#StandWithUkraine

Mit großer Sorge und Solidarität mit den Betroffenen blicken wir auf Putins Angriffskrieg in der Ukraine. Menschen überall auf der Welt setzen sich für Frieden und Schutz der Menschen in der Ukraine ein. 

Dem Aufruf von Fridays for Future Ukraine am 03.03.2022 für ein Ende des Kriegs zu protestieren, folgten alleine in Deutschland 170.000 Menschen in 50 Städten und in zahlreichen weiteren Ländern fanden Demonstrationen statt. Weiterhin gibt es zahlreiche Proteste von Russland bis Rom, von Paris bis Lettland und Litauen. 

Die Invasion Putins in der Ukraine zeigt die Skrupellosigkeit und Brutalität, mit der das Regime, dessen Macht auf fossilen Energien beruht, versucht, sich an der Macht zu halten und jeglichen Wandel zu einer klimagerechten Welt zu verhindern. Klimagerechtigkeit bedeutet neben einer Reduktion der Emission von Treibhausgasen zu Nullemissionen vor allem Freiheit, Gleichheit, Achtung der Menschenrechte aller Menschen sowie soziale und globale Gerechtigkeit. 

Aktivist*innen von Fridays for Future Ukraine schreiben dazu:

„Wir sind jugendliche Klima-Aktivist*innen, die normalerweise eine Krise bekämpfen, die wir nicht verursacht haben und uns jetzt an den Frontlinien eines Kriegs befinden, den wir nicht gestartet haben. Fossile Brennstoffe sind die Ursache viele aktueller Kriege. Kriege um Ressourcen, die wir nicht länger brauchen!“

Fridays for Future Ukraine

Putins Macht fußt auf dem Export fossiler Energien. Deutschland bezieht so zum Beispiel 57% seiner Erdgasimporte und 50% seiner Kohleimporte aus Russland. Eine Abhängigkeit, die längst hätte aufgegeben oder reduziert werden können, insbesondere durch Investitionen in erneuerbare Energien, die jedoch entweder aus Naivität oder aus politischer Bequemlichkeit aufrechterhalten wurde. Staaten wie Deutschland müssen nun erkennen, dass sie mit ihrem Bezug fossiler Energien ein Regime mitfinanziert haben, welches die Einnahmen dazu nutzte, um Militärausgaben zu tätigen, die dazu dienen, anderen Staaten militärisch ihren Willen aufzuzwingen und sie anzugreifen. Wir schließen uns daher der Forderung unserer ukrainischen Mitaktivist*innen an und fordern alle Staaten auf, ihre fossilen Geschäfte mit Russland zu stoppen. Es darf keine weiteren Kohle-, Öl- und Gasimporte geben, die diesen Krieg finanzieren. 

Es wäre politisch bequem, infolge des Angriffs auf die Ukraine und der Sanktionen gegen Russland eine Klimagerechtigkeitspolitik zum vermeintlichen, trügerischen Schutz der Verbraucher*innen, der Industrie aufzuschieben und unter dem Eindruck der militärischen Bedrohung Russlands Milliardeninvestitionen schwerpunktmäßig auf die Aufrüstung und weg von einer klimagerechten  Wende zu verlagern. Die Reaktion auf den menschenverachtende Überfall kann aber nur in einer konsequenten Klimagerechtigkeitspolitik bestehen: Weg von fossiler Abhängigkeit, weg von der Unterstützung von menschenverachtenden Regimen, die ihre Energien auf fossilen Energien aufbauen.

Wir stehen in Solidarität zur Ukraine und denken an die Betroffenen und ihre Angehörigen. 

Da sich viele von uns fragen, was sie aktuell tun können, um Menschen in und aus der Ukraine zu unterstützen, haben wir hier eine kurze Übersicht verschiedenster Möglichkeiten zusammengestellt: 

Wenn du gefährdet bist oder von Menschen weißt, die evakuiert werden müssen oder Unterstützung benötigen, melde dich bei: outreach@activists-in-risk-zones.org

Prüft Informationen, bevor ihr sie verbreitet, sorgfältig und nutzt dafür verschiedene Quellen. Achtet darauf, euch aus seriösen Medien zu informieren. 

Wenn ihr Wohnraum für Menschen, die fliehen mussten, zur Verfügung stellen könnt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, dies zu melden. Ihr solltet dabei beachten, dass die Menschen durch die Geschehnisse und die Flucht psychisch belastet und möglicherweise auch traumatisiert sind und von eurer Seite entsprechende Sensibilität nötig ist. Auch solltet ihr bereit sein, den Wohnraum bei Bedarf über eine längere Zeit zur Verfügung zu stellen. Einige Städte und Kommunen haben bereits eine Kontaktmöglichkeit eingerichtet, bei der sich Menschen, die Wohnraum zur Verfügung stellen können, melden können. Schaut dafür mal bei der Website eurer Stadt oder Kommune vorbei. Ihr könnt eure Bereitschaft, Menschen unterzubringen, aber auch z.B. über die folgenden Portale kundgeben: 

Ehrenamtliches Engagement wird jetzt in den kommenden Tagen, aber auch langfristig gebraucht. Wer Hilfe bei Behördengängen, Sprach-Tandem, Übersetzungen etc. anbieten kann, kann sich hier eintragen. 

Technologie-Unternehmen und IT-Spezialist*innen, die ukrainische zivilgesellschaftliche Organisationen dabei unterstützen können, ihre IT-Strukturen an die aktuellen Herausforderungen anzupassen, können sich hier registrieren. 

