur um den Klimawandel und die Folgen des Klimawandels! Es geht um die globale Durchsetzung der Menschenrechte!

1968 konnten uns – den Nachkriegsgeborenen – die Eltern nicht erklären, warum sie in der Zeit von 1933 und 1945 – und auch schon davor – stillgehalten und keinen Widerstand geleistet haben.

Was werden wir, was werdet ihr euren Enkeln sagen, wenn sie euch fragen werden:

– Was habt ihr 2019 vom Klimawandel und der nationalen und globalen ungerechten Verteilung von Einkommen und Vermögen gewusst, von der Missachtung der Menschenrechte?

– Warum habt euch nicht empört und dagegen engagiert?

Wir brauchen keine hysterisch agitierenden Pseudo-Alternativen, deren Grundhaltung nicht nur antidemokratisch sondern auch offen rassistisch und menschenfeindlich ist.
Deshalb ist euer Protest sehr wichtig. Ihr setzt damit ein deutliches Zeichen auch gegen die Populisten.

Wollte man eine Zustandsbeschreibung der politischen Verhältnisse unseres Landes vornehmen, so müsste man feststellen, dass ganz offensichtlich die Herausforderungen des globalen Klimawandels noch nicht auf der Agenda unserer Politiker stehen.
Die bereits bestehenden Bedrohungen für viele Menschen sowie die dramatischen ökonomischen Fehlentwicklungen insbesondere durch den ungehemmt agierenden Finanzkapitalismus und den Wachstumswahn sind Leerstellen. 

Auch die Medien tragen hier eine besondere Verantwortung. Allerdings folgt die Logik des Agendasettings vieler Medien eher dem Prinzip der Auflagensteigerung. D.h. Skandalisierung von parteipolitischen Randphänomen und der Hysterisierung von Nebensächlichkeit.

Der Diesel-Betrugsskandal und dessen mediale Aufbereitung und das Handeln der politischen Klasse sind ein beschämendes Beispiel.

Die Autolobby hat die Politik voll im Griff. Die Medien halten sich weitestgehend zurück.

Es ist ein unbeschreiblicher Skandal!

Es genügt nicht, Strohhalme, Plastiktüten und Kaffeebecher zu verbieten und Müll zu trennen und überschüssige Kleidung zu sammeln. Auch der Einkauf im BioLaden reicht nicht. Diese Aktivitäten haben sehr häufig nur Alibifunktion.

Wir brauchen eine Transformation der Gesellschaft,

– es muss Schluss sein mit der Zerstörung unserer Umwelt

– und der ungerechten Verteilung der Folgen des Klimawandels

– die globale Wertschöpfung muss gerecht verteilt werden

– die Über-Nutzung der endlichen Ressourcen auf unseren Planeten muss schleunigst beendet werden

Wir haben nur noch wenig Zeit. Unsere Lebensstile töten Menschen!

Die Transformation erfordert den Einsatz von uns allen. Sie erschöpft sich nicht in der Änderung von Alltagsprakmatiken, die ich eben beispielhaft genannt habe.

Sie erfordert grundsätzliche Veränderungen unserer politischen Haltung und Verantwortung und eine andere Politik!

Ich möchte euch im Namen der GEW nicht nur Mut zur Empörung machen, sondern alle Osnabrückerinnen und Osnabrücker auffordern, sich euch anzuschließen und sich für die Erhaltung unseres Planeten und ein gerechtes Leben für alle Menschen zu engagieren!

Wer, wenn nicht wir, wann, wenn nicht jetzt?

4 Kommentare zu „Rede von Henrik Peitsch

  1. Ich hoffe, es werden alle Wandel-Bewegten und Transition-Initiativen sich mit fridaysforfuture solidarisieren und verbünden, ..auch um die passenden Impulse weiter zu reichen, denn der Wandel hin zu einer global-freundlichen Kultur ist durch ‚uns‘ und solidarisch mit allen passenden Kräften zu realisieren, muss und kann nur gemeinsam gestämmt und realisiert werden.
    .. Ich habe Eure Initiative bereits in die Kreise der Wandel-Bewegten und Transition-Initiativen eingetragen. Vielleicht geht auch Ihr auf diese Initiativen zu.
    https://kartevonmorgen.org/ + http://bildungsagenten.org/kartevonmorgen/#Unser_Impact_Film + https://tatenfuermorgen.de/ + http://fuereinebesserewelt.info + https://greennetproject.org/ + http://makers4humanity.org/m4h-lab2019.html + https://nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/ + https://human-connection.org/ + https://sustainable-design-center.de/ + https://bilress.de/ + https://transition-initiativen.org/ + https://community.wemove.eu/t/bildung-ist-der-schluessel-fuer-das-erfinden-bilden-einer-global-freundlichen-kultur/ +…
    Ich hoffe auf baldige Kooperationen. 😊

