Woche 28/2019 – Dauerstreik, große Zahlen und Greta

Woche für Woche gehen wir auf die Straßen. Was dabei so passiert, fasst euch Vera im neuen Wochenrückblick zusammen

🤩 Dauerstreik in Köln

Diese Woche fand in Köln ein Dauerstreik von Montag bis Freitag am alten Markt statt. Von Dienstag bis Freitag übernachteten auch ca. 80 Menschen dort. Innerhalb dieser 5 Tage fand ein buntes Programm rund um die Themen Nachhaltigkeit, globale Erwärmung, Tierrechte, Sexismus, und vieles mehr statt. Am Freitag endete der Dauerstreik in einer großen Demonstration mit Demonstrationszug und Kundgebung in Neuss. Die sogenannte „Week for future“ war hauptsächlich als große Mahnwache gedacht, um die Politik in der letzten Schulwoche in Köln noch einmal unter dringend notwendigen Druck zu setzten, endlich zu handeln. Auch wenn in NRW nun die Ferien angefangen haben, sind einige Aktionen und Mahnwachen für jeden Freitag geplant – denn wir bleiben auch in den Ferien laut!
  

🚨 Noch mehr Notstand

Positiv zu erwähnen ist, dass Köln und Braunschweig nun auch den Klimanotstand ausgerufen haben. Damit gehören sie zu den Städten, die sich dazu verpflichten, bei größeren Entscheidungen das Klima als Priorität zu behandeln.

🗑 Noch weniger Plastik

Erfreulich ist zudem, dass Bali als erste Indonesische Insel Einwegplastik verbietet. Diese Gesetz wurde am 21.12.2018 verabschiedet, gilt jedoch erst ab dem 21.06.2019 auch für alle Unternehmen, die dies betrifft, um diesen die Möglichkeit zu geben, ihre Betriebe umzustellen. Die Regierung erhofft sich davon den Plastikmüll auf der Insel und besonders in den Meeren erheblich zu reduzieren. Um die Gemeinden und Unternehmen in Bali auch in den zukünftigen Monaten zu unterstützen, sollen umfassende Bildungs- und Sozialisierungsmaßnahmen auf Bali stattfinden. Damit ist Bali einen ganzen Schritt weiter als Europa, das zwar beschlossen hat, ab 2021 auf Einwegplastik Gegenstände wie Besteck, Geschirr, Strohhalme, Wattestäbchen und Styroporessensverpackungen  zu verzichten, jedoch zum Beispiel Plastiktüten weiterhin erlaubt.

📝 Zahlen bitte!

Wir streiken jetzt seit über einem halben Jahr, passiert ist zwar nichts jedoch zeigten deutschlandweit 1,05 Millionen überwiegend junge Menschen Engagement für unsere Zukunft. Das sind jeden Freitag ungefähr 35 000 Menschen, die auf den Straßen Deutschlands demonstrieren – eine unglaubliche große Zahl die hoffentlich noch deutlich ansteigt. Also ladet Freunde, Familie und Bekannte ein, mit euch zusammen für eine lebenswerte Zukunft demonstrieren zu gehen!        

🐟 Greta kommt nach Berlin

Greta reist erneut nach Deutschland. In Berlin haben wir zum zweiten Mal das Glück, Greta begrüßen zu dürfen – sie wird den Streik am 19.07 begleiten. Dieser startet wie gewohnt um 10 Uhr im Invalidenpark. Also alle die am Freitag noch nichts vor haben: schnappt euch ein paar Leute oder kommt alleine vorbei und geht zusammen mit Greta streiken. 

Anmerkung:

Zum Schluss eine kurze Korrektur vom letzten Newsletter. Der Klimanotstand in Dortmund wurde leider nicht wie im Artikel behauptet ausgerufen. Der Rat der Stadt Dortmund hat mehrheitlich gegen einen Klimanotstand abgestimmt, sei sich jedoch einig dass mehr für den Klimaschutz getan werden müsse  – Enttäuschend, wenn man bedenkt, wie kritisch es um das Klima steht und wie viele (junge) Menschen für dieses auf die Straßen gehen. 

