Woche 27/2019 – der heißeste Sommer für immer

Im Folgenden blicken wir nicht nur auf die Geschehnisse der ersten Juliwoche zurück. Du erfährst außerdem, wie du beim FfF-Sommerkongress teilnehmen kannst und was unter anderem Düsseldorf, Krefeld und Bonn dem Bund voraus haben.

😍 Jeder kann jetzt etwas bewirken!

Erfreuliche Eigeninitiative hat der Getränkehändler Hans-Peter Kastner aus Stuttgart gezeigt. Alarmiert durch den übermäßigen Plastikkonsum und damit einhergehende Müllmassen beschloss er, alle Einwegplastikflaschen und -dosen aus dem Sortiment zu nehmen. Im Internet und in den Medien gab es große Resonanz auf diesen Schritt, der zumeist begrüßt und der Mut des Getränkehändlers gelobt wurde. Solche Aktionen zeigen, dass einerseits auch durch die Aktionen von Fridays for Future das Thema Umweltschutz immer mehr seinen Platz in der Gesellschaft findet und andererseits jeder Möglichkeiten hat gegen den Klimawandel aktiv zu werden. Denn auch in der Wirtschaft sollte der Blick auf höchstmögliche Profite nicht das Einzige sein. Damit wollen wir nicht nur Getränkehändler auffordern, nach Möglichkeiten des Umweltschutzes zu suchen und den Mut zu beweisen auch mal voran zu gehen. Denn vielerorts wird auch die Akzeptanz der Gesellschaft deutlich derartige Schritte mitzugehen.

So heiß war der Juni noch nie

Wer es nicht am eigenen Leibe gespürt hat, bekommt es hier nochmal in Zahlen: Der vergangene Juni war im weltweiten Durchschnitt der heißeste Monat. Dies beweisen Daten des unabhängigen, europäischen Copernicus-Dienstes, welcher die Vorgänge auf Erde beobachtet und dokumentiert. Dass diese überdurchschnittlichen Temperaturen nicht einfach nur ein heißer Sommer sind, zeigen auch die herausstechenden Werte der letzten Jahre. So sind die vorherigen Rekordtemperaturen im Juni 2016 gemessen worden, was auch durch den Fakt unterstützt wird, dass die vergangenen vier Jahre die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnung waren. Die heißen Temperaturen bringen dabei gravierende Folgen mit sich. So sorgten außergewöhnlich starke und lang andauernde Waldbrände am nördlichen Polarkreis etwa für einen enormen Co2-Ausstoß. Wenn wir weiterhin so viele Treibhausgase ausstoßen, bleiben wir in einer sich eigens beschleunigenden Abwärtsspirale mit unabsehbaren Folgen für Natur und Mensch zurück.

🏕 Engagiere dich jetzt!

Der vorangegangene Artikel zeigt erneut, dass die Auswirkungen des Klimawandels vor keiner Region halt machen. Somit ist es längst an der Zeit, dass wir anfangen zu handeln. Neben den Streiks, die weiterhin die Politik zum Handeln bewegen und die Gesellschaft wachrütteln sollen, hast du vom 31. Juli bis zum 4. August 2019 die Möglichkeit mit zahlreichen gleichgesinnten Schüler*innen, Studierenden und Auszubildenden am FfF-Sommerkongress teilzunehmen. Dort, im Revierpark in Dortmund, warten unterschiedlichste Aktivitäten auf dich: So kannst du an Diskussionen und hilfreichen Workshops teilnehmen, kreativ werden und dich mit Aktivist*innen vernetzten, mit denen du vielleicht schon länger durch bundesweite Arbeitsgruppen von Fridays for Future in Kontakt bist. Selbst wenn du gerade knapp bei Kasse bist, gibt es finanzielle Unterstützung. Also informiere dich jetzt unter diesem Link oder dem Hashtag #SoKoFuture über Anmeldung, Programm und Kosten.

🚨 Hier herrscht Klimanotstand!