  2. 1. Aufruf zur Klima-Rettung
    Wir stehen am Scheideweg!
    Die Klimakrise hat dramatische Dimensionen angenommen. Sie verändert weltweit schon jetzt Jahreszeiten, Wetter und Oberfläche unserer Erde und damit unsere einst stabilen Lebensgrundlagen. Orkane, Starkregenfälle, Überschwemmungen, Dürren und Waldbrände werden immer häufiger und stärker. Wüstenbildung, das Auftauen der Permafrost-Böden, das Schmelzen von Gletschern sowie gigantischer Pol- und Inlandseisflächen – alle diese Prozesse geschehen immer schneller
    Spätestens seit der „Club of Rome“ 1972 seine Studie „Die Grenzen des Wachstums“ veröffentlichte, weiß die Menschheit um das Problem der Begrenztheit und rücksichtslosen Übernutzung unserer Ressourcen.
    Seit 40 Jahren kennen wir den menschen-gemachten „Treibhauseffekt“ als Ursache der Erderwärmung durch unsere Verfeuerung fossiler Brennstoffe und als Folge die Emission vom Haupt-Klimakiller CO2,
    Leben wir – auch nur annähernd – so weiter wie gehabt, dann legen wir die unumkehrbaren Grundlagen zur großräumigen Zerstörung der Erde mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt – unserer aller Umwelt – durch den Klimakollaps. Nein, durch uns!.
    Für Klima, Umwelt und Natur heißt es schon jetzt: „Retten, was noch zu retten ist!“
    Die einzige Alternative zur bisherigen blind-zerstörerischen Devise des „Augen zu und durch!“ lautet: Sofort Verantwortung übernehmen, sofort und konsequent alle dringend notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die schlimmsten Zerstörungen und Verschmutzungen von Natur und Umwelt, von Luft, Wasser und Böden zu bremsen, zu stoppen sowie, wo immer möglich, etwas wieder gut zumachen.
    Noch können wir, mit weltweit vereinten Kräften die Erderwärmung bremsen und stoppen!
    Mit vereinten Kräften können und müssen wir für die kommenden Generationen die Erde retten!
    Hierfür haben wir keine einzige Wahl-Möglichkeit: Denn entweder geben wir unseren wundervollen und einzigartigen Planeten der endgültigen Zerstörung preis duch den Egoismus der Konzerne, rücksichtsloser Ultra-Reicher und uneinsichtiger Mitbürger. Oder wir ändern radikal unser aller Leben und damit auch die Aufgaben, Funktionen und Strukturen unserer zerstörerischen – weil nahezu ausschließlich auf maximales Wachstum und Profit ausgerichteten – durch-digitalisierten Industrienationen. Die Auswirkungen von ungebremstem Turbokapitalismus, Globalisierung und Neoliberalismus degenerierten unsere Gesellschaft
    inzwischen von der Sozialen Marktwirtschaft zu einer vollkommen unsozialen Marktwirtschaft.
    Um das Klima zu retten und gleichzeitig den notwendigen Umbau der Gesellschaft zu starten, müssen wir sofort damit beginnen, die Nutzung fossiler Brennstoffe und den Stromverbrauch in allen Lebensbereichen drastisch zu reduzieren. Jeglicher Verbrauch von Strom und fossilem Brennstoff muss mit Bewusstsein und Überlegung erfolgen und möglichst gering sowie nur kurzzeitig sein.
    Wir alle müssen einiges von unserem gewohnten Lebensstil aufgeben und – in allererster Linie – jeglichen Straßen-, Flug- und Schiffsverkehr schnellstens auf ein absolut unumgängliches, Minimum beschränken. Gleiches gilt auch für´s Heizen, Motoren-, Maschinen-, Geräte- aber – sogar dringend – auch die Internet-Nutzung und unseren Konsum. Jeder kann hier sofort und mit vielen freiwilligen Boykotten beginnen!
