Wo­che 22/2019 – Aa­chen, Dort­mund, Er­lan­gen, Lü­beck und mehr

Was ne­ben der Eu­ro­pa­wahl in der ver­gan­ge­nen Wo­che pas­siert ist, fasst Fynn in un­se­rem neu­en Wo­chen­rück­blick zu­sam­men.

📺 #fri­days­for­fu­ture en vogue

Am Don­ners­tag war Car­la Re­emts­ma für Fri­days for Fu­ture bei May­b­ritt Ill­ner zu Gast. Ih­ren se­hens­wer­ten Talk­show-Be­such kannst du dir hier in der Me­dia­thek an­schau­en. Und am Sonn­tag sprach Lui­sa Neu­bau­er für uns bei An­ne Will, auch ih­ren emp­feh­lens­wer­ten Auf­tritt kannst du in dir im In­ter­net an­schau­en.

🌞 Mach mit beim gro­ßen Som­mer­kon­gress

Gro­ße Neu­ig­kei­ten ha­ben wir in ei­ge­ner Sa­che zu ver­kün­den: vom 31. Ju­li bis zum 4. Au­gust wird es in Dort­mund ei­nen Som­mer­kon­gress von Fri­days for Fu­ture ge­ben. Ge­mein­sam mit 3000 wei­te­ren Aktivist*innen kannst du an ei­nem Pro­gramm teil­neh­men, das dir vie­le Mög­lich­kei­ten zum Um­welt­schutz bie­tet, un­se­re Be­we­gung deut­lich un­ter­stützt und viel Raum für tol­le und be­rei­chern­de Be­geg­nun­gen gibt. Ti­ckets ab En­de der Wo­che und wei­te­re In­fos gibt es hier.

🤨 Teilt die Uni­on ge­gen die Emp­feh­lun­gen der Koh­le­ko­mis­si­on?

Ein po­si­ti­ves Zei­chen in Sa­chen Koh­le­aus­stieg sen­den ei­ni­ge Ab­ge­ord­ne­te der Uni­ons­frak­ti­on. Sie emp­fin­den die Emp­feh­lun­gen der Koh­le­kom­mis­si­on zu ei­nem Koh­le­aus­stieg im Jahr 2038 als um­welt­schäd­lich und ge­gen­über Zu­kunfts­per­spek­ti­ven zer­stö­re­risch. Ei­ne Mei­nung die wir schon mehr­fach pu­blik ge­macht ha­ben. Um das 1,5 Grad-Ziel zu er­rei­chen müs­sen dras­ti­sche Maß­nah­men er­grif­fen wer­den, die auch un­an­ge­nehm wer­den kön­nen. Auf­ga­be der Po­li­tik ist es nicht, vor dem Wan­del zu­rück­zu­schre­cken, son­dern Aus­gleich zu schaf­fen. Je­doch tei­len die­se Mei­nung nicht al­le Frak­ti­ons­ab­ge­ord­ne­ten. So be­steht die Kri­tik von An­dre­as Matt­feldt (CDU/Niedersachsen) und ei­ni­gen CSU-Po­li­ti­kern viel­mehr aus Angst vor stei­gen­den Strom­prei­sen und Ver­sor­gungs­eng­päs­sen.

👂 Wir fin­den Ge­hör

Wie je­de Wo­che wa­ren auch die­sen Frei­tag wie­der vie­ler­orts Aktivist*innen von Fri­days for Fu­ture für mehr Kli­ma­schutz auf den Stra­ßen. So wie­sen in ganz Deutsch­land über 15.000 Demonstrant*innen auf un­mit­tel­ba­ren Hand­lungs­be­darf hin, was wohl al­lem An­schein nach auf Ge­hör trifft. 

