Of­fe­ner Brief an die Bun­des­re­gie­rung

von Fri­days For Fu­ture an die Mit­glie­der des „Kli­ma­ka­bi­netts” so­wie die Par­tei­spit­zen der Ko­ali­ti­ons­par­tei­en

Sehr ge­ehr­te Frau Mer­kel, Frau Schul­ze, Herr Alt­mai­er, Herr Scholz, Herr Scheu­er, Herr See­ho­fer, Frau Klöck­ner und sehr ge­ehr­te Par­tei­spit­zen von CDU, CSU und SPD.

Ih­re Ent­schei­dun­gen zum Kli­ma­schutz vom 20. Sep­tem­ber sind ei­ne po­li­ti­sche Bank­rott­erklä­rung. Wäh­rend zeit­gleich im Rah­men von #All­e­Fürs­Kli­ma rund 1,4 Mil­lio­nen Men­schen in ganz Deutsch­land auf der Stra­ße wa­ren, ha­ben Sie sich of­fi­zi­ell vom 1,5‑Grad-Ziel ver­ab­schie­det. Dies auch noch als Er­folg zu ver­kau­fen, ist ein Schlag ins Ge­sicht al­ler Demonstrant*innen für wirk­sa­men Kli­ma­schutz.

Weil Sie das Pa­ri­ser Kli­ma­ab­kom­men seit sei­nem In­kraft­tre­ten kon­se­quent igno­rie­ren, sa­hen sich be­reits in den ver­gan­ge­nen neun Mo­na­ten hun­dert­tau­sen­de jun­ge Men­schen da­zu ge­nö­tigt, durch das Be­strei­ken der Schu­le, Uni­ver­si­tät und Aus­bil­dung auf die Ver­feh­lun­gen Ih­rer Kli­ma­po­li­tik auf­merk­sam zu ma­chen.

Zwar be­haup­ten Sie in­zwi­schen, Fri­days For Fu­ture hät­te Sie auf­ge­rüt­telt – doch an­ge­sichts die­ses lä­cher­li­chen Maß­nah­men­pa­kets be­fin­den Sie sich of­fen­bar wei­ter­hin im po­li­ti­schen Tief­schlaf. Mit dem Eck­punk­te­pa­pier igno­rie­ren Sie nicht nur den Wunsch hun­dert­tau­sen­der jun­ger Men­schen nach ei­ner le­bens­wer­ten Zu­kunft, son­dern auch die Weck­ru­fe aus der Wis­sen­schaft und aus brei­ten Tei­len der Be­völ­ke­rung. 

Frau Mer­kel sagt:  „Po­li­tik ist die Kunst des Mög­li­chen” – aber wel­che Grün­de füh­ren Sie ei­gent­lich da­für an, dass kon­se­quen­ter Kli­ma­schutz in die­sem Land schein­bar nicht mög­lich ist? Nicht erst der ver­gan­ge­ne Frei­tag hat ge­zeigt, dass un­se­re Ge­sell­schaft beim Kli­ma­schutz deut­lich wei­ter ist als Ih­re Bun­des­re­gie­rung und be­reit ist, not­wen­di­ge Maß­nah­men zu tra­gen.

Die Mög­lich­kei­ten, die Schrit­te ein­zu­lei­ten, die zur dras­ti­schen Re­du­zie­rung von CO2 not­wen­dig sind, wa­ren nie grö­ßer als jetzt. Mit dem nun von Ih­nen ein­ge­leg­ten Schne­cken­tem­po du­cken Sie sich nicht nur vor ih­rer Ver­ant­wor­tung un­se­rem Land ge­gen­über weg, son­dern Sie igno­rie­ren auch wei­ter­hin Deutsch­lands in­ter­na­tio­na­le Ver­pflich­tun­gen. Auf­grund his­to­ri­scher Emis­sio­nen geht es hier­bei nicht nur um ei­ne Vor­rei­ter­rol­le, son­dern auch um Kli­ma­ge­rech­tig­keit. An der Mög­lich­keit, hier ein Zei­chen zu set­zen, sind Sie kläg­lich ge­schei­tert.

An­ge­sichts die­ser an­ge­kün­dig­ten Maß­nah­men se­hen wir die Hand­lungs­fä­hig­keit Ih­rer Bun­des­re­gie­rung beim Kli­ma­schutz nicht mehr ge­ge­ben. Vi­ze­kanz­ler Scholz mach­te im Vor­feld des 20. Sep­tem­bers klar:  „Wir brau­chen ei­nen gro­ßen Wurf in der Kli­ma­po­li­tik, wenn wir als Re­gie­rung wei­ter ei­ne Be­rech­ti­gung ha­ben wol­len, das Land zu füh­ren” (Spie­gel On­line, 02.09.2019). Von die­sem gro­ßen Wurf kann nun nicht im Ent­fern­tes­ten ge­spro­chen wer­den. Nicht nur wer­den wir mit den Maß­nah­men das 1,5‑Grad-Ziel klar ver­feh­len, son­dern so­gar die deut­lich zu nied­ri­gen Kli­ma­zie­le der Bun­des­re­gie­rung für 2030 nicht ein­hal­ten. Des­halb for­dern wir die Bun­des­re­gie­rung auf, das un­zu­rei­chen­de Kli­ma­pa­ket grund­le­gend  zu über­ar­bei­ten.

Die Kli­ma­be­we­gung ist so groß wie nie zu­vor und sie rückt durch den ver­gan­ge­nen his­to­ri­schen Streik­tag am 20. Sep­tem­ber – so­wohl durch Ih­re Ent­schei­dun­gen, als auch durch den von uns or­ga­ni­sier­ten Pro­test – nur noch stär­ker zu­sam­men. Wir strei­ken, bis Ihr han­delt! 

Fri­days for Fu­ture Deutsch­land: E‑Mail: presse@​fridaysforfuture.​de

48 Kommentare zu „Of­fe­ner Brief an die Bun­des­re­gie­rung

  1. Hal­lo, es wä­re für die wei­te­re po­li­ti­sche Ar­beit sehr hilf­reich, wenn ihr mal al­le Ein­zel­maß­nah­men zu Pa­pier brin­gen wür­det, die ihr kon­kret ein­for­dert. Nur zu sa­gen, dass al­les nicht aus­reicht, wirkt auf mich lang­sam un­glaub­wür­dig. Al­so, wel­che Vor­schlä­ge habt ihr in den Sek­to­ren Ver­kehr, Ge­bäu­de, In­dus­trie und Land­wirt­schaft? Wei­ter­hin wür­de ich mal ger­ne wis­sen, wie 40 Mio. Ben­zin-/Die­sel-Au­to­fah­rer und 20 Mio. Öl- und Gas-Hei­zungs­an­la­gen­be­trei­ber da­zu mo­ti­viert wer­den sol­len, ihr pri­va­tes Geld für ein CO2-frei­es Au­to und ei­ne CO2-freie Hei­zung auf den Tisch le­gen. Das sind zu­sam­men gut 50.000,- bis 60.000,- Eu­ro für je­den Fa­mi­li­en­haus­halt, so­fern das Geld über­haupt vor­han­den ist. Hin­zu kommt noch­mal die glei­che Sum­me für die Wär­me­däm­mung der Ge­bäu­de, denn auch re­ge­ne­ra­ti­ve En­er­gie muss ef­fi­zi­ent ein­ge­setzt wer­den. Vor­bild­lich und glaub­wür­dig wä­re es na­tür­lich, wenn al­le, die Frei­tags auf den Stra­ßen un­ter­wegs sind, be­reits in Null-En­er­gie-Häu­sern/­Woh­nun­gen woh­nen wür­den und die ge­sam­te Mo­bi­li­tät CO2-frei er­fol­gen wür­de. Das wä­re mal ein nach­hal­ti­ges und star­kes Zei­chen!

    Gruss
    An­dre­as

    1. Hal­lo,
      die ge­sam­te Ver­ant­wor­tung auf uns zu schie­ben ist ab­so­lut lä­cher­lich. Wir ha­ben mit den Sci­en­tists for Fu­ture kon­kre­te For­de­run­gen ge­schrie­ben, die Sci­en­tists auch ei­ge­ne für sich. Da wir ei­ne Be­we­gung sind und kei­ne Par­tei o.Ä. wol­len wir nur – wie der Na­me ver­rät – et­was be­we­gen. Die Wis­sen­schaft warnt seit Jahr­zehn­ten vor den Kli­ma­ka­ta­stro­phen und sagt schon von An­fang an, was ge­tan wer­den muss. Ein­fach mal bei Sci­en­tists for Fu­ture schlau ma­chen.

      Wir ha­ben seit mehr als ei­nem hal­ben Jahr un­se­re For­de­run­gen ver­öf­fent­licht – und sich dar­an ge­hal­ten wur­de nicht. Auch nicht die eu­ro­pa­wei­ten For­de­run­gen von SMILE (Sum­mer Mee­ting In Lau­sanne Eu­ro­pe).

