Woche 13/14/2020 – #WirBildenZukunft!

In den Wochen vom 23.03 bis zum 05.04. ist mal wieder viel passiert! Lara fasst es euch zusammen.

đŸ–„Klimabildung mit buntem Programm #WirbildenZukunft

Die Schutzmaßnahmen gegen Corona dauern an, ebenso unser Programm fĂŒr mehr Klimabildung! Wir engagieren uns in vielfĂ€ltiger Weise in dieser Krise: Viele engagieren sich vorort zum Beispiel in der Nachbarschaftshilfe und gleichzeitig arbeiten wir daran, dass die Klimakrise durch den Ausnahmezustand im Moment nicht in Vergessenheit gerĂ€t.Das Programm #WirBildenZukunft ist Teil dieser Arbeit: Diese Woche ging es in den Webinaren um Musik und Klima, DattelnIV, Wirtschaftshilfen und Nachhaltigkeit, Klimagerechtigkeit, Landwirtschaft und vieles mehr. Besondere Empfehlung auch fĂŒr das Webinar am Freitag: Dann wird das Recherchekollektiv Correctiv ihre Klimaleugner*innenrecherche vorstellen. Wer ein interessantes Webinar verpasst hat, kann dieses auf Youtube auch noch spĂ€ter ansehen. Also klickt euch rein! 

🚅Klimaschutz darf nicht auf der Strecke bleiben

Im Moment ist alles in der Politik verstĂ€ndlicherweise auf Corona fokussiert. Der Ausbau erneuerbarer Energien daher wird kaum thematisiert. Der Kabinettsbeschluss zur Wasserstoffstrategie, der schon Mitte MĂ€rz stattfinden sollte, wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.Auch unklar ist, wie es mit der umstrittenen Abstandsregelung fĂŒr WindkraftrĂ€der weitergeht und wann die Deckelung des Ausbaus von Photovoltaik-Anlagen (also Solarplatten) aufgehoben wird. FĂŒr Betreiber*innen von Wind- und Solarparks auch in dieser Zeit eine existenzielle Frage.Der Beschluss zum Kohleausstiegsgesetz, das sich gerade in der parlamentarischen Beratung befindet, könnte sich verschieben und damit auch einige Fristen beim Steinkohleausstieg ĂŒberschritten werden. Auch die Reform des Bahnverkehrs wurde erst einmal verschoben, da nicht sicher ist, in welcher finanziellen Verfassung die Bahn nach der Corona-Krise sein wird. 

🇼đŸ‡ȘUN-Klimakonferenz verschoben – Umweltministerin warnt, Klimawandel nicht aus den Augen zu verlieren 

Die UN-Klimakonferenz in Glasgow (Irland) im November 2020 wurde wegen des Coronavirus vorerst abgesagt. Bei der Konferenz sollten die Staaten besprechen, wie sie ihre im Pariser Abkommen von 2015 beschlossenen Klima-Ziele noch einhalten können. Ein neuer Termin fĂŒr nĂ€chstes Jahr wurde noch nicht festgelegt. Der Entschluss, die Konferenz zu verschieben, stieß bei Umweltschutzaktivist*innen auf VerstĂ€ndnis. UN-UmweltschutzsekretĂ€rin Patricia Espinosa und die deutsche Umweltministerin Schulze mahnten aber, den Klimawandel trotz der Coronakrise nicht aus den Augen zu verlieren. 

