Woche 20/2019 – Klimanotstand, Parisabkommen: danke, Merkel!

Was ist letzte Woche bei Fridays for Future und in Sachen Umweltschutz passier? Hier erfährst du es.

🌎Will die Politik das Pariser Klimaschutzabkommen einhalten?

Am 13. & 14. Mai wurde von Chile und Deutschland in Berlin der Petersberger Klimadialog ausgerichtet. Minister*innen aus aller Welt beschäftigten sich auf der Konferenz mit den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens. Unter dem Motto „Fulfilling the Promise of Paris“ diskutierte auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze mit den Minister*innen, wie die Ziele erreicht und finanziert werden können. Angesichts der UN-Klimakonferenz im Dezember sollen erste Standpunkte ausgelotet und Impulse gegeben werden.Im Zuge dessen bekannte sich auch Angela Merkel dazu, bis 2050 Klimaneutralität erreichen zu wollen. Ein großer Erfolg, wenn auch nicht genug, um das 1,5 Grad-Ziel zu erreichen.

🎙 Podcast zur Europawahl

Wie jede Woche kannst du dich auch diesen Mittwoch über eine neue Podcastfolge von Fridays for Future freuen. Diesmal geht es mit Blick auf den 24. & 26. Mai um die Europawahl. Unter anderem erfährst du, mit welchen Einstellungen und Ideen zum Klimaschutz deutsche Parteien bei der Wahl antreten. Neben YouTube, Spotify und vielen weiteren Dienstleistern findest du die Folge hier.

💚 Freitag ist Streiktag

Auch diesen Freitag haben wieder mehrere tausend Aktivist*innen konsequentere Klimaschutzmaßnahmen gefordert. Dieses Durchhaltevermögen der Fridays for Future-Anhänger*innen zeigt, wie wichtig gerade jungen Menschen der Klimaschutz ist und, dass es sich keineswegs um das Interesse einiger weniger handelt. Wir werden trotz Rückschlägen und langsamen Fortschritten weitermachen, um den nachfolgenden Generationen eine l(i)ebenswerte Erde zu hinterlassen.

🌱 Klimanotstand in Kiel und Ludwigslust ausgerufen

Denn unser Handeln ist nicht erfolglos. Gerade haben Ludwigslust und sogar Kiel (als erste Landeshauptstadt) den Klimanotstand ausgerufen. Außerdem strebt Kiel an, noch vor 2050 klimaneutral zu werden. Diesem Vorbild sollte sich ganz Deutschland anschließen, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.Wir werden weiter demonstrieren bis Deutschland dem Klimaschutz auch auf höchster Ebene oberste Priorität gibt und konkrete Taten folgen lässt!

🎉 500 Ortsgruppen

Sehr erfreuliche Neuigkeiten haben wir diese Woche in eigener Sache zu vermelden. Mittlerweile gibt es in Deutschland schon über 500 Ortsgruppen! Fridays for Future wird demnach immer größer und flächendeckend aktiv. Wenn du gerne aktiv in deiner lokalen Ortsgruppe werden möchtest, sprich doch einfach mal bei der nächsten Demo engagierte Menschen an oder trete deiner Ortsgruppen-Messengergruppen bei, die du hier findest. Falls bei dir noch keine Ortsgruppe besteht, kannst du dich mit Gleichgesinnten zusammenschließen und eine Ortsgruppe gründen. Tipps hierzu findest du zum Beispiel in unserem FAQ.

🗣 Sei dabei beim nächsten Großstreik am 24. Mai

Am 24. Mai findet der nächste globalen Klimastreik statt! Bereits über 200 Ortsgruppen haben für diesen Tag Demonstrationen angekündigt. Bestimmt gibt es auch bei dir in der Nähe Mitstreiter*innen, mit denen du und deine Freund*innen zwei Tage vor der Europawahl nochmal zeigen könnt, wie wichtig Umweltpolitik ist. Lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen und ein Zeichen für den globalen Klimaschutz setzen! Genaueres auf der Aktionsseite.