      1. Hal­lo. Ich glau­be nicht, dass ir­gend­je­mand die Ver­ant­wor­tung auf ei­ne Be­we­gung schie­ben möch­te. Es fängt bei je­dem im Klei­nen an. Kau­fe ich mei­ne Wa­ren vor Ort, un­ter wel­chen Be­din­gun­gen und wie Um­welt­bes­wust sind mei­ne Kla­mot­ten her­ge­stellt wor­den? Was kon­su­mie­re ich und wie oft. Die meis­ten Men­schen kön­nen sich ein öko­lo­gi­sches, sau­be­res Le­ben gar nicht leis­ten, das ist die Rea­li­tät. Dass die Po­li­tik hier seit Jah­ren zu we­nig vor­an­ge­trie­ben hat ist nicht von der Hand zu­wei­sen, und nun das tol­le Kli­ma­pa­ket, für mich nur ein Pa­ket oh­ne Wir­kung für das Kli­ma. Hier wird den Men­schen nur das Geld aus den Ta­schen ge­zo­gen, wo­für wer­den die Steu­er­ein­nah­men ei­gent­lich ver­wen­det? Be­stimmmt nicht für das Kli­ma! Es trifft hier nur die, die jetzt schon zu­we­nig ha­ben. Die Fra­ge ist da­mit, wie so­zi­al muss Kli­ma­schutz sein, da­mit auch die Men­schen mit we­nig Geld die Chan­ge ha­ben da mit­zu­hal­ten? Die­je­ni­gen, die viel Geld be­sit­zen, in­ter­es­siert das eher we­ni­ger ob die Ton­ne CO2 10,00 oder 300,00 Eu­ro kos­tet. Al­so hier ist auch nicht nur die Po­li­tik ge­fragt, son­dern je­der von uns. Die die sich ein kli­ma­scho­nen­des Le­ben leis­ten kön­nen, soll­ten es schon im­mer so um­set­zen. Je­des Jahr ein neu­es Smart­pho­ne, Kla­mot­ten aus Fern­ost, die Ser­ver­far­men die­ser Welt mit je­dem Mist zum Rau­chen brin­gen nur für ein paar Li­ke und Co­ments usw. Ist das wirk­lich not­wen­dig? Ob­wohl Kli­ma­schutz nicht spass­be­reit sein soll­te.
        Auch die In­dus­trie hat hier ge­hö­rig ge­pennt, war­um auch et­was än­dern, es läuft doch noch und ver­kauft sich su­per. Ganz klar, es wird im­mer das pro­du­ziert was der End­ver­brau­cher kon­su­mie­ren möch­te.
        Die Gross­städ­te er­sti­cken im Ver­kehr, ei­ne mo­g­lich­keit wä­re, dass Un­ter­neh­men ih­rem Mit­ar­bei­tern Ho­me­of­fice er­mög­li­chen, da­zu muss na­tür­lich dass Un­ter­neh­men die Di­gi­ta­li­sie­rung vor­an­trei­ben, um sei­nen Mit­ar­bei­tern die­ses zu er­mög­li­chen. Das re­du­ziert er­heb­lich das Ver­kehrs­auf­kom­men und bringt wirk­lich et­was für die Um­welt, Bürger,Städte. In den Skan­di­na­vi­schen-Län­dern wird das schon seit Jah­ren um­ge­setzt und Funk­tio­niert. Ich den­ke den meis­ten in der Welt ist es ziem­lich egal, was mit der Er­de pas­siert. Es wird kon­su­miert was der Markt her­gibt. Es ist im­mer schwer, öko­lo­gisch zu kon­su­mie­ren, je­der der so kon­su­miert, stößt an sei­ne Gren­zen. Weil der Mas­sen­markt nicht Öko­lo­gisch ist. Al­so ist auch je­der bei der Fri­day for Fu­ture ein Vor­bild und soll­te sich auch oh­ne Kli­ma­schutz ab­kom­men Öko­lo­gisch ver­hal­ten, und dass auch Le­ben. Ich glau­be den meis­ten Men­schen ist gar nicht klar, was die Be­we­gung be­we­gen will, da nach aus­sen im­mer nur For­de­run­gen laut wer­den, aber wo sind die Lö­sun­gen, lie­be Han­na ich fin­de es et­was un­reif ein­fach zu sa­gen dass wur­de schon be­schrie­ben, ich konn­te im In­ter­net nichts da­zu fin­den, viel­leicht hängts du die Links ein­fach in dei­nen Kom­men­tar. Lg Knut

      2. Hal­lo Han­na,

        eu­re Ar­beit ist ab­so­lut rich­tig und wich­tig und oh­ne euch hät­te es wahr­schein­lich gar kein Kli­ma­schutz­pa­ket ge­ge­ben. Nur An­dre­as hat ei­nen Punkt, den ich tei­le. Ich ha­be lei­der noch kei­ne kei­ne kon­kre­ten For­de­run­gen ge­le­sen. For­de­run­gen ja, aber eher auf ei­ner Recht ho­hen Flug­hö­he /Abstraktionsebene.

        Ich ver­ste­he, dass ihr euch nicht an­greif­bar ma­chen wollt. Ich den­ke nur, zu sa­gen, die Po­li­tik wird es rich­ten, ist ri­si­ko­reich, denn die Po­li­ti­ker ha­ben nicht nur kei­nen Mut, son­dern auch oft kei­ne Ah­nung, wie sie es (kon­kret!) um­set­zen sol­len.

        Ihr re­det – wie vie­le an­de­re Kli­ma­be­we­gun­gen ak­tu­ell – sehr viel vom „Was“ (wol­len wir er­rei­chen), aber nicht vom „Wie“.

        Ich den­ke wie An­dre­as, dass es Zeit wird, dass ihr Stel­lung be­zieht und ei­nen kon­kre­ten Maß­nah­men­plan aus­ar­bei­ten, wenn es die Re­gie­rung (und an­de­re Par­tei­en) nicht hin­be­kom­men.

        Ei­ner muss der Be­völ­ke­rung sa­gen, wo es auch weg tun wird. Wenn ihr das nicht ma­chen wollt, wer macht es dann?

        Wei­ter­hin viel Kraft und Aus­dau­er für eu­ren wei­te­ren Druck!

        1. …und das for­dern Sie, von Kin­dern und Ju­gend­li­chen? Sor­ry, das geht nicht. Ak­ti­vis­mus ist oh­ne­hin sehr zeit­in­ten­siv – und von so jun­gen Men­schen zu er­war­ten, auf al­les Ant­wor­ten und Lö­sun­gen zu fin­den – was soll das? Wir ha­ben nicht um­sonst die Sci­en­tists for Fu­ture. Oder an­de­re Wissenschaftler*innen, die so lan­ge auf die­sen Au­gen­blick ge­war­tet ha­ben. Sie ha­ben die Lö­sun­gen. Wie sol­len wir es Bit­te­schön der Bun­des­re­gie­rung zei­gen, wie man die selbst ge­stell­ten Zie­le des Pa­ri­ser Kli­ma­schutz­ab­kom­mens zu er­rei­chen hat? Zu sa­gen, cool, dass ihr euch en­ga­giert, aber wenn ihr euch en­ga­giert, dann bit­te mit Lö­sun­gen und Ant­wor­ten auf al­les. Das ist voll­kom­men der fal­sche Weg. Und auf die Wis­sen­schaft wird nicht ge­hört, son­dern die Ver­ant­wor­tung der Kli­ma­kri­se auf die Ju­gend ge­scho­ben 🙂 Su­per.

          1. Lie­be Han­na,

            und wenn Du heu­te hörst, dass ei­ne füh­ren­de SPD-Po­li­ti­ke­rin ‚Ver­ständ­nis zeigt‘, wäh­rend gleich­zei­tig be­kannt wur­de, dass die Re­gie­rung ihr gro­tes­kes ‚Kli­ma­pa­ket‘ noch ein­mal re­du­ziert hat (!), fühlst Du Dich hof­fent­lich nicht to­tal ver­las­sen und ver­schau­kelt.

            Es sind sehr schwie­ri­ge Zei­ten, kei­ne Fra­ge, und manch­mal könn­te man echt an die De­cke ge­hen. Eu­er An­satz, deut­lich zu zei­gen, dass im­mer wie­der lee­re Ver­spre­chun­gen ge­macht und selbst dann nicht ein­ge­hal­ten wer­den, wenn fast al­le Staa­ten der Welt ei­ne kla­re Ver­ein­ba­rung un­ter­schrie­ben ha­ben, ist ge­nau der rich­ti­ge Weg!

            Ihr habt ei­ne groß­ar­ti­ge Ba­sis ge­schaf­fen, end­lich den Irr­weg der Mensch­heit zu be­en­den! Da­für ganz herz­li­chen Dank! Mehr kann wirk­lich kei­ner ernst­haft von Euch ver­lan­gen!

            Nun kommt es aber dar­auf an, die­se idea­le Vor­be­rei­tung zu nut­zen, ech­te, ehr­li­che, um­fas­sen­de Ver­brau­cher-In­for­ma­ti­on eben­so mög­lich zu ma­chen wie po­li­ti­schen Ein­fluss. Das von Euch ge­schaf­fe­ne Netz­werk hat die­ses Po­ten­zi­al und ist si­cher die letz­te Hoff­nung für uns al­le. Ich hof­fe sehr, dass es mit Hil­fe der Sci­en­tists und an­de­rer ge­lingt, das Steu­er rum­zu­rei­ßen.

            Der Weg da­hin führt mei­nes Er­ach­tens über ei­nen Kon­sum-Gui­de, Über­zeu­gung der Be­völ­ke­rungs­mehr­heit und das Er­rei­chen ei­ge­ner po­li­ti­scher Macht, die ge­gen Lob­by­is­mus im­mun ist. Mit den da­für ge­eig­ne­ten Leu­ten aus Eu­rer Mit­te und an Eu­rer Sei­te könnt Ihr die­ses Meis­ter­werk welt­weit hin­krie­gen! Nicht al­le müs­sen al­les kön­nen und ma­chen, aber als rie­sen­gro­ße Be­we­gung habt Ihr die Op­ti­on auf ei­ne Zei­ten­wen­de, wie es sie in der Mensch­heits­ge­schich­te noch nicht ge­ge­ben hat!

            Lasst Euch bit­te we­der be­ir­ren noch ent­mu­ti­gen!

            LG Ar­min

    2. Kon­kre­te Mass­nah­men? Kanns­te ha­ben: Sta­te of the Art im Au­to­mo­bil mit Ver­bren­nungs­mo­tor: https://​de​.wi​ki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​A​u​d​i​_​A​2​#​A​2​_​T​D​I​_3L und https://​de​.wi​ki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​V​W​_​L​u​p​o​#​L​u​p​o​_​3​L​_​TDI. Al­so un­se­re For­de­rung: Ein­stel­lung der Au­to­mo­bil­pro­duk­ti­on heu­te, Um­stel­lung der Pro­duk­ti­on auf 3 Li­ter Au­tos, kei­ne Neu­zu­las­sung für Au­tos, die mehr als 80g CO2 pro Ki­lo­me­ter aus­stos­sen.
      So­for­ti­ge Be­triebs­ein­stel­lung al­ler Koh­le­kraft­wer­ke – zu­erst Braun‑, dann Stein­koh­le – , de­ren Leis­tung von Gas­kraft­wer­ken auf­ge­bracht wer­den kann, und zwar im Eu­ro­päi­schen Rah­men, weil Braun­koh­le-bil­lig-Strom aus Deutsch­land zur Ab­schal­tung der Gas­kraft­wer­ke in Hol­land führt. Gas­kraft­wer­ke, be­dingt durch den Brenn­stoff, emit­tie­ren im Ver­gleich mit Koh­le­kraft­wer­ken sehr viel we­ni­ger CO2 pro KW er­zeug­ten Storm. Hier die In­fos: https://www.bundestag.de/blob/406432/c4cbd6c8c74ec40df8d9cda8fe2f7dbb/wd‑8–056-07-pdf-data.pdf
      Und hier die Links zu dem, was ver­nünf­tig ge­we­sen wä­re:
      Sta­te of the Art Kraft­werk: https://​de​.wi​ki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​H​e​i​z​k​r​a​f​t​w​e​r​k​_​B​e​r​l​i​n​-​M​i​tte.
      Zum Ver­gleich: https://​de​.wi​ki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​K​o​h​l​e​k​r​a​f​t​w​e​r​k​_​M​o​o​r​b​urg
      Heiz­kraft­werk Ber­lin Mit­te: Bau­jahr 1996, 90% Wir­kungs­grad
      Koh­le­kraft­werk Moor­burg: Bau­jahr 2015, 46,5% Wir­kungs­grad

      Das sind So­fort­mass­nah­men. Mit de­nen kön­nen wir heu­te be­gin­nen.