46 Kommentare zu „Woche 28/2019 – Dauerstreik, große Zahlen und Greta

  1. „Zukunft für alle – statt kurzer Profit für wenige. Die globale Krise als Schlüssel für einen Systemwechsel“ unter diesem Titel ist gerade mein Buch erschienen im Tredition-Verlag. Als Traumatherapeut beschreibe ich den kritischen Zustand unseres Wirtschafts und Gesellschaftssystems, in dem wenige Mächtige sich auf Kosten der Mehrheit bereichern – und die macht mit, seit Jahrtausenden programmiert durch ein Selbst-entfremdendes Erziehungssystem. Das Verständnis für diese Zusammenhänge befreit aus Lethargie und Resignation. Zukunftsfähig durch Self-Empowerment!

  2. Ich bin so wahnsinnig enttäuscht über das Aussitzen unserer Politiker und verzweifelt über die Ignoranz vieler Menschen zu dem Thema. Unser Wald macht gerade schlapp aufgrund der Trockenheiten und wir machen einfach weiter.
    Die Schwachen trifft es zuerst und unsere so hoch gelobte Intelligenz scheint wenig zu nutzen…..

    1. Liebe Regina Wedel,
      ich kann Ihre Enttäuschung so gut verstehen. Auch ich sehe überall noch Menschen mit Einwegbechern durch die Bahnhöfe hetzen, in den Supermärkten zuviel Plastik einkaufen, in den Reisebüros Flugreisen buchen und so weiter und so fort.
      Aber es gibt trotzdem diese großartige Bewegung und wir können sie jeden Freitag unterstützen, Freunde und Nachbarn mitnehmen und immer wieder mit den Leuten diskutieren. Eine solche dicke Chance hatten wir schon lange nicht mehr.
      Vergessen dürfen wir nicht wie sehr Rüstung, Rüstungsexporte und Aufrüstung ebenfalls unsere Zukunft bedroht. Deswegen gilt für mich, dass wir uns vernetzen und gemeinsam und verstärkt die Straßen füllen.
      Solidarische Grüße
      Karin Schwalm

    2. Ich bin genau dieser Meinung. Ich fahre morgens mit der Bahn von Langen nach Frankfurt am Main. Das bisschen Wald, das noch nicht abgerodet wurde, sieht sehr mitgenommen aus. Es ist einfach schrecklich mitansehen und mitanhören zu müssen, dass die Umweltzerstörer einfach so weitermachen wie bisher: Immer mehr Flugzeuge zu immer günstigeren Preisen über den zerstörten Wald fliegen, immer größere Autos mit immer weniger Insassen durch die Gegend fahren, immer mehr Kreuzfahrtschiffe immer billiger unsere Meere zerstören dürfen. Es ist einfach unglaublich, dass die alle so weitermachen dürfen. Der Asphalt in Frankfurt schmilzt durch die Hitze, aber die dicken fetten vollklimatisierten Autos interessiert das nicht. Warum gibt es keine autofreien Sonntage wie früher? Einmal im Monat, zweimal im Monat. Jeder kann mal auf die Dreck- und Lärmschleudern verzichten. Warum dürfen Fluglinien Flüge so billig anbieten? Niemand muss viermal im Jahr nur zum Spaß nach New York fliegen. Christmas shopping in NYC? Muss doch nicht sein, finde ich total out angesichts dessen, dass ich nachts nicht mehr schlafen aufgrund der großen HItze. Ganz von unserer Mitwelt, den wildlebenden Tieren und den armen Pflanzen mal abgesehen, die ganz schrecklich unter dieser Hitze leiden. Und stellt mal ein Mensch den Vögeln und Wildtieren ein Schälchen Wasser auf den Balkon, in den Garten, auf die Terrasse? NEIN, jeder denkt nur an sich.

