Woche 23/2019 – kein Pillepalle mehr in der Klimapolitik!

Kein Pillepalle mehr in der Klimapolitik, das finden auch Aktivisten im Bundestag. Was sonst noch passiert ist, schreibt Bente im neuen Wochenbericht.

💚 Freitag ist Streiktag

Erneut streikten am Freitag deutschlandweit ca. 17.000 SchĂŒler*innen und Studierende aus ĂŒber 50 Ortsgruppen. Dieses dauerhaft hohe Engagement zeigt uns, wie wichtig unser Ziel, nĂ€mlich die Einhaltung der selbstgesteckten Klimaziele und eine bessere Klimapolitik, ist. Wir werden nicht aufgeben, bis wir dieses Ziel erreicht haben!

📣 #NoMorePillepalle

Kurswechsel der Bundeskanzlerin? Angela Merkel erklĂ€rte BILD-Berichten zufolge in einer Fraktionssitzung, das „Pillepalle in der Klimapolitik“ zu beenden. Seit 2012 sei in Sachen Klimaschutz, trotz Pariser Klimaschutzabkommen, nicht wirklich etwas passiert, die Union mĂŒsse Lösungen anbieten und beraten, wie sich klimaschĂ€dliche Gase wie CO2 bepreisen lassen. Bereits am Freitag folgte darauf der Hashtag #NoMorePillepalle, und auch auf einigen Demos wurde der Slogan aufgegriffen.

🌍 Ecosia als Alternative zu Google

Einige kennen Ecosia bestimmt schon, wenn nicht: Aufgepasst! Ecosia ist eine 2009 gegrĂŒndete Browser-Erweiterung, die mit aus Suchanfragen gemachtem Geld BĂ€ume pflanzt. Aktuell sind es schon fast 60 Millionen BĂ€ume! Damit lĂ€sst sich beim Browsen ganz nebenbei etwas fĂŒr Klima und Umwelt tun und da Ecosia kein eigenstĂ€ndiger Browser ist, Ă€ndern sich auch die Suchergebnisse nicht, wie beispielsweise beim Wechsel von Google auf Bing.  Die Browser-Erweiterung lĂ€sst sich kostenlos und einfach installieren, probier’s doch auch mal aus!

🏆 Menschenrechtspreis und Ehrendoktortitel fĂŒr Greta Thunberg

Amnesty International ehrte Greta Thunberg und Fridays for Future mit ihrer höchsten Auszeichnung: Dem „Ambassador of Conscience Award“ («Botschafter des Gewissens»). Da die erheblichen SchĂ€den, die die Klimakrise jetzt schon verursacht und auch in Zukunft verursachen wird, nicht nur die Umwelt sondern auch Menschen betreffen, sei sie ein dringendes Menschenrechtsthema. Als Antwort darauf sagte Greta: „Es ist eine enorme Ehre, die Auszeichnung ‚Ambassador of Conscience‘ fĂŒr die Bewegung Fridays for Future entgegenzunehmen. Es ist nicht meine Auszeichnung, sondern sie ist fĂŒr alle“. Zudem teilte die belgische UniversitĂ€t Mons auf ihrer Website mit, sie wolle Greta am 10. Oktober gemeinsam mit dem britischen Ökonom Sir Nicholas Stern und dem französischen Filmemacher und frĂŒheren Umweltminister Nicolas Hulo, welche sich ebenfalls fĂŒr das Klima engagieren, mit einem Ehrendoktortitel auszuzeichnen.

đŸłïžâ€đŸŒˆ FFF Deutschland feiert Pride Month!

Juni ist Pride Month, und Fridays for Future ist nicht nur die grĂ¶ĂŸte Klimabewegung die es jemals gab, sondern zeichnet sich auch durch InklusivitĂ€t und DiversitĂ€t aus. Wir alle teilen ein Ziel: Gerechtigkeit. Und auch wenn es uns vorrangig um Klimagerechtigkeit geht, ist uns jede Form von Gerechtigkeit wichtig, auch die der LGBTQIA*-Community, fĂŒr jetzt und fĂŒr unsere Zukunft.In diesem Sinne: Happy Pride!