Beteiligt euch an Solidaritäts-Kundgebungen! Aktuelle Streiktermine findet ihr zum Beispiel hier

Schreibt Politiker*innen und setzte euch für die Aufnahme aller fliehenden Menschen aus der Ukraine ein. BIPoC Personen und Menschen ohne europäischen Pass machen auf ihrer Flucht aus der Ukraine aktuell vermehrt rassistische Erfahrungen und können nur erschwert die Grenzen der Nachbarländer überqueren. Rufe deine Regierung auf, alle Menschen an der ukrainischen Grenze zu schützen und ihnen Zuflucht zu gewähren – egal welcher Pass und welche Herkunft. 

Denkt bitte auch an eure eigene psychische Gesundheit: Wenn ihr merkt, dass euch die ganzen Nachrichten über Putins Krieg in den Medien (besonders über Social Media) belasten, legt euer Handy weg und tut, was euch selbst gut tut. Dazu gehören sicherlich Gespräche mit Freund*innen und Familie, Ablenkung in der Natur oder mit Sport sowie das Zusammenfinden in Gemeinschaft wie z.B. zum Friedensgebet in eurer Gemeinde. 

21 Kommentare zu „#StandWithUkraine

  1. Das ist kein „fossiler Krieg“. Das ist der Krieg eines größenwahnsinnigen Diktators, der die Sowjetunion (oder das Zarenreich) wiederherstellen will. Dass ihr diesen Krieg für eure Klimareligion vereinnahmt, ist schamlos und beweist, dass ihr keine Ahnung von Politik und Realität habt.
    Sehr wahrscheinlich werdet ihr diesen Kommentar nicht veröffentlichen, weil auf eurer Seite keine Aussagen erlaubt sind, die von euren Dogmen abweichen. Genauso agiert Putin auch.

    1. Beides trifft zu. Wenn man das nicht erkennt oder nicht so sehen möchte, hat man bei FFF erfahrungsgemäß keine Schwierigkeiten, seine Meinung frei zu äußern, selbst wenn man absurderweise von „Klimareligion“ spricht und das bewundernswerte Fachwissen und das Weiterbildungsengagement dieser vorbildlichen jungen Menschen ignoriert, die im engen Kontakt mit zahllosen angesehenen WissenschaftlerInnen stehen.

      Die Prognose „werdet … nicht veröffentlichen“ hat sich somit wie zu erwarten nicht bewahrheitet. Es ist ganz einfach nicht nach Art der Bewegung, keine abweichenden Meinungen zu tolerieren. Logisch, denn es handelt sich ja um DemokratInnen.

      Die Mutmaßung der Nichtveröffentlichung dazu zu nutzen, deren unterstelltes Verhalten auf eine Ebene mit dem eines hochgefährlichen Diktators zu stellen, löst bei mir tiefe Sorge über die Situation des Verfassers aus. Da muss irgendetwas ganz furchtbar im Argen liegen. Anders kann ich mir solche Worte nicht erklären!

    2. Offensichtlich wird dieser Krieg eines großenwahnsinnigen Diktators durch den Verkauf fossiler Energieträger finanziert und die Vernichtungsmaschinerie wird durch fossile Energie angetrieben.

  2. Ihr seid so super, ihr seid so toll! Was würde die Welt nur ohne euch tun? Auf einem Planeten voller Bekloppter seid ihr die Einzigen, die noch wissen, was zu tun ist. Durch euch – und nur durch euch! – wird unsere Erde wieder ein lebenswerter Ort. Ihr seid die Besten! Danke, danke, danke!

  3. Es tut mir sehr leid, dass die Jugend im Jahr 2022 etwas erleben muss, was man durchaus als Widerholung der Geschichte ansehen muss! Das „e“ lasse ich bewusst weg, weil es so widerlich ist, was gerade passiert! Es sind immer dieselben Mechanismen, die in solche Katastrophen führen! Mit „Naivität“ und „politische Bequemlichkeit“ kann man das nicht hinreichend beschreiben!

    Wenn man als Gesellschaft insgesamt eh nichts Wesentliches daraus lernt und es dazu nutzt, Demokratien robuster gegen solche Gefahren zu gestalten: Wozu ist dann eigentlich der Geschichtsunterricht über dunkelste Kapitel der Vergangenheit gut? Es muss doch wohl in dessen Fokus stehen, dass es niemals wieder so weit kommen kann, oder?

    Nun aber stecken wir erneut mittendrin. Einfach nur entsetzlich! Gleichwohl ist eines ganz wichtig: Es gibt Millionen sehr netter russischer Menschen, von denen ich eine Handvoll persönlich kenne. Mögen alle Deutschen verstehen, dass diese armen Leute genauso wenig wie wir gewollt haben, was da gerade Bestialisches passiert! Es kann niemals gut und richtig sein, Menschen anhand ihrer Nationalität oder anderer Äußerlichkeiten zu beurteilen! Nur der Charakter des Individuums zählt!

    Anfeindungen jeglicher Art gegen Russinnen und Russen, bloß weil sie eben dies sind, müssen absolut tabu sein und dürfen nicht geduldet werden! Viele von denen sind übrigens mit Ukrainerinnen und Ukrainern gut befreundet oder verwandt!

    Danke an FFF dafür, dass Ihr Euch schon so lange für eine bessere Welt engagiert und dabei stets kosmopolitisch denkt und handelt! Gut, dass Ihr daran erinnert, auch mal abzuschalten. Niemand macht sich „schuldig“, wenn sie oder er mal eine Weile nichts mitkriegt einfach nur chillt, selbstverständlich auch mal etwas Lustiges erlebt, Spaß hat und die Freiheit genießt!

