So­li­da­ri­sie­rung mit En­de Ge­län­de

Mit Sor­ge ver­nah­men wir die ge­mein­sa­me Pres­se­mit­tei­lung der Po­li­zei Aa­chen und der Stadt­ver­wal­tung Aa­chen.

Fri­days for Fu­ture wird vor ei­ner an­geb­li­chen „Straf­bar­keits­fal­le“, „ge­walt­be­rei­ten Grup­pie­run­gen von En­de Ge­län­de“ und „In­stru­men­ta­li­sie­rung“ ge­warnt.

Pres­se­mit­tei­lung der Po­li­zei

Wir ver­ste­hen die­se Pres­se­mit­tei­lung als Spal­tungs­ver­such ge­gen­über der Kli­ma­ge­rech­tig­keits­be­we­gung. Der „fried­li­che Pro­test“ von Fri­days for Fu­ture wird ge­lobt, der zi­vi­le Un­ge­hor­sam von En­de Ge­län­de wird dif­fa­miert, trotz des Ak­ti­ons­kon­sens, der sich ge­gen ei­ne Es­ka­la­ti­on aus­spricht und auf die Un­ver­sehrt­heit von Aktivist*innen und Polizist*innen ach­tet. Aktivist*innen von Fri­days for Fu­ture wer­den ex­pli­zit vor En­de Ge­län­de ge­warnt. Nicht er­wähnt wird, dass wir (wie En­de Ge­län­de) eben­falls zi­vi­len Un­ge­hor­sam leis­ten. Das wö­chent­li­che Be­strei­ken der Schu­le ist ein be­wusst ge­wähl­ter Re­gel­über­tritt. Wir er­ach­ten zi­vi­len Un­ge­hor­sam als le­gi­ti­me Pro­test­form. Er ist zwin­gend not­wen­dig zum Schutz un­se­rer Zu­kunft im An­ge­sicht des Vor­an­schrei­tens der Kli­ma­kri­se und des Ver­sa­gens po­li­ti­scher Akteur*innen, kon­se­quen­te Kli­ma­po­li­tik zu be­trei­ben. Vie­le Er­run­gen­schaf­ten un­se­rer
Ge­sell­schaft, wie et­wa das Frau­en­wahl­recht, wur­den nur durch be­wuss­ten, mas­sen­haf­ten Re­gel­über­tritt er­reicht. So­wohl Fri­days for Fu­ture, als auch En­de Ge­län­de und vie­le wei­te­re Bünd­nis­se und Akteur*innen sind Teil ei­ner glo­ba­len Kli­ma­ge­rech­tig­keits­be­we­gung.

Vie­le Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen, wie zum Bei­spiel der BUND und At­tac, ha­ben sich an­ge­sichts der Kri­mi­na­li­sie­rungs­ver­su­che be­reits mit En­de Ge­län­de so­li­da­risch er­klärt. Hier­mit er­klä­ren auch wir uns so­li­da­risch mit En­de Ge­län­de.

In­ner­halb der Kli­ma­ge­rech­tig­keits­be­we­gung bil­den wir welt­weit ge­mein­sam mit vie­len wei­te­ren Akteur*innen ei­ne Ein­heit. Auch wenn wir ver­schie­de­ne Ak­ti­ons­for­men ha­ben, eint uns das ge­mein­sa­me Ziel und wir wer­den un­se­ren le­gi­ti­men Kampf für ei­ne le­bens­wer­te Zu­kunft so lan­ge fort­füh­ren, bis ihr Schutz ge­währ­leis­tet ist.

Lis­te al­ler So­li­dar­sie­run­gen mit En­de Ge­län­de

16 Kommentare zu „So­li­da­ri­sie­rung mit En­de Ge­län­de

  1. Völ­li­ge So­li­da­ri­tät mei­ner­seits, ich se­he kei­ner­lei Grund war­um En­de Ge­län­de kri­mi­na­li­siert wer­den soll­te

  2. Die­ses un­säg­li­che Gen­der­ge­schrei­be nervt. Es gibt kei­nen Grund et­was an­de­res als Ak­ti­vis­ten zu schrei­ben, denn da­mit schließt man bei­de Ge­schlech­ter ein.
    Im üb­ri­gen wird da­durch, dass nur Ak­ti­vis­tIn­nen ge­schrie­ben wird, auch wenn noch ein Stern da­zwi­schen liegt, der Mann be­nach­tei­ligt.