🏛 Totstellen im Bundestag

Auf Wolfgang SchĂ€ubles Rede bei der Veranstaltung „Jugend und Parlament“ am Dienstag im Bundestag hin, legten sich rund 20 Jugendliche vor dem Rednerpult auf den Boden und stellten sich tot, um Druck auf die Regierung auszuĂŒben und den Ernst der Klimakrise zu betonen. WĂ€hrend es von einigen anderen Teilnehmer*innen Buh-Rufe gab, reagierte SchĂ€uble gelassen. Die Jugendorganisation der GrĂŒnen sowie Fridays for Future unterstĂŒtzen die Aktion!

🌎 Großstreik in Aachen

Nur noch knapp zwei Wochen bis zur Großdemo in Aachen! Die Demo findet unter dem Motto „Climate Justice without borders – United for a Future“ statt, zudem gibt es das ganze Wochenende ĂŒber weiteres Programm. Um zu zeigen, dass Klimaschutz ein globales und kein nationales Problem ist, werden SchĂŒler*innen aus ganz Europa anreisen, unter anderem aus Belgien, DĂ€nemark und Frankreich. Sei du auch dabei! Weitere Infos hier.

☀ Sommerkongress in Dortmund

Vom 31. Juli bis zum 4. August findet in Dortmund der große FFF-Sommerkongress statt! Hauptthema: unsere Vernetzung. So viele Menschen sind inzwischen Teil von FFF, tauschen sich aus, telefonieren, und doch kennen sich die wenigsten persönlich. Das wollen wir Ă€ndern! Des weiteren wird es natĂŒrlich auch um Inhalte gehen, wir werden in AGs und an weiteren Kampagnen arbeiten, um unsere Forderungen und Ideen weiter in die Welt hinauszutragen. Jetzt hier anmelden. Schau bei Fragen zuerst im FAQ, dann schreib +49 151 6184 8621 oder ruf direkt an!

17 Kommentare zu „Woche 23/2019 – kein Pillepalle mehr in der Klimapolitik!

  1. ich brauch da mal Eure Hillfe. Ich habe in der letzten Zeit die Diskussion um den Klimawandel sehr intensiv verfolgt. Wie auch Ihr schreibt, dachte ich, dass der Anteil des gefÀhrlichen Klimagases CO2 in der Luft sehr hoch sei. Ich schÀtzte so um die 40%. Aber jetzt habe ich erfahren, dass es nur 0,04% sein sollen. Ich kann das kaum glauben. Stimmt die Zahl?

    1. Hallo Heinz,
      0,04 Prozent CO2 in der Luft sind tatsĂ€chlich richtig. Allerdings betrug der CO2-Anteil in der vorindustriellen Zeit nur knapp 0,03 Prozent. Es gab also einen Anstieg des CO2-Gehaltes um ca. 40 % des ursprĂŒnglichen Wertes innderhalb der letzten 200 Jahre. Insofern sind die 0,04 Prozent durchaus ein sehr ernstes Thema, obwohl es nach sehr wenig aussieht.

      1. Bei einem Youtube Video von Lesch, redet er mit einem Potsdamer Klimaforscher ĂŒber einen Afd-quiz, deckt auf, wie die Afd mit Falschinformationen die Leute verwirren will,(eine gĂ€ngige Methode um politische und sonstige Bewegungen zu stoppen). Da erklĂ€rt der Wissenschaftler u. A. genau dies. Guck einfach bei Youtube Lesch/Afd-Klimaquiz rein. Jedenfalls sind tatsĂ€chlich solche erstmal scheinbar niedrigen Werte entscheiden.(insgesamt Milliarden Tonnen trotzdem….) Man muss sich auch nur mal, abgesehn von Zahlen und Fakten sich den Dreck der tagtĂ€glich rausgepustet wird vorstellen und das seid 100 Jahren! Ein Wunder, das wir ĂŒberhaupt noch da sind möchte man fast meinen. Nun kommt das Problem mit dem Methan dazu, was kaum diskutiert wird.. {20-30mal KlimaschĂ€dlicher}

