Woche 39/2019 – es bringt doch alles nichts?

In der Woche vom 23. – 29.9.2019 ist wieder unfassbar viel passiert – die internationale #week4CLIMATE ist vorbei, zahlreiche Klimaforscher*innen äußern sich lautstark über das vollkommen unzureichende Klimapaket der GroKo und das Vereinigte Königreich einigt sich auf einen Kohleausstieg bis zum Jahr 2025! Jonathan und Hanna fassen die Woche für Euch zusammen.

🎉 Es geht weiter!

Vom 20.9. bis zum 27.9. waren auf der ganzen Welt im Rahmen der #week4future und zweier Internationaler Klimastreiktage weit mehr als sieben Millionen Menschen auf der Straße. Gemeinsam haben wir gezeigt, dass es so nicht weitergehen kann und wir endlich handeln müssen, um die größte Krise der Menschheit noch zu stoppen! Am vergangenen Montag haben Greta Thunberg und weitere Klimaktivist*innen sogar eine Beschwerde vor den Vereinten Nationen gegen verschiedene Länder eingereicht, um zu unterstreichen, dass die Klimakrise aufgehalten werden muss – unter anderem gegen Deutschland! Die UN-Mitgliedsstaaten würden nicht genug gegen den Klimawandel unternehmen, sagen sie. Und auch wir geben nicht auf und streiken weiter – eine Aktion in Deiner Nähe findest du hier!

😖 Versagt – es bringt „überhaupt nichts“…

„Ich bin gescheitert“, gab Deutschlands bekanntester Klimaforscher Mojib Latif vom Kieler Zentrum für Ozeanforschung bekannt. Seit 30 Jahren versuche er, Politik wie die Gesellschaft mit der Dramatik des Klimawandels und den Folgen der Erderwärmung vertraut zu machen, doch noch immer werde er von den Menschen beinahe ungläubig gefragt, ob es wirklich so schlimm sei.  Und dann auch das noch: das Klimapaket bringt für’s Klima „überhaupt nichts“. Das am Freitag von der Großen Koalition verabschiedete Klimaschutzprogramm sei lediglich der „kleinste gemeinsame Nenner“ der Koalitionäre: „Das bringt fürs Klima überhaupt nichts.“ Das Fehlverhalten und die Untätigkeit seitens der Politik bringt zahlreiche Klimaforscher*innen sehr auf – auch sie rufen die Politik auf, endlich zu handeln, da das Klimaschutzpaket „überhaupt nichts bringt“!

Großbritannien macht Schluss!

Bis 2025 möchte das Vereinigte Königreich endgültig aus dem schmutzigen Kohlestrom aussteigen und nach über hundert Jahren die Kohle-Ära beenden. Das liegt vor allem daran, dass das Land stark unter der Luftverschmutzung leidet. Bis es soweit ist, möchten die Menschen auf der Insel immerhin Schritt für Schritt auf ihr großes Ziel hinarbeiten und haben sogenannte kohlefreie Tage eingeführt, an denen die Stromversorgung schon jetzt völlig ohne den fossile Brennstoffe von statten geht.

📞 Hass und Seelsorge

Nicht erst seit ihrer sehr emotionalen Rede vor der UN-Klimakonferenz erntet Greta Thunberg sehr viel Hass vor allen Dingen im Internet. Sie selbst kann das nicht verstehen und sagt: „I honestly don’t understand why adults would choose to spend their time mocking and threatening teenagers and children for promoting science, when they could do something good instead. I guess they must simply feel so threatened by us“. Der australische Comedian Mark Humphries allerdings hat sich dafür etwas anderes ausgedacht – und zwar für die Hater. „Wenn Sie ein erwachsener Mensch sind, der aus unerfindlichen Gründen ein Kind anschreien will, ist die Greta Thunberg Helpline für Sie da“, heißt es dort. Eine Telefonseelsorge also.

🌳 Einheit einbuddeln

Am 3. Oktober ist nicht nur der Tag der Deutschen Einheit – überall in Deutschland werden an diesem Tag Bäume gepflanzt. Kürzlich sorgte eine Studie von Wissenschaftlern der ETH Zürich für Aufsehen: Die wirksamste Maßnahme gegen den Klimawandel sei es, die Wälder aufzuforsten. Denn Bäume sind in der Lage, das von Menschen produzierte CO2 aus der Luft aufzunehmen und es in lebensnotwendigen Sauerstoff umzuwandeln. Leider jedoch ist der Trend eher gegenläufig – viele Wälder werden immer weiter abgeholzt. Auch in Deutschland warnen Expert*innen vor einem neuen Waldsterben, ausgelöst durch Dürren, Schädlinge und den Klimawandel. Auch in Deutschland warnen Experten vor einem neuen Waldsterben, ausgelöst durch Dürren, Schädlinge und den Klimawandel. Schleswig-Holstein ist in diesem Jahr für die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit zuständig und möchte dafür unter dem Motto „Einheitsbuddeln“ Bäume pflanzen.

📥 Dein Feedback ist gefragt!

Wie fandest Du den Wochenrückblick? Was gibt es zu verbessern? Welche Themen sollen wir nächste Woche besprechen? Schreib uns Deine Meinung an newsletter@fridaysforfuture.de!

69 Kommentare zu „Woche 39/2019 – es bringt doch alles nichts?

  1. Es ist schon erstaunlich, wie schnell „alte grauhaarige erwachsene Politiker“ jedwede Vernünftige Diskussionsweise verlassen, wenn wir diesen die Wahrheit über unsere aktuelle „Erdsituation“ vor Augen halten (siehe bspw. Jeremy Clarkson).

    Ich selbst gehöre mit 52 auch nicht mehr zu den Jüngsten. Aber wenn wir jetzt nicht für das Klima „kämpfen“, ist wohl nicht mehr viel zu retten.

    Deswegen fff und viele andere Umweltschützer … immer weiter machen! Ich werde auch von Tag zu Tag aktiver. Und JEDER kann helfen.
    Karsten

    1. Ja! Beispielsweise mittels zivilem Ungehorsam und gewaltfreien Aktionen mit XR EctinctionRebellion
      in Berlin: ab dem 7.Oktober, die ganze zweite Woche über und darüber hinaus! Ab nach Berlin !! Auch für mich als Ü70 .
      Wolfgang

    2. Der Nato-Angriff auf Jugoslawien brachte durch die brennenden Chemiebetriebe und Raketentreibstoffe den größten punktuellen Ausstoss an CO2 seit dem Golfkrieg! Ohne Friedenspolitik bleibt der tolle Klimaaufschrei der Jugend Denken ohne Zusammenhänge. Neben dem Militär ist die deutsche Bauwirtschaft mit ihrem energieschluckenden, nicht auf Recycling orientierten Materialwahn übrigens der zweite grösste CO2 Verursacher! Jetzt marschiert die Türkei gegen die Kurden. Wo bleiben die Proteste von Friday Form Future??

  2. Liebe FFF Aktivistinnen und Aktivisten,
    ich bin froh, dass die Jugend auf die Straßen geht. Es ist lange überfällig. Leider nehme ich in meinem Umfeld, in Comedy Sendungen und in den sozialen Medien (Facebook) wahr, dass Erwachsene in der Mehrzahl nicht erreicht werden von euren Hilferufen.
    Meiner Meinung nach muss an der Ursache des Dilemmas mehr gearbeitet werden. Die liegt meines Erachtens darin, dass die Gesellschaft Jahrzehnte oder vielleicht sogar Jahrhunderte lang gelernt hat, dass man sich über seinen Reichtum profiliert und Anerkennung erntet. Um dem entgegen zu steuern, müssten die Medien viel, viel mehr zu einem Umdenken beitragen. Werbung für Konsumgüter müsste kolossal reduziert werden, am besten nur auf notwendige Güter und Dienstleistungen. Bekommt der Mensch keine unglaublich reizvolle Idee für eine alternative Lebensform, sehe ich die Menschheit scheitern.
    Außerdem muss der globale weltweite Gedanke gegen den Klimawandel mehr in den Fokus treten. Deutschen Bürgern erscheint der „kleine“ deutsche Anteil am Klimawandel verglichen mit Nationen wie China und Amerika zu gering um eine Notwendigkeit der Änderung im eigenen Land für notwendig zu erachten. Nur wenige sind bereit auf liebgewonnene, teilweise hart erarbeitete, bequeme Lebensgewohnheiten für den gefühlten Tropfen auf den heißen Stein zu verzichten.
    Ein paar Gedanken, die euch vielleicht schon bekannt sind und wenn nicht, eventuell neue Impulse bieten.
    Ich wünsche uns allen eine gute und fröhliche Zukunft.
    Mit herzlichen Grüßen
    Ursula Lutsch

    1. Ursula:
      „59% der Befragten finden, dass der Klimawandel derzeit wichtigstes Thema in Deutschland ist.“ (ZDF Barometer)
      Man kann nicht wirklich sagen, dass Erwachsene in der Mehrheit nicht erreicht werden.
      „70% der Buerger fanden, sie muessten auch selbst mehr tun.“ Fast 3/4 der Menschen in Deutschland. Dass damit nichts erreicht wurde zeigt lediglich, dass die Demokratie in diesem Land nicht funktioniert, dass der Druck bei weitem noch nicht hoch genug ist.
      Einheitsbuddeln ist eine gute Gelegenheit, selbst etwas zu tun. Wer einen Baum pflanzt – fuer das Klima, fuer die Tiere und fuer uns alle, bekommt auch eine direktere Verbindung zur Natur.
      Lasst uns Baeume pflanzen!
      Gruesse an alle
      Artur