  3. Es wird noch man­chen Ver­such ge­ben, Euch zu un­ter­wan­dern, zu spal­ten, Eu­er An­se­hen zu be­schä­di­gen, Euch lä­cher­lich zu ma­chen, Euch mit ne­ga­ti­ven Vor­fäl­len in Ver­bin­dung zu brin­gen uvm. Ist doch lo­gisch. Ihr seid nun­mal ei­ne Be­dro­hung für al­le, die un­se­ren schö­nen Pla­ne­ten als Selbst­be­die­nungs­la­den miss­ver­ste­hen und an ei­nem glo­bal fai­ren, glück­li­chen Zu­sam­men­le­ben nicht in­ter­es­siert sind.

    Schön, dass Ihr viel zu cle­ver und ver­nünf­tig seid, auf cha­rak­ter­schwa­che Stra­te­gen her­ein­zu­fal­len!

    LG Ar­min

  4. Das Kli­ma kennt kei­ne Staats­gren­zen oder Na­tio­nen. Ich hof­fe sehr, dass die Be­we­gung Fri­days for Fu­ture sich über das Kli­ma­the­ma hin­aus zu ei­ner er­folg­rei­chen völ­ker­ver­bin­den­den Be­we­gung ent­wi­ckelt.

  5. Hal­lo,

    es ist nicht gut, wenn Men­schen in die Braun­koh­le­lö­cher ge­hen und sich so­mit ge­fähr­den. Es ist auch scha­de, wenn im­mer wie­der ge­gen die Po­li­zei ge­kämpft wird.
    Ge­gen fried­li­chen Pro­test ist nichts ein­zu­wen­den, im Ge­gen­teil ich wä­re so­gar da­bei. Aber ich kann es mir nicht leis­ten, mei­nen Job zu ver­lie­ren. Mein Kon­sum­ver­hal­ten kann ich sehr wohl än­dern. Und dies habt Ihr bei ei­ni­gen Men­schen be­reits ge­schaft. Lei­der gibt es im­mer noch so vie­le, die im­mer das neu­es­te Han­dy brau­chen, kur­ze Stre­cken mit dem Au­to fah­ren,
    Obst und Ge­mü­se aus fer­nen Län­dern kau­fen.….
    Vie­le den­ken, die Leu­te von Fri­days for Fu­ture ge­hen zum Rock am Ring und hin­ter­las­sen ih­ren Müll dort. Ich kann dies nicht glau­ben.
    Al­so, wei­ter so.
    Gruß ei­ne Be­für­wor­te­rin

  6. Sehr gut, wie Ihr das durch­schaut. Tei­len und Herr­schen hat ge­ra­de in Deutsch­land im­mer funk­tio­niert ‚wenn es um die Si­che­rung der In­ter­es­sen des Ka­pi­tals und die Schwä­chung fort­schritt­li­cher Be­we­gun­gen ging. Auch die von der CDU in Sach­sen or­ga­ni­sier­te „Kli­ma­kon­fe­renz“ in Leip­zig (zu­fäl­lig??? auch an die­sem Wo­chen­de) ist die­sen Ver­su­chen zu­zu­ord­nen. Ver­netzt Euch wei­ter! Nur Ei­nig­keit macht stark!

  7. Lie­be Kin­der und Ju­gend­li­che,
    eue­re Ak­ti­on ist gut und eh­ren­wert. Es gibt aber ei­nen Kri­tik­punkt von mir:
    Je­den Mor­gen und Mit­tag wer­den vie­le Schü­ler von El­ter­tei­len mit den Au­to zur Schu­le ge­fah­ren und ab­ge­holt. Ihr könn­tet auch mit den nor­ma­len Li­ni­en­bus­sen fah­ren und so ei­nen ei­ge­nen An­teil für CO 2 Spa­ren schaf­fen.
    Die­je­ni­gen, die so ego­ist­tisch sind, soll­tet Ihr von eu­ren Ak­tio­nen aus­schlie­ßen.
    Mei­ne Ge­nera­ti­on (Geb. 1958) sind im­mer zu Fuß zur Schu­le und zu­rück­ge­gan­gen:

  8. Bald schon muss die­ser „Re­gel­über­tritt“ zur neu­en Re­gel wer­den. Um den Pla­ne­ten zu ret­ten, brau­chen wir neue Re­geln. Re­geln, die es er­mög­li­chen, dass sich Leu­te zu­sam­men­schlie­ßen und be­wuss­te Ak­tio­nen für den Umwelt‑, Ar­ten- und Kli­ma­schutz zu star­ten.