    Ganz im Gegenteil: Das ist es, was arme Wichte, die diese schöne Welt mit ihrem abartigen Unfug belästigen und belasten, am meisten fürchten! Es wäre das Allerletzte, wenn wir zuließen, dass uns die Fähigkeit, das Gute nach wie vor zu sehen und zu genießen, von solchem Gesindel genommen wird!

    Bitte schont so gut es geht Eure Kräfte! Ohne gute, engagierte Menschen, die ihre Power erhalten, kann die Welt nicht besser werden, aber genau das muss sie, unbedingt! Deshalb seid Ihr besonders wichtig, gemeinsam mit den zahllosen gerade aktiv Helfenden! Es braucht tolle Menschen wie Euch mehr denn je! DANKE für alles! Ihr seid große Klasse!

    1. Leid tut mir auch Robert Habeck. Bei allem Unnötigen, was im Wahlkampf schief gelaufen ist: Die Lage ist nun wie sie ist, und ich nehme ihm ab, ehrlich und aufrichtig in bester Absicht das aus seiner Sicht Nötige und Richtige tun zu wollen, aber das ist aus verschiedenen Gründen außerordentlich schwer!

      Nebenbei: Wo bleibt die Brand(t)rede des Kanzlers (Lindner, oder wer war’s noch gleich?), die in dieser extrem gefährlichen Akutlage der Welt, vor der Weiche zwischen Hölle und besseren Zeiten, unter anderem zum eisernen Energiesparen aufruft und dazu wichtige Maßnahmen anordnet?

      Einen Umstand möchte ich heute, am 18. März 2022, besonders hervorheben:

      Seht Euch an, in welche Länder Robert gerade reist, besser: reisen muss!

      Bedauerlich, dass es trotzdem offenbar immer noch Menschen gibt, die von der fossilen Tragödie rein gar nichts begreifen! NATÜRLICH hat FFF völlig recht: Es ist (mal wieder) ein fossiler Krieg! Er bringt uns in eine emotional kaum verkraftbare Lage und nötigt uns „Alternativen“ für die Versorgung auf, die abscheulich sind!

      Täusche ich mich, oder war da nicht tatsächlich mal was mit
      „WM“, „Sklaven“, „Massentod“, „UN-Abstimmungsverhalten“?

      Das ist alles nur noch widerlich!

      Seit vielen Jahren warte ich darauf, dass endlich forciert alles Denkbare passiert, einen fairen globalen H2-Kreislauf mit hoher Anbieter-Diversität zu schaffen. Passiert einfach nicht. Keine Ahnung, warum. Eine logische, humane Erklärung dafür sehe ich nicht. Nicht einmal lokal bei uns werden Energiespitzen der Erneuerbaren in H2 aufgefangen. Lieber hält man Windräder einfach an. Unfassbar!

      In einen solchen Kreislauf kann man ganz viele verschiedene, sonnenreiche Länder einbeziehen, und sogar Privatleute. So lässt sich das Risiko erheblich streuen, unumkehrbar. Zugleich bieten sich dadurch enorme Teilhabechancen, für Einzelne, für Landwirte, für Kommunen, vor allem aber für arme Länder!

      Ganz besonders, wenn man wegen des Wasserbedarfs auch endlich ein System aus Pipelines und Entsalzungsanlagen installiert, um Wasser – für Elektrolyse und für den menschlichen Bedarf! – gleichmäßig bereit zu stellen! Von einer Manifestierung eines global geltenden Grundrechts auf sauberes Wasser ganz zu schweigen!

      Seltsam, dass ausgerechnet dabei auf einmal „Kosten“ ein ganz großes Thema sind! Gab es nicht Gelegenheit genug, zu erkennen, wieviele Billionen in fossile Energieträger und Kernkraft investiert wurden, ohne jemals deren Folgekosten für uns alle zu betrachten?

      Statt endlich vernünftig zu handeln, lässt man sogar zu, dass sich
      Konzerne am Grundbedürfnis der Leidenden bereichern! Ekelhaft!

      Außerdem scheint es eine starke Lobby zu geben, die auch vernünftigen Leuten erfolgreich einredet, dass H2 keine Lösung sei. Klar. Fett ist ja auch grundsätzlich etwas Schlimmes, während man für feinsten Kristallzucker dankbar sein muss. Weiß man ja …

      Wie zur Hölle kann es sein, dass solche – teils subtilen, teils offensiven – Kampagnen immer wieder erfolgreich sind? Leute, es geht um eine Verschiebung von Machtverhältnissen und Geldquellen! Überlegt doch mal, wer einen Nachteil davon hat, wenn es eine inhomogene H2-Versorgung mit Millionen Lieferanten gibt, ohne jede Chance auf Kartellbildung!

      Wir brauchen, verdammt nochmal, eine neue Weltordnung! So geht das nicht weiter!

      Übrigens: Falls jemand denkt, es gäbe unter Wohlhabenden nur egoistische Porschefans:

      Nein! Schaut Euch bitte mal das hier an:

      https://www.taxmenow.eu/

      Reichtum kann ohne Zweifel den Charakter verderben – muss er aber keineswegs!

      Ganz herzlichen Dank an Marlene und all die anderen tollen Wohlhabenden, die es tatsächlich gibt!

      Bilden wir eine globale Allianz der Menschlichen und verschaffen wir uns Gehör!

      Es darf nicht sein, dass unsere schöne Welt von Egoisten und Vollidioten zerstört wird!