Ver­gan­ge­ne Wo­che rie­fen nun auch Er­lan­gen und Lü­beck den Kli­ma­not­stand aus, wo­durch die Städ­te An­trä­gen der Fri­days for Fu­ture-Be­we­gung folg­ten. Ein gu­tes Zei­chen, das uns al­le zum Wei­ter­ma­chen mo­ti­viert und eben­falls Er­war­tun­gen von kon­se­quen­te­rem Kli­ma­schutz auf­kom­men lässt. Denn mit dem Aus­ru­fen le­gen die be­tei­lig­ten Stadt­rä­te und Bür­ger­schaf­ten zwar ein Be­kennt­nis zu ma­xi­ma­lem Kli­ma­schutz in ih­rer Po­li­tik ab, ver­pflich­ten sich aber kei­nes­wegs zu un­mit­tel­ba­ren Maß­nah­men. Die­se sind je­doch un­um­geh­bar, wenn mas­si­ve Ver­än­de­run­gen al­ler Le­bens­räu­me ver­hin­dert wer­den sol­len.

🌎 Steh in Aa­chen für das Kli­ma ein

Um in be­son­de­rem Um­fang un­se­re For­de­run­gen der Fri­days for Fu­ture Be­we­gung zu un­ter­mau­ern und ge­sell­schaft­li­chen Rück­halt für Kli­ma­schutz­maß­nah­men zu prä­sen­tie­ren, ist in Aa­chen ei­ne in­ter­na­tio­na­le Groß­de­mo or­ga­ni­siert.

Am 21.06 wer­den Unterstützer*innen aus 16 Län­dern ans Braun­koh­le­re­vier im Drei-Län­der-Eck nach Aa­chen kom­men. Mehr­tä­gig hast du die Mög­lich­keit ge­mein­sam mit vie­len mo­ti­vier­ten Men­schen Auf­merk­sam­keit auf den größ­ten CO2-Pro­du­zen­ten Eu­ro­pas zu len­ken und zahl­rei­che Ak­tio­nen durch­zu­füh­ren. Wir wol­len un­ter an­de­rem mit der Un­ter­stüt­zung der Band „Cul­cha Can­de­la“ zei­gen, dass der Kli­ma­wan­del kei­ne Gren­zen kennt und ge­mein­sa­mes, viel­schich­ti­ges und um­fang­rei­ches Han­deln die Ant­wort ist. Da­mit du und dei­ne Freun­de mit da­bei sein kön­nen gibt es hier Ti­ckets für 35€, die vor­aus­sicht­lich An­rei­se, Über­nach­tung und Ver­pfle­gung be­inhal­ten.

Zahl­rei­che Orts­grup­pen bie­ten ne­ben den In­fos auf der of­fi­zi­el­len Web­site von Fri­days for Fu­ture In­for­ma­ti­ons- und Fra­ge­run­den für In­ter­es­sier­te und Er­zie­hungs­be­rech­tig­te an. In dei­ner Orts­grup­pe kannst du wei­te­re In­for­ma­tio­nen und Ter­mi­ne er­fah­ren so­wie Ti­ckets kau­fen. Wo bei dir der nächs­te In­fo­abend statt­fin­det fin­dest du hier. Lass dir al­so die Chan­ce nicht ent­ge­hen et­was Coo­les zu un­ter­neh­men und für die Zu­kunft un­se­rer Er­de ein­zu­tre­ten und hol dir noch bis zum 7. Ju­ni dein Ti­cket.

12 Kommentare zu „Wo­che 22/2019 – Aa­chen, Dort­mund, Er­lan­gen, Lü­beck und mehr

  1. Hey,
    schön zu se­hen, dass man doch noch et­was be­we­gen kann. Schön zu se­hen, dass im­mer mehr Leu­te und Or­ga­ni­sa­tio­nen mit­ma­chen.
    Scha­de das „al­le Macht geht vom Vol­ke aus“ po­li­tisch bei uns lei­der nicht mehr zu funk­tio­nie­ren scheint, aber über Boy­kott und Pe­ti­tio­nen kön­nen wir noch Macht aus­üben.
    Des­halb stellt doch ei­ne Lis­te mit pas­sen­den Pe­ti­tio­nen auf eu­re Sei­te, ich glau­be da steckt viel Po­ten­ti­al drin.
    Ich ha­be vor ei­ni­ger Zeit ei­ne Pe­ti­ti­on zum The­ma Ke­ro­sin­steu­er gestartet…und wür­de mich freu­en wenn ihr un­ter­schreibt und ein we­nig Wer­bung da­für macht.
    http://​chng​.it/​T​L​Q​G​k​t​m​d7M

  2. Ei­ni­ge mei­ner Mit­schü­ler ha­ben ver­lau­ten las­sen, Ihr wür­det bald die Kin­der und Ju­gend­li­chen da­zu auf­for­dern, in den Som­mer­fe­ri­en nicht mit Au­to, Flug­zeug oder Schiff in Ur­laub zu fah­ren, son­dern die Fe­ri­en zu Hau­se zu ver­brin­gen.