    Neue Re­geln, die das un­ter­ein­an­der Tag für Tag or­ga­ni­sie­ren, so­dass man nicht mehr un­nö­ti­ges Geld nach Hau­se schleppt, son­dern ge­wis­sen­haft ei­nen wert­vol­len Dienst für die Er­de, die Na­tur und das Le­ben leis­tet. Mit Spaß und Freu­de und nicht aus Zwang.

    Ich so­li­da­ri­sie­re mich mit Je­dem, der für ei­ne Wie­der­be­le­bung des Car­pe Diem und der Vi­ta Ac­ti­va steht – des ge­mein­sa­men und so­li­da­ri­schen Auf­baus ei­ner nach­hal­ti­gen Zu­kunft.
    Al­les was bis­her be­stand hat­te und irr­tüm­lich zum Über­le­ben ge­hör­te, ist für den Tag un­re­le­vant. Es ist un­se­rer Na­tur fremd und wird es im­mer sein.

    Es gilt, sich auf das Nö­tigs­te zu be­schrän­ken und kei­ne Ar­bei­ten mehr zu ver­rich­ten, die ei­nem „Wohl­tä­ter“ die­nen, der nur Üb­les im Sinn hat.

    Es gilt, Tag für Tag Ar­beit zu ver­rich­ten, die zum Woh­le al­ler ist und ei­nen nach­hal­ti­gen Cha­rak­ter auf­weist.

    Or­ga­ni­siert euch, Helft euch un­ter­ein­an­der, In­te­griert und Agiert.

    Viel Spaß! Wir se­hen uns!

    … Und im­mer schön wei­ter Re­geln bre­chen. Wir wis­sen wie es geht. Re­geln sind Las­ten.

  9. Ich stim­me Ul­rich voll und ganz zu. Ich bin be­geis­tert von Eu­rem En­ga­ge­ment, auch mei­ne Töch­ter sind bei den FFF Pro­tes­ten da­bei. Ich den­ke, wei­te­re Ver­net­zun­gen sind su­per­wich­tig um jetzt den Schwung der Be­we­gung nicht zu ver­lie­ren und den Druck auf die Po­li­tik zu er­hö­hen. Was ist zum Bei­spiel mit Green­peace, mit den Bio Ver­bän­den, mit den Um­welt­schutz- und Tier­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen? Denn schließ­lich ge­hört al­les zum The­ma Kli­ma- und Um­welt­schutz. Auch die Men­schen­rech­te – welt­weit. Des­halb wür­de ich mir die­se Be­we­gung auch welt­weit wün­schen wie Tho­mas Bu­se (wei­ter oben). Ei­ne wun­der­vol­le Vor­stel­lung: Al­le ste­hen auf – und lau­fen ge­mein­sam für das Ziel ei­ner welt­um­fas­sen­den Kli­ma- und Um­welt­schutz­po­li­tik. So wie ‚play­ing for a chan­ge‘ Mu­si­ker rund um den Glo­bus Mu­sik ma­chen – das In­ter­net machts doch mög­lich, oder?

  10. Eu­er En­ga­ge­ment in Eh­ren, aber viel den­ken Deutsch­land ist ein Pla­net, ist es aber nicht.
    Wir sind ein klei­nes Land auf die­sem Pla­ne­ten. Deutsch­land wird und kann das Kli­ma nicht ret­ten. Schaut mal über den Tel­ler­rand hin­aus, was in In­do­ne­si­en mit dem Re­gen­wald pas­siert, wie in Pe­ru oder Bo­li­vi­en Li­thi­um, für E‑Auto Ak­kus, ge­won­nen wird, in wel­chem Zu­stand das Meer nach der De­ep­wa­ter Ho­ri­zon Ex­plo­si­on an der Küs­te der USA aus­sieht. So könn­te ich stun­den­lang wei­ter­schrei­ben. Wenn Ihr die Be­rich­te auf Re​gen​wald​.org ge­le­sen habt, dann macht Ihr Mon­day bis Sunday for Fu­ture.
    Aber im­mer schön mit dem Rad hin­fah­ren !
    Eu­re Wal­traut