      1. hallo Simon, ich habe mir das Video mal angesehen. Aber jetzt ergeben sich fĂŒr mich mehr WidersprĂŒche und Vorbehalte als vorher. Zuerst scheint mir, dass es darin mehr darum geht, die AfD zu widerlegen, als Klarheit in den Fakten zu schaffen. Ích bin auch kein Freund von denen. Aber nur weil die z.B. sagen, dass die Erde eine Kugel ist, behaupte ich doch nicht, sie ist eine Scheibe. Die Wahrheit und die Fakten sind weder rechts noch links. Und mir gehts um die Fakten und die Wahrheit dahinter.
        Zum anderen finde ich es sehr manipulierend, wenn man sagt, die CO2-Mengen sind zwar gering, aber wie gefÀhrlich kleine Mengen sein können, sÀhe man an Zyankali. Das sind ja zwei ganz verschiedene Sachen. Das sollte ein Naturwissenschaftler eigentlich wissen, es sei denn, dass er die Menschen verwirren will. Zyankali ist ein Gift, das die Funktionen des menschlichen Körpers auch in geringen Dosen lahmlegt. Das ist bei CO2 nicht der Fall.
        IrrefĂŒhrend ist auch die Behauptung, dass die anderen Bestandteile der Luft nicht als Treibhausgas wirken, weil sie im Gegensatz zum CO2 keine dreiatomige MolekĂŒlstruktur aufweisen. Nun weist aber auch der Wasserdampf (H2O) in der Luft diese dreiatomige Struktur auf und ist zudem noch in viel grĂ¶ĂŸeren Mengen in der Luft vorhanden. Auch der Wasserdampf ist ein Treibhausgas, wird aber trotzdem nicht als so gefĂ€hrlich angesehen wie das CO2. gibt es denn gute und böse Treibhausgase?
        Was mir gar nicht mehr so bewusst war und woran Prof Rahmstorf mich wieder erinnerte: die Natur selbst produziert CO2 und zwar in grĂ¶ĂŸeren Mengen als der Mensch. Nur macht Prof Rahmstorf dort einen seltsamen Unterschied. Er erklĂ€rt das von den Pflanzen abgegebene CO2 fĂŒr klimaneutral, weil ja nur das CO2 wieder abgegeben wird, das auch aus der AtmosphĂ€re entnommen wurde.
        Das ist aber bei den fossilen Brennstoffen doch nicht anders. Ihre Grundlage sind Pflanzen. Auch diese hatten CO2 der AtmosphĂ€re entnommen. Diese werden nach ihrem Absterben unter dem Druck der Jahrmillionen zu Kohle oder Erdöl. Der Kohlenstoff in den fossilen Brennstoffen wird durch die Verbrennung z.B. durch den Menschen, aber auch durch Wald- und SteppenbrĂ€nde als CO2 wieder in die AthmospĂ€re abgegeben. Es wird also nur freigesetzt, was in frĂŒheren Jahrmillionen im Rahmen der Photosynthese an CO2 von den Pflanzen aufgenommen und gebunden worden war. Es ist also kein prinzipieller Unterschied zwischen der CO2-Abgabe der Pflanzen heute und Freisetzung von CO2 durch Verbrennung. Es liegen halt nur einige Jahrmillionen dazwischen.
        Das mĂŒsste doch Prof Rahmstorf auch wissen?
        Je mehr ich mich mit dem Thema beschĂ€ftige, um so grĂ¶ĂŸer werden meine Zweifel an Eurer Sichtweise.