    Au­ßer­dem sol­len bald Auf­ru­fe von euch kom­men, in de­nen wir, al­so die Ge­nera­ti­on Fri­days for Fu­ture, mit gu­tem Bei­spiel vor­an­ge­hen sol­len und auf nicht um­welt­freund­li­che und so­zi­al­feind­lich her­ge­stell­te Pro­duk­te wie Han­dy, Ta­blet, Klei­dung, usw. ver­zich­ten bzw. sie weg­wer­fen sol­len.

    In wie weit ent­spre­chen die­se Ide­en der Wahr­heit?

  3. Lie­be Mit­strei­ter der Fri­days for Fu­ture Be­we­gung. Es freut mich per­sön­lich sehr, dass jun­ge Men­schen den Kli­ma­schutz sehr ernst neh­men und auch da­für auf die Stra­ße ge­hen. Ich bin auch mitt­ler­wei­le sehr be­ein­druckt von Eu­rer wirk­lich pro­fes­sio­nel­len Or­ga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung. Wirk­lich be­ach­tens­wert wie Ihr Euch in so kur­zer Zeit so gut auf­stel­len und ver­net­zen konn­tet. Bit­te bleibt dran, un­se­re (mei­ne) Ge­nera­ti­on braucht kon­se­quen­ten Druck da­mit was pas­siert. Die­ser Druck kann nur von Euch kom­men, bit­te wei­ter so.

    Ich ha­be al­ler­dings auch ei­ne Fra­ge die mich be­schäf­tigt und die ich bis jetzt noch nicht wirk­lich be­ant­wor­ten konn­te. Kli­ma­schutz hat auch sehr viel mit Tier­wohl und Er­näh­rungs­ver­hal­ten zu tun, d.h. der Fleisch­kon­sum muss dras­tisch nach un­ten ge­hen. Jetzt ist ja ge­ra­de Eu­re Ge­nera­ti­on auch sehr stark mit bspw. Fast Food Re­stau­rants wie Mc Do­nalds, Bur­ger King etc. ver­bun­den. Wie wollt Ihr es schaf­fen deut­lich we­ni­ger Fleisch zu kon­su­mie­ren und da­für mehr ve­ge­ta­risch und noch bes­ser ve­gan zu le­ben? Ich bin mitt­ler­wei­le seit über 20 Jah­ren Ve­ga­ner und ver­mis­se wirk­lich nichts. Mitt­ler­wei­le gibt es sehr vie­le gu­te Pro­duk­te die auch wür­zig und knusp­rig zu­be­rei­tet wer­den kön­nen. Wie steht Ihr zu die­sem The­ma? Wenn Ihr das schafft auch in Eu­rem perön­li­chen Be­reich deut­lich we­ni­ger Fleisch zu kon­su­mie­ren, dann ist Eu­re Be­we­gung nicht mehr zu stop­pen, denn dann seid Ihr noch glaub­wür­di­ger als bis­her und wer­det im­mer mehr Zu­spruch fin­den. Denkt Ihr ihr wür­det so­gar be­reit sein bspw. statt ei­nem Dö­ner oder ei­nen Fleisch­bur­ger auch ei­nen Ve­g­gie-Bur­ger zu es­sen und auf Fleisch so weit wie mög­lich zu ver­zich­ten? Die Na­tur und die vie­len vie­len Nutz­tie­re auf die­ser Welt wür­den es Euch dan­ken. Ich freue mich auf Eu­re Ant­wort, Grü­ße Hu­bert Vogl