    2. Hallo Ursula,
      natürlich liegst Du richtig mit Deinen Gedanken, dass mehr getan werden muss klimaschädlichen Konsum zu verhindern. Jedoch ist alles in der Wirtschaft ein Mechanismus von Angebot und Nachfrage. Wir können sicherlich lange warten bis Medien Konsumverzicht propagieren. Daher gibt es für mich nur eine Devise : Selber handeln anstatt zu reden.
      Wir als Aktivisten für den Klimaschutz sollten, wie Greta, noch mehr die mangelnde Nachfrage nach Klimaschädigern beschleunigen, also keine Flüge in den Urlaub, sondern fluglose Ziele auswählen, weniger Fleisch konsumieren, kein nutzloses Sylvesterfeuerwerk machen, welches Feinstaub äquivalent zu 2 Monaten Autoverkehr erzeugt …
      Hingegen das Geld aus Konsumverzicht umgehend in autarke Haus-Energieversorgung und Elektromobilität, bzw. „Grüne Energien“ investieren. Durch Gretas Vorbild und den fff Demos habe ich angefangen all diese Dinge in die Tat umzusetzen. Wenn jede Familie von denen die bei fff mitmachen es auch so macht, wäre das ein gewaltiges Zeichen zusätzlich zu den Demos, um dem Klima eine echte Stimme zu geben.
      Beste Grüsse, Andreas

    1. GO AHEAD, GRETA !!!
      Und bitte auch alle Anderen von FFF und drumherum nebst alle Gleichgesinnten!
      Euer Einsatz ist so inspirierend und bewundernswert und bewegt zum Mitmachen!
      Ich glaube, dass viele Menschen sich die Folgen einer weiteren Erwärmung nicht wirklich vorstellen können (oder wollen) und daher wieder einmal die schweigende Mehrheit bilden. Obwohl doch nun (endlich) in allen Medien alarmierende Berichte und Bilder zu sehen sind. Aber bei vielen, durch alle (!) Altersgruppen hindurch, ist wohl zur Zeit noch angesagt: „Hauptsache Ihr habt Spass!“ – frei nach MediaMarkt… .
      Leider fehlt aus meiner Sicht auch eine Person aus Medien, Politik oder Wissenschaft, die bekannt, anerkannt und glaubwürdig genug ist, um mit deutlichen Worten die FFF-Forderungen zu unterstützen, Greta und Andere etwas zu entlasten und für einige Jahre daraus quasi einen fulltime-job macht.
      Also ein oder mehrere Lobbyist/en FÜR den Stopp der Nutzung fossiler Energieträger usw., der den verantwortlichen – von uns für „Problem-Beseitigungen“ gewählten – Politikern Feuer unter den H. macht! Aber selbst ein Obama, der weltweit bekannt genug und wohl fähig wäre, wahrt die Staatsräson und hält sich zurück, obwohl ihm bekannt sein muss, dass die Klimakollaps-Uhr bereits gegen uns läuft.
      Solange so jemand (oder mehrere) also nicht in Sicht ist, hoffe ich, dass Ihr weiter macht und dadurch immer mehr Menschen aktiv werden, um der Politik Beine zu machen, die bisher offenbar von uns einzelnen Bürgern die Lösung des Problems erwartet(sog. „Klima-Paket“…), anstatt mutig die grössten CO2-Schleudern schnellstens abzuschalten. Freiwillig werden zu wenige ihren CO2-intensiven Lebensstil ändern – also geht es nur mit Vorgaben und neuen, mutigen Ideen „von oben“. Für Freiwilligkeit bei Einzelnen oder Konzernen/Branchen ist es leider zu spät!
      Herzlichen Dank Euch allen für Euren unglaublichen Einsatz! Wo immer ich kann und Möglichkeiten sehe, werde ich Euch in Wort und Tat unterstützen (im Ruhestand ab nächsten Herbst dann verstärkt…).
      Viel Erfolg und beste Grüsse! Rüdiger Schmidt (61), Nordheide.

  3. Die Sachlichkeit Eures newsletters ist gut.
    Die Demostranten haben schon viel erreicht, zum Beispiel dass Greta Thumberg auf den höchsten Politischen Plattformen reden darf und dass maßgebliche Politiker zumindest verbal den Klimawandel stoppen wollen. Bis dem auch Handeln folgt, dauert noch. Dazu sind die Verstrickungen der Regierenden mit den Lobbyisten zu eng (letztere sitzen ja schon längst als Abgeordnete in den Parlamenten).

    1. Eure Sachlichkeit kann auch ich nur hervorheben. Doch finde ich es noch beeindruckendes , dass ihr es auch vorlebt. Solche Fragen wie “ brauche ich ein neues T-Shirt, wo kann ich persönlich Verpackung sparen ect. Machen euch so glaubhaft. Meiner Meinung nach benutzen Politiker, Lobbyisten ect oft die Werzeuge der Angst und verstecken sich dahinter . Deshalb würde ich mir mehr praktische Aufklärung wünschen, die die positiven Seiten und Möglichkeiten einer klimafreundlichen Poltitik und ihrer Konsequenzen aufzeigen. Zb: Welche neue Berufzweige sich eröffnen können und somit zukunftssichere Arbeitsplätze. Auch mehr Aufklärung bzg. Der Macht der Manipulation mit einfachen praktischen Beispielen.
      Bleibt dran lasst euch nicht entmutigen oder provozieren! Es ist ein Prozess der nicht mehr auf zu halten ist. Immer mehr unterstützen euch. Klärt weiter auf . Obwohl ich schon immer umweltfreundlich versucht habe zu leben. Ich habe durch euch im letzten Jahr mehr gelernt wie in mach, kritischen Sendungen.
      Ihr macht es toll und ich danke euch allen ganz herzlich für euren Einsatz!
      Auch ich werde weiter mich dafür einsetzen.
      Herzlich Hildegard-Klara Miebach

    2. Genau, aufgeben ist KEINE Option !

      Wir sollten unsere große fff-Gemeinschaft nutzen und kollektiv klug weiterdenken und unsere Ideen, Einfälle bündeln !

      Laut einem aktuellen Artikel “ Die Zeit“, sollten fff-Klimaschützer versuchen, noch mehr Bürger durch positive Kampagnen auf Ihre Seite zu bekommen.

      Meine Idee für Niedersachsen wäre: Bäume Pflanzen !! “ more trees“ !!
      In Schleswig-Holstein wurde für heute 03. Okt. dazu aufgerufen !
      ( Lest bitte dazu auf dieser Seite fff: “ Einheitsbutteln“)

      Ich denke, es wäre ein guter Schritt in die richtige Richtung:
      -gut fürs Klima
      -gut für den Artenschutz
      -gut für unsere Gesundheit
      -kein Verlust von Arbeitsplätzen
      -fördert die Kommunikation und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt beim „lerning for doing“)
      -ausgezeichnete Werbung pro Klima
      -wir sind aktiv (an der frischen Luft !!) Das soll kein Witz sein , denn Bewegung fördert unseren Denkapparat UND wir sind pro Klima tätig !
      ….usw.

      Zu meiner Person:
      -ich und mein Ehemann, wir haben früher für den Atomaustieg gekämpft
      -Ökoprodukte und Umweltschutz stehen ein Lebenlang auf meiner Fahne
      -verheiratet,Mutter
      – Akademikerin im Pflegeberuf

      Ich bin bereit, und kann gut organisieren.
      hoffnungsvolle Grüße, Carola

  4. Grandios, dass es euch gibt!
    Bitte kämpft weiter für unsere Zukunft!!!
    Ich werde euch unterstützen, so gut ich es kann.
    Veränderung ist unwahrscheinlich aber möglich….

  5. Liebe FFF-Aktivist*innen,
    Ihr habt ja so recht, es muß endlich richtig etwas passieren, damit unser schöner blauer Heimatplanet nicht zugrunde geht. Was für ein Glück, daß Ihr auf der globalen Bühne mit solch emotionaler Wucht in Erscheinung getreten seid! Und mit Greta habt Ihr auch die richtige „Frontfrau“, um authentisch ‚rüberzubringen, um was es für uns alle geht. Ich bin eine 68erin, für uns ging es damals um andere Themen, wir mußten uns erst ‚mal von der Bevormundung durch autoritäre Eltern, Lehrer, Vorgesetzte befreien, aber die Umwelt-themen waren vor fast 50 Jahren auch schon präsent, es hieß damals schon, daß es 5 vor 12 sei („Die Grenzen des Wachstums“). Nur gab es noch weniger gesellschaftliche Resonanz als heute . . . Ich möchte jetzt etwas beitragen, damit Eure Zukunft nicht geklaut wird!!
    Ursula Ehlerding, Cuxhaven.