Seit einigen Wochen gibt es zahlreiche Städte die den Klimanotstand ausrufen. So haben zuletzt Düsseldorf, Krefeld und Bonn mehrheitlich für diesen Schritt gestimmt und berücksichtigen nun die Umweltauswirkungen aller politischen Entscheidungen. Großbritannien hat bereits gezeigt, dass auch ein ganzes Land die Bedrohung durch den Klimawandel akzeptieren kann. Ein derartiger Antrag der Linken wurde jetzt jedoch im Bundestag mehrheitlich abgelehnt. Verhindert wurde der überfällige Schritt dabei unter anderem durch die Fraktionen CDU/CSU, SPD und AfD, welche allesamt einheitlich gegen den Antrag stimmten. Die 138 Ja-Stimmen der 601 abgegebenen Stimmen kamen hingegen maßgeblich von den Linken und Grünen und knapp einem Viertel der FDP. Dieses enttäuschende Ergebnis offenbart nicht nur die Haltung der Parteien beim Klimaschutz, sondern auch die Notwendigkeit weiterer Streiks und Aktionen, um zu verdeutlichen, dass konkrete Maßnahmen besonders auf Bundesebene unumgänglich sind. Das namentliche Ergebnis der Abstimmung kannst du hier einsehen.

P.S.:

Eine kleine Videoempfehlung aus der Newsletter-Redaktion: in der vergangenen Woche waren Fridays for Future-Aktivisten im Frankfurter Umweltausschuss und haben eine sehr sehenswerte Rede gehalten. Zu finden ist diese hier.

33 Kommentare zu „Woche 27/2019 – der heißeste Sommer für immer

  1. Liebe Aktivist*innen, ich finde euren Einsatz großartig und vorbildlich, mehr als notwendig und glücklicherweise wirkungsvoll! Vielen Dank dafür!
    Was die Ausrufung des Klimanotstandes anbelangt, kann man sich einer Petition an den Bundestag anschließen.
    Weiterhin Durchhaltevermögen und Erfolg!

  2. Bei dem kürzlichen Umzug in Oranienburg, an dem ich streckenweise teilnahm, fiel mir auf, daß die Anführer vor dem Zug mit den Schallgeräten zurück in Richtung der Demonstanten tönten und nicht nach vorn, wohin die Botschaft doch vor allem zu vermitteln war. Leider konnte man im allgemeinen Getöse auch die Inhalte der Botschaften kaum verstehen.

  3. Hi an alle!
    Vielen Dank! Ich bin soooo glücklich, dass wir mit Euch (wieder) eine große politische agierende Jugendbewegung haben. Das macht mir Mut, dass wir die Lebensbedingungen auf dieser Erde noch für uns Menschen retten können. Klimapolitik erfordert eine veränderte Weltpolitik zum Wohl aller und nicht nur wie bisher einer kleinen, immer reicher werdenden Schicht. Dabei unterstütze ich Euch als ältere Frau der 60er gerne. Ich bin immer wieder bei Euren Demos dabei und ihr hörst‘s vielleicht in den Ohren klingen, wenn ich mit den despektierlichen SofaheldInnen diskutiere- macht weiter und lasst Euch nicht vom System und seinen vermeintlichen Wohltaten schlucken.. wie ich damals. ihr habt auch mich wieder mobilisiert! Ich bin stolz auf Euch alle… quasi Eurer aller Oma 🌼

  4. Über diesen Newsletter erfahre ich vom Antrag auf Ausrufung des Klimanotstandes in Deutschland, auf Ausrufung des Klimanotstandes in GB aber in den öffentlich rechtlichen Medien, speziell ZDF Heute und ARD Tagesschau war meines Erachtens nichts davon zu hören. Habe ich das einfach nur nicht mitbekommen oder ist das regierungskonforme Berichterstattung und damit gesteuert?! Es ist schon auffällig, wie das Thema Klimaschutz langsam aber sicher wieder aus den Hauptmedien verschwindet, oder sollte man sagen unter den Teppich gekehrt wird. Der letzte mir bewusste Beitrag zu dem Thema war bei der ARD Tagesschau am 4 Juli der Aufhänger „Bäume Pflanzen, effektivste Maßnahme gegen Klimawandel“, als ob wir die Energiewende nicht mehr bräuchte…oder, Zitat „es ist nicht die einzige Möglichkeit aber gibt uns mehr Zeit unserer Gewohnheiten zu ändern“, welche Gewohnheiten? Viel Geld mit Öl,Kohle und Gas zu verdienen? Unglaublich!
    Wir müssen weiter Drück machen! Ich bin übrigens kein Schüler, sondern frustrierter Erwachsener. Ende der 90er wurde die Energiewende angeschoben und spätestens ab 2005 mit der Antritt der CDU kontinuierlich ausgebremst.