      Die Lis­te mit So­fort­mass­nah­men, mit de­ren Um­set­zung heu­te be­gon­nen wer­den könn­te, könn­te ich um vie­le wei­te­re Punk­te er­wei­tern. Was je­dem Men­schen mög­lich ist, der mit Kli­ma­schutz ernst ma­chen möch­te. Vor­aus­set­zung: klei­ne Kennt­nis­se in Tech­nik Ge­schich­te.

      Die Lö­sun­gen, die gibt es schon lan­ge, zum Teil so lan­ge, dass sie schon wie­der ver­ges­sen sind; so lan­ge schon, wie das Pro­blem be­kannt ist, das es zu lö­sen gilt. Dass die, die die so­ge­nann­te Ver­ant­wor­tung tra­gen, der Ver­ant­wor­tung, die sie tra­gen soll­ten, nicht ge­recht ge­wor­den sind, das ist das Pro­blem, das nicht ge­löst wor­den ist. Und jetzt bit­te von den Ak­ti­vis­ten von FFF for­dern, dass sie auch da­für Lö­sun­gen ha­ben müs­sen, wenn sie ernst ge­nom­men wer­den wol­len. Dan­ke.

    3. Die Re­gie­ren­den wer­den hoch ho­no­riert, eben­so die Be­ra­ter. Von FFF zu ver­lan­gen, dass sie Vor­schlä­ge ma­chen sol­len, das ist sehr zy­nisch.

      1. Ich ko­che auch schon vor Wut!
        FFF Hel­den auf’s Gas drü­cken! Wei­ter so. De­mo für ALLE, da­mit es rich­tig voll wird.
        Je­den Tag 24 h. Bei den Schlaf­müt­zen vor der Tür.

    4. Lie­ber An­dre­as,

      Fri­days for fu­ture ist ei­ne Be­we­gung von Schüler*innen. Von de­nen nun­zu for­dern, Lö­sun­gen zu for­mu­lie­ren, die Er­wach­se­ne mit Geld und Sach­ver­stand nicht brin­gen kön­nen ist eich­fach lä­cher­lich.
      Nur weil sie nicht die Lö­sung ha­ben, dür­den sie den­noch auf das Pro­blem hin­wei­sen und die Ver­ant­wort­li­chen er­mah­nen ih­re Ar­beit zu tun.

      1. Sie­he da­zu Les­sing: Ham­bur­gi­sche Dra­ma­tur­gie (vor 250 Jah­ren!):
        „Der Re­zen­sent braucht nicht bes­ser ma­chen zu kön­nen, was er ta­delt“ – dar­in ak­tu­ell brauch­ba­re For­mu­lie­run­gen, z. B. „Wir wer­den un­wil­lig, wenn wir fin­den, daß uns das, was uns so lan­ge ge­fal­len hat, nicht hät­te ge­fal­len sol­len.“ Oder: „Ma­che es bes­ser!“ ist nicht et­wa ernst ge­meint, son­dern nur ei­ne Aus­re­de, um Kri­tik an sich „ab­glit­schen zu las­sen.“

    5. Hal­lo An­dre­as, bit­te be­den­ke, dass es im­mer noch die Po­li­ti­ker und de­ren wis­sen­schaft­li­che Be­ra­ter sind, die als „Ex­per­ten“ wis­sen müss­ten, wie die ja schließ­lich von Ih­nen selbst for­mu­lier­ten Kli­ma­zie­le des Pa­ri­ser Ab­kom­mens ein­ge­hal­ten wer­den kön­nen. Von Schü­lern und/oder „nor­ma­len“ Bür­gern zu er­war­ten, dass die­se Ih­nen die Maß­nah­men vor­sa­gen wä­re ja so, als ob die Po­li­tik of­fen er­klä­ren wür­de, dass sie kei­ne Ah­nung hat und doch bit­te an­de­re ih­re Ar­beit ma­chen sol­len. Aber wenn das so wä­re, dann müss­te auch die Kon­se­quenz sein, dass man den Stuhl räumt und Platz macht für eben die­se An­de­ren. Aber das pas­siert na­tür­lich nicht. Du kannst si­cher sein: Mög­lich­kei­ten gibt es ge­nug und die­se sind durch­aus auch be­kannt. Schau dir ein­fach die Emp­feh­lun­gen von se­riö­sen Wis­sen­schaft­lern wie z.B. Pro­fes­sor Ha­rald Lesch an. De­ren Aus­füh­rung schei­tert im Mo­ment vor al­lem dar­an, dass un­se­re Po­li­tik von der In­dus­trie ab­hängt. Denn die­se zieht im Hin­ter­grund die Fä­den und geht nach dem Mot­to vor: be­vor ihr (die Po­li­ti­ker) was än­dert, wol­len wir (die In­dus­trie) zu­erst noch al­len er­denk­li­chen Pro­fit aus dem Sta­tus quo (sprich Koh­le, Öl, KFZ-Ver­bren­nungs­mo­to­ren etc.) her­aus­schla­gen. Al­so sor­gen de­ren Heer­scha­ren von Lob­by­is­ten da­für, dass die Po­li­ti­ker sich fü­gen und or­dent­lich auf die (Ver­än­de­rungs-) Brem­se tre­ten. Und du hast Recht: selbst­ver­ständ­lich müss­te es staat­li­che För­de­rung für das Um­rüs­ten bzw. die Neu­an­schaf­fung von CO2-frei­en KFZ, Hei­zun­gen etc. ge­ben. Auch das wä­re bei ent­spre­chen­dem po­li­ti­schem Wil­len und Durch­set­zungs­ver­mö­gen kein Pro­blem, wenn man an­stel­le von staat­li­cher För­de­rung für um­welt­schäd­li­che Pro­jek­te eben nur noch um­welt­freund­li­che för­dern wür­de. Das Geld wä­re vor­han­den.

    6. zum in­ter­view lui­se neu­bau­er heu­te plus mit han­na zim­mer­mann: der be­griff „ra­di­kal“ auf – an­bei ein zi­tat von han­nah arendt – viel­leicht hilft das zum bes­se­ren ver­ständ­nis.

      gruss her­by aus der schweiz am bo­den­see

      „Das Bö­se ist im­mer nur ex­trem, aber nie­mals ra­di­kal, es hat kei­ne Tie­fe, auch kei­ne Dä­mo­nie. Es kann die gan­ze Welt ver­wüs­ten, ge­ra­de weil es wie ein Pilz an der Ober­flä­che wei­ter­wu­chert. Tief aber und ra­di­kal ist im­mer nur das Gu­te.“ — Han­nah Arendt

      Re­fe­renz: https://​be​ruhm​te​-zi​ta​te​.de/​z​i​t​a​t​e​/​1​1​3​3​8​5​9​-​h​a​n​n​a​h​-​a​r​e​n​d​t​-​d​a​s​-​b​o​s​e​-​i​s​t​-​i​m​m​e​r​-​n​u​r​-​e​x​t​r​e​m​-​a​b​e​r​-​n​i​e​m​a​l​s​-​r​a​d​i​ka/

    7. Die Mo­ti­va­ti­on für je­den sein Geld in ein emis­si­onfreie­res Fahr­zeug und/oder Hei­zungs­an­la­ge zu in­ves­tie­ren heißt: Über­le­ben!

  2. An die Skep­ti­ker: Nicht FFF macht ‚un­nö­ti­gen‘ Druck, son­dern es sind phy­si­ka­li­sche Rea­li­tä­ten, die un­um­gäng­li­chen Druck er­zeu­gen! Fallt nicht auf Po­li­ti­ker her­ein, die Euch ein­re­den, al­les sei nicht so schlimm und man müs­se die Din­ge be­hut­sam an­ge­hen! Die La­ge ist er­wie­se­ner­ma­ßen bit­ter­ernst! Die Na­tur fragt nicht da­nach, wie wir das se­hen (wol­len)! Wenn es nicht ganz schnell ge­lingt, das Steu­er rum­zu­rei­ßen, mu­ten wir uns selbst, viel mehr aber noch un­se­ren Nach­kom­men, sehr sehr Schlim­mes zu! Was wir heu­te als ‚ra­di­ka­le Maß­nah­men‘ ein­ord­nen, ist ei­ne Klei­nig­keit ge­gen das, was kom­men wird, wenn wir uns an ih­nen vor­bei­mo­geln!

  3. Ich un­ter­schrei­be die­sen of­fe­nen Brief zu 100 Pro­zent. Als Künst­ler, der sich in sei­ner Ar­beit seit 1991 mit der Su­che nach Lö­sun­gen für die so­zia­len Aus­wir­kun­gen der Erd­über­hit­zung be­fasst und in zahl­rei­chen Ak­tio­nen und Pro­jek­ten auf Stra­ßen und öf­fent­li­chen Plät­zen schon früh auf die Fol­gen gren­zen­lo­sen Wachs­tums hin­ge­wie­sen hat, kann ich die Ver­trös­tun­gen und Be­schwich­ti­gun­gen zu­guns­ten ei­nes „wei­ter so“ nicht län­ger ak­zep­tie­ren. End­lich ge­hen Die­je­ni­gen, die am meis­ten die Fol­gen der Un­tä­tig­keit zu spü­ren be­kom­men wer­den, auf die Stra­ße und ma­chen Druck, für den un­se­re Re­prä­sen­tan­ten dank­bar sein soll­ten! Jetzt ha­ben die künf­ti­gen Op­fer al­le Rech­te, de­nen Ar­muts­zeug­nis­se aus­zu­stel­len, wel­che ih­re Zu­kunft se­hen­den Au­ges ver­spie­len und das noch als Er­folg ver­kau­fen wol­len. Nicht mit mir. Jetzt geht es dar­um, die Ge­stal­tung ei­ner kli­ma­ver­träg­li­chen Zu­kunft als kul­tu­rel­le Auf­ga­be an­zu­neh­men. Ich blei­be da­bei. Her­mann Jo­sef Hack, Grün­der GLOBAL BRAINSTORMING PROJECT

  4. Mir scheint, es wird er­staun­lich we­nig mit den mit Si­cher­heit zu er­war­ten­den Kos­ten ge­gen die Ver­zö­ge­rung ar­gu­men­tiert. In un­se­rer Ge­sell­schaft und Kul­tur ist das aber of­fen­sicht­lich die Ba­sis al­ler Er­wä­gun­gen, wie auch hier schon zu le­sen ist. Da­bei lie­fern die Ver­si­che­run­gen und an­de­re Wirt­schafts­be­rei­che mehr als ge­nug Da­ten. Da muss man sich doch gar nicht auf „omi­nö­se Wis­sen­schaft­ler“. Was wird es den Steu­er­zah­ler kos­ten? Was kos­tet es jetzt schon an Agrar‑, Forst- etc. Sub­ven­tio­nen, was an Ka­ta­stro­phen­schutz, Scha­dens­re­gu­lie­rung usw. Viel­leicht hel­fen ja nack­te Zah­len bzgl. des lie­ben Gel­des mehr als so abs­trak­te Din­ge wie Mas­sen­ster­ben, Mas­sen­ver­trei­bung, Le­bens­raum­ver­lust. Man muss prak­tisch den­ken…

  5. Brief Sehr gut – lei­der er­le­be ich in der Be­völ­ke­rung noch so viel Wi­der­stand uns Skep­sis ge­gen­über Fak­ten und das The­ma Um­welt­zer­stö­rung- das ist er­schre­ckend wie vie­le Men­schen und Po­li­ti­ker das The­ma nicht ernst neh­men und mehr an sich und den Kon­sum den­ken – das Ego bringt uns noch al­le um – die Men­schen die auf­ge­wacht sind, wol­len nicht we­gen den Idio­ten und Pro­fit­gei­ern vor die Hun­de ge­hen !!!