        1. „Zuerst scheint mir, dass es darin mehr darum geht, die AfD zu widerlegen, als Klarheit in den Fakten zu schaffen.“ – Thema des Videos ist, die AfD zu widerlegen, dadurch dass man Faktenklarheit schafft. Ich habe auch nicht unterstellt, dass AfD gewĂ€hlt wird, sondern nur das Video aufgegriffen, in dem die Fakten anschaulich dargelegt werden.
          „Auch der Wasserdampf ist ein Treibhausgas, wird aber trotzdem nicht als so gefĂ€hrlich angesehen wie das CO2. Gibt es denn gute und böse Treibhausgase?“ – So ungefĂ€hr. Zum Beispiel ist Methan auch noch schlechter als CO2. Mehr Infos zum Wasserdampf auf der Seite des Umweltbundesamts.
          „Das sind ja zwei ganz verschiedene Sachen. Das sollte ein Naturwissenschaftler eigentlich wissen, es sei denn, dass er die Menschen verwirren will.“ – Klar weiß er das und wĂ€hlt verschiedene Sachen, um genau einen anschaulichen Vergleich zu ziehen. Das ist wissenschaftlich durchaus möglich. Denn Thema ist in dem konkreten Fall nicht der chemische Aufbau, sondern dass Konsequenzen durch bereits geringe Mengen auftreten. Das können Zyankali und CO2 (und viele andere Dinge auch) gemeinsam haben. Damit entgegnet man erfolgreich der unbegrĂŒndeten Aussage, kleine Mengen seien ja nicht so schlimm. Zweifler finden immer irgendein neues „Ganzes“, das man als 100% bezeichnen kann und zu dem dann etwas anderes als wenig erscheint. Ob es jetzt 0,04% in der AtmosphĂ€re, oder ein 33% Anstieg im Vergleich zum Zeitpunkt x sind, ist davon unabhĂ€ngig, dass es einen Effekt hat, der wissenschaftlich nachgewiesen ist. Das hat auch nichts mit „manipulierend“ zu tun, sondern ist das, was wir wissen.
          „Es liegen halt nur einige Jahrmillionen dazwischen.“ – Es geht genau um die im Vergleich zu den Jahrmillionen sehr kurze Zeit seit der Industrialisierung, in der dieses CO2 der AtmosphĂ€re zugefĂŒhrt wird. Neben dem CO2, beeinflussen wie bereits erwĂ€hnt weitere Treibhausgase (Methan) das Klima, die man in CO2-Äquivalente umrechnen kann. Des Weiteren werden dadurch Kipppunkte ĂŒberschritten und die Klimakrise beschleunigt sich von selbst.
          „Je mehr ich mich mit dem Thema beschĂ€ftige, um so grĂ¶ĂŸer werden meine Zweifel an Eurer Sichtweise.“ – Das ist nicht nur unsere Sichtweise, sondern die von 100% der ernst zu nehmenden Klimawissenschaftler*innen. Ich habe versucht, hier auf alle Punkte einzugehen, aber weder Texte wie meiner in Kommentarspalten noch kurze ErklĂ€rvideos können das komplett leisten. PrimĂ€r ist es gut, zu verstehen, was im Groben passiert. FĂŒr die Details helfen dann seriöse Veröffentlichungen. Bevor man es anzweifelt, weil man es nicht versteht, empfehle ich wissenschaftliche LektĂŒre, die ĂŒber die ZusammenhĂ€nge aufklĂ€rt.

        2. Zitat: „Es ist also kein prinzipieller Unterschied zwischen der CO2-Abgabe der Pflanzen heute und Freisetzung von CO2 durch Verbrennung. Es liegen halt nur einige Jahrmillionen dazwischen.
          Das mĂŒsste doch Prof Rahmstorf auch wissen?“

          Dieser Hinweis ist nur insofern interessant, wenn man ihn wie folgt weiterdenkt: Die mit der Bildung des fossilen Kohlenstoffs verbundene Entnahme von CO2 aus der AtmosphĂ€re berechtigt gewissermaßen zu einer Verfeuerung diesen Kohlenstoffs in dem Tempo, in dem er damals und heute aufgrund des bekannten Prozesses gebunden und der AtmosphĂ€re entzogen wurde.

          Ich gebe Ihnen recht: wenn der in den letzten 100 Jahren vom Menschen verfeuerte Kohlenstoff nicht in 100 Jahren sondern ĂŒber einen Zeitraum von x Millionen Jahren verfeuert wĂŒrde, ja, dann könnten wir uns entspannt zurĂŒcklehnen.
          Das mĂŒssten Sie doch auch wissen??

          Bei solchen, scheinbar fundierten Stellungnahmen frage ich mich ernsthaft, inwieweit der Verfasser neutral ist .

          1. hallo Markus, ich zitiere Sie:
            „… berechtigt gewissermaßen zu einer Verfeuerung diesen Kohlenstoffs in dem Tempo…“. Von Berechtigung zur Verfeuerung steht in meinen Text nichts. Das wird von Ihnen eingebracht.
            Die vom wissenschaftlichen Standpunkt interessante Frage ist, wie Sie es andeuten, ob es einen Unterschied macht, wenn der in den fossilen Brennstoffen gebundene Kohlenstoff innerhalb kĂŒrzerer Zeit freigesetzt („100 Jahre“). Oder mĂŒsste der ĂŒber dieselbe Zeit freigesetzt werden, wie die Umwandlung in fossile Brennstoffe gedauert hat, also in Jahrmillionen, um klimaneutral zu sein. Aber das ist eine wissenschaftliche und keine moralische Frage.
            Und: Wieso mĂŒsste ich das wissen? Wissen Sie es? Und mĂŒsste nicht erst einmal im Interesse von Erkenntnis und Wahrheit erforscht werden, ob es einen Unterschied macht und vor allem: welchen?
            Zudem: muss man „neutral“ sein, was immer das auch sein mag, um an dieser Diskussion hier teilnehmen zu dĂŒrfen? Sind Sie es? Ich denke, dass man Erkenntnis und Wahrheit interessiert sein sollte!