    1. Wir sind Fri­days for Fu­ture Deutsch­land. Fri­days for Fu­ture ist ei­ne glo­ba­le Be­we­gung. Es geht nicht nur um Deutsch­land, in Deutsch­land ist je­doch ei­ni­ges an Po­ten­ti­al für Ver­bes­se­rung vor­han­den. Die­ses zu nut­zen müs­sen wir vor­an­trei­ben. Je­de Per­son, Stadt, Bun­des­land, Na­ti­on, Kon­ti­nent und schließ­lich die gan­ze Welt muss ih­ren Teil ein­brin­gen. Deutsch­land ist da­von bei Wei­tem nicht aus­ge­nom­men.

  11. Nichts ist kri­mi­nel­ler als die Zer­stö­rung von At­mo­sphä­re und Bio­sphä­re. Ich emp­feh­le mal ernst­haft über so et­was wie neue „Nürn­ber­ger Pro­zes­se“ nach zu den­ken! Dies­mal nicht „nur“ we­gen“ Ver­bre­chen ge­gen die Mensch­lich­keit, son­dern we­gen Ver­bre­chen ge­gen al­les Le­ben.

    1. Wer von uns stün­de dann wohl nicht vor Ge­richt, son­dern auf der an­de­ren Sei­te? Wir ha­ben doch mit­ge­macht und pro­fi­tiert. Die Ge­fah­ren, die von un­se­rer in­dus­tri­el­len Le­bens­wei­se aus­ge­hen, und die ne­ga­ti­ven Aus­wir­kun­gen ge­ra­de auf die är­me­ren Re­gio­nen der Er­de, auf Ar­ten­viel­falt und Kli­ma sind seit über drei­ßig Jah­ren be­kannt. Wir soll­ten un­se­re En­er­gie wirk­lich nicht in Ra­che oder Stra­fen ste­cken, son­dern in neue, sinn­vol­le Re­gu­la­ri­en. Wir müs­sen ei­ne an­de­re Form des Zu­sam­men­le­bens, Ar­bei­tens und Wirt­schaf­tens fin­den, nicht nur Wirt­schaft und Po­li­tik müs­sen ei­ne Kehrt­wen­dung ma­chen, son­dern wir al­le müs­sen uns von der lieb­ge­won­ne­nen Be­quem­lich­keit ver­ab­schie­den. Ma­chen wir uns nichts vor: Das wird an­stren­gend.

  12. So­li­da­ri­sie­rung mit „En­de Ge­län­de“ heißt auch zu zei­gen, dass man/ frau um die Zu­sam­men­hän­ge in der Ei­gen­tü­mer­struk­tur von RWE weiß.

    En­de 2018 la­gen rund 12% der RWE-Ak­ti­en im Ei­gen­tum der Städ­te Es­sen und Dort­mund, die mit der Di­vi­den­de ih­re Ge­mein­wohl­auf­ga­ben fi­nan­zie­ren. 72% der RWE-Ak­ti­en la­gen bei in­sti­tu­tio­nel­len In­ves­to­ren. Al­lein 5% der An­tei­le bei Black­Rock, dem größ­ten Ver­mö­gens­ver­wal­ter der Welt. Black­Rock gibt an dass zwei Drit­tel ih­rer An­la­ge­gel­der in Hö­he von 6,3 Bil­lio­nen $ aus der Al­ters­ver­sor­gung kom­men. Das heißt, dass die Ge­win­ne aus der Braun­koh­le­ver­stro­mung bei RWE auch in Ren­ten und Pen­sio­nen flie­ßen.

    Das Sys­tem kann da­hin ge­än­dert wer­den, dass wir zu­künf­tig über die Son­nen­en­er­gie­nut­zung die Al­ters­ver­sor­gung und auch ein Grund­ein­kom­men für al­le be­reit­stel­len, da­mit der Druck der Er­werbs­ar­beit durch Aus­beu­tung des Pla­ne­ten weg­fällt. Die da­mit frei­wer­den­de Ar­beits­zeit wird bei­spiels­wei­se für das Pflan­zen von Bäu­men und die Wüs­ten­be­grü­nung ein­ge­setzt, um das Kli­ma wie­der zu sta­bi­li­sie­ren. Mehr In­fos da­zu könnt ihr auf sein​.de fin­den.

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