Ak­ti­on: Fri­days for Fu­ture kon­fron­tiert Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te mit For­de­run­gen

Der ak­tu­el­le kli­ma­po­li­ti­sche Kurs in Deutsch­land ist mit dem Pa­ri­ser Kli­ma­ab­kom­men nicht ver­ein­bar. Wir be­su­chen des­halb die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten in ih­ren Wahl­kreis­bü­ros und kon­fron­tie­ren sie mit un­se­ren For­de­run­gen.

Die Ab­ge­ord­ne­ten in den Wahl­krei­sen sind un­se­re Vertreter*innen im Bun­des­tag. Sie sind ver­ant­wort­lich da­für, wenn dort ei­ne Po­li­tik ge­macht wird, die die Kli­ma­kri­se an­heizt. Bei ei­nem Ge­spräch vor Ort kon­fron­tie­ren wir sie mit un­se­ren For­de­run­gen und ap­pel­lie­ren an sie, bei ih­rer Um­set­zung ak­tiv mit­zu­ar­bei­ten. Wir er­in­nern sie dar­an, dass sie für un­se­re Zu­kunft mit­ver­ant­wort­lich sind.

Mehr zur Ak­ti­on er­fah­ren!

Auf un­se­rer Ak­ti­ons­sei­te bie­ten wir ein Tool an, das nach Ein­ga­be der Post­leit­zahl die  Kon­takt­da­ten der für die­sen Wahl­kreis zu­stän­di­gen Ab­ge­ord­ne­ten an­zeigt. Dar­über hin­aus fin­den sich dort Tipps für die Or­ga­ni­sa­ti­on und Durch­füh­rung von Ab­ge­ord­ne­ten-Be­su­chen. Auf ei­ner Kar­te ver­öf­fent­li­chen wir ge­plan­te Be­suchs­ter­mi­ne und bie­ten so die Mög­lich­keit, sich be­reits ge­plan­ten Be­su­chen ein­fach an­zu­schlie­ßen oder Mit­strei­te­rIn­nen für das ei­ge­ne Ab­ge­ord­ne­ten-Ge­spräch zu fin­den.

Auch El­tern und Groß­el­tern und al­le wei­te­ren in­ter­es­sier­ten Men­schen kön­nen ih­ren ge­wähl­ten Vertreter*innen klar­ma­chen, dass sie sie nicht wie­der wäh­len wer­den, wenn sie die Zu­kunft ih­rer Kin­der und En­kel aufs Spiel set­zen. Mit ei­ner Email an ih­re Ab­ge­ord­ne­ten kön­nen sie sich mit den For­de­run­gen von Fri­days for Fu­ture so­li­da­risch er­klä­ren:

Zur So­li-Ak­ti­on!


2 Kommentare zu „Ak­ti­on: Fri­days for Fu­ture kon­fron­tiert Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te mit For­de­run­gen

  1. Ge­mäß der Ga­ia-Hy­po­the­se ist das Kli­ma (so wie das Le­ben) in der La­ge, sich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Dies wirkt sich nor­ma­ler­wei­se zu­guns­ten des Men­schen aus. Es ist doch in­ter­es­sant, dass die Tem­pe­ra­tu­ren im Win­ter (in Deutsch­land) viel stär­ker an­ge­stie­gen sind als im Som­mer. Die Din­ge kön­nen sich aber nur dann po­si­tiv wei­ter­ent­wi­ckeln, wenn die Um­welt ge­schützt wird. Er­neu­er­ba­re En­er­gi­en und LED-Lam­pen sind wich­tig. Zu­dem ist der Um­stieg auf öf­fent­li­che Ver­kehrs­mit­tel wich­tig. Es kann viel ge­tan wer­den, so dass die meis­ten Men­schen dort woh­nen kön­nen, wo sie ar­bei­ten. Auch dies trägt da­zu bei, dass es we­ni­ger Au­tos ge­ben muss. Im Üb­ri­gen soll­te sich die Um­welt­schutz­be­we­gung mit der cha­ris­ma­ti­schen Er­neue­rung in den Kir­chen ver­bün­den.