    1. Hal­lo Herr Vogl,
      mich ver­wun­dern die Ver­all­ge­mei­ne­run­gen in Ih­rem Text. Wo­her wis­sen Sie denn,dass die Ak­ti­ven bei FfF dau­ernd Fleisch es­sen? Al­so ich ha­be bis­her kei­nen ein­zi­gen „Voll­zeit-Fleisch­fres­ser“ (je­den Tag Fleisch und Wurst und Kä­se und Ei­er) dort ken­nen­ge­lernt. Ich ge­hö­re zur Ge­nera­ti­on 50plus, die wei­ter­hin ei­ne Pro-Fleisch-Po­li­tik pro­pa­giert. Sel­ber es­se ich seit über 30 Jah­ren kein Fleisch/Ei/Fisch mehr, le­be al­ler­dings der­zeit lei­der nicht vegan(keine brauch­ba­ren, zer­ti­fi­zier­ten Ar­beits-Si­cher­heits­schu­he oh­ne Le­der, sel­ten kommt Kä­se auf den Tisch).
      Ver­schie­de­ne Fast Food- Ket­ten bie­ten mitt­ler­wei­le ve­ga­ne Bur­ger, Sub´s etc. an, da ist auch le­cke­res da­bei, wenn mensch un­ter­wegs ist und der Ma­gen knurrt. Ob die al­ler­dings bio und fair tra­de sind, weiss ich nicht.
      Ich hof­fe, Sie sind als Ve­ga­ner auch ge­gen Mas­sen­tier­hal­tung ak­tiv, denn die Ver­hin­de­rung von Mas­sen­tier­hal­tung trägt mit da­zu bei, we­ni­ger Kli­ma­ga­se zu pro­du­zie­ren.
      Ich fin­de, wir „Erwachsenen“(schöne Ver­all­ge­mei­ne­rung) soll­ten un­se­re „Haus­auf­ga­ben“ ma­chen, un­se­ren Le­bens­wan­del so ge­stal­ten, dass wir Vor­bild für jun­ge Men­schen sind. Wir soll­ten kei­nen Maß­nah­men­ka­ta­log für Kli­ma­schüt­ze­rIn­nen auf­stel­len, bei des­sen Ein­hal­tung die­se dann als „glaub­wür­di­ger“ dar­ste­hen. Glaub­wür­dig wird wir „Er­wach­se­nen“ auf je­den Fall nicht.
      Herz­li­che Grü­ße
      Jo Bertram

      1. Hal­lo Herr Bertram es liegt mir fern die Ak­ti­ven bei FfF als Voll­zeit-Fleisch­fres­ser zu be­ur­tei­len oder ei­nen Maß­nah­men­ka­ta­log auf­zu­stel­len. Ganz im Ge­gen­teil, ich ken­ne vie­le jun­ge Leu­te, die sich mitt­ler­wei­le im­mer mehr vom Fleisch­kon­sum di­stan­zie­ren und das freut mich. Ich se­he aber auch die Schwie­rig­kei­ten in der heu­ti­gen Zeit sich ge­gen die all­ge­gen­wär­ti­gen Fleisch­an­ge­bo­te zur Wehr zu set­zen. Ge­ra­de die Fast Food Ket­ten (aber nicht nur !) ha­ben zwar mitt­ler­wei­le auch fleisch­lo­se Bur­ger, aber das An­ge­bot ist im Ver­gleich zu den ge­wohn­ten Fleisch­bur­gern der­art ge­ring und mo­no­ton, dass es lei­der oft nicht wirk­lich wahr­ge­nom­men wird.