      1. Zum Lob auf Habeck und fff-Vorschlag, man möge der Politik doch beratend/ fordernd zurseite stehn, kann ich nur sagen: Von Keinem erhielt ich Antwort und Beachtung auf meine Appelle wie zB.:
        Zu meiner schieren Verzweiflung aber weiterhin in allen Reden, Interviews und Gesprächsrunden die völlig blödsinnige öffentliche Erwägung und Erörterung eines Embargos, das als – wenn schon – letzter Schritt vor dem ersten doch so völlig abwegig ist, und zwar besonders in wohlverstanden grüner Perspektive. Jüngst musste man das Gleiche auch noch von ‚Fridays‘ mit L. Neubauer ertragen – auch sie offenbar neuerdings ganz verrückt auf Kohlestrom und wie die modernen LNG-Grünen auf Fracking-Gas. Dafür hat keiner ‚grün‘ gewählt, und es erkläre mir nun doch endlich jemand speziell aus dieser Ampelfraktion, wozu man russisches Pipelinegas unökologischerweise durch transport- und verarbeitungsintensives Flüssiggas ersetzen sollte, obwohl man das russische Gas einfach auf Kredit weiterbeziehen könnte, also ohne Putin dafür zu bezahlen – ein ganz normaler wirtschaftlicher Vorgang in beiderseitiger Vertragserfüllung statt Vertragsbruch, und mit ökologischem und geostrategischem Weitblick, wie ihn auch Habeck in bester Absicht auf glzt. schlechtestem Weg vermissen lässt.
        Natrl. ist es nötig, uns auf die unwahrscheinliche Eventualität eines Lieferstopps vorzubereiten, doch ein Embargo ist abwegig, und wschl. von allen guten Geistern und jeglicher Intelligenz verlassen, wer es fordert und fördert. Stattdessen gilt, was ein SZ-Journalist schon vor Wochen im ‚Presseclub‘ der ARD sagte: Wir wären doch des Teufels, für die Energieträger wtrh. direkt an Putins Apparat zu bezahlen, wo es doch andere Möglichkeiten gibt! Putin hat angesichts unserer dümmlichen Hilflosigkeit längst jeglichen Respekt verloren, und Ihre Wähler können auch nicht anders!
        Da haben wir schon ex-Bunzkanz Schröder bei Gasprom und Rosnef, der für uns (und für seine eigene Ehrenrettung) gegen einen – eh kaum möglichen und für Russland selbstvernichtenden – Gas-Lieferstop arbeitet, und machen uns trotzdem dauernd auch in dieser Frage Putins Drohungen zuEigen – dieser kann sich darüber nur köstlich amüsieren und muss nur abends daran denken, um angesichts seiner sonstigen Situation doch noch mit einem Lachen einschlafen zu können.

    2. „Anfeindungen jeglicher Art gegen Russinnen und Russen, bloß weil sie eben dies sind, müssen absolut tabu sein …“
      Ein wichtiger Satz!
      Leider habe ich den Eindruck, dass diese Einstellung im allgemein Kriegsgeheul und „Auf zu den Waffen“-Rufen gerade völlig untergeht: München feuert seinen russischen Chefdirigenten, die Berliner Oper kündigt die Zusammenarbeit mit Anna Netrebko, das Aachener Theater hat angekündigt beim Sinfoniekonzert „Russland“ im Juni keine russischen Komponisten spielen zu wollen und hat den Liederabend mit der russischen Sopranistin Anna Graf (Stipendiatin der Theater Initiative Aachen!) kommentarlos abgesagt, das BSI rät offiziell davon ab russische Software einzusetzen, das Innenministerium von NRW hat sein Kriegsbeginn über 100 Straftaten meist gegen russische Institutionen, Kirchen und Personen festgestellt.
      Und wie reagieren die analogen und digitalen Medien darauf? Die Kommentare verbreiten den Eindruck, Deutschland befinde sich bereits im Krieg mit Russland. Es macht sich ein Russenhass in unserer Gesellschaft breit, der beängstigend ist.

      Nein, ich bin nicht der Meinung, dass FFF seine Kräfte schonen sollte. Jetzt, heute verändert sich unsere Welt! In den letzten zwei Wochen haben sich die Klimaschutzpartei Die Grünen und die Friedenspartei SPD zu Kriegstreiber gewandelt, die 100 Milliarden Euro (das doppelte dessen, was im Wahlkampf (!) für den Klimaschutz versprochen wurde) für die Aufrüstung der Bundeswehr bereitstellen wollen – abgesichert durch eine Änderung des Grundgesetzes. Letzteres bedeutet realistisch, dass das nie wieder geändert werden kann. Waffen und Waffenbeschaffung sind damit als Verfassungsziele wichtiger als Klimaschutz und Friedensprävention.

      Nein, Frieden schaffen durch Waffeneinsatz funktioniert nicht. Unsere große und meineres Erachtens wichtigste Aufgabe ist es, die Aufrüstung der Bundeswehr und die Verfassungsänderung zu Lasten des Klimaschutzes und unserer sozialen, ökonomischen und physischen Zukunft zu verhindern. Der „westlichen“ Politik und Wirtschaft geht es nicht um die Ukraine, sondern um Profite und um die Rohstoffe in Russland.
      Lasst Euch durch das Kriegsgeheul nicht die Sinne vernebeln, spielt und singt John Lennons Friedenshymne oder von mir aus die europäische von Beethoven.