🗣 Tickets für AACHEN 21.06.2019

Für die internationale Großdemo unter dem Motto Climate justice without borders ist der Ticketverkauf gestartet. Die Organisator*innen ermöglichen dir dabei für 35€ die Übernachtung in Aachen, unabhängig der Reisestrecke zur Demonstration hin und zurück zu kommen und die Shuttlefahrt zum Tagebau am Samstag. Es spricht also wenig dagegen, nicht dabei zu sein und mit der Demo das Thema Klimaschutz unumgänglich zu machen. Fahre gemeinsam mit deinen Freund*innen, Plakaten und einer Menge Motivation nach Aachen, damit wir mit all unseren Kräften die Politik zum Handeln zwingen. Zudem gibt es das ganze Wochenende über weitere Veranstaltungen und unzählige Möglichkeiten sich mit Aktivist*innen aus ganz Europa auszutauschen.Also schnapp dir dein Ticket und helfe mit, die Demo eindrucksvoll zu machen. Tickets gibts hier.

33 Kommentare zu „Woche 20/2019 – Klimanotstand, Parisabkommen: danke, Merkel!

  1. Ich will mal dabei sein in Kempten! Wir müssen zusammenhalten! Wir dürfen jetzt nicht aufgeben zu Kämpfen, und den Kopf in den Sand Stecken- es geht um Klima Ziele, aber auch überhaupt gegen Rechts usw. Kämpfen hilft! wer aufhört zu kämpfen der hat schon verloren!

  2. Liebe Aktivistinnen und Aktivisten,

    ich denke, dass ein Umdenken in der kapitalistisch geprägten Weltordnung notwendig sein wird.

    Wir sind im Bundeshaushalt durch den Bundesfinanzminister auf eine schwarze 0 fixiert.
    Sollten Klimaziele konsequent umgesetzt werden, bedarf der Weltfinanzkapitalismus einer ökologisch verantwortlichen ethischen Ausrichtung.

    Anders können weltweit notwendige Projekte nicht umgesetzt werden, da Finanzierungen derzeit nur börsenfixiert profitabel sein müssen. Weltweit müssen von allen Industriestaaten
    neue Rahmenbedingungen für eine neue Weltökonomie ausgehandelt werden und Profite müssen neu definiert werden.

    Es bedarf neuer Paradigmen, die verpflichtend und bindend sind.

    Freundliche Grüße

    Roland Richter

    1. Schaue mal nach dem einen neuen Präsidentschaftskandidaten Jay Inslee in den USA. Der hat schon mal ein größeres Prpgramm aufgelegt, das ein guter Anfang sein kann in der Neuordnung der Welt. Da geht es zumindest mal los.

      https://jayinslee.com/issues/evergreen-economy

      https://jayinslee.com/issues/evergreen-economy/text/Inslee_EvergreenEconomyPlan_2.pdf

      Oder die Gruppe Sunrise Movement.

      https://www.sunrisemovement.org/gnd-strategy

      https://wagingnonviolence.org/2019/03/green-new-deal-sunrise-movement-climate-action/

      Und eben der Green New Deal.

      http://inthesetimes.com/features/green-new-deal-zero-carbon-economy-plan.html

      https://truthout.org/articles/the-green-new-deal-must-transform-the-economy/

      Da wird zumindest mal größer nach gedacht.

      Letztlich geht es darum, ganz neu über den Kapitalismus nach zu denken. Es geht nicht nur darum, dass Wirtschaft und Gesellschaft weltweit ökologischer werden, sondern auch wesentlich sozialer. Beides muss zuammen kommen. Sonst gibt es keine Lösung. Es darf keinen Reichtum und keine Armut mehr geben. Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit gehören zusammen. Deshalb spricht Greta Thunberg davon, dass über equity, also Gleichheit, neu nach gedacht werden muss. Sie hat so gute Einsichten.

      1. Da ist ein kleiner Fehler in meinem Beitrag. Es muss nicht über equity neu nach gedacht werden, sondern über equality. Und das ist eben sehr bedeutsam: es geht nicht um equal opportunity, sondern um equality. Nicht um Chancengleichheit, sondern um Gerechtigkeit im Sinne von Gleichheit. Das ist das, was Greta Thunberg meinte. Im heutigen Kapitalismus wird immer nur von equal opportunity, also Chancengleichheit, gesprochen. Und dann kommt größere Ungleichheit dabei heraus. Deshalb ist das Sprechen über equality, also über Gleichheit, heute so wichtig. Die Menschen sollen gleich gut leben, gleich viel bekommen, gleich viel haben, gleich viel auch beitragen zum Ganzen. Eine Gemeinschaft der Gleichen. Wo nicht einer sich über den anderen erhebt und mehr haben will als die anderen, mehr Macht, mehr materielle Güter, mehr Ansehen. Was dann zu immer höherem CO2-Ausstoß führt und das Klima zerstört.