  6. Hallo Fridays for Future,

    die Frage „Es bringt doch alles nichts?“ ist etwas realitätsblind, weil:
    1.) Ist fridays for future die erfolgreichste politische Massenbewegung seit 50 Jahren! Fridays hat es geschafft in weniger als einem Jahr die gesamte öffentliche Meinung zu drehen und das Klima zum politischen Top-Thema in Deutschland und in vielen Ländern zu machen. Allein das ist schon ein wahnsinniger Erfolg!
    2.) Das heisst aber noch lange nicht, das die ziemlich dickfellige Politik sofort alles tut, was fridays for future fordert. Das dauert etwas länger. Fridays muss noch lernen mit Geduld und Hartnäckigkeit Politik zu machen, ohne enttäuscht zu sein wenn nicht sofort alles „bis Weihnachten“ klappt. So schnell geht das nicht und ging das noch nie in der Politik.
    Man muss also am Ball bleiben, nachsetzen, den Druck erhöhen und auf keinen Fall aufgeben!
    Deshalb hat Greta Thunberg am 19. Juli im Invalidenpark zu einem langandauernden, notfalls viele Jahre dauernden politischen Kampf aufgerufen! Habt ihr das schon vergessen?
    3.) Damit komme ich zum wichtigsten Thema dieser Woche, das war die Rede von Greta vor der UN! Das ist in eurem Wochen- bericht nicht angemessen gewürdigt worden.
    Wenn ihr mal das „emotionale“ beiseite lasst und stattdessen nur lest, was sie tatsächlich gesagt hat, werdet ihr zu dem Schluss kommen, das Gretas Rede inhaltlich von grösster politischer Bedeutung war und ist. Viele Millionen Menschen auf der ganzen Welt sind erst durch Gretas Rede vor der UN auf den Klimawandel und seine möglichen Folgen aufmerksam geworden. Und die provokative Form war deshalb genau richtig, weil sie weltweit riesigen medialen Wirbel ausgelöst hat. Das bedeutet, es war eine gewaltige politische Reklame für fridays for future und hat die internationale Mobilisierung noch einmal verstärkt. Und allein darauf kommt es an!
    Das jetzt verschiedene Politiker und einige Journalisten auf den „Benimmregeln des Freiherr von Knigge“ heumreiten, war nicht anders zu erwarten. Das war auch in früheren Jahren immer wieder so, wenn Demonstranten etwas forderten was den etablierten Mächten nicht passte, das wird auch immer so sein. Aber Greta hat es genau richtig gemacht: durch maximale Provokation vor dem höchsten Gremium der Weltgemeinschaft die grösstmögliche Aufmerksamkeit zu erzeugen, denn anders hört einfach keiner zu. Jetzt hören plötzlich alle zu: sogar Heidi Klum und Wladimir Putin!
    Das ist ein unglaublicher publizistisch-politischer Erfolg, den sollte fridays for future jetzt politisch nutzen und richtig ausschlachten.
    Das vermisse ich total in eurem Wochenbericht. Ausserdem vermisse ich, das fridays for future Deutschland sich vorbehaltlos vor und hinter Greta Thunberg stellt und sie in alle Richtungen verteidigt, besonders gegen die Morddrohungen von Neonazis!
    Denn SOLIDARITÄT ist das Wichtigste im politischen Kampf, wenn man etwas erreichen und durchsetzen will! Sobald ihr euch auseinanderdividieren lasst, von all diesen Hass- und Benimmregel-Kommentaren, habt ihr schon verloren. Das darf auf keinen Fall passieren!
    4.) Fordere ich euch auf, Gretas Rede vor der UN ins Deutsche zu übersetzen und dann in voller Text-Länge auf der Website von fridays for future in Deutsch und Englisch zu publizieren. Denn viele Ältere können gar nicht so gut Englisch, wie ihr vielleicht denkt, dasselbe gilt für die ganz jungen Grundschüler!
    Ich fordere euch dazu auf, diese Rede als politische Waffe für fridays for future und den Klimaschutz zu verwenden, die sie tatsächlich ist.
    Inzwischen haben auch einige ernst zu nehmende Journalisten gemerkt, wie bedeutend diese Rede von Greta Thunberg war und in den letzten Tagen einige sehr lesenswerte Kommentare dazu geschrieben!
    Vielleicht ist euch das im Trubel der Ereignisse noch entgangen?
    Aber ihr solltet diese Wertschätzung von Gretas Rede jetzt dringend nachholen, denn sie kann noch mehr Menschen für den Kampf gegen die Klimakrise gewinnen!

    In diesem Sinne: Alle fürs Klima! (Und: Never, Never, Never give up!)

    Fred W.

    1. Hallo Fred Will,

      danke für Deinen superguten Beitrag! Er analysiert die Situation treffend! Bitte FFF setzt die Anregungen von Fred W. unbedingt um! Meine inzwischen langjährige politische Erfahrung stimmt haargenau mit ihm überein. Übersetzt Gretas Rede und verbreitet sie, wo Ihr es irgendwie könnt.
      Unsere Generation ist im Englischen leider nicht so sicher ( ich leider auch nicht ).
      Deshalb wäre die Übersetzung auch für mich noch hilfreich.
      Lasst Euch von den inkompetetenten unsäglichen, persönlich diffamierenden Kommentaren nicht entmutigen! Sie zeigen doch am Ende, dass die Kommentatoren keine Argumente haben, sonst würden sie nicht auf diese „billige“ Schiene angewiesen sein…
      Macht unbedingt weiter, ich werde Euch auch weiter unterstützen, denn es gibt keine vernünftige Alternative dazu!!!!!
      Maurus Fegeler

    2. Hallo Fred,

      ich bin am Überlegen, ob/wie ich mich irgendwie politisch einbringen kann – und fand deinen Kommentar sehr interessant. Auf jeden Fall einiges an ‚Denkmaterial‘. Dafür: Danke!

      ad Übersetzung: Ich bin heute das erste Mal auf dieser Website und habe auch das Video bzw. eine Übersetzung davon hier nicht gefunden. Allerdings habe ich dann auf Youtube mittlerweile ein Video mit deutschen Untertiteln gefunden – es scheint also, dass die gesamte Übersetzungsarbeit nicht nochmals geleistet werden müsste.

      Liebe Grüße
      Andreas

  7. Ich hoffe das Greta Thunberg nicht wie Jeanne D’Aarke endet, verehrt, verdammt, verbrannt und am Ende heilig gesprochen. Ich bin erstaunt und bewundere es, wie diese Junge Frau es innerhalb eines Jahres fertig bringt, von einer harmlosen Sitzdemonstrantin vor dem schwedischen Reichstag zur Sprecherin einer Jugend zu werden, die den mächtigen unserer Welt vor der UNO die Leviten zu lesen und gleichzeitig diesen ungeheuren Hass und die kollektive Dummheit ihrer Feinde gegen ihre Person und für ihre Mitstreikenden zu ertragen. Kinder gelten auf dieser Welt gar nichts, sind rechtlos, dürfen verhungern, gegängelt und missbraucht werden und man klaut ihre Zukunft. Greta hat Bewusstsein in den Kindern geweckt und es ist zu hoffen, dass das nicht im Ökoterrorismus endet!

  8. Dieser Artikel an erster Stelle. Er klärt alles. Schon jetzt können an die 10Gigawatt abgestellt werden:

    https://www.ausgestrahlt.de/blog/2019/07/26/unter-der-kupferplatte/

    An Deutschland kann der Weg auch an Kernkraft und Kohle vorbeigehen. Den Weg KK wie GB einzusetzen, halte ich für höchst fragwürdig. Wir müssen alle auffordern Solarenergie, Trassenbau,und modernste Speichertechnologie einzusetzen und sofort investigativ umzusetzen. Ich zitiere wichtige Artikel aus Ausgestrahlt, die zeigen, dass ein Ausstieg aller Fossilien Brennstoffe (Uran, Gas, Kohle) machbar ist.

    https://www.ausgestrahlt.de/blog/2019/02/08/atomkraft-keine-option-klimaschutz/

  9. Ihr FFF-Aktivisten seid die Einzigen, die noch den falschen Subventionsabbau fordern. Das sonst Niemand mehr darüber reden will, zeigt aber die Wichtigkeit. EEG seit 2008 (2010), Netzkosten und vor allem der Subventionsabbau den SRU, WBGU und UBA seit 2004 ff. fordern. Bei einem wirklich freien Energiemarkt würden Erneuerbare Energien, Gebäudesanierung mit KWK, Sektorenkopplung und alternative Mobilität auch ohne neue Steuern zum Selbstläufer. Massive Einsparungen von Primärenergie wird dann der schnellste Weg zum Abbau klimaschädlicher Emissionen.

  10. Wir müssen wohl erst 15 Millionen werden, bis die Regierung sich gegen Konzerne wie RWE entscheidet. Und wie müssen mit Hilfe der Attributionswissenschaft (Friederike Otto. Autorin von „Wütendes Wetter“ die Konzerne zum Schadensersatz zwingen, damit sie ihr Geschäftsmodell ändern.

    1. oder die Konzerne vergesellschaften und in kleinere gemeinnützige Energiegenossenschaften verwandeln und die Entscheidungsstruktur demokratisieren…

  11. Lasst Euch nicht unterkriegen! Eure Arbeit, Eure Gedanken und Euer Engagement sind die Grundlage für eine lebenswerte Zukunft vieler Generationen. Dabei wird es Widerstände geben. Und es werden lange Durststrecken zu überwinden sein! Aber gemeinsam ist auch das im Moment unmöglich Erscheinende MÖGLICH!

  12. Solange die Verbrecher in Politik und Wirtschaft nicht entfernt worden sind, und zwar legal, bringen die Proteste nichts. Diese Möglichkeiten muss man nutzen. Der Schutz von Umwelt und Natur muss Staatsziel werden, d. h., er muss in die Verfassung aufgenommen werden. Dazu ist eine Verfassungsänderung notwendig.
    In Freiburg will man eine Vorreiterrolle übernehmen, gleichzeitig wird die Natur aber weiter zerstört durch bestimmte Projekte. Damit lügt man sich in die eigene Tasche. Auch hier muss man legale Mittel nutzen, um massiven Druck auszuüben.

  13. Wir müssen den Druck immer weiter erhöhen um die Politiker*innen dazu zu bringen, den Konzernen klare Vorgaben zu machen, Gesetze zu erlassen. Mit Freiwilligkeit kommen wir da nicht weiter.
    Es braucht viele gute Ideen, die umgesetzt werden müssen. Z.B. die Wiedereinführung von Nachtzügen. Diesmal bequem, schnell und preisgünstig in alle Metropolen Europas. Dad wäre eine wirkliche Alternative zum Fliegen in Europa.
    Marlit Klaus

  14. Ich bin jetzt 67 und unterstütze die Ziele der FFF mit allen Kräften. Wir sind schließlich die Generation gewesen die im Wesentlichen für den Klimawandel mit verantwortlich sind. Bei all den Demonstrationen sollte nicht vergessen werden auch selbst sofort damit zu beginnen sein Leben entsprechen zu ändern. Jeder kann sofort etwas unternehmen. Den Älteren sei gesagt, eine t CO2 nicht zu verursachen ist kein Verzicht, sondern ein Geschenk an unsere Kinder und Enkel. Drum sollte das Lebensziel nicht lauten „Enkeltauglich sterben“ (möglichst viel vererben) sondern „Enkeltauglich Leben“.
    In ca 6 Monaten sind Kommunalwahlen, eine gute Gelegenheit der Demokratie wieder ein Gesicht zu geben. Nicht Parteien sind in den Gemeinderäten gefragt, hier sollten sich die Bürger engagieren, es wird höchste Zeit eine bürgernahe Politik durchzusetzen.