      1. Die Intuition, das Bauchgefühl, fragt als erstes und reflexhaft: Wer ist an allem schuld? Deshalb rennen schon so manche auf hier lebende Russ:innen los und verwechseln sie mit Putin. Jeder Russe eine Kopie von Putin. Oder, in sehr ähnlich zusammenhanglosem Bauchgefühl: Jeder Jude eine Personifizierung des Geldes. So funktioniert der gedankenlose Wahn, weil er gesellschaftliche Zusammenhänge nicht begreifen kann und auch niemals können wird. „Dank“ diesem reflexhaften statt reflektierenden, also nachdenkenden, Bauchgefühl Ist es auch so ungemein schwer, in Zusammenhängen zu denken und zu begreifen, dass es von Tag zu Tag dringender wird, das Überleben der menschlichen Zivilisation endlich ÜBER alle „Finanzierungsvorbehalte“ zu stellen und mit letzteren endlich zu brechen. Denn dieser Finanzierungszwang ist es, der die Funktionseliten und damit auch die Regierung dazu bringt, 100. Milliarden Euro für Rüstung auszugeben und die Klimaziele damit für null und nichtig zu erklären. Und nichts ist überflüssiger als ein versachlichtes, an keine Personengruppe gebundenes Zwangsverhältnis namens Geld und dessen selbstzweckhafte Vermehrung sowie der damit verbundene Wahn, dafür und einzig und allein dafür sinnlos zu buckeln und zu baggern, um sich als zahlungsfähige Kaufkraft zu bewähren für Dinge, zu denen eigentlich alle Menschen auf der Welt Zugang nicht nur haben könnten, sondern auch haben sollten, ohne einem Geldgötzen Opfer darbringen zu müssen! Nichts ist gemeingefährlicher als der Wahn, lebensnotwendige Dinge stillzulegen oder zu vernichten, bloß weil sie kein Geld einbringen. Doch um das zu begreifen, sollte mensch den Kopf benutzen und nicht den Bauch, das Gehirn, und zwar das Großhirn, und nicht das Nachhirn, also die Wirbelsäule. Denn die Menschheit braucht kein sich selbst zu mehr Geld machendes Geld, um zu überleben. Die Menschheit braucht die Kapitalismusmaschine nicht und hätte sie schon vor fünfhundert Jahren nicht gebraucht. Dabei ist jedoch auch wieder zu begreifen (Großhirn benutzen und nicht Nachhirn, das sollten sich eigentlich alle rassistischen und antisemitischen Menschenjäger hinter die Ohren schreiben, die tun es aber gerade am allerwenigsten!), wie diese wie ein völlig überflüssiger Bagger drauflosbaggernde Maschine überhaupt funktioniert. Die ist auf grenzenloses Wachstum durch endlose Warenproduktion zun Selbstzweck der endlosen Geldvernümehrung programmiert. Kann der Kapitalismus Waren produzieren und diese auch gewinnbringend verkaufen, tut er das ohne Ende und Pause, kann er das nicht, gerät er in die Krise. Und gerät er in die Krise, stellt er einfach alles still oder vernichtet es, egal, ob es für die Menschen, die in dieser wie eine Maschine funktionierenden Gesellschaftsform gefangen sind, gebrauchen können oder nicht. Auch wenn es Lebensmittel sind. Auch wenn es Wohnungen bzw. Häuser sind. Auch wenn es fruchtbare Erde oder sauberes Wasser ist. Und in dieser Gesellschaftsmaschine gefangen sind wir Menschen imzwischen schon seit einiger Zeit alle. Umso wichtiger ist es für unser Überleben, aus diesem Gefängnis, dessen Gitterstäbe sich auch in unseren Köpfen festgesetzt haben, auszubrechen. Diese Gedanken kommen nicht allein von mir, sondern dazu gibt es auch einige wirklich weiterhelfende Bücher, eines davon ist Schwarzbuch Kapitalismus von Robert Kurz und ein anderes Klimakiller Kapital von Tomasz Konicz. Darin wird erklärt, wie dieses sinnlose und versachlichte Zwangsverhältnis, im dem wir heute leben, überhaupt zustande kam und was uns droht, wenn wir, damit meine ich die ganze Menschheit, vor allem aber diejenigen, die sich diese Gedanken machen und dabei nicht in die Falle des Bauchgefühls tappen wollen, diese zerstörerische Zwangsverhältnis nicht endlich beenden.

  4. Warum wird Putin nicht angeklagt wegen Umweltvernichtung in grösstem Ausmass ! Dort, wo seine Bomben fallen, ist der Boden nicht nur mir Blut getränkt, sondern mit Gift, Schadstoffen aller Art. Die verursachten Feuer verseuchen die Luft je nach Windrichtung, Gewässer, Tiere, Erde und letztendlich den Mensch. Er hinterlässt nicht nur in der Ukraine bewusst vernichteten Lebensraum. Das gilt heute für alle Agressoren, siehe Syrien, vielleicht demnächst Taiwan….

  5. Wichtige Korrektur: „Abstimmungsverhalten“

    Die Länder, die Robert gerade bereist, haben lt. nachstehender Liste mit „ja“ gestimmt.

    Sorry! Ändert allerdings nichts an den sonstigen „Kleinigkeiten“. Mir ist es ganz und gar nicht egal, wie in Ländern, mit denen wir Geschäfte machen, die Menschenrechte geachtet werden. Ganz ausdrücklich: Ich erwarte vor allem auch, dass Frauen dort nicht unterdrückt werden, oder verstümmelt, oder zum Beispiel wegen Ehebruchs mit furchtbaren Strafen zu rechnen haben!