    1. Brief sehr gut – fin­de ich auch.

      Dem Kon­sum bin lei­der auch ver­fal­len. Ist wohl recht nor­mal. Ge­nau da­für brau­chen wir die Po­li­ti­ker, da­mit sie das re­geln und STEUERN.

      Vor­her brau­chen wir JETZT aber rich­ti­ge Ta­ten.

      Mir ge­fällt der Kli­ma­wan­del, die Um­welt­ver­schmuz­tung und… auch nicht.
      Nun sit­zen wir schon bis zum Hals in der Gül­le, da wä­re auf­ste­hen und ab­pum­pen gut.

  6. Wer das Kli­ma­pa­ket als „Bank­rott­erklä­rung“ ver­ur­teilt, hat nicht
    ver­stan­den und will nichts da­von wis­sen, wel­che ge­mei­ne Rä­son
    dies Pro­gramm lei­tet und muss sich die Fra­ge ge­fal­len las­sen, un­ter
    dem Si­gnum des Un­ge­nü­gen­dem des Kli­ma­pa­piers letzt­lich die Ge­mein­hei­ten
    des­sel­ben m i t z u t r a g e n, wel­che sich all­ge­mein wie folgt cha­rak­te-
    ri­sie­ren las­sen:

    So­wohl den amt­li­chen Kli­ma­ret­tern als auch ih­ren Kri­ti­kern, de­nen die kli­ma­po­li­ti­schen Maß­nah­men nicht weit ge­nug ge­hen, ist ge­mein­sam und
    da­mit als Skan­dal fest­zu­hal­ten, dass sie uni­so­no die Men­schen, ob Be­trof­fe­ne / Op­fer der ka­pi­ta­lis­tisch in­du­zier­ten Kli­ma­zer­stö­rung
    oder de­ren Be­trei­ber in Ge­stalt der Ver­ar­bei­ter fos­si­ler Brenn­stof­fe oder Hersteller/Verkäufer von mo­to­ri­sier­ten CO2-Schleu­dern oder an­de­rer mit fos­si­len Stof­fen be­trie­be­ner Ge­rät­schaf­ten wie Hei­zun­gen, als Kli­ma­schän­der in ei­ne Rei­he stel­len.
    Fällt nicht auf die Ge­mein­heit, aus­ge­rech­net die Op­fer der Kli­ma­schän­dung
    in Form von CO2-Prei­sen zah­len zu las­sen. Den Inhabern/Betreibern der CO2-Schleu­dern wer­den da­ge­gen neue ge­schäft­li­che Per­spek­ti­ven er­öff­net: mit
    E‑Autos, Elek­tro­hei­zun­gen usw., de­nen schon wie­der der nor­ma­le Ver­brau­cher
    die Geld­ta­schen füllt.
    Ins­ge­samt wird die Kli­ma­schutz­be­we­gung von ei­ner ver­kehr­ten und
    ver­harm­lo­sen­den Kri­tik ge­lei­tet: mit sol­chen All­ge­mein­plät­zen wie Ret­tung des Glo­bus und/oder der Mensch­heit, „un­se­rer Zu­kunft“ usw. wird voll­kom­men da­von
    ab­ge­se­hen, wie Um­welt­zer­stö­rung sys­te­ma­tisch der welt­um­span­nen­den
    markt­wirt­schaft­li­chen Wirt­schafts­wei­se in­hä­rent ist und kei­ne mo­ra­li­sche
    Fra­ge ver­ant­wor­tungs­lo­ser Un­ter­neh­mens- und Staats­po­li­tik ist.
    Es könn­te ei­nem auf­fal­len, wie die Staa­ten, die von den Pro­tes­tie­rern als An­sprech­part­ner gel­ten, ei­ni­ges an Li­zen­zen er­tei­len, in wel­chem Grad und Aus­maß Luft,Wasser, Le­bens­mit­tel bis hin zur At­mo­sphä­re ver­gif­tet wer­den dür­fen.
    Dar­aus wä­re der Schluss fäl­lig, dass die Po­li­tik un­ver­kenn­bar ei­ner Wirt­schafts­wei­se vor­steht, die we­gen der Be­nut­zung, Be­gut­ach­tung von al­lem und je­dem als Ge­schäfts­mit­tel sys­te­ma­tisch das her­bei­führt, was dann als schäd­li­che Wir­kun­gen aufs Kli­ma und an­de­rem be­klagt wird.

    Die staat­li­chen Ver­wal­ter wer­den ver­kehrt und ver­harm­lo­send als Ver­ant­wort­li­che für die un­ge­nieß­ba­ren Le­bens­um­stän­de in der bür­ger­li­chen Ge­sell­schaft an­ge­ru­fen, als wel­che, die sich Ver­säum­nis­se zu schul­den kom­men las­sen, wenn nicht end­lich Durch­grei­fen­des ge­gen Kli­ma­wan­del pas­sie­re – aus­ge­rech­net die­je­ni­gen wer­den in ei­ne Ver­ant­wor­tungs­ge­mein­schaft ein­ge­reiht, die erst­mal die Rui­nie­rung der Le­bens­be­din­gun­gen per glo­ba­ler Ge­schäf­te­ma­che­rei zu­las­sen und nicht im Ent­fern­tes­ten Kli­ma­ret­tung als Ziel und Zweck ih­rer Be­treu­ungs­leis­tun­gen für die ka­pi­ta­lis­ti­sche Wirt­schaft im Pro­gramm ha­ben.

    Kar­la Kri­ti­kus, Au­torin

    1. Hal­lo Frau Kri­ti­kus,
      Fra­ge: was tun Sie ge­gen die E‑Autos,die da von VW und den GRÜNEN be­ju­belt wer­den?
      Ha­ben Sie mal an VW ge­schrie­ben ob die­ser un­säg­li­chen Pro­dukt­po­litk?
      Ar­ti­kel und Brie­fe an die Er­wähn­ten kön­nen Sie vom Un­ter­zeich­ner fin­den auf: “pdfins­in­ter­net“ un­ter den Ru­bri­ken: All­ge­mein – Tech­nik – Po­li­tik
      Der Un­ter­zeich­ner hat ei­nen Au­to­auf­kle­ber kon­zi­piert und bei ebay Klein­an­zei­gen ein­ge­stellt. Text: Kli­ma­wan­del-ja, oh weh – aber bit­te oh­ne E‑VW.
      Viel Spaß beim Stö­bern! MfG

  7. Pein­lich: hoch­be­zahl­te Po­li­ti­ker mit Ex­per­ten an ih­rer Sei­te, wol­len von den „Kid’s“ wis­sen, was sie tun sol­len? (Ob­wohl sie und die Wis­sen­schaft­ler es im­mer­zu sa­gen)
    Ver­schie­ben und Mit­te No­vem­ber dar­über re­den … – kei­ne Zeit mehr!!!

    Zur Not: Flug­ver­kehr so­fort stop­pen, Au­to­pro­duk­ti­on … stop­pen, Flei­schim­por­te be­en­den, letz­tes Fleisch aus Mas­sen­tier­hal­tung auf­es­sen und nichts neu­es mehr pro­du­zie­ren …

    - dann (!) kön­nen wir dar­über re­den, wie es noch wei­ter geht!

    Wo­zu sind die­se Po­li­ti­ker da, wenn sie nichts tun (au­ßer viel Geld von ehr­li­chen Steu­er­zah­lern zu kas­sie­ren und zu ver­schwen­den) ?

    1. Das sind die rich­ti­gen Wor­te. Die Re­gie­rung soll­te die­se Wor­te in den Mund neh­men. Es wird be­stimmt hel­fen von of­fi­zi­el­ler Sei­te zu er­klä­ren wie Ernst die La­ge wirk­lich ist. Wenn die Men­schen von der Re­gie­rung auf­ge­klärt wer­den, wer­den sie auch die not­wen­di­gen Maß­nah­men ver­ste­hen.