  5. Hallo,
    meiner Meinung nach, wird es beim Klimaschutz keine Fortschritte geben, solange die CDU im Bundestag ist.
    Deshalb gilt es, den Druck auf die CDU zu verstärken. Das könnte z.B. dieses Lied sein:

    Wehrt euch, leistet Widerstand
    gegen die C DU in unserem Land,
    schließt euch fest zusammen,
    schließt euch fest zu sa ha mmen

    und wieder von vorne

    Ich selbst habe mir Aufkleber machen lassen: CDU / nein danke

    Ich gehe davon aus, dass nach der Sommerpause des Bundestages, die EU-Wahlschlappe und das REZO-Video, bei der CDU schon vergessen ist.
    Also wird es weitergehen mit den „kleinen Schritten“

    Auch bei den nächsten Landtagswahlen im Osten, wird die fff-Bewegung nicht vorankommen. Die Grünen werden dort leider keine großen Wahlsiege erreichen.
    Ich sehe zwar, das sich im Osten auch Ortsgruppen gebildet haben, die aber wahrscheinlich nicht von Erwachsenen unterstützt werden?
    Da 2020 gar keine Wahl ansteht, liegt die Hoffnung auf „radikalen“ Klimaschutz noch auf dem Scheitern der Groko noch in diesem Jahr.
    Dann gibt es zwei Möglichkeiten. Neuwahlen oder Minderheitsregierung von CDU/FDP.

    Euer Kampf muss als weitergehen
    Dieter Flegel

  6. Seit Rezo hat sich also in der Parteienlandschaft bzgl. Klima nichts getan. Die sehr durchsichtigen Lippenbekenntnisse von CDU, SPD und zuletzt sogar ein klitzekleines bisschen von der AfD zur Klimaerwärmung sind nicht mehr als fadenscheinige Versuche die letzten Wähler zu halten.

    Letztendlich zeigt aber die Abstimmung im Bundestag zum Klimanotstand, dass wir alle von diesen Parteien in Sachen Klima hingehalten und belogen werden, wieder und wieder.

    Junge Erwachsene, macht weiter so! Vor allen Dingen geht wählen, sobald Ihr dürft und kickt endlich die „alten weißen Herren und Damen“ aus unsere Regierung.

    Bitte rettet eure Zukunft und die Zukunft Eurer Nachfolger!

  7. Hallo Newsletter-Team.
    Ich habe mir das Video vom Ausschuss im römer angeschaut -klasse, klar und sehr,sehr ehrlich motivierend!!! Hochachtung!
    Schade, dass die Einladung zum FfF-Sommercamp nur für Jugendliche, junge Erwachsene ausgesprochen ist. Was ist mit den Älteren, die euch und eure Aktivitäten voll unterstützen?
    Ich bin 70Jahre alt habe 4 Kinder und mittlerweile 5 Enkel für die ich schon immer für bewusstes Leben, Umgang mit unseren Tieren, Pflanzen und unserer Erde eingetreten bin.

    1. Hallo,
      es gibt inzwischen zahlreiche Unterstützungs-Gruppierungen für die jungen Fridays, so z.B. die Parents for Future (nicht nur für Eltern!), die Students for Future oder die Kitas for Future. Es ist wundervoll und wichtig, dass die jungen Leute vorangehen. Es geht um ihre Zukunft, aber nachhaltige Veränderungen können wir nur gemeinsam und generationsübergreifend erreichen.
      Mein Vorschlag: Einfach mal recherchieren, was in der eigenen Umgebung passiert oder selber eine Gruppe gründen.