        3. Zum Wasserdampf:
          1. ÜberschĂŒssiger Wasserdampf hĂ€lt sich im Durchschnitt nur wenige Tage in der AtmosphĂ€re, bevor Niederschlag das Gleichgewicht wiederherstellt, und hat daher nur eine vernachlĂ€ssigbar kumulative Wirkung.
          2. CO2 hÀlt sich viele Jahre in der AtmosphÀre und hat daher eine stark kumulative Wirkung.
          3. Die ErwÀrmung der AtmosphÀre durch mehr CO2 verschiebt das Gleichgewicht der Wasserdampfkonzentration dauerhaft nach oben, wodurch sich die Temperatur nochmals erhöht.

        4. Mal ganz ganz einfach erklĂ€rt (und damit auch vereinfachend): es gab mal eine Zeit, als in der AtmosphĂ€re dieses Planeten kein Sauerstoff, aber sehr viel mehr CO2 vorhanden waren. Heiße Zeiten damals, und SEHR lange her. Dieses CO2 wurde in Jahrmillionen (auch) von Pflanzen in Kohlenstoff und Sauerstoff gespalten. Der Kohlenstoff wurde (unter anderem) zum GlĂŒck weit weg, also eher tief unten, eingelagert. Den Sauerstoff dagegen haben wir nun in der AtmosphĂ€re und den ATMEN wir, also Tiere damit auch Menschen. Wenn wir nun also allen Kohlenstoff, der damals eingelagert wurde, ausbuddeln (Steinkohle, Braunkohle, Erdöl, Erdgas – alles im Prinzip alte vergammelte Pflanzen) und wieder verbrennen, haben wir am Ende nur lediglich die AtmosphĂ€re wie am Anfang. Dem Planeten „kann das egal sein“ – nur ist dann der Sauerstoff weg, und wir haben nix mehr zum atmen.

          Mal völlig abgesehen davon, dass es bekanntlich lange vorher schon etwas zu warm wird – denn auch eine hauchdĂŒnne Folie von 0,04 ergibt ein gutes Treibhaus, gibt es in jedem Baumarkt – dafĂŒr braucht man keine dicken Glasbausteine…

          Ich hoffe, meine Vergleiche waren verstĂ€ndlich 😉

          1. hallo Frank
            deine Vergleiche sind verstĂ€ndlich. Aber sie scheinen nur deshalb richtig, weil Zucker und Salz gleich gesetzt werden. Beide sehen zwar gleich aus, ihr Unterschied aber zeigt sich erst in der genaueren Analyse (schmecken). Es ist verwirrend, 0,04 mit 0,04 zu vergleichen, ohne die Maßeinheit dabei zu nennen. Der Anteil des CO2 in der Luft betrĂ€gt 0,04 PROZENT, ist also ein Anteil am VOLUMEN (dreidimensional). Du sprichst von einer Folie (zweidimensional).Das CO2 bildet aber keine geschlossene Schicht in der Luft, vergleichbar einer Folie, sondern verteilt sich in der Luft, im Raum. Und selbst wenn man bei deinem Bild bleiben wĂŒrde, dann wĂŒrde das CO2 in der Luft keine geschlossene Folie bilden sondern nur ein sehr weitmaschiges Netz. Denn auf einer FlĂ€che, die von 10.000 Teilchen gebildet wĂŒrden, wĂ€ren nur 4 Teilchen CO2 (0,04%).
            Auch Dein Bild von der Schaffung des Sauerstoffs durch Pflanzen entspricht nicht den wissenschaftlichen Erkenntnissen. Es waren nicht die Pflanzen, die den Anteil des Sauerstoffs in der AtmosphĂ€re erhöht haben, sondern die Blaualgen. Das hĂ€tte man leicht ĂŒber Wiki erfahren können (https://de.wikipedia.org/wiki/Cyanobakterien), wenn man denn nicht zu einfachen Lösungen neigt. Die Pflanzen sind also nicht die Verursacher des höheren O2-Anteils sondern nur die Regulatoren. Sie halten das VerhĂ€ltnisses von Sauerstoff und CO2 in der Waage (mit Schwankungen). Pflanzen konnten erst entstehen und ĂŒberleben, nachdem die Blaualgen den Sauerstoff-Anteil erhöht hatten. WĂŒrde also der in den fossilen Brennstoffen gebundene Kohlenstoff durch Verbrennung wieder freigesetzt, dann wĂŒrde nicht der Zustand wiederhergestellt werden, der vor dem Beginn der BlaualgentĂ€tigkeit geherrscht hatte. Es könnte also maximal nur soviel CO2 wieder in die AtmosphĂ€re abgegeben werden, wie die abgestorbenen Pflanzen gebunden hatten. Die Frage, die nun wissenschaftlich zu klĂ€ren wĂ€re, ist, ob es einen Unterschied macht, wenn dieser Freisetzungsprozess schneller verlĂ€uft, als die Bindung des CO2 gedauert hat