  3. Nochmals Danke an Euch, Ihr habt global, richtig global ein Umdenken bewirkt. Natürlich ist damit die Welt nicht gerettet, aber ein Anfang. Selbst Deutschlands Propagandasender DW kommt mit Umweltsendungen, die ich hier Empfange ( „kleine gelbe Gummistiefel“ ab 1.6. und „die letzte Ernte“)
    Also weiter machen und den alten Säcken auf die Sprünge helfen.
    Oliver Plack (73)

  4. Es ist gut, dass es diese Bewegung gibt und sie sich nicht einfach beiseite schieben lässt. Und es muss ein Ziel geben, weshalb der Schutz des Klimas als weltumfassendes Problem sich anbietet. Jedoch gibt es neben der Luftverschmutzung auch die Wasserverschmutzung und die Bodenverseuchung, die das Leben ernsthaft bedrohen. Es wäre sinnvoll, dies mit einzubeziehen, zumindest den gedanklichen Bogen zu schlagen. Das Motto FFF lässt dies ja auch zu.
    Es muss etwas geschehen. Deshalb Danke an die Organisatoren und alle, die mitmachen.
    Susanne

  5. Der 24. Mai wird der Hammer! Jede/r sollte bitte auch Verwandte und Freunde dazu ermuntern. Ich habe selbst erlebt, dass das bei 1-2 Leuten tatsächlich Früchte trägt. Wenn das jeder so machte würde, wächst die Bewegung gleich um das doppelte bis dreifache!

    Was mir wichtig ist: der Spruch „Wir streiken, bis ihr handelt“. Er enthält nicht nur eine Botschaft an die verantwortlichen Politiker, sondern auch an uns Demonstranten selbst! Wir streiken so lange (!), bis die Politik aufhört mit Sonntagsreden und die nötigen Handlungen tatsächlich umsetzt.

    Lasst uns nicht resignieren, wenn der Protest nicht in den nächsten Wochen und Monaten die erhoffte Wirkung zeigt. Der Satz impliziert doch, dass uns allen klar ist: das kann lange dauern! Und wir werden das durchziehen! Hier ist Durchhaltevermögen absolut nötig. Die Klimaverschmutzer setzen darauf, dass die Bewegung bald schwächer wird durch scheinheiliges Lob (z.B. von Frau Merkel) und Nichtstun. Lasst uns alle dafür kämpfen, dass diese Rechnung nicht aufgeht und lasst uns alle Wort halten bei dem Satz „Wir streiken, bis ihr handelt!“.

    Bitte auch nicht denken (was ich kürzlich mal gelesen habe), dass die Proteste weniger werden könnten. Die Proteste wird es so lange geben, wie der/diejenige, der/die das will, auch zu den Demos hingeht. Greta Thunberg hat vorgemacht, wie es funktioniert. Wer will, dass die Proteste weitergehen, ist nicht machtlos, sondern hat das zu 100 % in der eigenen Hand.

    PS: Der link im Satz „Genaueres auf der Aktionsseite.“ funktioniert nicht, weil falsch.
    Richtig ist der link: https://fridaysforfuture.de/24mai/

    1. Kommt! Kommt und bringt Sachen mit, um richtig LAUT sein zu können !!! In der Küche z.B. gibt es viele Sachen, alte Töpfe und Pfannen, mit denen man/frau einen Super-Krach machen können! Es heißt:“Wir sind hier, wir sind LAUT …“

  6. Hallo, ich möchte vor allen Aktivisten, Anhängern und Freunden von FFF den Hut ziehen… Es ist großartig, welche Bewegung da losgetreten wurde und lebendig bleibt!!!