  8. Der Ruf nach kon­kre­ten Vor­schlä­gen ist be­rech­tigt. Mei­ne kon­kre­ten Vor­schlä­ge für den Sek­tor „Ge­bäu­de“, des­sen Be­hei­zung bzw. Kli­ma­ti­sie­rung im­mer­hin knapp ein Drit­tel der deut­schen CO2-Emis­sio­nen ver­ur­sacht, sind:
    (1) im ge­plan­ten Ge­bäu­de­En­er­gie­Ge­setz, das die En­er­gie­ein­spar­ver­ord­nung ab­lö­sen soll, für al­le be­heiz­ten Neu­bau­ten ei­nen Min­dest­wär­me­schutz auf Ni­veau des be­währ­ten Pas­siv­hau­ses ein­zu­füh­ren. Kon­kret: U‑Wert (=Wär­me­durch­gang) von Dä­chern max. 0,12 W/m²K, für Au­ßen­wän­de max. 0,15 W/m²K, für Fens­ter max 0,80 W/m²K und für erd­be­rühr­te Bau­tei­le max 0,20 W/m²K.
    (2) Den Be­stands­schutz für schlecht ge­dämm­te Alt­bau­ten auf­he­ben und ei­ne wä­me­tech­ni­sche Nach­rüs­tung auf an­ge­mes­se­nes Ni­veau mit 5–15 Jah­ren Über­gangs­frist ver­lan­gen. Da­bei soll­ten die Bau­teil­an­for­de­run­gen zu­grun­de ge­legt wer­den, die im be­währ­ten KfW-För­der­pro­gramm „En­er­gie­ef­fi­zi­ent Sa­nie­ren“ be­reits seit Jah­ren an­ge­wandt wer­den.
    (3) Ge­setz­lich un­miss­ver­ständ­lich re­geln, wel­che Kos­ten­an­tei­le en­er­ge­ti­scher Sa­nie­run­gen in Miet­häu­sern als „Wohn­wert­stei­ge­rung“ (=auf Mie­te um­leg­bar) und wel­che an­de­ren als „In­stand­hal­tung“ (= nicht um­leg­bar) zu­zu­ord­nen sind; sonst gibt es end­lo­se Rechts­strei­te. Al­ter­na­tiv ver­ein­facht „Warm­mie­ten-Neu­tra­li­tät“ zu­si­chern, d.h., dass die Er­hö­hung der Kalt­mie­te durch den Rück­gang der Heiz­kos­ten kom­pen­siert wird.
    (4) Auf je­dem Neu­bau und in je­dem Alt­bau (mit Über­gangs­frist) die In­stal­la­ti­on von ther­mi­schen So­lar­an­la­gen für die Warm­was­ser­ver­sor­gung und von PV-An­la­gen in sinn­vol­ler Di­men­sio­nie­rung ver­lan­gen. Dies wä­ren ca. 1 kW(el) PV-Leis­tung und 1,25 m² Kol­lek­tor pro Kopf. Da­mit kann der Kohlestrom‑, Gas- und Öl­ver­brauch er­heb­lich re­du­ziert wer­den. In Ge­bie­ten mit sehr sau­be­re­re Fern­wär­me kann auf therm­si­che So­lar­an­la­gen evrzich­tet wer­den.
    (5) Lüf­tungs­an­la­gen mit Wär­me­rück­ge­win­nung zur Grund­lüf­tung in je­dem Neu­bau ver­lan­gen. Luft­hy­gie­ne ist in im­mer dich­ter wer­den­den Häu­sern an­des nicht ein­zu­hal­ten, da wir we­der CO2 noch Feuch­te noch vie­le Wohn­gif­te rie­chen kön­nen. Auch Alt­bau­ten soll­ten min­des­tens ei­ne Dunst­ab­zugs­hau­be und ei­nen au­to­ma­ti­schen Ab­luft­ven­ti­la­tor im Bad oder ver­gleich­ba­re Sys­te­me er­hal­ten, um die Feuch­te si­cher ab­zu­füh­ren. Schim­mel ist in vie­len al­ten Hä­su­ern ein ech­tes Pro­blem; es re­det nur nie­mand ger­ne dar­über.
    (6) Die Be­lie­fe­rung al­ler Haus­hal­te in Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern durch ei­ge­ne ge­mein­sa­me PV-An­la­gen ju­ris­tisch ent­kom­pli­zie­ren. Die PV-„Stromkostenabrechnung“ muss so ein­fach wer­den wie die heu­ti­ge „Heiz­kos­ten­ab­rech­nung“ oh­ne Ein­be­zie­hung von Fi­nanz­amt, Ge­wer­be­amt, Aus­gleichs­zah­lun­gen an Netz­be­trei­ber und oh­ne Ge­winn­mar­ge für den Haus­be­sit­zer.

    Das Ge­jam­mer über dann zu ho­he Bau­kos­ten oder Mie­ten ist m.E. un­zu­tref­fend. Die Wär­me­wen­de auf die­sem Ni­veau dürf­ted bil­li­ger sein als die Ver­kehrs­wen­de und mehr Ak­zep­tanz schaf­fen als die Ur­laubs-Wen­de, denn sie schafft ne­ben­her mehr Kom­fort. Über­höh­te Mie­ten in Bal­lungs­ge­bie­ten re­sul­tie­ren we­sent­lich aus über­höh­ten Ge­win­nen, weil der „Woh­nungs­markt“ nicht funk­tio­niert. Im Miet­preis­recht plä­die­re ich da­her für ei­ne Ge­winn­be­gren­zung. Die Miet­ober­gren­ze soll sich nur an den tat­säch­li­chen Kos­ten zzgl. an­ge­mes­se­ner (=be­grenz­tem, ge­setz­lich ge­re­gel­tem) Ge­winn ori­en­tie­ren. Die­ser ist pro Miet­ob­jekt nach­zu­wei­sen und of­fen zu le­gen. Was vie­le Mie­ter nicht wis­sen: Ge­win­ne aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung wer­den heu­te vom Fi­nanz­amt be­reits de­tail­iert für die Ein­kom­mens­steu­er der Ver­mie­ter er­mit­telt. Die Da­ten lie­gen al­so weit­ge­hend vor. An ih­nen kann sich ei­ne Miet­preis-Be­gren­zung viel sinn­vol­ler ori­en­tie­ren, als an ir­gend­wel­chen „De­ckeln“.

    Klaus Mi­cha­el, En­er­gie­be­ra­ter

  9. Hal­lo, mich är­gert im­mer sehr wenn von den jun­gen Men­schen ge­for­dert wird zu sa­gen was ge­nau zu ge­sche­hen hat. Ihr seid die­je­ni­gen die sa­gen dass ge­han­delt wer­den muss und die Wis­sen­schaft­le­rIn­nen sa­gen was zu ge­sche­hen hat. Al­les ist be­kannt – kaum et­was wird ge­tan. Lasst euch nicht un­ter Druck set­zen gleich­zei­tig For­de­rer und Wis­sen­schaft­ler zu sein, das ist ab­surd.
    Ich möch­te noch auf ein Ziel hin­wei­sen, das mir am lo­gischs­ten er­scheint und von dem ich sel­ten hö­re. Wie wär es wenn der Welt-Res­sour­cen-Er­schöp­fungs­tag als Maß­stab ge­nom­men wür­de? ! Und zwar ver­bind­lich für je­den Erdteil/Land/Bundesland/Gemeinde/Dorf/Haus. Die­se For­de­rung fin­de ich na­he­lie­gend und um­setz­bar. Es müss­te auf je­der Ebe­ne ge­schaut wer­den wie das Ziel er­reicht wer­den kann und dies dann um­ge­setzt. Es wür­de dann das Pro­blem in das Klei­ne her­un­ter ge­bro­chen wo es mei­ner Mei­nung nach hin­ge­hört!
    Schö­nen Gruß, An­ja

    1. Hal­lo,
      vie­len Dank für die­sen Kom­men­tar. Viel­leicht wä­re ei­ne Grup­pie­rung (Par­ents for Fu­ture, En­tre­pre­neurs for Fu­ture…) von uns oder an­de­ren NGOs oder Ver­bän­den hilf­reich 🙂 Ich den­ke, dort könn­ten die Ak­tio­nen be­stimmt gut und zu­dem auch lo­kal um­ge­setzt wer­den.

  10. Ich wür­de in der Anrede,alle mit einbeziehen,auch die AfD,die so­gar behauptet,es wür­de schon zu­viel für den Kli­ma­schutz getan.hierbei han­delt es sich um kom­plet­tes Ver­sa­gen auf der ge­sam­ten po­li­ti­schen plattform.klimaschutz kann mei­nes Er­ach­tens nicht dis­ku­tiert wer​den​.es gibt hier kei­ne Kom­pro­mis­se. Hier ist so­for­ti­ges Han­deln an­ge­sagt und zwar nach den Vor­ga­ben der Wis­sen­schaft.

  11. lie­be fu­tu­ris­tin­nen und fu­tu­ris­ten,
    hier gibts kon­kre­te an­re­gun­gen für kli­ma­ge­rech­te po­li­tik:
    > neu­es­ter be­richt an den club of ro­me, ernst von weiz­sä­cker u.a.
    > welt­nach­hal­tig­keits­be­richt
    > pu­bli­ka­tio­nen im ÖKOM-ver­lag
    UND: wie wär’s mal mit ei­nem pro­jekt FFF-Öko­sied­lung: in­te­gra­ti­on woh­nen, ar­bei­ten, freizeit/schwerpunkt kli­ma­ge­rech­tes ler­nen und le­ben?
    ge­för­dert durch kom­mu­ne, land, bund + EU?!!

  12. Für mein Kind wird es selbst­ver­ständ­lich sein sei­ne Er­de zu schüt­zen. Aber es soll nicht nur selbst­ver­ständ­lich für ihn weil wir es ihm vor­le­ben. Es soll über­all se­hen, dass der Schutz un­se­rer Er­de so wich­tig ist wie das At­men. Wir strei­ken bis ihr han­delt!

  13. Sehr tref­fend for­mu­liert. An den rich­ti­gen Stel­len ge­nau auf den Punkt.
    Ich muss sa­gen ich er­war­te von un­se­rer Re­gie­rung, dem Wis­sen­schaft­li­chen Back­ground und den vor­han­de­nen fi­nan­zi­el­len Mit­teln schon ein biss­chen mehr Ein­satz, Mut und Ri­si­ko­be­reit­schaft.
    Zeigt doch mal den an­de­ren Län­dern, dass Deutsch­land ei­ne füh­ren­de Na­ti­on ist. Ei­ne Na­ti­on die an­packt und nicht rum­jam­mert und sich von ver­meind­li­chen Zwän­gen un­ter Druck set­zen lässt.

  14. An al­le hier die mei­nen mit Han­na so rü­pel­haft um­ge­hen zu müs­sen. Wo wart ihr in die­sen al­ter? was habt ihr fürs Kli­ma ge­tan? oder habt ihr doch nur eu­rer Pu­ber­tät ge­fröhnt! Al­so mal ei­nen gro­ßen Schritt zu­rück und Hirn ein­schal­ten! Die­se ’neue‘ Ge­nera­ti­on tut ent­lich was, und euch fällt nur Nör­geln ein, rüt­teln die viel­leicht an eu­rem schlech­ten Ge­wis­sen? an­ders kann ich mir sol­che Aus­set­zer nicht er­klä­ren!

    Aber jetzt mal was kon­struk­ti­ves.
    Jungs und Mä­dels.
    Ihr soll­tet euch Ge­wahr wer­den (schö­ner al­ter Aus­druck für Ver­ge­gen­wär­ti­gen) daß ihr nicht ge­gen die Po­li­tik son­dern ge­gen die ganz gro­ßen, ex­trem mäch­ti­gen Un­ter­neh­men kämpft. RWE, Phar­ma, BASF, Bay­er, EON, Vat­ten­fall, EnBW, EWE, Mas­sen­tier­hal­ter, Au­to­kon­zer­ne usw, die al­le mit ih­ren mäch­ti­gen Lob­by­ver­bän­den in der Po­li­tik rum­grif­feln und ih­re ei­ge­nen Ge­set­ze schrei­ben (sie­he Phar­ma­in­dus­trie).