        Glaub­wür­dig heißt für mich, dass ich ver­su­che so zu le­ben wie ich es von an­de­ren er­war­te. Das ge­lingt zwar lei­der nicht im­mer und schon gar nicht zu 100%, aber Kli­ma­schutz und Re­spekt­vol­ler Um­gang mit Mensch, Tier und Um­welt ge­hört mei­ner Mei­nung nach zu­sam­men. Und ich wün­sche FfF dass Sie Er­folg ha­ben und es da­durch auch den Tie­ren in un­se­rer kom­mer­zi­el­len Welt bald bes­ser geht. Und da­zu ge­hört erst­mal we­ni­ger Fleisch zu es­sen und gleich­zeit die Hal­tungs­be­din­gun­gen deut­lich zu ver­bes­sern, wie ge­sagt „Re­spekt­vol­ler Um­gang“ mit­ein­an­der. Mas­sen­tier­hal­tung, Tier­trans­por­te und Schlacht­hö­fe sind grau­sa­me Ein­rich­tun­gen und sind ei­ne we­sent­li­che Ur­sa­che für vie­le wei­ter­ge­hen­de Pro­ble­me. Un­se­re 50* Ge­nera­ti­on hat hier bis da­to kei­ne Kehrt­wen­de ge­schafft. Ich hof­fe und bin mir mitt­ler­wei­le si­cher, dass FfF hier mehr Er­folg ha­ben wird. Herz­li­che Grü­ße H.V.

    2. Ich selbst bin seit 20 Jah­ren Ve­ge­ta­rie­rin. kann über al­le Fleisch­skan­da­le und Mas­sen­tier­hal­tungs-Ne­ben­wir­kun­gen nur re­si­gniert-trau­rig lä­cheln.
      Bei uns in Deutsch­land darf man nichts vor­schrei­ben, Ein­sicht, Klug­heit und frei­er Wil­le schaf­fen das schon…
      Doch die Wer­bung, der in­ne­re „Schwein­hund“, das Ver­hal­ten der Grup­pe be­ein­flus­sen uns viel mehr, gu­te Vor­sät­ze, sagt schon das Sprich­wort, füh­ren in die Höl­le!
      Un­se­re gan­ze Le­bens­wei­se ist über­wie­gend aufr Kon­sum aus­ge­rich­tet – schließ­lich muss das Brut­to­so­zi­al­pro­duckt stei­gen, das Wachs­tum der Wirt­schaft ist obers­ter Maß­stab.
      Selbst wenn das meist auf Kos­ten der Ärms­ten geschieht(Kleidungsindustrie, Schuh­in­dus­trie, bil­li­ge Tech­nik al­les aus Asi­en…), Kin­der­skla­ven bei der Ka­kao­ern­te un­se­ren Scho­ko-Kon­sum er­mögll­chen!
      Die Grup­pe der Ju­gend­li­chen muss an­de­re Maß­stä­be set­zen, Wich­ti­ge Life­sty­lever­än­de­run­gen mo­dern ma­chen! Es muss cool wer­den, um­welt­be­wußt zu le­ben!!!!

  4. Macht wei­ter, for­dert laut, aber ver­fallt nicht in Wut und Hass.
    Seid ra­di­kal, und be­wahrt eu­re Lie­be und Ver­bun­den­heit.
    Seid laut, lau­ter, ver­gesst die Freu­de nicht. Seid wü­tend, aber in Re­spekt und Wür­di­gung. Seid mu­tig, kraft­voll und aus­dau­ernd-und sprecht aus eu­ren Her­zen, nicht aus Über­heb­lich­keit. Bleibt aus­dau­ernd, bleibt bei al­lem in Ver­bun­den­heit. Ver­fallt nicht in Grup­pe­rausch, geht auch im­mer wie­der in die Stil­le, in eu­er Herz und prüft, ob al­les noch „rich­tig“ läuft.
    Ol­ga

  5. Ich ha­be eben „Schrö­der & Stein­brück“ ge­se­hen („Sa­ti­re­show“ ei­nes Ka­ba­ret­tis­ten und ei­nes ehe­ma­li­gen SPD-Kanz­ler­kan­di­da­ten). Nicht dass Stein­brück per se un­klug oder von schlech­tem Cha­rak­ter ge­prägt wä­re, und ich schät­ze sein Fest­hal­ten dar­an, dass man in ei­ner De­mo­kra­tie sach­be­zo­gen und da­bei nicht un­emo­tio­nal mit­ein­an­der zu re­den hat, egal wie kon­trär die An­sich­ten sind.