    Fallen wir nicht mehr auf das Märchen herein, dass der Handel die Tür zu mehr Menschenrechten wäre! Überdenken wir in diesem Zusammenhang auch unser Verhältnis zu Ländern, die sich angesichts eines bestialischen Massenmordes enthalten haben! Hierbei ist keineswegs nur der Staat gefragt! Wir alle haben es in der Hand, genau hinzuschauen, woher das stammt, was wir kaufen!

    Man kann nur hoffen, dass es endlich Pflicht wird, den Weg der Produkte glasklar anzugeben, statt zum Beispiel: „produziert für“! Sonst sieht nämlich Tomatenmark deutsch oder italienisch aus, obwohl es ganz woanders her kommt! Als Verbraucher will ich entscheiden können, welche Länder von mir Geld bekommen! Genauso wichtig in Zeiten des Klimawandels: Ich kaufe nichts Essbares, was um die halbe Welt gereist ist und will das deutlich erkennen können!

    Übrigens verhandeln die USA gerade mit Venezuela, nach allem, was da an Interaktion
    gewesen ist. Auch das zeigt: Wir müssen schnellstens weg von den Fossilen!

    Es ist nicht mehr hinnehmbar, dass diese über das Verhältnis von Ländern entscheiden! Treten wir bitte alle dafür ein, dass die demokratischen, freiheitlichen Werte der Maßstab zu sein haben, für die in der Ukraine gerade so bewundernswert gekämpft wird! Das darf nicht umsonst gewesen sein!

    Messen wir unsere PolitikerInnen nicht daran, wie sehr sie applaudiert
    haben, sondern wofür sie sich einsetzen und was sie konkret tun!

    Nein: 5 Staaten

    Belarus
    Eritrea
    Nordkorea
    Russland
    Syrien

    Enthaltung: 35 Staaten

    Algerien
    Angola
    Äquatorialguinea
    Armenien
    Bangladesch
    Bolivien
    Burundi
    Zentralafrikanische Republik
    China
    El Salvador
    Indien
    Iran
    Irak
    Kasachstan
    Kirgistan
    Republik Kongo
    Kuba
    Laos
    Madagaskar
    Mali
    Mongolei
    Mosambik
    Namibia
    Nicaragua
    Pakistan
    Senegal
    Simbabwe
    Südafrika
    Südsudan
    Sri Lanka
    Sudan
    Tadschikistan
    Tansania
    Uganda
    Vietnam

    Abwesend: 12 Staaten

    Äthiopien
    Aserbaidschan
    Burkina Faso
    Eswatini
    Guinea
    Guinea-Bissau
    Kamerun
    Marokko
    Togo
    Turkmenistan
    Usbekistan
    Venezuela (suspendiert)

    Ja: 141 Staaten

    Afghanistan
    Ägypten
    Albanien
    Andorra
    Antigua und Barbuda
    Argentinien
    Australien
    Bahamas
    Bahrain
    Barbados
    Belgien
    Belize
    Benin
    Bhutan
    Bosnien-Herzegowina
    Botswana
    Brasilien
    Brunei
    Bulgarien
    Chile
    Costa Rica
    Dänemark
    Demokratische Republik Kongo
    Deutschland
    Dominica
    Dominikanische Republik
    Dschibuti
    Ecuador
    Elfenbeinküste
    Estland
    Fidschi
    Finnland
    Frankreich
    Gabun
    Gambia
    Georgien
    Ghana
    Grenada
    Griechenland
    Guatemala
    Guyana
    Haiti
    Honduras
    Indonesien
    Irland
    Island
    Israel
    Italien
    Jamaika
    Japan
    Jemen
    Jordanien
    Kambodscha
    Kanada
    Kap Verde
    Katar
    Kenia
    Kiribati
    Kolumbien
    Komoren
    Kroatien
    Kuwait
    Lesotho
    Lettland
    Libanon
    Liberia
    Libyen
    Liechtenstein
    Litauen
    Luxemburg
    Malawi
    Malaysia
    Malediven
    Malta
    Marshallinseln
    Mauretanien
    Mauritius
    Mexiko
    Mikronesien
    Republik Moldau
    Monaco
    Montenegro
    Myanmar
    Nauru
    Nepal
    Neuseeland
    Niederlande
    Niger
    Nigeria
    Nordmazedonien
    Norwegen
    Oman
    Österreich
    Osttimor
    Palau
    Panama
    Papua Neuguinea
    Paraguay
    Peru
    Philippinen
    Polen
    Portugal
    Ruanda
    Rumänien
    Saint Kitts und Nevis
    Saint Lucia
    Saint Vincent und die Grenadinen
    Salomonen
    Sambia
    Samoa
    San Marino
    São Tomé und Príncipe
    Saudi-Arabien
    Schweden
    Schweiz
    Serbien
    Seychellen
    Sierra Leone
    Singapur
    Slowakei
    Slowenien
    Somalia
    Spanien
    Südkorea
    Suriname
    Thailand
    Tonga
    Trinidad und Tobago
    Tschad
    Tschechische Republik
    Tunesien
    Türkei
    Tuvalu
    Ukraine
    Ungarn
    Uruguay
    Vanuatu
    Vereinigte Arabische Emirate
    Vereinigtes Königreich
    Vereinigte Staaten
    Zypern

    Quelle: Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Resolution_ES-11/1_der_UN-Generalversammlung#Abstimmungsverhalten

  6. Stehen Fridays for Future nun allen Ernstes noch auf der Seite der Grünen, die eine kriegslüsternde russophobe Außenministerin als deutsche Vertreterin des US-Pentagons und der Rüstungsindustrie unterhalten und 1999 einen Außenmininster in ihren Reihen hatten, der mit einer schamlosen Lüge für den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der BRD und anderen Nato-Staaten gegen Jugoslawien trommelte?

