Aufruf an Studierende zum Klimastreik!

Why should I be studying for a future that soon may no more, when no one is doing anything to save that future? And what is the point of learning facts when the most important facts clearly mean nothing to our society?

Greta Thunberg

Seit Monaten bestreiken Schüler*innen und Studierende auf der ganzen Welt freitags unter dem Namen Fridays for Future Schulen und Hochschulen. Ihre Kernforderung ist klar: eine Klimapolitik, welche die auf uns zukommende und bald unumkehrbare Klimakatastrophe abwendet.

Die meisten Menschen sollten verstanden haben, dass ein Umdenken in der internationalen Klimapolitik notwendig ist. Laut Umweltbundesamt verursacht allein die deutsche Energiewirtschaft ca. 40 % aller Treibhausgasemissionen in Deutschland. Auch in anderen Ländern klammern sich wenige Konzerne an fossile Energieträger und verhindern dadurch eine dringende drastische Senkung der Emissionen. Dieses ignorante Handeln bringt gravierende Schäden mit sich, die bald nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Außerdem leiden arme Nationen, häufig aus dem globalen Süden, bereits heute am stärksten unter den Folgen des Klimawandels, der zu einem großen Teil von (nördlich gelegenen) Industriestaaten hauptverursacht wird. Schon jetzt leben diese Industrienationen auf Kosten eines großen Teils der übrigen Welt, werden aber in Zukunft ebenfalls verstärkt von den sich ändernden Verhältnissen betroffen sein. Der Klimawandel kann nur durch verstärkte und ernst gemeinte internationale Kooperation aller Beteiligten aufgehalten werden.

Der nachhaltige Konsum von Einzelnen wird die Klimakrise nicht aufhalten können – und erst recht keine Politik, die immer wieder Kompromisse auf Kosten der Umwelt eingeht. Das darf nicht sein. Wir müssen alle gemeinsam auf die Straße gehen und den Druck auf die derzeitigen Regierungen erhöhen. Schüler*innen, Studierende, Arbeitnehmer*innen und nicht zuletzt Unterstützende aus der Wissenschaft. Auch die „Scientists For Future“ machen deutlich: Die Einhaltung des 1,5°C-Ziels sowie der dafür nötige frühere Kohleausstieg bis zum Jahr 2030 sind für die Zukunft unseres Planeten von großer Bedeutung. Nur ein klares Umdenken und eine eindeutige Umweltfokussierung bei allen politischen Entscheidungen können die drohende Klimakatastrophe noch abwenden – also lasst uns dafür sorgen, dass die wissenschaftlichen Fakten nicht länger ignoriert werden.

Die Schüler*innen, die seit Monaten für diese Forderungen auf die Straße gehen, werden teils von höchster Stelle aus Ministerien und Politik mit Bußgeldern und Schulversäumnisanzeigen bedroht – die Schulpflichtigen brauchen unsere Unterstützung! Nicht nur die Zukunft der protestierenden Schüler*innen ist gefährdet, sondern auch unsere. Gemeinsam treten wir für Zukunftsorientierung und Klimagerechtigkeit ein!

An Hochschulen wie auch Schulen steht noch immer die Ausbildung von Kräften für den Arbeitsmarkt an erster Stelle, der Teil eines Systems ist, das Klimaschutz nicht als Zielfunktion hat. Dabei müssen sich sowohl Schulen als auch Hochschulen – als Orte der Bildung und Forschung – direkt gegen die untragbaren Entscheidungen einer Politik stellen, die aktuell wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert und damit nicht nur die Zukunft ihrer Generation, sondern die Zukunft aller massiv gefährdet.

Wir erklären uns solidarisch mit denen, die seit Monaten für unsere gemeinsame Zukunft auf die Straße gehen und rufen zur studentischen Beteiligung am Bildungsstreik auf. Organisiert euch, vernetzt euch untereinander und werbt an eurer Universität für die kommenden Demonstrationen!

Für eine Klimapolitik, die uns allen eine Zukunft ermöglicht!

Eure Fridays For Future AG Studierende
Kontakt: Luca & Fritzi, studierende@fridaysforfuture.de 

Original-PDF aufrufen

Unterstützer*innen

  • AStA der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
  • Landesastenkonferenz Baden-Württemberg
  • AStA der Universität Potsdam
  • AStA der Georg-August-Universität Göttingen
  • StuRa der Albert-Ludwigs Universität Freiburg
  • Students4Future Eichstätt
  • Fridays for Future Hochschulgruppe Düsseldorf
  • Fridays for Future Hochschulgruppe Humboldt Universität Berlin
  • Studierende aus dem Bunten Bündnis Ansbach
  • Ökologie Referat des AStAs der Ruhr-Universität-Bochum
  • StuPa der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • AStA der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • fzs (freier zusammenschluss von student*innenschaften)

3 Kommentare zu „Aufruf an Studierende zum Klimastreik!

  1. Super! Denkt bei alledem bitte auch an den sehr negativen Beitrag der gigantischen Handelsschifffahrtsflotte und der Kreuzfahrtschiffe mit ihrem Schweröl-Dreck.

    Von den Universitäten kann ein dringender Appell und letztendlich Impuls ausgehen, da ganz schnell zu einem Wandel zu kommen. Mittels längst überfälligem Wasserstoffkreislauf, Solarenergie und Segeln (siehe auch ARTE heute Abend um 22 Uhr) ist eine komplett saubere Schifffahrt möglich. Allein: Es fehlt der Wille! Und genau das darf nicht mehr hingenommen werden!

    Politik hat zu gestalten und die Rahmenbedingungen verbindlich vorzugeben, sowie hilfreiche Forschung und Ausbildung zu stärken!

    LG Armin

  2. Eure Aufrufe in Ehren aber denkt ihr wirklich nach?
    Fangt doch mal bei euch selber an und zwar:
    1. Wer schaltet sein Internet für mindestens 20 Stunden am Tag aus?
    2. Wer nutzt sein Smartphone für höchstens 1 Stunde pro Tag.
    3. Wer von euch fährt in den Ferien klimafeindlich in den Urlaub?
    4. Wer von euch ist zumindest Vegetarier?
    5. Wer von euch nutzt ein E-Auto (obwohl langsam auch schon verteufelt), zumindest in der Familie? Die Zulassungszahlen von E-Autos zeigen auf, dass hier bei euch keine Umdenken oder Einwirken auf die Familie stattgefunden hat.
    6. Wer von euch verzichtet auf warmes Wasser bzw. duscht vielleicht nur 1mal pro Woche?
    Ich könnte noch viele Punkte mehr aufzeigen aber ich lasse es, ich hoffe jedoch auf ein Nachdenken und das ihr demnächst durch die 6 Fragen viel schädliche Klimaeinflüsse vermeidet.
    MfG
    Alwin

  3. „Der nachhaltige Konsum von Einzelnen wird die Klimakrise nicht aufhalten können“

    Lest doch erstmal, meine ich freundlich.
    Du sollst nicht nachdenken, das strengt nur an, und lenkt dich ab.

    Folge den Ruf der Führungspersönlichkeiten! Wenn wir dann alle gemeinsam aufmarschieren und laut genug unseren Schlachtruf anstimmen, können wir die anderstdenkenden auch ersticken.

    Wir haben die Antworten, und bringen die Jugend auf Linie.
    Sorgt euch nie mehr und vertraut euer denken anderen an, so besiegen wir das Ausbeuter-System…für euch!

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