  15. in Deutschland könnte von heute auf morgen ein Tempolimit festgelegt werden auf Autobahnen, Bundesstraßen und innerorts von 120, 80, 30. Es kostet nichts, verringert die schädlichen Abgase, schützt Leben und dringt hoffentlich ins Bewusstsein: so kann es nicht weitergehen.

  16. Danke, dass es Euch alle gibt. Dass Ihr kämpft mit Phantasie und Power. Diese Bewegung macht Hoffnung, ist das Licht im Dunkel. Nach wie vor gilt: auf die Dauer hilft nur Power.

  17. Es bringt alles nichts? Ganze Volkswirtschaften verdanken ihren Wohlstand nahezu ausschließlich fossilen Ressourcen und sie tun alles, damit das so bleibt. Die daraus resultierende fossile Gleichschaltung der Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten wischt man nicht einfach so vom Tisch, das braucht Ausdauer! Aber auch Fingerspitzengefühl, denn die Spaltung der Gesellschaft darf nicht noch weiter vorangetrieben werden.

  18. Weiter so!
    FFF hat bereits soviel erreicht! Die Parteien sind gezwungen zu reagieren – wenn auch zunächst nur „zum Schein“. Und das gilt es, gnadenlos zu entlarven.
    Eure Strategie, kene eigenen politischen Vorschläge zu machen, sondern auf die Forderungen der Wissenschaftler hinzuweisen, ist goldrichtig.
    Natürlich ist im Grunde ein Wandel des Wirtschaftssytems – weg vom einseitig profitgesteuerten Kapitalismus – unerlässlich. Aber die Rückbesinnung auf MArx (Kevin Kühner) – so sehr auch seine Ansichten immer mehr bestätigt werden! – ist in dieser Kommmunismus-traumatisierten Gesellschaft der Verzagten kontraproduktiv.
    Das starke, alle Parteiströumungen übergreifende Argument ist die Generationengerechtigkeit, die Zukunftsfähigkeit einer Politik. Das sollte viel mehr ins Zentrum gestellt werden.
    Entsprechend meinem Buch „Zukunft für alle – statt kurzer Profit für Wenige. Die globale Krise als Schlüssel für einen Systemwandel“ (Tredition) Oder unter
    https://www.systemische-selbstintegration.de/t205f9-Die-globale-Krise-und-der-domestizierte-Mensch-Artgerechtes-Leben-durch-SELF-Empowerment-Kapitel.html

    Jetzt erst recht!
    Ero Langlotz (78)

  19. Für die geistige Einordnung und Neuausrichtung sowie gegen Fatalismus ist „Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand“, Harald Welzer, S. Fischer 2013, nützlich:
    Für die Zukunft haben wir nur noch zwei Möglichkeiten: Niedergang durch Absturz oder Gestaltung. Jeder vernünftige Mensch sollte die zweite Möglichkeit bevorzugen.
    3 – 5 % widerständige Menschen aus allen Schichten der Bevölkerung können schon ausreichen, um einen Wandel zu bewirken.
    Wandel entsteht nicht durch Belehrung, sondern durch „selbst machen“. Da die Politik weitgehend versagt, sollten wir das tun, was jedem einzelnen von uns möglich ist, im Wissen, daß dies niemals auch nur annähernd reichen wird – und trotzdem gibt es da eine ganze Menge.
    Erst im Tun entsteht der damit verbundene notwendige Bewußtseinswandel.
    Denken im Futur II ist hilfreich: „Großvater, was hast Du damals getan, Deinen ökologischen Fußabdruck zu verringern?“

    Die heute noch vorherrschende Denkfalle besteht darin, sich die Zukunft als Fortschreibung der Gegenwart vorzustellen, nur grüner und nachhaltiger. Erneuerbare Energien etc. aber ersetzen im derzeitigen neoliberalen Wirtschaftsmodell nicht die derzeitigen Energieversorgungen, sondern ergänzen sie nur – sie kommen immer obendrauf. Dieses Prinzip ist dem Kapitalismus wesenseigen – von Anfang an. Erst jetzt, nach ca. 250 Jahren Industrialisierung und Wirtschaftswachtum erweist sich, daß ewiges Wachstum bei endlichen materiellen Ressourcen eines Planeten an Grenzen stoßen muß, wenn Gewinne aus Einsparungen und Effizienzsteigerungen flugs wieder reinvestiert werden.
    Insofern ist Onkel Dagobert – ein Kapitalist mit Vorbildcharakter – seiner Zeit auch in diesem Punkt weit voraus. Er reinvestiert nicht, sondern lagert seine Gewinne im Geldspeicher, zudem lebt er äußerst bescheiden und sparsam, schädigt damit die Umwelt kaum (mache behaupten, er wäre geizig).

    Ich wiederhole mich, uns allen steht eine Transformation zu „Weniger“ bevor, und wir haben nur noch die Möglichkeit, diese zu gestalten, als zu erleiden. Die gute Nachricht dabei ist, eine Ressource ist immer unbegrenzt verfügbar – der Erfindergeist!

  20. Ich bin wirklich begeistert und beeindruckt von der Kraft Greta Thunbergs und der vielen anderen vorwiegend jungen Menschen, ihrem Mut und dem Vertrauen in unser aller Zukunft. Ich hoffe sehr, dass dieses Vertrauen nicht zerstört werden kann durch diejenigen, die an der Umweltzerstörung verdienen oder meinen, „Freiheit“ ist wichtiger als Zukunft. Solche „kritischen“ und hasserfüllten Kommentare unkommentiert zu veröffentlichen, halte ich für eine gute Möglichkeit, sich damit auseinander zu setzen! – oder wie seht ihr das?

  21. Bringt nichts? Da kann ich eine Erkenntnis aus dem Sport beisteuern: Wenn’s nicht beim ersten Versuch zum Titel oder Rekord reicht, muss man noch härter (auch öfter!) trainieren, auch evtl. die Methoden/Taktik oder Technik verbessern und vor allem Durchhalten und nicht aufgeben! Die FF-Bewegung ist noch sehr jung, aber die meisten großen Erfolge kamen nicht mal eben schnell nach ein paar Tagen sondern nach Jahren intensiver und oft auch schmerzhafter Prozesse. Also keep going and try harder. Ich bleibe dabei als Opa for future..

  22. Fridays for future hat einen leichten Weckruf erreicht – Danke! Doch warum passiert trotzdem nix?
    Eigentlich ganz einfach: Weil keiner wirklich weiß WIE. Offensichtlich auch nicht FfF. Nur sich über die Politik zu empören reicht bei Weitem nicht! Es braucht einen Pradagimenwechsel und der ist von der alteingesessen Politik (incl. der Grünen!) nicht zu erwarten, da sie viel zu ideenlos ist!

    Hier ist FfF gefragt!
    Was schlägt denn FfF vor, um eine tiefenökologische, urenkeltaugliche Lebensweise schmackhaft und realisierbar zu machen? Da ist ganz viel machbar, nur von Vielen Zeitgenossen (incl. Teilnehmern der FfF Demos) noch garnicht denkbar.
    Bin gerne dabei, hierrüber mehr zu teilen.

    1. Ich möchte widersprechen, dass es von seiten der Politik keine Ideen und Lösungen gibt:
      https://cms.gruene.de/uploads/documents/20191004_Handeln__und_zwar_jetzt_Massnahmen_f%C3%BCr_ein_klimaneutrales_Land.pdf
      Alle Welt haut auf die Grünen ein, die ja ach so etabliert und gleichfalls neoliberal sein sollen: Nein, sind sie nicht. Kann ich nicht erkennen.
      Den Grünen – und manchen anderen auch – geht es tatsächlich um die Erhaltung unserer Gesellschaft, unserer Lebensgrundlagen. Sie könnten noch etwas mehr auf das Thema Suffizienz / Bescheidenheit eingehen.

      Was die Anderen aber angeht, die uns gerade ihr Klimapäckchen andrehen wollen, dieses Trostpflaster für verschreckte Ahnungslose, … da frag ich doch mal mit Cicero: Wem nützt es? Antwort: Nur den großen, alten Energiekonzernen.
      Die GroKo hat es nicht verstanden oder – noch schlimmer – sie stellt die Interessen der Konzerne wider besseres Wissen über die Interessen der Gesellschaft. Und das ist der eigentliche Skandal.

      Wir müssten eigentlich alle mit Fackeln und Heugabeln das Regierungsviertel besuchen. Am besten mit Gelben Westen, denn erst auf diese scheinen sie dann doch zu achten.
      :-/

  23. Liebe SuS, liebe Unterstützer,
    es hat alles nichts gebracht? NEIN, das darf nicht einmal gedacht werden. Die Konsequenz kann nur sein: wir müssen mehr werden, die Aktionen des zivilen Ungehorsams müssen sich vervielfältigen. Vernetzung: jeder hat Familie, Kollegen, die Lehrer seiner Kinder, ist im Sportverein oder singt im Chor. Man kann, wer möchte, auch Extinction Rebellion unterstützen: zum Beispiel am 7.10. in Berlin.
    In Marburg gibt es zum Beispiel ein Klimabündnis, das durchsetzen konnte, dass Marburg den Klimanotstand ausgerufen hat.
    Es geht weiter!

    Solidarische Grüße
    Karin Schwalm

  24. Erreicht ist trotzdem sehr viel. Das Ausmaß und die Weise, wie diese Klimafrage heute in der Öffentlichkeit diskutiert wird, hätte man sich vor einem Jahr nicht im Traum vorstellen können.

    Ich würde mir wünschen, dass die sechs FFF-Forderungen mit dem BRD-Klimapaket verglichen und bekräftigt werden mit Hinweisen, wie es weitergeht: Wie jede/r auf Landes-, Kommunal- und sonstigen Ebenen dafür weiter kämpfen kann. Der Schwerpunkt könnte auf aktuelle Konfliktpunkte gelegt werden, denn entscheidend ist, was konkret vor Ort wirklich passiert.

  25. Vielen Dank für den umfangreichen Newsletter.
    Es ist für mich der erste denn ich habe mich jetzt erst angemeldet.