  7. Oft gehen vor lauter Parteilichkeit mit dem Westen und der Ukraine, deren Aktionen man mit Einsatz für Werte und Frieden verwechselt völlig unter, um welche zwischenstaatlichen Ansprüche es geht, die jetzt mal wieder zu einem Krieg eskaliert sind. Dahingehend interessant und wichtig zur Kenntnis zu nehmen:
    https://www.nd-aktuell.de/artikel/1162248.ukraine-politik-mit-anderen-mitteln.html
    https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/ukraine-russland-nato
    https://gegen-kapital-und-nation.org/hort-auf-die-ukraine-und-ihre-bevolkerung-einen-topf-zu-werfen/

  8. Inzwischen ist der Krieg in der Ukraine 1 Monat alt. Das Leid der Menschen und die Bilder der Zerstörung sind erschütternd.
    Mit umfangreiche Waffen- und Hilfslieferungen unterstützen die westlichen Staaten den Kampf der Ukrainer*innen für ihre Unabhängigkeit und Freiheit und die Solidarität bei der Aufnahme von Flüchtlingen und Spenden ist beeindruckend. Weitreichende Sanktionen und Aufrüstung sollen Russland zum Einlenken zwingen.
    Aber… Ist unsere Reaktion noch angemessen und zielführend? Eskaliert das Ganze nicht in einer reinen Auseinandersetzung der politischen Machtblöcke, bei der das Schicksal der betroffenen Menschen nebensächlich wird?
    Die wirtschaftlichen Sanktionen treffen nicht nur die russische Wirtschaftseliten. Die steigenden Preise für Energie und Nahrungsmittel treffen vor allem ärmere Schichten und ganz besonders die in den Entwicklungs- und Schwellenländern.
    Ein Embargo für russisches Öl, Erdgas und Kohle würde die Preise noch mehr in die Höhe treiben und gleichzeitig würden Saaten wie Katar, Saudi-Arabien u.a. davon profitieren, die die Menschenrechte mit Füßen treten. Zusätzlich ist die Klimabilanz dieses „Ersatzes“ auch noch ungünstiger.
    Die westlichen Staaten, v.a. in der EU erhöhen ihre Militärausgaben enorm und leiten eine neue Spirale der Aufrüstung ein, die erheblich Ressourcen verschlingt und viel Geld kostet, das dann bei der ökologischen Transformation weltweit fehlt, aber auch im Bereich der Entwicklungshilfe, der Bildung, Gesundheitssystem, im sozialen Bereich …
    Aber welche Alternativen haben wir? Fordern wir von unserer Regierung, nicht unbegrenzt Waffen zu liefern, die den Krieg und das Leid verlängern, und mehr Druck auf Russland und die Ukraine auszuüben, um zu einer raschen Verhandlungslösung zu kommen. Fordern wir von unserer Regierung eine Sicherheitspolitik, bei der die Sicherheitsinteressen von Ost und West berücksichtigt werden, die zu einer neuen Initiative für Abrüstung, Rüstungsbegrenzung führt und die dadurch auch mehr Mittel für den Ausstieg aus fossilen Energien, Förderung von mehr Klimaeffizienz und den Ausbau erneuerbarer Energien hätte. Friedens- und Klimapolitik gehören zusammen.

  9. „Wir … schließen uns der Forderung unserer ukrainischen Mitaktivist*innen an und fordern alle Staaten auf, ihre fossilen Geschäfte mit Russland zu stoppen. Es darf keine weiteren Kohle-, Öl- und Gasimporte geben, die diesen Krieg finanzieren.“
    Dann seid doch bitte auch konsequent und schließt euch folgenden Forderungen an:
    „Kein Gas aus Katar“: Kater finaniert den IS, tritt Frauenrechte mit den Füßen
    „Kein Öl aus Saudi-Arabien“: Saudi Arabien führt den Angriffkrieg gegen Jemen an (100.000 Tote), zersägt Oppositionelle in der Botschaft.
    „Kein Gas aus den USA“: Dieser Staat betreibt das Foltergefängnis in Guantanamo, hat die Todesstrafe und führte alleine in den letzten 20 Jahren über 20 Angriffskriege durch. Obendrein ist Frackinggas besonders umweltschädlich.
    Wenn schon denn schon.

    1. Das alles zeigt: Diese kranke Welt steckt bis zum Hals in der Jauchegrube!

      Wenn sie darin nicht qualvoll ersticken will, muss es einen weltweiten Aufstand des Anstands geben!

      Keinesfalls darf es so weitergehen wie bisher!

      Eine neue, menschenrechteorientierte Weltordnung muss her, und wir dürfen auf gar keinen Fall wieder den riesengroßen Fehler machen, uns mit Einstimmigkeitszwang und Vetorecht aufzuhalten und teils völlig zu lähmen! Wer nicht mitmacht, bleibt eben draußen. Dann muss man das tun, woran wir jetzt eh gar nicht mehr vorbei kommen: Einen massiven Schutz gegen Aggressionen durch Rückständige aufbauen!

      Meine Hoffnung: Wenn das positive Miteinander derer, die es ernsthaft wollen und zeigen, gelingt, wird es Schule machen – auch wenn das sehr lange dauern kann.