    Vie­le fra­gen im­mer ‚wer soll das be­zah­len‘
    und ge­nau das ist es.
    Die Ver­ur­sa­cher, die­je­ni­gen die jahr­zehn­te lang an dem Raub­bau der Na­tur ver­dient ha­ben,
    die, die da­von pro­fi­tiert ha­ben (Shell, Exxon, RWE …) und de­ren Ak­tio­nä­re, de­nen nur ihr Geld wich­tig ist,
    Geld das sie eh nicht mit ins Grab neh­men kön­nen,
    die, die mei­nen, nur weil wir je­de men­ge Strom in den Haus­hal­ten ein­spa­ren (LED) und sie da­durch nicht mehr ge­nü­gend ‚ver­die­nen‘, uns den Strom im­mer teu­rer ma­chen.
    Be­zah­len, und zwar oh­ne jeg­li­che Ab­stri­che und kein Ab­wäl­zen auf den End­kun­den.
    Um­welt-Zer­stö­rung darf sich nicht mehr loh­nen und muß rich­tig weh tun.

    Und denkt nur mal an das Ozon­loch, wie schnell war das ge­schlos­sen als die Po­li­tik han­del­te und FCKW und der­glei­chen von jetzt auf gleich ver­bo­ten hat – geht doch, wenn man nur will.
    Noch ’n paar Links zu YT-Vi­de­os
    Kur­ze Ver­sio­nen in Eng­lisch

    Ozone: The Ho­le Sto­ry – 26min
    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​L​l​_​T​R​7​C​4​xr4

    The Ant­arc­tic Ozone Ho­le – From Dis­co­very to Re­co­very, a Sci­en­ti­fic Jour­ney
    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​A​U​0​e​N​a​4​G​rgU

    Wen es in­ter­es­siert noch ei­ne sehr auf­schluss­rei­che deut­sche Do­ku 56min
    lei­der nicht auf YT zu fin­den, ich könn­te sie für euch zum run­ter­la­den be­rei­ten.
    ‚Mis­si­on Ozon­loch – Wie wir die Er­de ge­ret­tet ha­ben‘

    Nach­dem ich aber auf kei­nen der so­zia­len Me­di­en un­ter­wegs bin, ich schau aber im­mer auf Twit­ter und In­sta­gram was Gre­ta ge­ra­de macht, wä­re das viel­leicht ei­ne Auf­ga­be für je­mand von euch es ihr mit­zu­tei­len daß es schon mal ei­nen po­si­ti­ven Bei­trag zur Ret­tung der Welt 1989 gab.

    LG
    Die­ter

  15. Wer wis­sen will, was im De­tail al­les ge­tan wer­den müss­te, um die Zie­le aus dem Pa­ri­ser Kli­ma­schutz­ab­kom­men ein­zu­hal­ten, fin­det auf der Home­page von Vol­ker Qua­sch­ning sehr vie­le In­for­ma­tio­nen in ei­ner auch für Lai­en ver­ständ­li­chen Form. Dar­un­ter ein ziem­lich kon­kre­tes Kon­zept zur Um­set­zung der En­er­gie­wen­de in Deutsch­land in­ner­halb der nächs­ten zwei Jahr­zehn­te. Das ist so­wohl tech­nisch mach­bar, als auch be­zahl­bar – vor al­lem wenn man die Schä­den in Hö­he von 180 Eu­ro be­rück­sich­tigt, die laut Um­welt­bun­des­amt je­de Ton­ne an CO2-Emis­sio­nen ver­ur­sacht. Ex­trem ehr­gei­zig ist so ei­ne schnel­le Rea­li­sie­rung der En­er­gie­wen­de nur des­we­gen, weil bis­her viel zu we­nig in die­ser Rich­tung un­ter­nom­men wur­de, so dass uns jetzt die Zeit da­von läuft. Wenn Po­li­ti­ker mit lä­cher­li­chen zehn Eu­ro pro Ton­ne CO2-Be­prei­sung be­haup­ten, un­se­re Ge­sell­schaft nicht über­for­dern zu wol­len, dann ver­su­chen sie nur da­von ab­zu­len­ken, dass sie un­mit­tel­bar nach dem Pa­ri­ser Ab­kom­men 2015 in den kli­ma­po­li­ti­schen Tief­schlaf ge­fal­len sind und am liebs­ten ein­fach im­mer so wei­ter schla­fen wür­den. Hier der Link zur Home­page:
    https://​www​.vol​ker​-qua​sch​ning​.de/​i​n​d​e​x​.​php

    Vol­ker Qua­sch­ning ist Pro­fes­sor für Re­ge­ne­ra­ti­ve En­er­gie­sys­te­me und Mit­in­itia­tor von Sci­en­tists for Fu­ture. Wo­zu sol­len denn die Schü­ler, die Frei­tags de­mons­trie­ren, die­se gan­zen Maß­nah­men zur Ein­hal­tung der Pa­ri­ser Kli­ma­schutz­zie­le noch ein­mal auf­schrei­ben, wenn un­se­re Re­gie­rung selbst die er­fah­re­nen Ex­per­ten fast kom­plett igno­riert, die be­reits um­setz­ba­re Kon­zep­te aus­ge­ar­bei­tet und – für je­den zu­gäng­lich – ver­öf­fent­licht ha­ben?

    Es ist üb­ri­gens schon seit über 30 Jah­ren be­kannt, dass in Deutsch­land vor al­lem die Wind­ener­gie mas­siv aus­ge­baut wer­den müss­te, um mög­lichst zu 100% un­ab­hän­gig von fos­si­len En­er­gie­trä­gern zu wer­den. Wer’s nicht glaubt, kann sich das von Her­mann Scheer her­aus­ge­ge­be­ne Buch „Die ge­spei­cher­te Son­ne“ aus dem Jahr 1987 be­sor­gen und dar­in das Ka­pi­tel „Der Bei­trag der Wind­ener­gie zu ei­ner re­ge­ne­ra­ti­ven En­er­gie­wirt­schaft“ von Har­ry Muuss le­sen. In­ter­es­siert hat das bis vor kur­zem lei­der kaum je­man­den und oh­ne Gre­ta Thun­berg und ih­re vie­len An­hän­ger welt­weit wä­re das be­stimmt auch heu­te noch so. In­zwi­schen sind Wind­kraft­wer­ke tech­nisch aus­ge­reift und lie­fern an ge­eig­ne­ten Stand­or­ten be­zahl­ba­ren Strom, aber de­ren Ein­satz wird von vie­len Po­li­ti­kern, Fos­sil-Lob­by­is­ten und ei­ni­gen In­ter­es­sen­grup­pen aus­ge­bremst. Auch bei Fo­to­vol­ta­ik und So­lar­ther­mie ist es lei­der so, dass nur ein ge­rin­ger Bruch­teil der ge­eig­ne­ten Dach­flä­chen in Deutsch­land da­für ge­nutzt wird. Dank F4F dis­ku­tiert jetzt we­nigs­tens schon ein­mal ei­ne brei­te Öf­fent­lich­keit über sol­che The­men. Am Ziel sind wir da­mit aber noch lan­ge nicht, son­dern lei­der erst am An­fang. Das sieht man an dem völ­lig un­zu­rei­chen­den Kli­ma­pa­ket, das so eben noch ein­mal ver­wäs­sert wur­de. Da­bei war das Pa­ket schon am 20. Sep­tem­ber an Wir­kungs­lo­sig­keit kaum zu top­pen.

  16. Un­ser Wald stirbt ab oder ist schwer­krank, was muss denn erst noch pas­sie­ren?
    Für Bäue­rin­nen und Bau­ern ist der Kli­ma­wan­del schon jetzt ei­ne exis­ten­ti­el­le Be­dro­hung.

    Seit Jahr­zehn­ten sa­gen Wis­sen­schaft­ler vor­aus was wir zur Zeit er­le­ben. Zu­neh­men­de Wet­ter­ex­tre­me wie lang­an­hal­ten­de Dür­re­zei­ten, Stark­re­gen, Stür­me etc.
    Seit dem ers­ten Welt­kli­ma­be­richt 2006 sagt der Welt­kli­ma­rat, er wer­tet die For­schun­gen vie­ler tau­send Wis­sen­schaft­ler welt­weit aus, das die Zeit den Kli­ma­wan­del noch zu be­gren­zen sehr kurz ist.

    Vor et­wa 10 Jah­ren warn­te un­se­re da­ma­li­ge Kli­ma­kanz­le­rin Mer­kel beim Pe­ters­ber­ger Kli­ma­dia­log vor schwers­ten ver­hee­ren­den Ne­ben­wir­kun­gen für Men­schen und Öko­sys­te­me, soll­te die Erd­er­wär­mung nicht be­grenzt wer­den.
    Seit­dem spit­zen sich die Be­rich­te und War­nun­gen der Kli­ma­for­scher im­mer mehr zu, al­les geht schnel­ler als vor­her­ge­sagt und die Rea­li­tät über­holt die Vor­her­sa­gen.
    Die schwers­ten ver­hee­ren­den Ne­ben­wir­kun­gen sind jetzt schon da, Bau­ern in Eu­ro­pa ha­ben Miss­ern­ten und das schlimms­te, un­se­re Wäl­der sind der Dür­re und Hit­ze nicht ge­wach­sen, Na­del­wäl­der ster­ben weit­ge­hend ab, auch Laub­bäu­me sind sehr schwer ge­schä­digt.
    Die Ein­nah­men aus der Ent­fer­nung der to­ten Bäu­me brin­gen nicht die Kos­ten der Ern­te auf, ge­schwei­ge denn ei­ner Neu­an­pflan­zung.
    Noch geht ein Teil des Hol­zes nach Chi­na doch ein Groß­teil ist nur noch ver­derb­li­ches Brenn­holz. Das Ab­ster­ben wird kli­ma­rel­va­n­te Aus­ma­ße ha­ben.
    Und nie­mand weiß wirk­lich wel­che Baum­ar­ten noch ei­ne Chan­ce ha­ben könn­ten in ein paar Jahr­zehn­ten.
    2018 sagt der Son­der­be­richt des Welt­kli­ma­ra­tes das schon bei ei­ner Er­wär­mung über 1.5 Grad der Kli­ma­wan­del völ­lig au­ßer Kon­trol­le ge­ra­ten kann. Um die Erd­er­wär­mung noch auf 1,5 Grad zu be­gren­zen sei­en „schnel­le, weit­rei­chen­de und bei­spiel­lo­se Än­de­run­gen in al­len ge­sell­schaft­li­chen Be­rei­chen“ not­wen­dig.
    Doch die Po­li­tik hält ih­re schüt­zen­de Hand im­mer wie­der über je­ne In­dus­tri­en die be­son­ders zur Kli­ma­kri­se bei­tra­gen, Koh­le, Flug, Au­to und Agrar­in­dus­trie. Die Kli­ma­for­scher sind sich ei­nig dass das vom Kli­ma­ka­bi­nett be­schlos­se­ne wir­kungs­lo­se Pro­gramm die Er­wär­mung nicht auf­hal­ten wird.