    Ich bin auch der Meinung das wir , wenn sich nicht doch plötzlich was ändert, nicht mit der Politik rechnen können.
    Deshalb werde ich mich der Streikenden in meinem Heimatort jetzt anschließen.

    Da ich Rentnerin bin ist meine Hoffnung das sich weitere Rentner das auch überlegen für unsere Kinder, Enkel und Urenkel.

    Stellt Euch mal vor wenn sich nur die Hälfte der Rentner anschließen würden wie stark wir dann zusammen sind. Also bitte macht auch mit 🙏
    Herzliche Grüße

  26. LIEBE FRIDAY FOR FUTURE – ICH WERDE IM jANUAR 80 jAHRE; UND MEINE ENKELIN IST GESTERN 18 GEWORDEN. iCH BIN JA SO FROH DAS JETZT ENDLICH ETWAS PASSIERT IN SACHEN KLIMAVERÄNDERUNG UND DEREN FOLGEN AUCH WENN SICH DIE POLITIK NOCH ZIERT. iCH SELBST WERDE ES WOHL NICHT MEHR ERLEBEN DAS GETAN WIRD WAS GETAN WERDEN MUSS: IN DEN ACHTZIGER JAHREN HAB ICH SCHON BEI SEMINAREN GEHÖRT DASS WENN WIR SO WEITER MACHEN Z:B: BANGLADESCH VERSINKEN WIRD IN DEN FLUTEN.
    NUN SIND WIR 40 JAHRE WEITER UND NUN SEIT IHR DA: MACHT WEITER UND LASST EUCH NICHT FERTIG MACHEN VON DEN LEUGNERN, ICH DRÜCKE EUCH ALLE DAUMEN DAFÜR:

    1. Vergessen haben Sie zu sagen, dass auch die Kinder und Jugendlichen Ihre Smartphones, Computer etc. dem Elektroschrott übergeben sollen. Streikt ebenfalls dafür. dass alle elektrischen Geräte abgeschafft werden inkl. Kühlschrank, Waschmaschine, Trockner etc.
      Hatten wir früher alles nicht und wir leben immer noch. Lernt wieder von Hand zu waschen mit dem Waschbrett. Wisst ihr nicht wie, dann kann ich Euch das gerne beibringen. Geht sehr gut, gibt nur etwas geschundene Hände. Streikt dafür, dass alle Heizungen abgeschafft werden und hackt selber Holz vor dem Haus, damit Euer Wohnzimmer schön warm wird. Auch das Holz hacken. bringe ich Euch gerne bei. Seid Ihr jungen Leute dazu bereit. Wenn ja, dann bin auch ich gerne dabei.

  27. Liebe FFF-Aktivisten, wann immer ich kann bin ich als „Grandma for Future“ dabei. Danke für eure unermüdliche Aktivität, eure ansteckende Begeisterung und euer Durchhaltevermögen! (Und natürlich für diesen Newsletter!)

  28. ES BRINGT BRINGT DOCH ALLES NICHTS ?
    Doch es bringt eine Bewegung in die Verbundenheit, weg vom Ego und vom Nationalen.
    Das ist eine neue Leistung des Geistes.
    Im Zeitalter des Anthropozäns lassen sich Erdsystem und Menschheit nicht mehr trennen ! Es ist somit ein dynamisches System der Wechselwirkung.
    Das bedeutet, dass der Mensch nicht getrennt von anderen Spezien zu denken ist.
    Er ist eingebunden im Kritischem System der Erde, im Austausch mit anderen Wesen.
    In der Praxis bedeutet das, dass Lösungsprobleme nicht von einer abstrakten Menschheit oder von Elitenvertretern gesucht werden, sondern auf der Ebene von vernetzten Gemeinschaften an unterschiedlichen Orten gesucht werden. Eine solche Ausrichtung verlangt nach einer netzwerkbezogenen Forschung und der daraus folgenden praktischen Gestaltung der natürlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Umwelten.
    Dieses System zeichnet sich als reflektiv, differenziert in den lokalen Handlungsmöglichkeiten aus, weil in kreativen Spielräumen gedacht werden muss.
    Die Anpassungsfähigkeit an kommende Veränderungen des Systems Erde werden dadurch also erheblich verbessert.
    Soweit die Theorie.
    In der Praxis ist bereits Eure Bewegung am Wirken und aktuell folgende daraus entstanden.
    https://paedagogenforfuture.org/
    https://farmers-for-future.de/
    Und es vernetzt sich weiter. Es sind bereits Wege um Europa zu bewegen zu erkennen.
    Schaut mal auf die gerade Laufende Eu Initiativen
    https://ec.europa.eu/citizens-initiative/public/initiatives/open
    Wir sind früher immer an einer Million Unterschriften gescheitert- Das könntet Ihr in der Vernetzung schaffen. ZB.
    https://eci.fridaysforfuture.org/de/
    https://www.stopglobalwarming.eu/
    https://www.growscientificprogress.org/
    https://beesfarmers.armada.digital/de/
    Zum Thema »regenerativer Agrikultur«habe ich von Euch zb noch nichts gehört.
    Buchtipp: http://www.humusrevolution.de/

    Doch es bringt was, leider etwas langsam aber schneller als in den 80zigern.
    So laßt uns die Kritische Zone der Erde erhalten.
    Gruß Ingo

  29. Anne von Kenne

    Warum hört man nicht ein einziges Mal den Ruf nach Abschaffung der Werbung auf Papier? Samstag für Samstag liegt in meiner Tageszeitung ein dickes Bündel bunt bedruckter Werbeblättchen, die ich völlig unbeachtet der blauen Tonne übergebe. Wieviel Energie, Wasser, Druckfarbe, Arbeitskraft ist notwendig, um dieses unsinnige Produkt – noch dazu in einer hohen Stückzahl – herzustellen. Werbung gibt es bereits in Fernsehen und Radio, auf Plakaten. Warum müssen darüber hinaus unzählige Bäume sterben. Warum kann die Regierung nicht ein einziges Mal ein Machtwort sprechen ?

    1. Ich habe die Tageszeitung und auch sonst die meiste Post abbestellt, z. B. auch den Organisationen, bei denen ich Mitglied bin, durchweg verboten, mir andere als gesetzlich vorgeschriebene oder vertragsrelevante Informationen zu schicken. Die Post in meinem Briefkasten ist dadurch um ca. 80% zurückgeganten. Wenn ich heute Post im Briefkasten finde, dass diese mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit für mich wichtig ist. P. S. Zeitunglesen verführt zum Nachplappern 😉

    2. Liebe Anne von Kenne,
      Mein Vorschlag:
      Lesen Sie Ihre Zeitung zukünftig als e-paper. Das würde noch viel mehr Ressourcen sparen und den Werbemüll reduzieren! das wirkt sofort und ist oft sogar billiger als die gedruckte Version. Zeitgemäßer ist es allemal!
      Je mehr das tun, je besser für die Ressourcen!
      Gruß
      Guzzibiker

  30. Es ist nicht so, dass es nichts bringt! Kein Mensch kann ernsthaft annehmen, dass die Politik nicht genau weiß, was getan werden müsste. Ich glaube eher, dass diese Regierung nicht die Stärke, nicht die Unterstützung hat, ein solch großes Projekt auf den Weg zu bringen. Diese Regierung ist schon nur sehr mühsam überhaupt zustande gekommen, ständig wird darüber geredet, wie lange sie noch hält, die Gegner in den eigenen Reihen sind zahlreich. Es wird wahrscheinlich nur möglich sein, wirklich wirksame Klimaschutzmaßnahmen durchzusetzen, wenn mindestens eine Mehrheit der Bevölkerung dahinter steht, eigentlich bräuchten wir bis zu den nächsten Wahlen einen Konsens. Davon sind wir leider noch sehr weit weg. Aber mit euren Demonstrationen überzeugt ihr immer mehr Menschen und das ist immens wichtig! Und es gibt viele, die in ihrem Umfeld auch aktiv werden…

  31. mein name ist herbert wagner,
    ich bin seit 40 jahren kriegsgegner – wir haben viele jahre mit millionen menschen
    gegen die pershing 2 atomraketen demonstriert – sie gibt es nicht mehr !!

    immer wieder wird vom militärisch-industriellen komplex – samt politik – die FALSCHE frage gestellt
    „wer soll das bezahlen?“ – ganz einfach – zur HÄLFTE DAS MILITÄR MIT IHREN WAHNSINNIGEN KRIEGEN UND DER IRREN UMWELTZERSTÖRUNG 11

  32. Es bringt doch alles nichts, ja, solange man nicht mit den besten Wissenschaftlern der Erde zusammenarbeitet, den Scientists for Future II .

    Die haben für Deutschland ein 900 Milliarden Euro Paket, z.B. Kohlestopp 2026 angeboten bei Zusammenarbeit.

    Noch gilt das Angebot, aber vielleicht nicht mehr lange, da Parteien und Staaten bei den Scientists for Future II anfragen, und die interessierteren sollen wohl darauf bestehen, dass fürs Klima dann aber keine 900 Milliarden aus den Reform-Einsparungen für Klimaschutz verwendet werden sollen, sondern gar nichts. Dann wäre alles gescheitert.

    Denn die Wissenschaftler wissen durch die neue naturwissenschaftliche Volkswirtschaftslehre, dass in Deutschland wohl nicht mehr kommen wird beim Klimaschutz, wenn sie nicht mithelfen, wofür nur FFF Druck machen könnte: Kohlestopp hopp hopp hopp – Merkel lass die Profis ran, Kohlestopp…

    Helfen Sie, dass es endlich zur Kooperation kommt, bevor alles zu spät ist. Viele Grüsse aus Düsseldorf

  33. Ich verstehe den Aufruf zum Sparen von Energie. Das ist auch die momentan schnellste Methode zur Verbesserung des Klimas.
    Aber prinzipiell liefert uns die Sonne das 15.000-fache an Leistung, was wir momentan weltweit benötigen. Wir müssen es nur Nutzen. D.h. wir müssen nur die Erneuerbaren Energien ausbauen, dann müssen wir nicht mehr sparen.
    Das kann man uns Bürgern wohl einfacher ‚verkaufen‘.