  2. Lie­be Aktivist*innen, ich kann vie­lem zu­stim­men, was Ihr for­dert. Al­ler­dings fehlt mir in Eu­ren For­de­run­gen ein ganz ent­schei­den­der Punkt: Die Na­tur, der Ar­ten­schutz. Wir ha­ben es mit ei­nem dra­ma­ti­schen Ar­ten­ster­ben (das ei­ne noch grö­ße­re Be­dro­hung für den Pla­ne­ten dar­stellt als der Tem­pe­ra­tur­an­stieg, der nur noch zum Teil auf­zu­hal­ten ist) und ei­ner ex­tre­men Ver­lust an Le­bens­räu­men und Land­schaf­ten zu tun. Dies hängt nur zu ei­nem Teil mit dem Kli­ma­wan­del zu­sam­men. Ihr for­dert 100% Öko­strom. Ich bin auch für den Koh­le­aus­stieg und kein Fan von Atom. Lei­der ha­ben wir noch kei­ne Lö­sung, wie der Aus­stieg na­tur­ver­träg­lich zu ge­stal­ten ist. Wenn man sich die Sze­na­ri­en für 100% „Öko-„strom an­schaut, die bis jetzt exis­tie­ren, , muss man sich Sor­gen um die letz­ten Res­te von Na­tur ma­chen: Dies be­deu­tet näm­lich den Um­bau von Na­tur in ein ein­zi­ges Strom­kraft­werk. Wir ha­ben zur Zeit 30 000 Wind­kraft­wer­ke , von de­nen je­des fünf­te be­reits in ei­nem Na­tur­schutz­ge­biet steht und dort mas­siv Le­bens­räu­me zer­stört hat. Der Aus­bau in Land­schafts­schutz- und Wald­ge­bie­ten soll mas­siv wei­ter­ge­hen, weil un­be­denk­li­che Flä­chen kaum mehr vor­han­den sind. Die Men­schen auf dem Land füh­len sich von den rie­sen­haf­ten, lau­ten und blin­ken­den An­la­gen an die Wand ge­drückt. Zum Sze­na­rio ge­hört auch der flä­chen­de­cken­de An­bau von Mo­no­kul­tu­ren mit Mais und Raps und den Um­bau der meis­ten Se­en und Flüs­se in Pump­spei­cher­wer­ke. Die Ent­sor­gung der rie­si­gen Ro­tor­blät­ter aus Ver­bund­ma­te­ri­al und der Rück­bau der Bo­den­ver­sie­ge­lung sind völ­lig un­ge­klärt. Wir wer­den „Öko“-strom ha­ben, aber kei­ne Öko­lo­gie, die wir durch die CO2-Ein­spa­rung schüt­zen kön­nen. Oh­ne Na­tur, oh­ne Ar­ten und den Er­halt sen­si­bler Öko­sys­te­me, in de­nen je­des Tier, je­de Pflan­ze auf­ein­an­der be­zo­gen ist, gibt es kei­ne Zu­kunft auf die­sem Pla­ne­ten. Hier ist to­ta­le Acht­sam­keit und Sen­si­bi­li­tät ge­gen­über der Na­tur ge­fragt und nicht bloß tech­no­kra­ti­sche Lö­sun­gen! Ich hof­fe, dass Ihr Eu­re For­de­run­gen in die­se Rich­tung er­wei­tert. Für Öko­strom sind al­le, für die Na­tur, Tie­re und Pflan­zen nur we­ni­ge. Viel­leicht weil der Be­zug fehlt? – Nur we­ni­ge ken­nen Vo­gel­ar­ten oder in­ter­es­sie­ren sich für In­sek­ten. Von der Na­tur ha­ben wir uns mei­len­weit ent­fernt – Kli­ma­ka­t­as­ro­phen ken­nen wir eher: aus den Me­di­en. Ich ha­be ge­se­hen, wie man ei­nen al­ten Bu­chen­wald um­ge­sägt und pla­niert hat für Wind­kraft­an­la­gen. In ei­ni­gen Bäu­men wa­ren noch Nes­ter. Der Bo­den, der zu­vor noch vol­ler Le­ben und In­sek­ten war, wur­de ver­dich­tet, da­mit die rie­sen­haf­ten Krä­ne auf­ge­baut wer­den konn­ten. Wäh­rend wir laut für Öko­strom de­mons­trie­ren, ster­ben die letz­ten Res­te Na­tur laut­los und un­be­merkt. Wenn wir Kli­ma-, Na­tur- und Ar­ten­schutz nicht end­lich wie­der zu­sam­men­den­ken, wer­den wir zwar Strom ha­ben, aber kein Le­ben!

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