  8. Liebe Fridays,
    vielen Dank für euren Newsletter und insbesondere für die Übersicht der Abstimmung im Bundestag.
    Ich bin erstaunt wie viele Abgeordnete der CDU/CSU den Antrag der Linken abgelehnt haben!! Die Brisanz des Themas ist also in deren Köpfen gar nicht gegenwärtig. Genauso die SPD!
    Erstaunt war ich auch, so gar nichts über den Getränkehändler in der Presse gelesen zu haben. Das ist doch mal eine gute Nachricht, die beispielhaft veröffentlicht werden könnte….
    Auf jeden Fall vielen Dank für euren Einsatz!
    Beste Grüße
    Silvia Stüber

  9. Noch bis zum 23.7. kann man eine Petition an den Bundestag mitzeichnen, die die Ausrufung des Klimanotstands fordert. Wird die Mindestanzahl von 50.000 Unterschriften erreicht, muss sich der Petitionsausschuss des Bundestags öffentlich damit auseinandersetzen und darüber beraten. Rund 32.400 Unterschriften gibt es zum Stand 11.7. schon. Petitionen dürfen auch Jugendliche unterschreiben! https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2019/_05/_02/Petition_94357.nc.html

  10. Liebe klimafreundliche Menschen,

    dort, wo ich lebe, Großraum Köln-Düsseldorf, fahren jeden Tag mehr als 25.000 Menschen zur Arbeit, überwiegend mit PKW von Köln nach Düsseldorf und umgekehrt auch. Deutschlandweit überall viel zu viel Verkehr.

    Für mich ist Mobilität dann überflüssig, wenn in den nächsten 20-30 Jahren ein Bewußtsein dafür entsteht, dass am Wohnort Arbeitsplätze sind, oder staatliche Regulierungen entstehen und Gesetze gemacht werden, die sinnlose und kimaschädliche Mobilität begrenzen.

    Ob ich mit Adipositas mit SUV-Elektroauto meine Brötchen beim Bäcker mal schnell hole, oder mit Elektrobike 5 km fast muskelfrei zur Arbeit fahre, mit Elektroauto im Elektrosmog im Stau stehe und mich nicht bewege, ist und bleibt dumm. Ob Elektro, oder Diesel, oder Benzin, oder Plastiktüten im Meer oder Müllverbrennung in Kohlekraftwerken. Lithiumkarbonatabbau mit Umweltzerstörung in Bolivien, Chile oder Argentinien mit Zerstörung der Lebensgrundlage der dort lebenden indigenen Völker, Kinderarbeit in Afrika für unsere saubere Luft in den Städten. Es ist und bleibt Zerstörung der Umwelt und der Menschen. Klimaneutrale Atomkraftwerke, die bald komplett abgeschaltet sind. Alles ist noch nicht weit genug konsequent und sinnvoll durchdacht. Immer wieder macht die Industrie mit unseren Ängsten und unserer Bequemlichkeit Geschäfte und die Politik verschafft sich damit Wählerstimmen.

    Ich wünsche uns allen auf dieser Welt eine gute Zukunft und viel mehr Verstand und intelligentes Verhalten.

  11. „Wenn dein Ziel groß ist und deine Mittel klein, handle trotzdem. Durch dein Handeln allein werden auch deine Mittel wachsen.“

    Sri Aurobindo, indischer Philosoph und Yogi

  12. In Gretas Heimat Schweden gibt es den Begriff „Flygskam“ und bereits sinkende Zahlen im Flugverkehr. Gibt es das in Deutschland auch? Und wenn nicht, dann wird es Zeit.
    Ich bin (mit 66 Jahren) bei den P4F und habe bei der Gelegenheit mal nachgedacht. Ich bin seit 40 Jahren nicht geflogen und es ist mir nicht mal bewusst geworden, also null Verzicht.
    Liebe Grüße
    Margrit Clemenz

  13. Henrik Svensmark hat recht und die Sonne ist unser größtes Sorgenkind. Wer es nicht glaubt von den Jugendlichen wird es leider noch erleben. Wir brauchen dann keine Kriege mehr. Wir kämpfen dann einen „anderen Kampf“.