  34. Liebe FF-Aktivisten ich kann euch nur bitten, macht weiter mit noch mehr Druck auf die Politiker, macht ihnen die Hölle heiß.Ich bin 67 Jahre alt und kann es nicht verstehen, daß viele Mitmenschen, auch jüngere glauben, alles ist übertrieben. Es ist noch untertrieben und ich habe Angst vor der Zukunft obwohl ich das Szenario welches Wissenschaftler immer wieder heraufbeschwören wohl nicht mehr erleben werde.

  35. Hallo zusammen,

    vielen Dank für die Veranstaltungsorganisation der Aktionswoche und eure ausführlichen Berichterstattungen.

    So langsam finden sich auch die Parents for Future in Braunschweig zusammen. Wir bereiten unsere ersten Aktionen vor, und würden uns über viele weitere Teilnehmer, die auch aktiv werden möchten, freuen. Unser nächstes Treffen ist am Dienstag den 15. Oktober in der Gaststätte Eusebia in der Spielmannstrasse.

    Bei unsere letzten Sitzung haben wir auch über den finanziellen Aufwand der Schüler von Fridays for Future gesprochen. Viele Schüler sind da in Vorleistung gegangen. Wir halten es für wichtig, die jungen Leute bei ihrem Engagement auch mit Geld zu unterstützen. Also spenden Sie bitte reichlich und oft an die aktiven Schüler.

    Horst

  36. Auch ich kann an nichts anderes mehr denken.
    Woran denken die Politiker???
    Um viele sehr große Veränderungen kommen wir nicht drumherum!
    Mit – oder ohne Überlebende.
    1000 € „Grundgebühr“ pro Flug reichen vielleicht auch nicht. Dann fliegen nur die Reichen mit dem Flugzeug, aber sie fliegen. Autos, Fleisch, Überbevölkerung – … wem sag ich das?!
    Ich bin 40 Jahre zu spät (ging nicht anders). Morgen muss mein Sofa wieder warten – wie ab jetzt jeden Freitag – bis wirklich etwas gegen den Klimawandel getan wird!

  37. Es bringt doch alles nichts?
    Sicher, das Klimapaket der Bundesregierung ist ein Witz, wenn auch ein sehr schlechter. Eigentlich ist das eine politische Bankrotterklärung (Die Frustration von Herrn Latif ist nur all zu verständlich). Das ist sicherlich zu einem Großteil den Lobbyisten zu verdanken, aber auch der Tatsache, dass die GroKo ziemlich am Ende und mehr mit sich selbst als mit Regieren beschäftigt ist.
    Aber gerade deswegen muss das Motto lauten: Jetzt erst recht!
    Ihr habt am 20.9. alleine in Deutschland 1,4 Millionen Menschen mobilisiert, und zum ersten Mal ganz viele Erwachsene. Dafür herzlichen Dank! Ich war am 20.9. bei der Demo in Nürnberg dabei und habe mich unheimlich gefreut, dass da wirklich Jung und Alt gemeinsam auf die Straße gegangen sind. Das waren wirklich Menschen aller Altersschichten, und ich war mit meinen 63 Jahren bei Weitem nicht der Älteste. Ein ähnliches Bild bot sich am 27.9. beim Sternmarsch in Nürnberg. Das zeigt mir, dass immer mehr Menschen aufwachen und erkennen, dass es so wie bisher nicht mehr weiter gehen kann. Daher: nicht aufgeben, am Ball bleiben und weitermachen! Die Klimabewegung muss zu einer Massenbewegung werden, nur so wird noch etwas zu retten sein.

  38. Hallo!

    Natürlich auch von mir zuerst „macht weiter so“!!!!
    Ihr, wir, damit der Rest (Politik, Wirtschaft, etc.) NICHT so weitermacht…

    Aber zur Organisation: am 20.09. war ich natürlich dabei, DAS war ja auch „ÜBERALL“ angekündigt. Aber leider fand ich zu eventuellen Aktionen der week4future, oder am 27.9., keinerlei Informationen – außer Links zu facebook! Infos waren also offenbar, jedenfalls für unsere Stadt, ausschließlich über facebook zu bekommen.

    Mich um die Klimaproblematik zu kümmern, ist für mich Teil eines insgesamt bewussten Lebens. Dazu gehört neben vielem Anderen auch, NICHT die diversen Datenkraken mit Futter zu versorgen. Also unter anderem kein Instagram und kein facebook (und guggel nutze ich natürlich auch nie)!

    Ihr habt hier mit „https://fridaysforfuture.de“ doch eine eigene Internetseite / Internetadresse / Domain (wie immer man das nennen will) – warum verbreitete ihr die Infos nicht HIER, statt über Großkonzerne, die an genau dem beteiligt sind, was wir alle zu verhindern versuchen? Für jede Ortsgruppe eine Unterseite, auf der dann alles angekündigt, wenn möglich auch kommuniziert wird – das müsste doch möglich sein? Kein fähiges Computergenie in der ganzen Bewegung, der/die das programmieren könnte? Oder woran sonst liegt es?

    Übrigens kann es auch mit daran liegen, „dass (…wer auch immer…) nicht erreicht werden von euren Hilferufen“, wie Ursula (2. Oktober 2019 um 15:38 Uhr) schreibt, deren Ausführungen ich auch ansonsten komplett unterschreiben kann!

    Liebe Grüße,
    Frank

  39. Ich bin jetzt auch dabei. Mache in der Schule, in der ich arbeite Mundpropaganda für den 29.11.. Ihr braucht jetzt einen langen Atem, dann werden immer mehr überzeugt. Oberste Devise ist: Durchhalten und weitermachen. Ich kann mir vorstellen wie viel Arbeit die Organisation macht. Haltet um den Willen der gesamten Menschheit weiter durch. Im großen Respekt
    E.

  40. Wie messen wir Erfolg beim Klimawandel?
    Weltweit ist wohl eine klare Messung unseres – der Menschheit – Versagen die Keeling-Kurve mit den Informationen zum CO2-Gehalt der Atmosphäre (https://www.esrl.noaa.gov/gmd/ccgg/trends/)! Aber wie können wir den Erfolg bzw. Misserfolg in Deutschland messen? Das Klimapaket der Bundesregierung wird zurecht als verantwortungsloses und weitestgehend wirkungsloses Sammelsurium nicht wehtuenden Absichten betrachtet. Dabei ist die Temperatur in Norddeutschland schon um die angestrebten 1,5°C gestiegen, die Seen sind ebenfalls um diese Temperatur wärmer geworden mit der gleichzeitigen Abnahme des Sauerstoffgehalts um 20%! In der Ostsee bilden sich immer größere sauerstofffreie Zonen, die zu Fischsterben und dem Tod der Jungfische bzw. dem Absterben des Fischlaiches führen. Die Larven des Herings finden in einigen Gebieten keine Nahrung, da das Laichen bei wärmeren Wasser früher geschieht als sich das Plankton durch das Licht entwickelt.
    Wie können wir die Politik aufrütteln und zum Handeln bringen?

  41. Schön wäre einmal im Monat autofreier Sonntag. Dann kann die Luft sich kurz erholen und wir auch! Zu Hause bleiben, Fahrrad fahren oder spazieren. Super.

  42. Vielleicht sollte sich die 3F-Bewegung auch schon Gedanken darüber machen, wie sie die heutigen Umweltsünder zur Rechenschaft ziehen wird, wenn sie eines Tages an der Macht sein wird. Ich denke hier z. B. an den Porsche-Vorstand der seinen neuen Sportwagen Taycan mit 700 PS auf den Markt bringt. Oder auch an die Vorstände der Firmen die SUV produzieren. Es gibt natürlich noch viele andere Dinge die die Welt nicht braucht und nur zur Klimaerwärmung beitragen. Spontan fallen mir da die vielen unnötigen Transporte rund um den Globus ein, oder halbvolle Verpackungen der Industrie, oder zu helle Straßenbeleuchtung oder, oder, oder. Soll niemand später behaupten können: „Ich habe das ja nicht gewusst“! Zu aller erst müssen die Wirtschaftsbosse an die Kandare genommen werden. Diese sind nur auf Profit und auf Ausbeutung der Ressourcen programmiert. Dann bringt das alles sehr schnell etwas.

  43. Das „Klimapaket“ der Regierung – eine Nullnummer. So geht es seit Jahrzehnten: Große Würfe werden angekündigt, heraus kommt heiße Luft.
    Dank Greta und FFF ist endlich Bewegung in den Stillstand bei der Klimarettung gekommen. Zunehmend treiben nun auch radikalere Bewegungen wie XR und Ende Gelände die Politik vor sich her. Mal sehen was die kommende Woche in Berlin bringen wird….

    Die globale Klimabewegung und der gewaltfreie zivile Ungehorsam gewinnen an Zulauf, doch leider auch gewaltbereite linke und rechte Strömungen. An den Rändern der friedlichen Klimabewegungen versuchen Radikale, das Thema Klimarettung und die damit einhergehende Verunsicherung von Teilen der Bevölkerung für ihre ideologischen Ziele zu kapern. Protest und gewaltfreier ziviler Ungehorsam müssen daher dringend das Vorbild der Klimabewegung bleiben!

    Seitens der Politik sollte endlich die Wahrheit über die drohende Klimakatastrophe ausgesprochen werden, damit unsere Politiker noch einen Rest an Glaubwürdigkeit und Handlungsspielraum behalten!
    Die notwendigen Konsequenzen für die Politik sind klar: Nach Jahrzehnten der – nahezu – Tatenlosigkeit muss die Rahmenbedingungen für die dringende Transformation der Gesellschaft schaffen. Für eine Transformation, die sehr schnell erfolgen und radikal sein muss.

    Transformation wohin? Die Politik hat auf diese Frage bislang keinerlei realistische Antworten. Sie vertraut auf das gewohnte „Drehen an Stellschrauben“ und „technische Innovationen“. Und wir? Viele von uns bilden sich ein, es reiche, „bei sich selbst“ anzufangen. Als würden Mülltrennung, Energie- und Wassersparen, der Kauf von Bioprodukten und Öffi-Nutzung den Planeten retten.