    Das Mil­lio­nen jun­ge Men­schen un­ter­stützt von zehn­tau­sen­den Wis­sen­schaft­lern um den Er­halt der Le­bens­grund­la­gen kämp­fen müs­sen, macht das To­tal­ver­sa­gen der Po­li­tik in der Kli­ma­fra­ge deut­lich.
    Kein Land der Welt ver­brennt so viel Braun­koh­le wie Deutsch­land, doch das soll erst 2038 Zu­en­de ge­hen, es heißt der Struk­tur­wan­del wird ab­ge­fe­dert, mit et­wa 40 Mil­li­ar­den €, wäh­rend das Ster­ben der Hö­fe im­mer schnel­ler wei­ter geht und auch in der So­lar und Windin­dus­trie zehn­tau­sen­de Ar­beits­plät­ze ver­lo­ren ge­gan­gen sind.

    Im un­kon­trol­lier­ten Kli­ma­wan­del und voll­ends un­wirt­li­chen Kli­ma wer­den die Bäue­rin­nen und Bau­ern die Men­schen nicht mehr si­cher er­näh­ren kön­nen. Man kann nicht das gan­ze Land be­wäs­sern! Und wie geht es erst den hun­der­ten Mil­lio­nen Klein­bau­ern im glo­ba­len Sü­den?

    Das Kli­ma­ziel 2020 muss ein­ge­hal­ten wer­den!
    Mi­nus 40% wie noch im Wahl­kampf ver­spro­chen.
    Die fer­nen Kli­ma­zie­le 2030 und 2050 sind an­sons­ten doch nur un­ge­deck­te Schecks.
    Deutsch­land ist die viert­größ­te Volks­wirt­schaft der Welt, al­le Welt schaut auf uns und es ist auch wirt­schaft­lich dumm und ein­fach un­ver­ant­wort­lich die Er­wär­mung nicht zu stop­pen.
    Wer jetzt nicht han­delt macht sich schul­dig wie ein Brand­stif­ter.

    „Die Kos­ten des Nicht­han­delns wer­den ent­setz­lich viel hö­her sein als die Kos­ten des Han­delns“ sag­te 2014 der Prä­si­dent des Welt­kli­ma­ra­tes.

    Ulf All­hoff-Cra­mer Barn­tru­per Str. 260 32758 Det­mold

  17. Al­so noch ein­mal, denn nur so geht es vor­an.
    Ihr müsst mal kon­kre­te For­de­run­gen auf eu­ren De­mons­tra­tio­nen stel­len:
    Zur Zeit wer­den die in­do­ne­si­schen Re­gen­wäl­der auf Bor­neo in Flam­men ge­setzt für Palm­öl­plan­ta­gen. Die­ses Öl wird nicht nur für Nu­tel­la und an­de­re Le­bens­mit­tel ver­wen­det, son­dern vor al­lem für Kraft­stof­fe, Stich­wort „E10“. Die EU soll­te ein Im­port­ver­b­ort für die­se Palm­öl ver­hän­gen und E10 ab­schaf­fen.
    In Bra­si­li­en wer­den die Wäl­der ge­ro­det für So­ja­fel­der. Die­se So­ja wird dann nach Eu­ro­pa ex­por­tiert und haup­säch­lich für die Mas­sen­tier­hal­tung ein­ge­setzt. Die EU soll­te den Im­port von So­ja aus Bra­si­li­en un­ter­bin­den und so­mit die­se Art der Land­wirt­schaft in Eu­ro­pa lang­sam ab­schaf­fen und auf Nach­hal­tig­keit set­zen.
    Die­se zwei Punk­te sind sehr wich­tig und re­la­tiv leicht um­zu­set­zen.
    Üb­ri­gens, vor al­lem die Zer­stö­rung des Re­gen­wal­des auf Bor­neo se­hen Ex­per­ten als die Größ­te von Men­schen ge­mach­te Ka­ta­stro­phe an. Nu­tel­la kann man auch mit Son­nen­blu­men­öl her­stel­len.

  18. GRETA lebt ve­gan aus gu­ten Grün­den und im­mer mehr Per­so­nen fol­gen ih­rem Bei­spiel! In­zwi­schen gibt es auch die Grup­pe VEGANS FOR FUTURE. Die Uni Ox­ford hat fest­ge­stellt, dass der Ver­zicht auf Fleisch- und Milch-Pro­duk­te den CO2-Ab­druck ei­ner Per­son um bis zu 73% sen­ken kann ! Das heißt al­so: Die Tier­wirt­schaft bzw. Mas­sen­tier­hal­tung ist ein gro­ßer „Kli­ma­kil­ler“! Au­ßer­dem sind da­mit un­glaub­li­che Lei­den für die Tie­re ver­bun­den! Auch die­se Zu­sam­men­hän­ge müs­sen „auf die Stra­ße“! Ei­ne Agrar­wen­de ist über­fäl­lig ! An­statt die „Fleisch­wirt­schaft“ zu sub­ven­tio­nie­ren, muss die BIOVEGANE LANDWIRTSCHAFT GEFÖRDERT WERDEN! Wenn sich an un­se­ren ent­gleis­ten Ver­hält­nis­sen et­was än­dern soll, muss FFF von al­len Sei­ten un­ter­stützt wer­den! JEDE/R MUSS SICH DER VERANTWORTUNG BEWUSST WERDEN !

  19. Beim Le­sen der vie­len Kom­men­ta­re stel­le ich mir die Fra­ge, wie vie­le der Schreiber/Protestierer ihr ei­ge­nes Le­ben so or­ga­ni­siert und ge­stal­tet ha­ben, dass sie die ge­stell­ten For­de­run­gen SELBST er­fül­len und CO 2 le­ben.
    Das be­ginnt beim “Kla­mot­ten­kauf“, geht über die Spei­sen bis zum häus­li­chen LEBEN.
    Je­des Jahr gibt es in der BRD tau­sen­de Ver­an­stal­tun­gen. Wer ist da ei­gent­lich, wer macht den Dreck weg – ach es gibt so vie­le Fra­gen und Mög­lich­kei­ten der EIGENEN Ver­än­de­rung.
    Nicht im­mer nur me­ckern, sel­ber ma­chen, Hand an­le­gen wie nach dem 2. Welt­krieg.
    Deutsch­land wird das Kli­ma nicht ret­ten! Hat am Lesch for­mu­lier­te es so: Da ent­steht ein Kol­la­te­ral­scha­den im Aus­land für bes­se­re Luft in Deutsch­land. Anm: ge­meint ist die Li­thi­um­ge­winng.
    Und noch et­was zum Nach­den­ken: VW baut ein neu­es Werk in der Tür­kei, Nä­he Iz­mir. Ge­baut wer­den sol­len dort Die­sel­au­tos, die u.a. der­zeit noch in Em­den pro­du­ziert wer­den. Passt al­so ge­nau, was Herr Lesch ge­schrie­ben hat.
    Die Men­schen müs­sen sich fra­gen, wo und wie sie ih­ren Pro­test ziel­füh­rend ein­set­zen.
    Im üb­ri­gen: Kli­ma­wan­del gab es erd­ge­schicht­lich seit Mil­lio­nen Jah­ren und wird es auch im­mer ge­ben. Der Yel­lows­to­un­park in USA gibt täg­lich 45000 t CO 2 ab!
    Schö­nen Gruß vom Nie­der­rhein

    1. Ha­rald Lesch freut sich be­stimmt dar­über, hier als ‚Ge­gen­ar­gu­men­ta­tor‘ her­hal­ten zu müs­sen … . Üb­ri­gens: War­um ma­chen die Men­schen ei­gent­lich so ei­nen Hype um Gold? Im Welt­all gibt es doch Qua­dril­li­ar­den Ton­nen da­von!

      Sor­ry, ich woll­te auch mal min­des­tens eben­so ge­konnt ar­gu­men­tie­ren. 😉

      Ich bin zu­ver­sicht­lich, dass die meis­ten Men­schen die Quint­essenz der Fak­ten­la­ge un­se­res Pla­ne­ten ver­stan­den ha­ben und den Ernst der Si­tua­ti­on er­ken­nen. Müll hin­ter­las­sen die FFF-De­mons­tran­ten nach mei­ner Be­ob­ach­tung nicht, und es wird so­gar aus­drück­lich da­zu auf­ge­ru­fen, al­les sau­ber zu hin­ter­las­sen. Mehr noch: Vie­le sind trotz ih­res be­acht­li­chen En­ga­ge­ments da­bei, wenn bei­spiels­wei­se Fluß­u­fer vom Dreck der Asis be­freit wer­den. Und ich ha­be mehr­mals er­lebt, dass sie ein­kau­fen und da­bei ge­zielt Plas­tik ver­mei­den. Klas­se! Oder, Herr Di­plom-In­ge­nieur?

      Wo­her neh­men Sie ei­gent­lich den An­trieb, hier ein­fach zu sug­ge­rie­ren, dass nur ge­me­ckert und nichts ge­tan wer­de? Die mir be­kann­ten FFF-Leu­te sind sehr wohl da­bei, ih­re Le­bens­füh­rung kon­struk­tiv zu hin­ter­fra­gen. Sie eben­falls, hof­fe ich. Vie­len Dank da­für!

      1. Hal­lo Herr Ar­min,
        Sie soll­ten per­sön­li­ches von sach­li­chen Din­gen und An­re­gun­gen tren­nen, an­sons­ten er­üb­rigt sich ei­ne Dis­kus­si­on.
        An­schei­nend ken­nen Sie auch al­le FfF Be­tei­lig­ten und de­ren “Le­bens­füh­rung“.
        Zu mei­ner nen­ne ich Ih­nen mal zwei Zah­len:
        En­er­gie 55 kWh/qm a; CO 2 = 17,1 kg/qm a.
        Al­so im­mer schön sach­lich blei­ben! Wort­hül­sen und Phra­sen liest man ge­nug.

        1. ‚Herr Di­plom-In­ge­nieur‘ ist das ex­ak­te Ge­gen­teil von ‚per­sön­lich‘.

          Es soll ganz all­ge­mein hei­ßen, dass zu­min­dest al­le, die stu­diert ha­ben, wis­sen müss­ten, dass man die Din­ge tun­lichst im Ge­samt­zu­sam­men­hang be­trach­tet, da­mit sich ei­ne Dis­kus­si­on nicht von vorn­her­ein er­üb­rigt.

          ‚Im üb­ri­gen: Kli­ma­wan­del gab es erd­ge­schicht­lich seit Mil­lio­nen Jah­ren und wird es auch im­mer ge­ben.‘ ist wahr­lich kei­ne Neu­ig­keit und trägt nichts zur Ist-Ana­ly­se der ak­tu­el­len Be­son­der­hei­ten bei, ge­schwei­ge denn zur Lö­sung der men­schen­ge­mach­ten Pro­ble­me. Die­se hat der na­tür­li­che Lauf der Din­ge näm­lich ZUSÄTZLICH zu ver­kraf­ten, und an­ste­hen­de Kli­ma­än­de­run­gen ha­ben des­halb ein nie er­reich­tes Tem­po. Das ist es, wor­um wir uns ganz drin­gend küm­mern müs­sen.