  14. Wenn CDU, SPD und der größere Teil der FDP dem Antrag der Linken zugestimmt hätten, wäre dies das Eingeständnis, dass sie der Herausforderung durch den Klimanotstand bislang nicht gewachsen waren. Es ist für mich zwar verständlich, dass man in der Vorbereitung eines eigenen Klimagesetzes nicht von Der Linken als Versager vorgeführt werden wollte. Schließlich wackelt immer noch der Dackel mit dem Schwanz und nicht umgekehrt. Aber jede überzeugende und glaubwürdige Umkehr bisheriger Klimapolitik kann nur mit dem Eingeständnis der Wahrheit beginnen und dies heißt nun einmal schlicht: Wir haben in der Klimapolitik versagt. Dann kann man die Menschen mitnehmen und anschließen: Wir müssen jetzt Dampf machen – es ist spät genug. Ihr müsst euch alle beteiligen. Die Probleme kleinreden, beschwichtigen, relativieren – hilft alles nichts. Wir entwickeln bisherige gelungene, Hoffnung spendende Ansätze weiter und verfolgen ganz neue Überlegungen mit euch zusammen. Was wäre das für eine Reaktion gewesen? Da hätte selbst die Linke die Luft angehalten.

  15. Es ist beschämend, welche Einstellung unsere Regierungsmitglieder zum Umweltschutz haben. Ich frage mich, ob unsere Volksvertreter keine Kinder oder Enkelkinder haben.

    1. Zu eurem globalen Streik am 20.September 2019.

      Ihr wisst schon das in den USA ebenfalls am 20.September 2019 1,4Millionen um 15:00Uhr die Area 51 stürmen wollen.
      Alle die da teilnehmen können nicht zu eurer globalen Demo kommen, Area 51 liegt weit abseits von jeder Großstadt
      Mag sein das da nicht 1,4Millionen kommen, aber die fehlen euch auf der Demo.

      1. Mal ganz davon abgesehen, dass dieser Aufruf nur ein Scherz ist, werden vielleicht einige hundert Leute, die denselben nicht verstanden haben, fehlen.

  16. Liebe Fridays For Future Helden!

    Macht unbedingt weiter. Ich unterstütze euch auch weiter finanziell.

    Leider bestimmen die Finanzelite und die Großindustrie die Entscheidungen der regierenden Politiker von CDU und SPD.

    Deshalb muss parallel das Wirtschaftssystem geändert werden um die Ziele wirklich global erreichbar zu machen. Wie: eine Idee findet ihr ab 01.09.2019 auf http://www.1world.earth

    AFD und FDP -Politiker befinden sich jenseits jeglicher Vernuft und Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt.

    Ich bin stolz auf euch und freue mich über jeden Erfolg den ihr erzielt.

  17. Ich habe im DLF etwas über einen 1-wöchigen Streik der fff in Köln gehört, aber weder im TV, noch in der Presse. Wie ist der Streik gelaufen??

    Und heute wieder Gutachten , Diskussionen, endlos, wie soll das weitergehen???

    Ich wünsche euch viel Kraft!

  18. Richtig Toll was Ihr/Wir da alles Bewegen und ins Rollen bringen. – Aus meiner Sicht als Diplom Ingenieurin ist es für die Menschheit dringend nötig das sich etwas ändert!

    Ich studiere derzeit eine Buchreihe die eine gangbare Lösung für die Menschheit bereits in sich trägt. Es gibt Ansatzpunkte für quasi jeden Ausgangspunkt… Leider werden die Erkenntnisse und Ideen aus den Büchern ähnlich wie die Klimapolitik in vielen Medien diskreditiert oder überhört… obwohl so viel Wertvolles darin enthalten ist.

    Da ich bisher nicht in aktuellen Diskussionen drin bin, die Frage – in wie weit wurden die Vorschläge aus der Buchreiche Anastasia von W. Megre denn schon bei #ForFuture konkret diskutiert? da diese Buchreihe Weltweit ein Bestseller ist, zig Millionenfach verkauft wurde, dürfte das doch sicher schon irgendeiner fachlich angesprochen haben? evtl. auch in anderen Ländern?