    Seit Jahren tragen wir uns mit den Sorgen dsr umseltproblematik… Und jetzt seid ihr da und bringt sie auf die Straße!!! Das tut gut… GROßARTIG

    Ich gehe morgen mit meinem Mann und meiner 8 jährigen Tochter zum 2. Mal auf die hiesige Demo in Hildesheim…
    Ich bin begeistert, berührt und sehr erfreut, von dem was ihr da macht und mit welcher Power….

    Und jetzt ist es wichtig, DABEI ZU BLEIBEN… das ist schwieriger… aber es geht: einfach durchhalten…

    Viele unterschätzen welchen Einfluss FFF noch haben kann….

    Ich mobilisiere mein ganzes Umfeld…

    Ihr seid toll…. Und : gemeinsam kann man alles schaffen!!!

    Weiter so!

  7. Ich finde es toll, dass ihr Euch nicht unterkriegen lasst. Am Freitag sind wir zu zweit mit in Berlin dabei. Seit Dienstag ist alles Lüge: Klimaschutz und Artenschutz – wir lassen uns nichts mehr vormachen. Kämpft auch für bedrohte Arten!

  8. Hallöchen liebe FFF’ler, wollte euch Mut machen bei eurer Bewegung bzw euren Streiks, die Ich zu 100% unterstütze! Leider sehe Ich das ganze etwas pessimistischer : Da ihr niemandem schadet mit euren Demos \ Lautstärke außer euch selbst wg. den Schulausfällen, werdet ihr auch in einigen Monaten\ Jahren auf die Straßen gehen können, ohne das sich äuch nur das geringste ändern wird auf der pol. Ebene! Der Leitspruch „…. bis sich was ändert!“ – da lachen die Politiker doch drüber und lassen sich Null in Ihren Entscheidungen beeinflussen, siehe zb Kohlekommission -> 2038! Seht es ein, die Politik wird nichts ändern, außer man zwingt sie dazu! Sie haben keinen längeren Zeitüberblick und werden zudem lange tot sein, wenn’s richtig krass wird! Zusätzlich werden Lobbyisten sie massiv unter Druck setzen um den Status Quo zu erhalten! Werde Mal einen Lsg-Ansatz an meine Ortsgruppe senden! Grüße

  9. Hinsichtlich der Strafaktionen für Freitagsdemonstrationen der Schüler:
    Wir sollten eine Gegenbewegung starten d.h. Strafen für Schulen, bei denen der Unterricht ausfällt weil zu wenig Lehrer eingestellt wurden und keine Ersatzlehrer verfügbar sind, die für einzelne Krankheitsfälle einspringen können (d.h. Grippeepidemien usw. ausgenommen). Letzteres sollte sich ggf. gegen die Landkreise richten. Weitere Strafen sollten erfolgen, wenn auf fachfremde Lehrer zurückgegriffen wird und die Unterrichtsqualität darunter leidet.

    Für die Schüler werde ich spenden, für die obige Aktion würde ich es auch tun.

    Wo liegt das Problem? Konservative Regierung heißt „Alles so lassen wie es ist“, „Wir müssen noch überlegen“, „Das muss europaweit/weltweit gelöst werden, alleine können wir nichts ausrichten“ usw. Es sollte öffentlich dargestellt werden wo die Bremser sitzen!

  10. Es ist zu traurig, wie unsere Erde und wir mit, zerstört wird. Für unsere Bequemlichkeit, unseren Wohlstand für unsere Unfähigkeit, uns zu ändern,
    anzupassen und Mitgefühl zu haben. Wir können auch mit weniger auskom-
    men. Wir können auch verzichten, um die einzigartige Schönheit dieser Welt
    zu erhalten. Ich bin begeistert, dass es endlich Andersdenkende gibt, die nicht nur immer mehr haben wollen.

  11. Es ist leider schon sehr spät geworden, doch manchmal kann man mit Zeitdruck sehr effektiv arbeiten, weil bequeme zurücklehnen nicht mehr geht. Ihr geht den richtigen Weg und habt alles Recht der Welt jetzt Forderung zu stellen die unbequem sind. Viele fragen sich bestimmt: warum erst jetzt?
    … Vor 20 Jahren währe es besser gewesen, nur hat damals diese Stimme kein Gehör gefunden. Das ist sehr traurig, vieles hätte jetzt schon anders sein können.
    Doch umso erfreulicher ist es, dass ihr jetzt in voller Präsenz da seid und wir zusammen eure Zukunft ein bisschen sicherer machen können.