      Eine Fortsetzung von „Profit geht über Menschenrechte, Umweltschutz, Klimaschutz …“ ist keinesfalls eine Option, denn die lässt uns definitiv qualvoll untergehen! Manchmal sind die ernsten Probleme übrigens scheinbar unbedeutend und schleichend. Nur ein Beispiel, neben der verrottenden Infrastruktur: Der Mangel an qualifizierten Lehrkräften in Deutschland wird sich massiv verschärfen! Das ist für Zufriedenheit, Bildung und Wohlstand einer Gesellschaft ebenso schlimm wie für eine gesunde Demokratie!

      In den Schulen (und Kindergärten) sitzt quasi unsere Zukunft, und wenn da miese Qualität geboten wird, wandelt sich hinterher die Gesellschaft zum Schlechteren! Leider kann man mit humaner, weise vorausschauender Bildungspolitik keine Aktienkurse steigern …

      Es muss endlich Schluss damit sein, immer nur verlogene Kostenfragen zu stellen, denn die tatsächlichen Kosten rechnet ja keiner aus, und sie werden nie von den profitgierigen Verursachern getragen! Von den Wohlmeinenden und Gutgläubigen allerdings auch nicht, denn wer weiß schon, dass Benzinpreise keineswegs genügen, um die wahren Kosten unserer Auffassung von Mobilität zu zeigen?

      Wegen dieser Intransparenz und Verlogenheit stauen sich riesige Gefahren auf und fliegen uns irgendwann um die Ohren. Es ist einfach nur erbärmlich, dass beim Thema „Systemwechsel“ immer nur „Kapitalismus gegen Kommunismus“ oder „Wohlstand gegen Steinzeit“ aufpoppen! Wann wird endlich allgemein darüber aufgeklärt, worum es dabei tatsächlich geht, und dass es uns alle betrifft?

      Wenn die Menschheit nicht sehr bald ihr Zusammenleben neu definiert und organisiert, gibt es kaum noch Anlass zum Optimismus! Deshalb, geschätzte Jugend: Verschafft Euch vor der UNO Gehör! Die Zeit drängt, sehr sogar!

      LG Armin

      1. Armin, Sie gehören auch zu denen, die nicht verstanden haben, wie Politik in der Demokratie funktioniert: Man braucht Mehrheiten im Parlament. Die Grünen – die Partei, die FFF am nächsten steht – hatte bei der Wahl 2021 14,8%. Das ist keine Mehrheit.
        In einer Koalition muss man Kompromisse machen. Das geht aber nicht mit Rechthaberei und Maximalforderungen. Auch die ganzen Demonstrationen bringen nichts, weil sie die Mehrheit der Leute gegen FFF aufbringen,
        Die Mehrheit der Menschen in Deutschland ist nämlich knapp 50 oder älter, und die haben nicht wirklich Lust, sich von großen kleinen Mädchen vorschreiben zu lassen, wie sie zu leben haben, weil die Mädchen meinen, dass sie alles besser wissen als die „alten weißen Männer“.
        Außerdem werden die Weichen für die Zukunft in Asien gestellt und nicht in Europa, wo nur 9% der Weltbevölkerung leben. In Asien sind es 60%.
        Aber ist schon okay, träumen Sie weiter. Ich wünsche Ihnen alles Gute.

        1. Keine Ahnung, inwiefern das eine Antwort auf das Posting sein sollte, unter dem es steht. Keine Ahnung, wie es Ihnen möglich sein sollte, mein Wissen über unser politisches System zu bewerten, aber nur zu! Solche kompetenten Äußerungen liest das Publikum bestimmt gern!

          Zur Demokratie gehört zum Glück auch, dass Sie sich hier abermals die Freiheit nehmen dürfen, sich inhaltlich und in Sachen Höflichkeit zu blamieren. Gut so. Toleranz ist wichtig, denn in Ländern, wo jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird, geht es den Menschen sicher ganz und gar nicht besser als bei uns.

          Möchten Sie sich denn weiterentwickeln? Dann fangen Sie, so mein Vorschlag, damit an, hoch engagierte junge Menschen, die sich zurecht größte Sorgen um ihre Zukunft machen, nicht als „große kleine Mädchen“ zu bezeichnen. Mit einzelnen dieser „Mädchen“ (und Jungen) habe ich mich ausgetauscht und dabei festgestellt, dass sie sich bestens informieren, bevor sie sich äußern oder Forderungen stellen.

          Das ist auch der Grund dafür, warum sie von zahllosen älteren und alten Menschen sehr gelobt und unterstützt werden. Ebenso von Zehntausenden WissenschaftlerInnen. Etwas in der Art bekommt man nicht geschenkt. Man muss dafür hart und kontinuierlich arbeiten. FFF tut das seit Jahren mit beachtlichem Erfolg.

          Man hält sich dort zum Glück auch nicht mit der Frage auf, wo in der Welt die meisten Menschen leben. Einfach anfangen, Vorbild sein, gute Ideen entwickeln, die Schule machen können. So – und nur so – kann die Welt noch die Kurve kriegen. Wer sich in diesem Sinne engagiert, darf zurecht von einer besseren Welt träumen. Ob sie Realität wird, weiß niemand von uns.

          Danke einmal mehr an FFF! Es ist klasse, was diese junge Generation leistet!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Beachte, dass dein Kommentar nicht sofort erscheint, da wir die Kommentare moderieren, um eine konstruktive Diskussion zu ermöglichen. Formuliere deinen Kommentar am besten freundlich und achte darauf, dass er zum Thema des Beitrags passt.