    Die Regierungen drücken sich davor, das Einzige einzuleiten, was unseren Planeten noch halbwegs retten könnte: Eine zügige De-Industrialisierung der Wirtschaft, ein konsequentes Abrücken von der Wachstumsmaxime und das Reduzieren des Welthandels mit dem Ziel der Autarkie. Autarkie von Staaten, Regionen und ihren kleineren Einheiten.

    Alle konsequenten Massnahmen zur Reduktion der CO2- sowie Methan&Co-Reduktion im Zuge dieser De-Industrialisierung werden nicht nur in den Schlüsselindustrien gewaltige Arbeitslosenzahlen im Gefolge haben und damit eine starke Schwächung der Staatshaushalte. Doch diese bittere Realität darf nicht gegen die Klimarettung ausgespielt werden. Denn die Realität der drohenden Klimakatastrophe ist absolut und alternativlos.

    Für die Zeit nach der Beendigung des „Industriellen Zeitalters“ mit seinen katastrophalen Folgen für Klima, Umwelt und Natur gibt es jedoch eine Lebensalternative – möglicherweise nur eine einzige, die in der Lage ist, in Zukunft Massenarbeitslosigkeit und soziale Verwerfungen zu vermeiden: Die zügige Wiederbesiedlung des Landes, die Re-Agrarisierung in großem Stil. Das Ersetzen des zerstörerischen industriellen Landwirtschaft durch personalintensive kleinräumige biologische Agrastrukturen.

    Eine der größten Lügen der jüngeren Geschichte lautete: Nur mit Hilfe der industriellen Landwirtschaft kann die – wachsende – Weltbevölkerung ernährt werden. Längst wird auf allen Kontinenten das Gegenteil bewiesen: Kleinräumige, biologische Landwirtschaft ist nicht nur besser für Klima, Umwelt und Natur sondern sie ist auch viel besser in der Lage, die Menschheit zu ernähren. Doch auch ihre Kapazitäten sind endlich und müssen daher begleitet werden von einem globalen Geburtkontrollprogramm.

    Die Rückbesinnung auf das Landleben, das Leben in von und mit der Natur, der Paradigmenwechsel von „Landflucht“ zur „Stadtflucht“ bedeutet kein „zurück in die Steinzeit“. Vorhandene Wissen und auch technische Möglichkeiten bieten dem heutigen Landwirt große Erleichterungen und eine ganz neue Art von Lebensqualität. Zumal, wenn er auf Tierhaltung verzichtet.
    Diese Art der gesellschaftlichen Transformation – in großen Teilen weg von der Industriegesellschaft hin zu einem Mix aus nachhaltiger, nicht ersetzbarer Rest-Industrie
    und kleinräumiger ökologischer Landwirtschaft beinhaltet – ganz nebenbei – die Chance auf die Lösung etlicher anderer akuter Probleme, ökologischer und sozialer Natur.

    Doch diese Umformung der Gesellschaften setzt Einsicht voraus – Einsicht über die negativen Seiten des Stadtlebens und die positiven des Landlebens sowie die Bereitschaft – vor allem – der Jugend, künftig ganz anders als jetzt noch gewohnt zu leben.
    Die Rückbesinnung auf das Landleben, der Wechsel von Land- zur Stadtflucht, ist unsere große Chance für die Zukunft. Der einzige „große Wurf“, der die gravierendsten Folgen der notwendigen Neuformung unserer Industriegesellschaften abfedern kann. Und Autarkie der großen und kleinsten Einheiten sollte der anzustrebende Kern dieser künftigen Postwachstumsgesellschaft sein.
    Wir alle können diesen Prozess schon heute beeinflussen: Durch ein radikales Verändern unserer Konsumgewohnheiten und unseres Lebensstiles sowie das zügige Verlassen unserer städtischen Lebensräume und die Ansiedlung in vorrangig strukturschwachen Regionen des Landes (und vieler entvölkerter Kleinstädte).

    Schnell noch ein paar Stichworte, die zu dieser neuen Gesellschaft gehören sollten: Entschleunigung, Enttechnisierung, Abwendung vom Materialismus, Neudeffinition von persönlicher Entscheidungsfreiheit, Lebensqualität und Lifestile, Abkehr von einem Leben nach dem Motto „schnell, billig und bequem“, Bescheidenheit statt Gier, Miteinander statt Gegeneinader, Solidarität statt Egoismus.

    Die Politik täte gut daran, die Wiederbelebung des Landes schnellstens zu ihrem „Plan B“ zu machen. Denn die ersten sichtbaren Rezessionszeichen werden nicht nur eine kurzzeitige „Delle in der Konjunktur“ sein. Sie sind der Beginn eines dauerhaften globalen Abschwungs, des endgültigen Endes vom zerstörerischen Wirtschaftswachstum.

  44. Liebe Fidays,
    Great! 1 400 000 Menschen auf der Straße in Deutschland als Teil einer (fast) weltweiten Bewegung. Seid stolz und lasst Euch nicht mürbe machen. Ihr seht Euch einer klassischen Strategie der Macht gegenüber: 1. Ignorieren – überwunden, 2. Diffamieren – mitten drin, 3. aktiv bekämpfen und zwar je Erfolgloser, desto radikaler – kommt noch. Wichtigstes Werkzeug: (Volk) teilen und gegeneinander ausspielen. Also zusammenhalten ist das Gebot. Und mehr werden. Es ist klug, möglichst viele Erwachsene zu gewinnen und einzubinden. Das braucht es, Wissenschaftler…, Eltern…, Lehrer.., Unternehme(r)n… wo ist eigentlich Politiker für die Zukunft? Geht in die örtlichen Abgeordnetenbüros der Parteien und fragt sie persönlich, wie sie Euch eine lebenswerte Zukunft sichern wollen und was sie tun oder gedenken zu tun? Geht auch zu denen, die noch immer die Fakten leugnen, gut vorbereitet mit Argumenten und erwartet nicht, sie zu überzeugen. Trotzdem wird eine Wirkung eintreten, und wenn es nur Zweifel sind oder Aufmerksamkeit für das Problem. Ihr alle seid oder werdet auch Wähler, informiert Euch über die Programme der Parteien und trefft eine kompetente Wahl, spätestens 2021 geht Merkel, vielleicht kann man ja eine(n) echte(n) Klimakanzler(in) wählen.

    Also nicht umsonst, dran bleiben und nicht abqualifizieren lassen.
    Fakten ändern sich nicht, nur weil Menschen sie ignorieren oder nicht danach handeln.
    Wer aus dem Fenster springt wird ab einer bestimmten Höhe zerschellen, ob er es glaubt oder nicht. Nur können wir hier nicht erst den experimentellen Beweis abwarten, wenn wir nicht Schaden nehmen wollen. Wem nützt es denn, nachdem das Klima gekippt ist und die Dynamik unsere Zivilisation (und damit alles das, was hier grad „verteidigt“ werden soll) wegrafft, sagen zu können: Wir hatten Recht?

    Wie sagte Greta im amerikanischen Fernsehen sinngemäß (bezogen auf Amerika und Europa): für die einen ist es eine Glaubensfrage für die anderen Fakt, also schafft Fakten, durch Aufmerksamkeit, Information, Aufklärung und Mobilisierung. Nicht verzagen, nur weil der Gegenwind auffrischt, das kann auch noch Sturm werden, aber was ist die Alternative?
    Macht Euch sturmfest. Verhindert, dass Leugner und Zweifler zu Gegnern, gar Feinden gemacht werden. Und haltet die unverbesserlichen einfach aus, die wird es immer geben.

  45. Verträgt ihr auch Kritik?

    Klimaschutz – kein Thema mega wichtig. Aber auch nicht erst seit gestern oder weil es heute gerade „IN“ ist. Umweltschutz und Tierschutz – egal bleibt auf der Strecke. Hauptsache die Luft über Deutschland ist sauber.
    Was glaubt ihr eigentlich? Das eine handvoll Politiker eine Kehrtwende von heut auf morgen erteilt. Ich lese hier „bringt alles nichts“. Natürlich habt ihr was erreicht – den Schuss ins Ofenrohr! Es funktioniert es halt auch nicht, nur Forderungen zu stellen und abzuwarten das es schon einer schon richten wird.

    Ihr könnt froh sein das eure sog. Forderungen noch milde in Deutschland eingeführt werden. Erreicht habt ihr nämlich

    – das die Mieten noch weiter steigen,
    – es nun eine zweite Miete namens „Heizkosten“ gibt
    – noch mehr Leute und Kinder künftig auf der Straße wohnen werden
    – viele Leute nun ihre Jobs verlieren
    – noch mehr die Umwelt zugemüllt wird
    – die Plastikberge größer werden
    – sich die Wirtschaft die Hände reibt über den unerwarteten Mehrumsatz durch eure Demo
    – Bio-/Windkraftanlagen etc. nun noch weniger gebaut werden (auch das wird teurer)
    – neue umweltfreundliche Invitationen eher nicht mehr gebaut werden
    – das alles andere auch teurer wird – die Wirtschaft legt alles auf den Verbraucher um

    Wie lange glaubt ihr denn das, dass gut geht? Unser Wirtschaftssystem ist bereits fast am Ende. Dann sowas. Das ist kein Klimaschutz – das ist ein reiner EGO-Trip. Bin mir sicher das werten nicht wenige als Angriff.

    Wenn ihr Erfolg haben wollt, dann erst einmal den persönlichen EGO-Trip ablegen und den Kopf einschalten. Über das Volk und Politik erreicht ihr nicht viel. Die meisten gehen nach der Demo genau so ihren Weg weiter wie zu vor. Die einen haben es nie gelernt und die anderen haben einfach das Geld nicht in der Tasche um sich das auch noch leisten können. – Finde es immer nett wie alle bei der Demo am Königsplatz bei den Obdachlosen die Köpfe senken und schnell das weite suchen. Gewöhnt euch mal schnell an diesen Anblick.