    Das bislang gültige uneingeschränkte Recht auf jeglichen auch unnötigen Energieverbrauch für z.B. Leuchtreklame, Zubringer- und Festbeleuchtung, Schaufenster, Klimaanlagen, Gebläse, leerlaufende Motoren usw., usw. muss umgehend gesetzlich beschränkbar werden. Dies muss für alles gelten, was nicht unmittelbar der Sicherheit und Gesundheit der Bürger im öffentlichen und im privaten Bereich dient und daher dafür zwingend notwendig ist,
    Wir sollten auch „Lebensqualität“ für uns komplett neu definieren: Hierfür sollten wir erkennen, dass uns Materielles – wie Geld und kaufbare Dinge – keine echte Zufriedenheit bringt. Ideelles hingegen bietet Positives – wie Zeit für Gemeinschaft oder Hobby, für Muße und Lernen. Eine Orientierung an ideellen Werten bietet eine reelle Chance, zufriedener oder sogar glücklicher zu werden.
    Anstatt die besten Jahre unseres kurzen Lebens blindlings und gänzlich einem – oftmals – entfremdeten Arbeitsplatz zu opfern, sollten wir erkennen, dass verkürzte eigene Arbeitszeit nicht nur Arbeitsplätze schafft, sondern – für uns selbst – auch mehr freie, selbstbestimmte Lebenszeit. Auch darin liegt eine echte Chance für uns alle, in unserem kurzen Leben wieder zufriedener und glücklicher zu werden. Für immer mehr Menschen ist daher „Stadtflucht“ verbunden mit Leben und Arbeiten von, auf und mit dem Lande die beste Option für ein gesünderes und zufriedeneres Leben.
    Für all dies müssen wir selbstverständlich auch unseren „Lebensstil„ überdenken. Der bisherige unsinnige und umweltzerstörende Konsum muss vom nachhaltigen Einkauf des Notwendigsten abgelöst werden. Saisonales Ost und Gemüse sowie alle anderen Basisprodukte müssen, wo möglich, aus der Nähe kommen. Sie können und müssen Importe, Weit-Transportiertes und Nicht-Saisonales ersetzen. Und – wo immer möglich und zumutbar – sollten wir Maschinen wieder mit unserer eigenen Arbeitskraft künftig wieder ersetzen und dafür ein Stückchen der
    gewohnten Bequemlichkeit aufgeben,
    Wir müssen auch endlich den Versuch aufgeben, unsere Natur zu beherrschen, sie nur als unerschöpflichen Rohstofflieferanten zu sehen und damit zu zerstören. Stattdessen müssen wir die Tier- und Pflanzenwelt als unersetzliches großes Wunder begreifen und die Natur mit all ihren Lebewesen beschützen statt sie zu benützen. Wir sollten die Natur so liebe- und respektvoll behandeln wie unsere Nächsten, Freunde und Nachbarn,so liebe- und respektvoll
    wie alle unsere Mitmenschen aller Völker dieser Erde.
    Toleranz und Großzügigkeit sollten dauerhaft die aktuelle egoistische Ellenbogenmentalität ablösen. Wir brauchen Solidarität statt Konkurrenzdenken, Kooperation statt Wettbewerb, Öffnung statt Abgrenzung, Toleranz statt Tunnelblick, Liebe statt Hass.
    Wir brauchen solidarisches Miteinander statt Gegeneinander!
    Um unsere Ziele durchzusetzen, müssen wir alle politischen Wege nutzen und dürfen die Auseinandersetzung mit der erstarrten Wirtschafts- und Finanzwelt nicht scheuen. Den Weg in eine bessere Zukunft sollten wir keinesfalls alleine gehen: Jeder für sich kann zwar den Aufbruch zum nachhaltigen Leben beginnen. Aber wir sollten auf unserem Weg möglichst viele (vor allem junge!) Gleichgesinnte finden, gemeinsam Nicht-Überzeugte von unserem Ziel überzeugen, sie beim Bewusstwerdungsprozess sowie im Durchhaltevermögen unterstützen und sie als Gefährten für den Weg in eine bessere Zukunft gewinnen.
    Lasst uns gemeinsam aufbrechen! Und lasst uns gemeinsam eine neue, eine bessere Gesellschaft gründen! Arbeitstitel für die „Neue Gesellschaft“: ? Bitte Vorschläge!
    (Von Peter (66) verfasst am 3. Januar und überarbeitet am 23. Januar 2019)