    Um die einfache Logik mal zu verdeutlichen hier ein schönes beispielhaftes Zitat:
    Band 7, Seite 80
    „Was unternimmt ein Mensch, der einen eigenen Familienlandsitz besitzt, wenn er hungrig ist? Er geht ganz einfach in seinen Garten, pflückt eine frische Frucht und isst diese noch an Ort und Stelle. Und nun betrachten wir uns die Handlungen eines anderen Menschen. Dieser lebt in einer ganz gewöhnlichen Wohnung, in einer ganz gewöhnlichen Stadt eines modernen Industriestaates. Und nun will dieser ebenfalls einen Apfel essen. Er holt sich etwas Geld, geht in einen Laden und kauft sich einen Apfel, jedoch keinen ganz frischen. Er kauft sich einen Apfel von einem irgendwo gepflanzten Apfelbaum, dessen Früchte von irgendeinem Menschengepflückt und verpackt wurden. Dann wurden diese Früchte von irgendeinem anderen Menschen mit einem Fahrzeug oder einem Flugzeug zum Bestimmungsort transportiert. Dort hat jemand bereits einen Laden gebaut und bietet seinen Kunden die gelieferten Äpfel auf Regalen verteilt an. Alle Vorgänge, vom Apfelbaum bis zum Ladenregal, werden von Spezialisten erfasst. Die Akten des Rechnungswesens werden mit immer mehr Papier gefüllt. Zölle, Steuern und andere Abgaben werden erhoben.“

    In der Industrie würde man das als „Eierlegende Wollmilchsau“ bezeichnen: Kurze Dienstwege, Kreislaufwirtschaft par Excellence, Artenschutz, Vielfalt, Bäume als CO2 Speicher, Bewusstes Leben, eine schöne Basis für folgende Generationen, gesunde frische Lebensmittel, saubere Luft … und … wer so einen prächtigen erholsamen Landsitz hat – wer verspürt da überhaupt noch den Drang in Urlaub fliegen zu wollen?

    Überspitzt formuliert: Ja, Was könnte besser für das Klima und unsere Mutter Erde sein, wie ALLE Fliegen mit Einer Klappe zu schlagen 😉 ???

  19. Ich habe schon mehrere 100 Euro für FFF gespendet und werde Euch weiterhin gerne unterstützen. Das desaströse Abstimmungsergebnis des Bundestages zeigt die Notwendigkeit. Offenbar wurde teils auch noch mit Fraktionszwang abgestimmt! Sehr ärgerlich, dass MdB sogar in dieser fundamentalen Frage ihr Gewissen opfern – oder gar keins haben! Parteien, die den Ernst der Lage nicht begriffen haben, wähle ich auf gar keinen Fall!

    Lasst Euch bitte niemals unterkriegen! Nicht nur Eure Zukunft wird durch Raffgierige, Korrupte, Dumme, Bequeme und Ignoranten ‚geklaut‘! Auch die Älteren haben teilweise noch Jahrzehnte zu leben und brauchen dafür gute Rahmenbedingungen!

    LG Armin

  20. „Von Kindern und Jugendlichen kann man aber nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen. Das ist eine Sache für Profis.“
    -Christian Lindner, FDP-Vorzusitzender-

    Nun denn Herr Lindner, dat war wohl nix, wie man hier im Pott so sagt.
    Da ist doch diese kleine 16-jährige Schwedin die mit Friday for Future ein Globale Bewegung ins Leben gerufen hat. Und wenn dann noch 27.000 Wissenschaftler der gleichen Meinung sind wie dieses „kleine Kind“, dann habe die Kinder und Jugendlichen den globalen Zusammenhang wohl doch irgendwie begriffen.

    Hat er ja gar nicht so gemeint??? Aha!