    Was er al­ler­dings zum The­ma „Re­gel­ver­stoß“ im Zu­sam­men­hang mit den Frei­tags­de­mos ge­sagt hat, er­staunt mich wirk­lich sehr. Er hat of­fen­bar nicht ver­stan­den, um wel­ches fun­da­men­ta­le Gut es Euch, mir, uns … geht, wie sehr es die gan­ze Mensch­heit an­geht und wie drin­gend sträf­li­che Ver­säum­nis­se der Ver­gan­gen­heit nun­mehr den Hand­lungs­be­darf ma­chen. Dann auch noch ein über­aus un­glück­li­cher Ver­gleich mit „An­lie­gen von ganz rechts“ – wo­bei er aber of­fen­bar schnell ver­stan­den hat, wie un­pas­send das war.

    Car­la R., Lui­sa N., Lu­kas M. und vie­len an­de­ren bin ich für ih­re tol­len Auf­trit­te in den Me­di­en und auf De­mos sehr dank­bar. Eben­so den vie­len 1.000 und (welt­weit) 1.000.000 an­de­ren, die auf sehr sym­pa­thi­sche Wei­se nicht lo­cker las­sen, bis sich end­lich We­sent­li­ches be­wegt. Ich zie­he kei­ne Se­kun­de in Zwei­fel, dass Ihr dies für die Ge­mein­schaft tut. Ganz herz­li­chen Dank für Eu­er vor­bild­li­ches En­ga­ge­ment, das Euch un­ter an­de­rem sehr viel Zeit kos­tet!

    Wer im­mer noch meint, „Schul­schwän­zen“ in den Fo­kus rü­cken zu müs­sen, tut mir auf­rich­tig leid! Ganz ab­ge­se­hen da­von: Jahr­zehn­te­lang hat man den Ver­fall von Schu­len, ent­setz­lich ver­kom­me­ne Schul­toi­let­ten, mas­si­ven Un­ter­richts­aus­fall … er­lebt. Wel­cher von den er­ho­be­nen Zei­ge­fin­gern war ei­gent­lich in die­sem Zu­sam­men­hang zu se­hen, ab­seits von schö­nen Wahl­re­den?

  6. Hal­lo FfF,

    die ver­link­te Ill­ner-Talk­show mit Car­la Re­emts­ma ge­se­hen und ge­hört. Und ich glau­be, dass Not­wen­dig­keit und Dring­lich­keit ei­nes grund­sätz­li­chen Wan­dels bei al­len Teil­neh­mern und wohl vie­len Zu­schau­ern an­ge­kom­men ist (wenn auch aus ver­schie­de­nen Blick­win­keln, Grün­den und so­mit un­ter­schied­li­chen Wir­kun­gen).

    WICHTIG fin­de ich ei­nen bei Ill­ner ge­fal­le­nen Satz. Sinn­ge­mäß: Das The­ma Kli­ma­wan­del und da­mit ein­her­ge­hen­de Fol­gen wird von den FfF-Kids nicht nur frei­tags auf der Stra­ße, son­dern täg­lich auch in der Fa­mi­lie – mit Ma­ma und Pa­pa, Opa und Oma … – dis­ku­tiert.

    Wich­tig ist die­ser Satz, weil er hof­fen lässt: Die not­wen­di­ge Neu­aus­rich­tung er­hält durch Eu­re Ar­beit ei­ne Chan­ce auf Mach­bar­keit des schwe­ren Wegs weg vom Wirt­schafts­wachs­tums­zwang hin zu Le­bens­qua­li­tät, die oh­ne Na­tur un­mög­lich ist.

    Ich, 64 Jah­re alt, weiß, dass wir Euch, den heu­te jun­gen Men­schen, viel Na­tur und da­mit Le­bens­qua­li­tät „ge­klaut“ d.h. ver­kauft ha­ben. Zwar habt Ihr heu­te un­end­lich viel mehr prak­ti­sche Weg­werf-Kunst­stof­fe als wir vor 50 Jah­ren. Doch feh­len Euch z.B. die Wie­sen mit Cham­pi­gnons, Wild­blu­men und tan­zen­den Schmet­ter­lin­gen und die Wäl­der mit duf­ten­den März­en­be­cher- und Bär­lauch-Tep­pi­chen, Schwam­merln und fas­zi­nie­ren­den Amei­sen­bur­gen. (Und: Da­mals gab es auch noch Omis mit Kräu­ter­gar­ten, Omis, die na­tür­lich in fast al­len Le­bens­la­gen Hil­fe bo­ten, kos­ten- und schmerz­los. ;-))