          ‚Der Yel­lows­to­un­park in USA gibt täg­lich 45000 t CO 2 ab!‘ – und hat dies wohl schon län­ger so an sich. Gut so, denn ganz oh­ne Treib­haus­ga­se wä­re die Er­de sehr fros­tig. Aber dar­um geht es gar nicht. Ent­schei­dend ist, was die Mensch­heit ak­tu­ell oben drauf packt.

          Die FFF-Ak­ti­vis­ten sind sich des­sen sehr be­wusst. Er­freu­li­cher­wei­se sind sie nicht ra­di­kal, son­dern ra­ten al­len Men­schen – auch sich selbst – zur ra­schen Ab­kehr vom der­zei­ti­gen Irr­weg. Al­le, die ich ken­nen­ge­lernt ha­be, schau­en da­bei sehr ge­wis­sen­haft dar­auf, was sie sel­ber da­zu bei­tra­gen kön­nen.

          1. In ei­nem Ih­ner Kom­men­ta­re ha­ben Sie vom “Irr­weg die­ser Mensch­heit“ ge­schrie­ben.
            Sie wohl selbst, viel­leicht Ih­re Kin­der, El­tern, Groß­el­tern etc.haben be­stimmt auch von die­sem “Irr­weg“ par­ti­zi­piert.
            Deutsch­land wird das Kli­ma und die Welt nicht ret­ten. Noch nicht ein­mal in Eu­ro­pa ist man sich ei­nig! Prak­ti­sches Han­deln ei­nes je­den ist an­ge­sagt und vor al­len Din­gen Rea­lis­mus in der Um­set­zung tech­ni­scher Mög­lich­kei­ten. Sie soll­ten die Fer­tig­stel­lung des Ber­li­ner Flug­ha­fens ein­mal ver­in­ner­li­chen. Und dann ei­ne gan­ze Volks­wirt­schaft “ratz/fatz“ um­stel­len wol­len. Was hat man denn in 30 Jah­ren der Ein­glie­de­rung der neu­en Bun­des­län­der in der Rich­tung ge­tan? Schon da­mals war das Kli­ma “an­ge­grif­fen“. Le­sen Sie mal nach! Kann es sein, das Deutsch­land mal wie­der ei­ne Art “Be­vor­mun­dung“ ex­er­zie­ren will und wir al­les bes­ser wis­sen?

  20. Nach­trag
    In der heu­ti­gen Zeit nun al­les auf “schlecht“ oder “pro­fit­ori­en­tiert“ zu klas­si­fi­zie­ren ist schlicht “da­ne­ben“.
    Auch die jun­gen – jetzt mei­nungs­bil­den­den – Men­schen hat­ten, ha­ben und wer­den von den An­nehm­lich­kei­ten der be­stehen­den Zi­vil­ge­sell­schaft ih­ren Nut­zen ha­ben. Ein Je­der mö­ge sei­ne ei­ge­ne Ent­wick­lung hin­ter­fra­gen!
    Der Pla­net Er­de ist kei­ne abs­trak­te Grö­ße, son­dern “le­ben­de ak­ti­ve“ Ma­te­rie, die der Mensch schlech­ter­dings nicht we­sent­lich be­ein­flus­sen kann, so­lan­ge er sich nicht durch ei­nen ato­ma­ren Krieg selbst ver­nich­tet.
    Es gab mal ei­nen deut­schen Po­li­ti­ker, der auf der Su­che nach ei­nem End­la­ger (Atom­müll) für Mil­lio­nen Jah­re war. – Wenn man nun weiss, dass die Er­de ca. 4,7 Mrd. Jah­re alt ist und rie­si­ge Ver­än­de­run­gen durch­lau­fen hat dann fragt man sich, wie ein Mensch (bei ei­ner Le­bens­er­war­tung von 80–100 Jah­ren) glaub­haft für NACHFOLGENDE Ge­nera­tio­nen ein End­la­ger su­chen will/kann für Mil­lio­nen Jah­re.
    Die­ses ab­stru­se An­sin­nen wirft ei­ne Grund­satz­fra­ge auf: Wie möch­te der Mensch in der Zu­kunft auf die­sem Pla­ne­ten le­ben – nicht nur in der Bun­des­re­pu­blik, son­dern über­all auf der Welt und ist die Le­bens­vor­stel­lung bei uns gleich­wer­tig mit de­nen an­de­rer Völ­ker auf der Er­de? (Anm.: we­der FfF noch die GRÜNEN lie­fern hier­zu ge­dank­li­che An­sät­ze)
    Die heu­te ge­for­der­ten Wün­sche bei uns gel­ten noch lan­ge nicht welt­weit für al­le Völ­ker!
    Im Ga­so­me­ter Ober­hau­sen gibt es ei­ne wun­der­ba­re Aus­stel­lung mit ei­ner Dar­stel­lung des
    OMO-Tal in Äthio­pi­en
    Das OMO-Tal gilt als “Wie­ge der Mensch­heit“. Prä­his­to­ri­sche Fos­sil­fun­de be­le­gen, dass hier be­reits vor 4 Mil­lio­nen Jah­ren men­schen­ähn­li­che Pri­ma­ten ge­lebt ha­ben.
    An­thro­po­lo­gen be­zeich­nen das OMO-Tal als “Mu­se­um der Völ­ker“.
    Was kann man dar­aus ler­nen: Die Er­de hat sich entwickelt/verändert durch ver­schie­de­ne Pro­zes­se und der “Pri­mat“ (von ehe­mals) hat sich zum heu­te le­ben­den Men­schen (In­di­vi­du­um) ent­wi­ckelt mit all sei­nen gu­ten und auch sehr schlechten/verbrecherrischen Sei­ten.
    Wel­che Zu­kunft der Mensch­heit ge­ge­ben sein wird, ver­mag kei­ner vor­her­zu­sa­gen, auch die Wis­sen­schaft nicht!
    In die­sem Sin­ne las­sen Sie Ih­re Ge­dan­ken krei­sen und Gruss vom Nie­der­rhein

  21. @Wolfgang Pe­ter Dipl.Ing.(FH)

    Be­vor Sie noch ein­mal be­haup­ten, dass der Mensch den Pla­ne­ten Er­de nicht we­sent­lich be­ein­flus­sen kann, in­for­mie­ren Sie sich bit­te erst ein­mal aus­führ­lich über den vom Men­schen ver­ur­sach­ten Kli­ma­wan­del (oder z.B. auch über das vom Men­schen ver­ur­sach­te Ozon­loch). Durch Nut­zung fos­si­ler En­er­gie­trä­ger ist der CO2-Ge­halt in der Erd­at­mo­sphä­re von Be­ginn der In­dus­tria­li­sie­rung bis heu­te von 280 ppm auf 412 ppm an­ge­stie­gen. Ich ver­ste­he nicht, wie man da den Ein­fluss des Men­schen klein­re­den kann. Als Di­plom-In­ge­nieur soll­ten Sie an­statt der AfD oder ir­gend­wel­chen an­de­ren Kli­ma­l­eug­nern lie­ber der über­wie­gen­den Mehr­zahl der Kli­ma­for­scher glau­ben. Schließ­lich nut­zen so­wohl Sie als In­ge­nieur, als auch die Kli­ma­for­scher die Na­tur­wis­sen­schaft als ge­mein­sa­me Grund­la­ge für ih­re Be­rufs­tä­tig­keit. Ich emp­feh­le Ih­nen drin­gend, in die­sem in­ter­es­san­ten Wis­sen­schafts­blog zu le­sen:

    https://​sci​logs​.spek​trum​.de/​k​l​i​m​a​l​o​u​n​ge/

    1. Herr Kohl­mann, Sie tun ge­ra­de so und ma­ßen sich mit Be­zug auf die Wis­sen­schaft an, die Ent­wick­lung des Pla­ne­ten für die nächs­ten 1000 ‑10000–1Millionen und mehr Jah­re be­ein­flus­sen zu kön­nen.
      Das ist wohl kaum Stand der Wis­sen­schaft oder wo ha­ben Sie das ge­le­sen? Im üb­ri­gen glau­be ich we­der Kli­ma­l­eug­nern noch der von Ih­nen er­wähn­ten Par­tei, wo­bei ei­ne sol­che Ver­qui­ckung bei Sach­the­men ni­veau­los ist.
      Soll­ten Sie, be­vor Sie schrei­ben ein­mal drü­ber nach­den­ken. Mfg

    2. Sehr ge­ehr­ter Herr Kohl­manm,
      Sie hat­ten mich ja sehr per­sön­lich an­ge­spro­chen.
      In Er­gän­zung mei­ner Nach­richt vom 11.10.2019 an Sie noch fol­gen­de An­mer­kun­gen:
      Ih­re Ein­las­sun­gen zu CO2 und Ozon sind schlicht­weg dum­mes Ge­schwätz, so muss es auch hier rich­tig ge­stellt wer­den.
      Le­sen Sie nach für bei­de Ga­se: CO 2 / Ozon “ In der Erd­ge­schich­te“ ! Bei­des Be­stand­tei­le und wich­tig!
      Im 19 Jhd. be­gann die sog “In­dus­trie­ali­sie­rung“, auf die Sie ver­wei­sen mit An­stieg von CO2. Ih­nen ist hof­fent­lich be­kannt, wel­che Zu­nah­me die Welt­be­völ­ke­rung nahm mit wel­chen Fol­gen und an­de­ren teils ex­zes­si­ven Le­bens­for­men; auch Sie par­ti­zi­pie­ren mit Si­cher­heit von den Er­run­gen­schaf­ten und An­nehm­lich­kei­ten oder nicht Herr Kohl­mann???
      Be­kannt ist Ih­nen hof­fent­lich auch, dass die Mensch­heit der­zeit pro Jahr das drei­fa­che an Res­sour­cen ver­braucht, die ei­gent­lich nutz­bar sein dürf­ten.
      Be­kannt ist Ih­nen hof­fent­lich auch die Fest­stel­lung der Or­ga­ni­sa­ti­on SIPRI, SCHWEDEN dass die Län­der USA,CHINA,SAUDI-ARABIEN,INDIEN, FRANKREICH im Jahr 2018 = 1,822 Bil­lio­nen Dol­lar für Rüs­tungs­gü­ter aus­ge­ge­ben ha­ben.
      Wenn Sie sich die gan­zen Hin­wei­se und wei­te­re Fak­to­ren ein­mal in Ru­he an­schau­en und die Zu­sam­men­hän­ge “stu­die­ren“, kom­men Sie be­stimmt zu ei­ner ver­tief­ten Be­trach­tung und ei­nem Er­geb­nis wo,wie und was Sie/die Wis­sen­schaft ändern/beeinflussen könn­ten. MfG

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