🌊 Alarmierende Korallenbleiche am Great Barrier Riff

Teile des Korallenriffs Great Barrier Riff in Australien haben ihre Farbe verloren. Diese Bleiche ist eine Stressreaktion, wenn das Meer zu warm und zu sauer ist. Die Korallen können dann leichter absterben. Korallenriffe sind sehr wichtig fĂŒr die Artenvielfalt im Meer, weil dort viele Arten blĂŒten. Das Absterben der Korrallenriffs gilt als Kipppunkt im globalen Ökosystem. Bereits bei einer ErwĂ€rmung von 1,5°C könnten 70% – 90% der Warmwasserkorallen verschwinden, bei einer ErwĂ€rmung von 2°C wĂŒrden wir vermutlich alle Korallen verlieren. Aktuell liegt die ErderwĂ€rmung bei 1.1 °C.Ausgebleichte Korallen können sich zwar wieder erholen und mĂŒssen nicht unbedingt sterben, doch die Wissenschaft sieht in der aktuellen Korallenbleiche, dass das kritische Temperaturniveau im Wasser ĂŒberschritten wird – und das in immer kĂŒrzeren Abschnitten. 

🕯 Earth Hour 2020 in 190 LĂ€ndern

Die Earth Hour ist ein weltweites Ereignis. Millionen von Menschen schalten am gleichen Abend das Licht aus und setzen so ein Zeichen fĂŒr mehr Klimaschutz.In 190 LĂ€ndern wurde am 28. MĂ€rz fĂŒr eine Stunde das Licht ausgeschaltet. Zu der Aktion ruft die Naturschutzorganisation WWF auf, um ein Zeichen fĂŒr mehr Klimaschutz zu setzen. Auch an öffentlichen GebĂ€uden gingen die Lichter aus. In Deutschland beteiligten sich tausende Privathaushalte, hunderte Unternehmen und 367 StĂ€dte.Ob Kugelbake in Cuxhaven, Kölner Dom oder das Rote Rathaus in Berlin: Viele deutsche SehenswĂŒrdigkeiten, Kirchen und RathĂ€user waren zur Stunde der Erde in Dunkelheit gehĂŒllt.

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2 Gedanken zu “Woche 13/14/2020 – #WirBildenZukunft!

  1. Liebe Leute von Fridays for Future,

    die Corona-Krise legt ja einige Branchen lahm, die die fĂŒr viel CO2-Ausstoß verantwortlich sind – vor allem der Flugverkehr, zunehmend auch die Autoindustrie. Die Bundesregierung greift der Wirtschaft gerade mit milliardenschweren Hilfspaketen unter die Arme. Ich denke, jetzt wĂ€re die Zeit dafĂŒr zu streiten, dass bei den Wirtschaftshilfen gezielt eine klimafreundliche Wirtschaft unterstĂŒtzt wird. Statt alte CO2-Branchen wiederzubeleben, könnte man nun einen Neustart fĂŒrs Klima wagen.

    Ich gehöre zu der nicht sonderlich internet-affinen Ă€lteren Generation. Daher schreibe ich Euch: wĂ€re nicht die Zeit reif fĂŒr eine Campagne unter dem hashtag #neustartfĂŒrsklima ?

    Die Zeit drĂ€ngt. Gerade verhandelt die Luftansa mit der Regierung ĂŒber milliardenschwere Beteiligungen. MĂŒssen wir wirklich mit staatlichen Subventionen wieder ein klimaschĂ€dliches Überangebot von Flugverbindungen herstellen?

    Wer greift die Idee auf?

    Viel Kraft Euch!

    Jan

  2. Liebe Fridays for future,
    ich schliesse mich dem Vorredner(Vor-schreiber) und Altersgenossen an und ermuntere Euch,
    aufmerksam und wachsam zu bleiben im Grossen wie im Kleinen. Beides! Zum Kleinen:
    Die Berichte von Euch jungen Leuten, die Ihr aus der dritten Welt von Eurem Einsatz im FSJ
    geschickt habt und in Zeitung und elektr. Medien veröffentlicht habt, habe ich immer mit grossem
    Interesse gelesen. Also: Wer dort helfen will, fliege beizeiten dorthin und gebe darĂŒber Auskunft denen, die hier bleiben. Das wĂ€re doch mal eine Absprache zwischen den Generationen auch im
    kleinen Kreis. Nur Mut !

    Ich wĂŒnsch Euch Ideen, noch bessere Ideen !

    Martin

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