    Ich hof­fe, dass Ihr es schafft, al­le El­tern und Groß­el­tern an all das zu er­in­nern, was sie selbst ganz selbst­ver­ständ­lich ge­nie­ßen konn­ten. All das, was Euch schon nicht mehr zur Ver­fü­gung steht. Und auch dar­an, dass der „Zwang“ zum an­hal­ten­den Wirt­schafts­wachs­tum zu ei­nem welt­wei­ten „to­ta­len Krieg“ füh­ren könn­te. Da­her: Lie­be WELTJUGEND: Bleibt mu­tig und macht wei­ter, ver­netzt Euch in­ter­na­tio­nal noch mehr, macht es bit­te bes­ser als ich und mei­ne und vor­her­ge­hen­de Ge­nera­tio­nen. Bit­te!

    Ich weiß, Ihr jun­gen Men­schen hat­tet bis­lang KEINE Chan­cen­gleich­heit im Ver­gleich mit mei­ner Ge­nera­ti­on in Deutsch­land. Ihr seid ak­tu­ell nur ei­ne (in­ter­na­tio­nal) in der Po­li­tik ver­nach­läs­sig­te Min­der­heit. Da­her müsst Ihr uns „Al­te“ zur Rück­be­sin­nung brin­gen. Um z.B. das Wahl­recht so zu än­dern, dass die Ju­gend, die na­tur­ge­mäß zig- statt nur noch we­ni­ge Jah­re Zu­kunft hat, das Recht er­hält, ih­re Zu­kunft maß­geb­lich we­nigs­tens MIT zu ge­stal­ten!

    Ich drü­cke die Dau­men da­für, dass Ihr Eu­re Zie­le er­reicht – welt­weit fair.

  7. Ich hal­te es ganz kurz und knapp- ge­re­det wur­de in den ver­gan­ge­nen 30 Jah­ren, mei­ner An­sicht nach, oh­ne­hin schon genug/zu viel.
    DANKE da­für, daß ihr auf die Stra­ße geht & nicht lo­cker läßt! Es hängt letzt­lich wirk­lich ALLES da­von ab, ob die Men­scv­heit willens/fähig ist auf Be­quem­lich­kei­ten zu ver­zich­ten & sich UND al­le An­de­ren zu ret­ten. Ich bin da nicht mehr son­der­lich op­ti­mis­tisch- aber Ihr ver­brei­tet Hoff­nung- bleibt dran!

  8. Das Bes­te ist, dass die gröss­ten po­li­ti­schen Versager_innen, die bis­her nur als die Speichellecker_innen der Ka­pi­tal-Lob­by in Er­schei­nung ge­tre­ten sind, jetzt auf ein­mal be­haup­ten, wie gross­ar­tig sie Eu­er En­ga­ge­ment fin­den!

  9. Lie­be neue Ge­nera­ti­on,
    ich fin­de, Ihr könnt UNS AL­ten ru­hig kon­se­quent auf­for­dern, un­se­ren öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck der letz­ten 40 Jah­re dras­tisch „aus­zu­glei­chen“, z.B. in­dem wir Auf­fors­tungs­pro­jek­te, die kon­kret und schnell hel­fen, CO2 zu bin­den, fi­nan­zi­ell und tat­kräf­tig unterstützen…eine rie­si­ge Aus­wahl er­folg­rei­cher In­itia­ti­ven könnt Ihr un­ter „plant​-for​-the​-pla​net​.org“ fin­den.

    Au­ßer­dem kön­nen wir auf Ur­laubs-Flug­rei­sen, in­ner­städ­ti­schen Au­to­ver­kehr und auch sons­ti­ge Hy­per­mo­bi­li­tät Euch zu­lie­be verzichten…wir ha­ben wirk­lich ge­nug ge­se­hen und kon­su­miert.

    Ich ste­he hin­ter Euch! Lie­be GRü­ße, Bir­git Wag­ner, 60 Jah­re

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