    Danke!

  12. Ich bin eine 76 jährige Rentnerin und so so so froh, dass endlich etwas in Bewegung kommt! Viel Glück und nur nicht aufgeben! Ich habe schon gespendet .

  13. Ich bin bei scientists4future mit dabei, schreibe Briefe an die Medien, sammle Unterschriften für den „Klimanotstand“ in Berlin. Ich bin 68 Jahre und fühle mich mitverantwortlich für den Schlamassel… Ihr seid meine große Hoffnung und ich will Euch ermuntern, weiter zu machen!
    Mich treibt die Sorge um meine wunderbaren 4 Enkel: deshalb: omas4future

  14. Moin!
    Ich war heute auch endlich mit meiner Tochter (10) bei der FFF Demo. Sie hat weitgehend alleine ein wirkungsvolles Plakat gemacht, wir haben’s aufgerollt und sind zur Demo geradelt. Im übrigen war es recht schockierend, was für schlechte Luft – viele Abgase! – wir auf dem Radweg zum Stadtkern zur Demo (und zurück) eingeatmet haben. SO bringt radfahren Null Spaß 🙁 alleine das schon hat uns den Rest gegeben. Wir sind schon am überlegen, ob man sich vor all dem Feinstaub irgendwie doch mit nem Mundschutz schützen kann (das wird aber vermutlich heiss darunter im Sommer).
    Wie konnte es nur so weit kommen?!

    Aber zurück zur Demo. Die war super, und die Fotos hiervon, natürlich auch mit Plakat meiner Tochter sind jetzt in meinem Whatsapp Profil, mit Infotext passend zum heutigen Streikmotto „MACHT DIE EUROPAWAHL ZUR KLIMAWAHL“ was ich sooo trefflich finde!
    Ich hoffe ein paar Zweifler aus meiner Bekanntschaft und Verwandtschaft finden bei Betrachtung genug Motivation eine der Parteien zu wählen, die ernsthaft und glaubwürdig Klimaverbesserungen anstrebt!

    Für unsere Kinder und Kindeskinder.

  15. Mannheim hat heute sehr lebhaft demonstriert. Es wäre sehr sinnvoll nach jedem Streik allen Teilnehmenden eine Möglichkeit vorzuschlagen, einen Baum auf dem bestimmten Territorium einzupflanzen. Diese Aktion konnte mehr für einen aktiven Beitrag für den Umweltschutz darstellen.

  16. Es ist toll, dass sich junge Leute endlich für ihre Zukunft interessieren und ich hoffe und wünsche, dass ihr dabei einen langen Atem habt.
    Was mich ein wenig betrübt ist, dass die Neigung, unhinterfragt Schlagworte zu übernehmen, offenbar auch bei Fridays for Future vorhanden ist. Damit komme ich auf die Mitteilungen vom 20.5. zu sprechen. Da wird berichtet, dass Frau Merkel bis 2050 Klimaneutralität erreichen möchte. Prima! Aber was ist das, Klimaneutralität? Wie misst man die? Was aber nicht messbar ist, entlarvt sich als bloßer Politsprech. Dabei hält man sich immer Hintertüren offen für mit der Zeit wechselnde Definitionen oder Behauptungen. Deshalb mein Rat: Entwickelt eure Forderungen selbst (dabei schadet es nichts, die Hilfe von Fachleuten wie Klimaforschern in Anspruch zu nehmen). Bei allen Forderungen, die ihr übernehmt, seid vorsichtig und diskutiert diese erst soweit aus, bis ihr sie selbst verstanden habt. Lasst euch also nicht von anderen (Parteien, Interessengruppen, etc.) vereinnahmen.
    Damit komme ich zu dem Schlagwort des Klimanotstandes. Was soll das sein?, Was ist damit verbunden (außer wohlfeile Absichtserklärungen interessierter politischer Kreise, von denen wir wahrlich genug haben)? Daher mein Rat in dieser Angelegenheit: Lieber ganz konkrete Forderungen erheben (deren Erreichung überprüfbar ist), als Schlagworte verwenden.
    Ich habe mich übrigens bis zu meinem Ruhestand mehr als 15 Jahre beruflich in einer Landeseinrichtung mit Klimaschutz befasst und tue das noch heute ehrenamtlich im Rahmen der Lokalen Agenda 21 Darmstadt. Daher bin ich gerne auch zu weiteren Erläuterungen bereit, falls Rückfragen bestehen, möchte mich aber nicht aufdrängen, denn natürlich gilt die Skepsis gegen Ratschläge von außen auch gegenüber mir.