    Klimaschutz ist eben mehr als nur leere* Forderungen in die Welt zusetzen. Klimaschutz ist Verantwortung übernehmen. Genau dieser Punkt ist es der Greta gerade um die Ohren fliegt. Klimaschutz funktioniert auch nur wenn die ganze Welt an einem Strang zieht.

    Was noch schlimmer ist, Greta unterschätzt das alle Staaten auf der Welt nicht gleich funktionieren. Folglich auch die darin lebenden Menschen mit so vielen unterschiedlichen Problemen täglich in ihrem Alltag kämpfen müssen. Da wird dann durch euch noch einer drauf gesetzt. Wie wird das ausgehen? Viele Menschen auf der Welt können sich heute kaum das nötigste Leisten und sollen für saubere Luft noch Einsparungen machen. Das glaubt ihr doch selbst nicht, das das funktionieren soll.

    *leer – im Sinne das ihr die Leute veräppelt und nicht sinngemäß informiert.

    Warum geht denn keiner auf die Wirtschaft zu? Genau zu denen, die uns täglich ihre Waren produziert mit hohen CO2-Werten verkaufen. Was anderes können wir – das Volk – nämlich gar nicht kaufen. Biokartoffeln aus Ägypten – toll – wo es eh kaum Wasser gibt. Das viele Obst das allein in Deutschland vernichtet wird weil die EU beschlossen hat mit welcher Größe sich ein Apfel auch Apfel nennen darf. Die dann natürlich auch TOT-gezüchtet sein müssen. Die vielen Lebensmittel die weltweit vernichtet werden, damit die Preise auf den Märkten auch ja stabil bleiben usw. Was nützt den da noch frische Luft wenn der Rest nur noch aus Müll besteht?

    Habt ihr dazu wirklich keine Ideen? Dann frage ich mich für was eure Demo gut sein soll. Außer die zu strafen die täglich versuchen ihr Auskommen zu verdienen, mit den Mitteln die ihnen zu Verfügung stehen. Ihr müsst aufpassen das mit eurem tun sich die Zustände nur mal in Deutschland nicht verschlechtern. Geht nur einer auf die Straße für Gegendemos – möchte ich mir nicht ausmalen.

    Zum Thema frische Luft – damit ihr mal eine Idee habt:
    Ihr wollt frische Luft – sorgt doch mal dafür das alle die, die nicht unmittelbar mit einem Kunden zu tun haben – einfach Home Office machen können. Schon wäre z.B. in München gut ca. 25 – 30% weniger Verkehr, damit weniger CO2. Die Bahn die es eh nicht packt auch nicht überlastet. Es gibt tolle Schweizer Konzepte. Schon bräuchte man auch nicht mehr solche Massen an Bürogebäuden.

    Macht was sinnvolles für das Volk um CO2 einsparen zu können – dann könnt ihr weit aus mehr erreichen. Momentan habt ihr alle inklusive euch selbst abgestraft. Das wird sich spätestens dann bemerkbar machen wenn die neune Beschlüsse der Politik umgesetzt werden. Ich kann meine Miete bezahlen auch in Zukunft – könnt ihr das dann auch noch?

    So verharren wir weiter in der netten Kapitalismus-Spirale, mehr Umsatz, mehr Gehalt, mehr Konsum, mehr.., mehr .., mehr .. — Blöd halt nur das die Erde nicht mehr und mehr wird. Aber die Luft wäre dann ja sauber.

    1. Ja, Kerstin bei einigen Bemerkungen wirst Du leider Recht haben.
      Wir brauchen alle eine neue Bescheidenheit in unserer Lebensweise (mindestens die Halbierung unseres ökologischen Fußabdruckes) und die Betonung liegt auf – Alle – !

      Unser Wirtschaftssystem ist dafür total ungeeignet, da ein Null-Wachstum der Wirtschaft ja schon enorme Probleme hervorbringt, geschweige denn ein Minus-Wachstum. Das Zinsgeldsystem erfordert dieses ständige Wachstum und seit dem Bericht des Club of Rome sind schon über 4 Jahrzehnte der Ignoranz dieser Erkenntnisse ins Land gegangen. Jetzt wo es kaum noch Zinsen gibt, flüchtet das Anlagekapital in Immobilien, sowie Grund- und Bodenspekulation und richtet dort die entsprechend verheerenden Auswirkungen (exorbitante Preisanstiege) an. Es gab einmal vermehrt Erbpacht-Modelle der Kirchen und Kommunen, aber die haben ja aus kurzsichtigen Gründen alles privatisiert. Das „versilbern“ geht aber nur einmal und dann schaut man in die berühmt berüchtigte Röhre. Grund- und Boden dürften genauso wie Wasser niemals in privaten Besitz gelangen.

      Wir brauchen für eine nachhaltige Welt ein anderes Wirtschafts- und Geldsystem, das den Wachstumszwang überwindet. Die Bewegungen gibt es bereits und es wäre gut, wenn FFF sich damit vernetzen könnte, um eine noch höhere Schlagkraft und ein nachhaltiges Konzept zu entwickeln. Leider kommt man nicht drum herum die Lage ganzheitlich zu durchleuchten, weil alles mit allem sozial, wirtschaftlich, global, emotional, … verknüpft ist. Leider braucht das entsprechende Zeit und die Zusammenarbeit kluger Köpfe.

      Alle christlich orientierten Bürger sollten sich fragen welchen Stellenwert die Bewahrung der Schöpfung in ihrem Leben hat und ob es genug ist einmal im Jahr bei der Aktion saubere Landschaft mit zu machen. Die Zeit rennt uns und euch Jüngeren erst recht, davon und da gilt es einerseits einen kühlen Kopf zu bewahren und andererseits mit Beständigkeit am Ball zu bleiben. Meine ideelle und finanzielle Unterstützung sage ich euch hiermit über die GLS-Bank zu und wünsche einen langen Atem für eine lebenswerte Zukunft.

      Karl

    2. Kerstin, bist Du sicher, dass Du Dich nicht in der Seite geirrt hast?
      Warst Du bei einer Demonstration für Luftreinhaltung?
      Das Thema hier ist die fortschreitende globale Erwärmung, die die Menschheit losgetreten hat und die über eine Kaskade positiver Rückkopplungseffekte zum Selbstläufer werden wird. Es geht nicht darum, dass die Luft schmutziger wird, sondern dass die derzeitige Klimastabilität, von der nicht nur die menschliche Zivilisation, sondern die gesamte Ökosphäre abhängt, grundsätzlich verlorengeht. Sobald die Erwärmungsmaschine erst mal von selbst läuft, ist völlig unkalkulierbar, bei welchen Verhältnissen und Temperaturen sich dann überhaupt wieder Verhältnisse einstellen, die zumindest so stabil sind, dass eine Anpassung über einen längeren Zeitraum möglich wäre, falls dann noch jemand da wäre, der sich anpassen könnte. Das ist ein etwas anderes Kaliber und meiner Einschätzung nach auch der Elefant im Raum, den die „Kritiker“ und „Skeptiker“ mit großer Mühe umschleichen, um ihn bloß nicht sehen zu müssen.

  46. Hallo ihr Lieben, es ist immer wieder spannend zu lesen, auf welche Ideen so manch einer kommt. Ich habe weder Mitleid noch verurteile ich irgendjemand. Aber eins muss man wissen: Der Klimawandel ist und bleibt eine Erd- Entwicklung. Was macht ihr, wenn die Klimaziele erreicht werden und trotzdem das Eis weiter schmilzt ? Geht ihr dann raus und schreit: Warum habt ihr nicht früher schon was gemacht ? Glaubt ihr wirklich, dass der Mensch das Wetter beeinflussen kann ? Oder seid ihr Indianer, die nur einen Regentanz aufführen müssen und schon regnets ? Der Mensch ist zwar das höchste Tier in der Nahrungskette, aber alles kontrollieren kann er auch nicht. Konsum und Ungerechtigkeit waren noch nie die besten Tugenden. Aber ein bißchen Demut vor dem Leben sollte man schon haben. Wenn du die Wahl hättest: Einen Schluck Wasser zu trinken, um den Durst zu löschen, von dem du weißt, es ist nicht ganz sauber, oder lieber zu verdursten. Was würdest du tun ? Der Mensch ist seinem Lebenserhaltungstrieb und dem Wetter unterworfen. Aber in den ganzen letzten Jahrzehnten wurde uns suggeriert, wir wären auch noch schuld. Man hat die Wahl zwischen: Sich einfach dem Schicksal fügen oder sich die Köpfe einschlagen.

    1. In einem einzigen Punkt kann ich diesem Kommentar zustimmen: Auf das Wetter haben wir keinen direkten Einfluss, da das Wetter den aktuellen physikalischen Zustand der Atmosphäre beschreibt (https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/was-ist-eigentlich-klima), der so nun mal nicht mehr zu ändern ist.

      Beim Klima geht es allerdings um den langfristigen mittlere Zustand, welchen der Mensch durch den menschengemachten Klimawandel drastisch verändert. Und dass der Klimawandel menschengemacht ist, sollte eigentlich unumstritten sein.
      Jährlich stoßen wir alleine 32,6 MILLIARDEN Tonnen CO2 aus, welches einen enormen Einfluss auf den Treibhauseffekt hat, auch wenn die CO2-Konzentration in der Luft „nur“ bei 407,38 ppm Kohlendioxid (2018) liegt (ein ppm entspricht einem Molekül Kohlendioxid pro einer Million Moleküle trockener Luft).
      (Quellen: https://www.quarks.de/umwelt/klimawandel/so-eine-grosse-wirkung-hat-so-wenig-co2/ ; https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/atmosphaerische-treibhausgas-konzentrationen#textpart-1)

      UND JEDER KANN ETWAS GEGEN DEN KLIMAWANDEL UNTERNEHMEN und sich nicht bequem dem „Schicksal beugen“), z.B.:
      – weniger Auto fahren
      – Konsum reduzieren
      – regionale Produkte kaufen
      – Strom sparen (LED-Leuchten; Elektrogeräte ausschalten, nicht im Stand-By-Modus belassen; …)
      – …

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