    Da komm ich zu einem anderen jungen Menschen, immerhin schon 24. Heißt Rezo, hat blaue Haare und hat mal eben so im (fast) Alleingang die Etabliert politische Landschaft umgegraben. Der hat gesagt, auf die Frage was die Politik anders machen soll: „Baut weniger scheiß und drück euch KLARER aus!“

    Also liebe „Blagen“, ihr macht alles richtig, weiter so. Lasst euch nicht unterkriegen, haltet durch, nur so geht´s. Scheiß auf Schulpflicht, jetzt zählt es die Welt zu retten.

    „Wir können die Welt nicht retten, indem wir uns an die Spielregeln halten. Die Regeln müssen sich ändern, alles muss sich ändern, und zwar heute.“
    -Greta Thunberg, Schülerin-

    Denn ich sehe da eine Spirale die sich immer schneller dreht. Es sollte sich jeder mal eine Stunde Zeit nehmen und sich seriöse wissenschaftliche Prognosen ansehen! Die machen Angst!
    „The Day After Tomorrow“ das ist kein Since Fiction Film!!!

    Grüße, Mario (67)

    P.S.
    Heute habe ich gelesen, dass die Stadtverwaltung meiner Heimatstadt es geschafft hat, Drucker anzuschaffen, die Recyclingpapier bedrucken können. Wusste gar nicht, dass es Drucker gibt die das nicht können. Das alles geschah auf Grund einer Anfrage der Grünen. Vor 10 Jahren!!!

  21. Erst mal danke für den informativen Newsletter. Aber eine unerfreuliche Einschränkung beim Klimanotstand: Dortmund hat den Klimanotstand leider nicht ausgerufen. Die Ausrufung des Klimanotstandes wurde von Grünen, Linken und Piraten unterstützt, aber leider von CDU, SPD, AfD und FDP abgelehnt. Von Seiten der FDP gab es von Fraktionschef Lars Rettstadt den Kommentar: „Wir sind nicht dafür, einen Notstand auszurufen, der andere Menschen letztlich in ihrer Freiheit einschränkt.“ Bei der AfD (Fraktionschef Heiner Garbe) war sogar die Rede von „ökopopulistischen Anträgen, die verbunden werden mit einer hemmungslosen Anbiederung an den Mainstream und die jungen Leute.“ (Quelle: Ruhr-Nachrichten).
    Aber keine „Sorge“, Herr Garbe, FFF kämpft weiter gegen rechtspopulistische Klimawandelleugner! Und Herr Rettstadt von der selbsternannten Partei der Freiheit kann sich sicher sein, dass FFF auch weiter dafür kämpft, dass künftige Generationen und der globale Süden durch die Folgen des Klimawandels nicht in ihrer Freiheit eingeschränkt werden. Und dem Rest des Dortmunder Rates, der gegen den Begriff des Klimanotstandes gestimmt hat, sei gesagt, dass FFF weiter Druck macht, dass auch Dortmund dem Beispiel anderer Städte folgt und den Klimanotstand ausruft. We are unstoppable 💚.

  22. Liebe Freitags Aktivistinnen,

    danke für alles und noch mehr: Wir versuchen in Berlin gerade das sinnlose platt machen von Grün zu verhindern z.B, am Weigandufer, da wäre es gut wir könnten so eine VB wie in Bayern starten, um das zukünftig zu verhindern.

    Das ist teilweise etwas zu einseitig, denn die Menschen haben sicherlich Grund sich wütend zu wehren, auch ohne Manipulation, aber: falls das mit den Bäumen stimmt, geht es gar nicht zusammen mit dem Überleben auf dem Planeten und das müßte in Berlin ja von den SFF zusammen mit FFF bezogen auf das Testgelände und die Planungen abfragbar sein…..Das wäre die nächste heisse Debatte, die auch Greta mit zu benennen sicherlich nicht müde würde, wenn es sich als wahr erweist. solidarisch Ruth