  17. Gleich rechts hier daneben steht: „Bußgelder sind angedroht, weil Schüler*innen für Ihre Zukunft kämpfen und sich bei #fridaysforfuture engagieren. Unterstützt betroffene Jugendliche, denn ihr Protest für die Zukunft gehört belohnt, nicht bestraft!“ –> Großartige Aktion!!! Ich habe sofort 10€ gespendet. Nicht, weil ich es mir leisten könnte, sondern vor Wut gegenüber der Dummbatschigkeit derjenigen Egomanen, die sich so etwas ausdenken: Bußgelder und Angst machen mit dem Ziel, dass die Verlogenheit im Nichtstun gegenüber der kommenden Klimakatastrophe aufrechterhalten wird … Danke FFF und danke für diese geniale Spendenaktion!

  18. „Früher war der Fisch in der Verpackung, heute ist die Verpackung im Fisch.“ oder
    „Oma – was ist Schnee?“ oder ein Bild der Erde mit folgendem Text:
    „Mir geht´s schlecht, ich hab Menschen! Ach, das geht vorbei.“ oder auch:
    „Familiendrama: Vater Staat killt Mutter Erde. Und die Kinder sollen zusehen!“
    So oder so ähnlich war es auf Euren Plakaten zu lesen und ich glaube, keiner hätte es trefflicher formulieren können!
    Ich, fast 48 Jahre alt, trinke überwiegend Leitungswasser und sowieso nur noch aus Glasflaschen; nutze das Auto nur, wenn es sein muss und fliege nicht; beziehe seit 8 Jahren Ökostrom und erspare der Umwelt so jedes Jahr gut 600 kg CO2; nutze seit Jahren eine grüne Suchmaschine und habe einen korrekten Mail-Anbieter; kaufe auch gebrauchte Dinge und nutze vorhandene eben solange, bis sie ihren Geist aufgeben; suche oft nach reduzierten Lebensmitteln, die sich ihrem Mindesthaltbarkeitsdatum genähert haben, damit sie nicht weggeschmissen werden und…
    Und ich war am Freitag das erste Mal mit dabei, habe mich eingereiht, in Euren beeindruckenden Demonstrationszug. Es war beinahe überwältigend Eure Energie zu spüren, Euren Ideenreichtum zu entdecken und die unschlagbaren Argumente zu lesen. Gleichsam war es für mich auch emotional berührend, keine Ahnung warum. Bewahrt Euch diese Kraft und übertragt sie immer weiter! So werdet Ihr es schaffen und Ihr habt schon viel erreicht!
    Ich möchte an die Einsicht und das Verständnis der Lehrer appellieren: Unterstützt diese Bewegung und haltet sie aufrecht! Bis zum Erfolg, bis sich die Politik wirkungsvoll für einen lebenswerten Fortbestand unserer Erde einbringt. Organisiert den Unterricht um, wechselt die Klassen bei den Streiks ab und sorgt dafür, dass ihnen durch Euer Handeln keine Steine in den Weg gelegt werden. Sorgt dafür, dass diese existenziell wichtige Aufgabe vielmehr von allen erkannt wird und die Lösung auch erreicht werden kann, ohne dabei seine Versetzung in die nächste Klasse zu gefährden!
    Entschuldigen möchte ich mich noch, dass ich nicht gespendet habe, obwohl ich persönlich angesprochen wurde. Ich hole das heute nach, versprochen.
    Also, lasst Euch nicht beirren, macht weiter! Ich werde mich jedenfalls wieder bei Euch einreihen und um es mit Euren Worten zu sagen: „GEHT DEN ALTEN RICHTIG AUF DEN SACK!!!“
    Viel Erfolg dabei
    Kai