    2. Nun gut. Aber bei einer VerĂ€nderung von 0,01% in 200 Jahren, also 33%, nicht 40% wie du schreibst, das ist ja nahezu konstant. Das sieht nicht nur wenig aus, wie du schreibst. Das ist auch wenig. Da fĂŒhle ich mich doch schon sehr manipuliert. Wie gesagt, ich dachte angesichts des Wirbels, dass es sich um viel extremere Werte handelt. Zumal ich jetzt auch Zweifel habe, ob der Ausgangswert ĂŒberhaupt stimmt. Wo kommt der her? Wie wurde der von 200 Jahren gemessen?
      Und wenn du meinst, das sei ein sehr ernstes Thema, dann weiß ich nicht, was du damit meinst. Inwiefern ist das ernst.

      1. „Ich schĂ€tzte so um die 40%“ (Zitat vom Ausgangskommentar), „VerĂ€nderung von 0,01% in 200 Jahren […] Das ist auch wenig“ – Das ist eine persönliche EinschĂ€tzung derjenigen Person, die gewohnt ist, z. B. 40% Rabatt auf einen Artikel im Schlussverkauf zu bekommen (und klar hat ein zufĂ€lliger Artikel wissenschaftlich genauso wenig mit CO2 zu tun wie Zyankali und doch geht es hier rein um die %, was den Vergleich valide macht). Was den CO2-Anteil in der AtmosphĂ€re betrifft, sind eben 0,04% doch auch viel. Das ist keine Ansichtsfrage, sondern an den Auswirkungen der dadurch einhergehenden VerĂ€nderungen zu beurteilen.
        „33% [sind] ja nahezu konstant.“ – Das sieht der wissenschaftliche Konsens anders. Die Auswirkungen sind ebenso alles andere als konstant. Es gibt viele Beispiele fĂŒr Dinge, wo eine 33%ige VerĂ€nderung nicht gut tut und der CO2-Anteil in der AtmosphĂ€re ist nachgewiesener Maßen eines davon.
        „Da fĂŒhle ich mich doch schon sehr manipuliert.“ – Wovon? Das sind Fakten und gemessene Auswirkungen, die nachgewiesener Maßen auf diesen Anstieg zurĂŒckzufĂŒhren sind. Welche ZahlenverhĂ€ltnisse man wĂ€hlt Ă€ndert nichts an den Fakten. Die Einstufung der VerĂ€nderung des CO2-Anteils in der AtmosphĂ€re als „hoch“ bemisst sich an den Auswirkungen. Es geht nicht im Geringsten darum, ob man was als viel oder wenig „klingen“ lĂ€sst und sich dann je nach Klang zum Handeln entscheidet. Im Übrigen hat niemand behauptet, der CO2-Anteil in der AtmosphĂ€re sei absolut betrachtet hoch – es geht wenn dann um den durch den Menschen gemachten Anstieg des CO2-Anteils, bzw. der Treibhausgase. Dieser ist, gemessen an den daraus resultierenden Auswirkungen, objektiv und wissenschaftlich betrachtet hoch.
        „Wie wurde der von 200 Jahren gemessen?“ – Die Menschheit kann heutzutage (mit vielen verschiedenen Methoden, deren Ergebnisse sich decken!) messen, was vor 200 Jahren gewesen ist, ohne auf Aufzeichnungen von damals angewiesen zu sein. Auch hier besteht wissenschaftlicher Konsens.