  23. Sorry, habe zu schnell auf absenden geklickt – hier eine Klarstellung meines Textes (die alte Version bitte löschen ;)):
    Ich habe gerade beim Bundestag eine Petition zum Klimaschutz gefunden (weil ich selber eine zu dem Thema machen wollte) – leider war sie in den offiziellen Medien nicht zu sehen, viele Leute werden sie deswegen sicher nicht wahrgenommen haben!
    In der Hoffnung, dass unsere Regierung endlich dazu gezwungen wird, in dieser Richtung aktiv zu werden!
    Alle Volljährigen können jetzt noch 6 Tage (bis zum 23.07.) mit unterzeichnen:

    https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2019/_05/_02/Petition_94357.mitzeichnen.html

  24. Die Durchschnittstemperatur in den Ozeanen soll nur 5 Grad Celsius sein,
    wenn man dem Hamburger Bildungsserver glauben darf. 0,1 Grad Anstieg ergibt
    eine Absenkung der Lufttemperatur um 36 Grad.

    Übrigens: die Hälfte aller fossilen Rohstoffe soll demnächst verbraucht sein.
    Der zukünftige menschengemachte Temperaturanstieg kann also höchstens
    1,5 Grad sein.

    1. Ob die Hälfte fossilen Rohstoffe demnächst verbraucht sein soll kann ich derzeit nicht bestätigen da nicht alle Lagerstätten bekannt sind, es dürfte aber mittlerweile kein Problem darstellen da man aus Plastikmüll oder CO² Treibstoff herstellen kann.
      Einige Länder nehmen unseren Müll ja nicht mehr an.
      Also muss eine Lösung her, den Müll in Treibstoff umwandeln statt nur in Müllverbrennungsanlagen verbrennen.

      Der dafür nötige Strom wird aus Solarzellen gewonnen.

      Euer Michael

    2. Der menschengemachte Temperaturanstieg löst jede Menge positive Rückkopplungseffekte aus, die, sobald angelaufen, die Temperaturen auch dann weiter steigen lassen würden, wenn der Mensch nichts mehr beitrüge. Auf welchem Temperaturniveau sich überhaupt wieder ein ausgeglichenes Klima einstellen würde, ist unkalkulierbar. Das ist inzwischen doch allgemein bekannt und vielfach dokumentiert.

  25. Ich bin beruflich u.a. als Referent im Umweltbereich tätig. Was mich persönlich am meisten ärgert ist, dass es derzeit eine Art Instrumentalisierung von FfF gibt. Die Bewegung wird von Politikern verschiedener Parteien z.B. in Reden dazu benutzt, um in der Öffentlichkeit und bei Wählern zu punkten, obwohl diese Parteien selbst die Forderungen von FfF zum Großteil ablehnen oder zumindest nicht ausreichend unterstützen. Es geht hier bestenfalls um die Beruhigung des eigenen Gewissens und um Stimmenfang, letztlich aber zu Lasten der Bewegung und ihrer Ziele. Eine wirklich üble Sache. Man sollte diese Parteien und die entsprechenden Politiker mit ihrer Unehrlichkeit konfrontieren.

  26. Hallo Herr Flegel, ich sag mal Dieter… kann ich alles unterschreiben, was Du sagst. Aber eine Bitte, nicht orakeln, wie hier im Osten die Leute ticken. Die Mainstream-Medien zeichnen gern ein indifferentes, oberflächliches, oft etikettenhaftes (Stigma) Bild von allem, dazu gehört auch der Osten. Die Unterstützung der Erwachsenen für „FfF“ ist hier ebenso gegeben, wie anders wo. Vielleicht ist das nicht so augenfällig. Ich kenne keine Eltern oder Großeltern, die Ihren Kindern nicht den Rücken stärken. Vielleicht schreien hier auch andere (noch) lauter. Ich selbst habe meinen Arbeitsplatz in der Photovoltaikwirtschaft 2011 verloren wegen der „Abholzung“ des EEG durch die CDU mit Frau (Umwelt-)Merkel an der Spitze. Einer von damals 80.000! (vgl. heute Kohleausstieg). Strukturprogramme gab es nicht. Hier brennen die Wälder in MecPomm und sie sterben in Brandenburg, in Sachsen regnet es kaum noch… Wir sind also dabei, wir „Alten“ aus dem Osten. Deshalb weiter so, wir hier wissen, dass man selbst Betonmauern einreißen kann, auch da war ich schon dabei…

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