  19. Hallo an alle Welt, kämpfen wir für die Rettung des Klimas auf allen Ebenen .. und ich fordere auch explizit die Unternehmer und Konzernmanager auf, Ihre Umweltzerstörung aufzuhören.. die Menschen nicht als Konsumidioten zu betrachten.. sondern als Mitmenschen und die Kinder als schützenswerte Wesen.. verändert eurer räuberisches krankhaftes Produzieren!! Hin zu nachhaltigem Wirtschaften im Einklang mit der Natur!! Herzlich Friedrich

  20. Seht Euch diese Europawahl an :
    Soviel habt ihr schon erreicht !! Klasse !!
    Nur noch die breite Masse der über 60 jährigen haben es noch nicht so ganz kapiert.
    Der immense Erfolg der Grünen, der „Ökoparteien“ ist EUER Erfolg.
    Ohne die ganzen aktiven Kinder und Jugendlichen von Fridays for Future, die immer und immer wieder auf die Straße gingen zum demonstrieren, ohne sie wäre die Wahl komplett anders verlaufen. Wäre das Thema „Klima“ gar nicht zum Thema geworden.
    Macht weiter so !! Ihr habt schon soviel erreicht und schafft noch viel mehr.
    Jetzt werden Sie (die „Volksparteien“) anfangen auf Euch zu hören.
    Wir sind so stolz auf Euch 🙂 ,
    … ein p4f 😉

  21. Literaturtipp: Die Klimawende von unten (frei verfügbar als pdf).

    Man kann mit einem Bürgerbegehren/Bürgerentscheid die Umsetzung von vorher aufgestellten Forderungen von der Kommunalpolitik ERZWINGEN, wenn man genug Unterschriften zusammenkriegt (Grenzen variieren je nach Stadt, aber zB 8% der Wahlberechtigten Einwohner, genaueres im Buchtipp).

    ganz berühmt: der Radentscheid in Berlin. Aber man kann zB auch einen früheren Kohleausstieg in der eigenen Stadt erzwingen.

    In der lokalen FfF-Gruppe streue ich diese Information schon fleißig.
    Grüße von der Ostsee.

  22. Ihr seid großartig – macht auf jeden Fall weiter! Meine Kinder (11 und 8 J.) und ich (45 J.) sind auch dabei, wann immer wir können.
    Ein Anliegen habe ich allerdings:
    Fangt an, für das WAHLRECHT FÜR KINDER UND JUGENDLICHE zu kämpfen, für ein Wahlrecht ab Geburt, so dass jeder Mensch, wann immer er will, mit über die Belange, die uns alle angehen, entscheiden kann!
    Auch jetzt bei der Europawahl konntet Ihr nicht wählen – ein Unding, wie ich finde. Ihr müsst ja alles ausbaden, was wir entscheiden bzw. eben nicht entscheiden. Das geht so nicht weiter!
    Für weitere Infos, hier eine Petition von mir zu diesem Thema: https://www.change.org/p/an-den-deutschen-bundestag-für-eine-wirkliche-mitbestimmung-der-nächsten-generationen?response=289f84b708c4&utm_source=target&utm_medium=email&utm_campaign=one_hundred
    Zusammen werden wir so viel erreichen können – lasst uns zusammen auch für Euer Wahlrecht kämpfen!

  23. Ich (66) war am 24.5.19 wieder in Dresden dabei. Macht weiter so! Haltet durch! Achtet darauf, dass der Wahlerfolg der Grünen nicht überbewertet wird. Diese Partei war mit der SPD in den 90er Jahren maßgeblich am Abbau des Sozialstaates beteiligt. Und hat mit dafür gesorgt, das sich Deutschland wieder an internationalen Konflikten militärisch beteiligt. (z.B. Jugoslawien-Krieg).

  24. Hallo ihr Lieben,
    ich bin jetzt 58 Jahre alt, habe mich mein halbes Leben lang für ökologische und soziale Belange eingesetzt und mich oft sehr einsam dabei gefühlt auf diesem Planeten. Jetzt, da ihr alle in Liebe und Frieden aufsteht, fühle ich mich nicht mehr einsam. Ich danke Euch dafür und ich liebe Euch!

    Viele Grüße
    Heinz Joachim

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