      2. Wenn die ErdatmosphĂ€re einen CO2-Anteil von 40% hĂ€tte, wĂ€re niemand hier, um darĂŒber zu schreiben.
        Die Erhöhung gegenĂŒber 1750 betrĂ€gt 415ppm / 280ppm = 1,482 oder +48,2%.
        Eine Temperaturerhöhung von 5K ist absolut gesehen auch „wenig“, gemessen an der absoluten Durchschnittstemperatur von derzeit 288K. Diese Feststellung ist aber rein abstrakt und hat mit der RealitĂ€t, in der eine solche Änderung die bekannten katastrophalen Auswirkungen hat, nichts zu tun.

  2. Liebe FFF-Leute in Hamburg! Ich freue mich ĂŒber euch und wĂŒrde gern mitlaufen, bin aber inzwischen 81 und habe entsprechend wenig Zeit ĂŒbrig.
    Mein Thema ist der Umweltschutz, seit die Kunde vom Waldsterben damals, vor Jahrzehnten, durch die Medien ging. 1988 habe ich in Hamburg eine Unterschriftenaktion durchgefĂŒhrt und die Listen an die Parteien geschickt mit der Forderung, die Agrarsubventionen nicht der Agrarindustrie, sondern dem ökologischen Landbau zukommen zu lassen. Die regierende Partei hat mir geantwortet, ich solle ihnen vertrauen, sie wĂŒrden schon alles richtig machen.(!!!???!!!)
    Jetzt finde ich, wir mĂŒssten einen ganz großen Rummel machen, bevor in BrĂŒssel und in Berlin die Entscheidungen ĂŒber die Subventionen fĂŒr die nĂ€chsten 7 Jahre fallen. Da wĂ€re ich gerne dabei. Aber: Wann ist das? Weiß das jemand von euch? Oder weiß jemand, wie man an diese Information kommt?
    Streikt ihr auch in den Ferien? Hoffentlich. Wenn die Anzahl der Demonstrierenden abflaut, wĂŒrde ich mir Zeit nehmen wollen und eure Reihen verstĂ€rken, – wenn ihr mich „Silverager“ dabeihaben mögt. In dem Fall benachrichtigt mich bitte.
    Mit herzlichen GrĂŒĂŸen, Hildegard Niekerken-Achner

    1. Vielen Dank fĂŒr den Kommentar! Wir veröffentlichen alle Infos hier auf der Website. Wir haben nicht vor nachzulassen bis gehandelt wird und freuen uns ĂŒber die UnterstĂŒtzung aller Generationen. Die anstehenden Streiktermine veröffentlichen wir stets unter https://fridaysforfuture.de/streiktermine/ und die neuesten Infos fĂŒr speziell Hamburg sind auf Telegram und WhatsApp der Hamburger Ortsgruppe (https://fridaysforfuture.de/regionalgruppen/?ort=hamburg).

  3. Man kann sich doch am besten möglichst breitgefĂ€chert informieren und dann eine eigene Meinung bilden, im Internet scheint mir da doch eher oft einer dem Anderen nachzureden. (also grade die privaten Meinungen, also viele, die nicht vom Fach sind und einfach irgendwas aufschnappen und wiederkĂ€uen..)Ich glaube, die 23tausend Wissenschaftler, die die Forderungen der Kinder /der Jugend unterschrieben haben (und die schon lange ungehört die Politik auffordern was zu tun) sind nicht alle gekauft um uns zu manipulieren, wie es viele behaupten,die eben einfach nur weitermachen wollen wie bisher. Die ganze Debatte, wie der Klimawandel nun entstanden ist ist ja vollkommen nebensĂ€chlich. Umweltraubbau und Verschmutzung muss eben ein Ende haben, sonst haben wir es.. Wir mĂŒssen so oder so etwas tun,verĂ€ndern…

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