  3. Klimaschutz und Menschenrechte bedingen einander.
    Am 20. November 2019 wird die UN Kinderrechtskonvention 30 Jahre alt. Viele kennen die UN-Kinderrechtskonvention mit 54 Artikeln von 192 Staaten unterschrieben nicht. Viele Kinderschutz-organisationen fordern seit zwei Jahrzehnten, dass die Rechte für Kinder und Jugendliche im Grundgesetz verankert werden. https://www.netzwerk-kinderrechte.de/uploads/tx_news/Hintergrundpapier_Kinderrechte_ins_Grundgesetz.pdf
    Kinder werden derzeit n i c h t als Rechtssubjekt im GG genannt. Die Regierung lehnt es ab. Das zu fordern, dass anerkannt wird, das die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen entwicklungsbedingt von Erwachsenen unterschiedlich sind und dies auch gesetzlich beachtet werden muss, wäre ein wichtiger Schritt. Es handelt sich um Art. 3 Wohl des Kindes der UN KRK.
    Die Fortentwicklung der Menschenrechte bedeutet weitergedacht Klimaschutz. Die Aufnahme des Kindes als Rechtssubjekt mit eigenen, sich von Erwachsenen (asymmetrisch) abweichenden Bedürfnissen, würde den Gesetzgeber, die Wirtschaft, staatliche Institutionen (B: Schulen) und uns als Gesellschaft in die Pflicht nehmen, alle erdenklichen Maßnahmen, Entscheidungen, Organisationsstrukturen sowie sämtliche Gesetzgebungen, die das Kind betreffen, immer zuforderst auf die Kindeswohlfrage zu prüfen.
    Eine Verbindung zum Klimaschutz findet sich in Art. 24, Abs.2, c UN KRK. Im Zusammenhang mit der Gesundheitsvorsorge heisst es hier: „(…) wobei die Gefahren und Risiken der Umweltverschmutzung zu berücksichtigen sind.“ Werden die Kinderrechte (Schutz-/Förder-/Beteiligungsrechte) ernst genommen, dann müsste auch das Bildungssystem überprüft werden. Und dazu zählt ebenso die Verwirklichung einer „Inklusiven Gesellschaft“, die in Kita und Schule ganz wesentlich beginnen muss.
    Die UN Behindertenrechtskonvention jährt am 26. März 2019 im 10. Jahr (in Kraft getreten). Der Gedanke ist, schaffen wir es rücksichtsvoller und humaner unsere Gesellschaft zu organisieren, dann sind wir weniger weit entfernt vom Klimaschutz. Und vieles beginnt in Kita, Schule und Hochschule https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/monitoring-stelle-un-brk/staatenpruefung-2018-2020/positionen-der-monitoring-stelle/inklusive-bildung. Hier wäre es wichtig „riesige Schritte“ zu unternehmen, damit unser (Schubladen-)Denken sich verändert und wir ebenso unsere Umwelt wertschätzend behandeln, Klimafragen nicht in die Ferne schieben, sondern bearbeiten . . .
    Das Institut für Menschenrechte fordert: „Klimapolitik muss menschenrechtsorientiert sein“: https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/aktuell/news/meldung/article/klimapolitik-muss-menschenrechtsorientiert-sein/.
    Vorstehende Zeilen sollen eine Anregung sein für Forderungen auf Demonstrationen Fridaysforfuture . . . .

  4. Die Menschenrechte sind in islamsichen Staaten der Schari’a untergeordnet. Die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam ist eine 1990 beschlossene Erklärung der Mitgliedsstaaten der Organisation der Islamischen Konferenz, welche die Scharīʿa als alleinige Grundlage von Menschenrechten definiert. Die Erklärung wird als islamisches Gegenstück zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gesehen. Und was in der Schari’a so alles ‚erlaubt‘ ist, steht im diametralen Gegensatz zum deutschen Grundgesetz und zu den von der UN verabschiedenen Menschenrechten. Von ‚Kinderrecheten‘ ist im Islam überhaupt keine Rede. Und ‚Klimaschutz‘ ist in islamischen Staaten – soweit mir bekannt ist – auch kein Thema.

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