  3. Es geht wohl nicht anders: PANIK muss erst die Verantwortlichen erfassen [drastische Verluste von Stimmen, Mehrheiten, Posten…] bis endlich gehandelt wird. Daher: durchhalten!!

  4. Super, Ihr alle von Fridays for Future, ich finde es so spitze, wie Ihr Euch einsetzt!! Ich unterstütze Euch, wo ich kann und ich will zusammen mit Euch noch Jahre auf einer lebenswerten Welt sein und das Leben geniesen! Gebt nicht nach, seid stärker als unsere Politiker, die aus reiner Machtgier alles an die Wand fahren, für Autos für Geld für alles, was man nicht essen kann…zerstören mit ihrer Kurzsichtigkeit den ganzen Planeten für ihren Machttrip..macht weiter, ich bin dabei!!!

  5. Schön, dass euch Greta in Berlin besucht. Eventuell sollte das Augenmerk nicht immer nur auf die Metropole gelenkt, sondern intensive Bemühungen auch in die Regionen getragen werden, die sich momentan mit Händen und Füßen gegen Maßnahmen für intensiveren Klima- und Naturschutz wehren. Ich war übrigens in Köln: fantastische Aktion! Ich freue mich auch auf den Sommerkongress in Dortmund. Dauerstreik ist für mich ein wohlklingendes Thema. Wir müssen darüber bundesweit nachdenken, wenn die Bundesregierung (aber auch die Landesregierungen) die absolut notwendigen Mindestforderungen für das Jahr 2019 nicht erfüllen. Meine Forderungen würden wesentlich drastischer ausfallen. Ich versuche seit 30 Jahren Erneuerbare Energien (hier vor allem Solartechnik; meine Ursprünge liegen in Süddeutschland) in Deutschland zu etablieren. In den Bereichen Verkehr und Heizung ist das kaum gelungen. Ich komme beruflich ursprünglich aus dem Bereich Luftverkehr. Dort sehe ich die größte Diskrepanz zwischen Notwendigkeit und Realität. Wir haben laufend steigende Zahlen im Flugverkehr, Erneuerbare Energien spielen dabei aber kaum eine Rolle. Es wäre allerdings machbar (z.B. Fliegen mit Wasserstoff und Brennstoffzelle), zwar mit deutlichen Einschränkungen und wesentlich teurer (das wäre das Aus für Billig- und Kurzstreckenflüge). Es gibt auf jeden Fall viel zu tun – es geht ja immerhin um die Zukunft der Menschheit, eigentlich sogar um die Zukunft des Lebens auf der Erde. Also „Laut bleiben“!

    1. Hallo Alex! Schau mal auf der Berliner Website fridaysforfuture.berlin kannst du sehen, dass wir Berliner in den Sommerferien Ortsgruppen aus Brandenburg unterstützen, die sich entweder nicht trauen oder zu wenige sind, um zu demonstrieren. Diesen Freitag werden wir nach Gretas Rede gemeinsam nach Luckenwalde aufbrechen. Letzten Freitag waren wir in Schwedt.

  6. Hallo
    Ich würde mich gerne an dem Dauerstreik beteiligen, aber da Ihr nur Menschen bis 28 Jahren (Konferenz in Dortmund) akzeptiert werde ich das nicht tun können.
    Ich bin schon der Meinung, dass auch die über 28 das Klima etwas angeht und Ihr nicht das Recht habt diese auszusperren. Das ist genau das was Ihr der älteren Generation vorwerft, und das zu recht. Warum also macht Ihr das?

    1. Lieber Herr Schwarz,
      es gibt viele Initiativen für ältere Leute wie Sie (und mich) – ob es nun Parteien oder Verbände sind -, die sich zum Teil schon seit Jahrzehnten für die gleichen Ziele einsetzen, die jetzt von den ganz jungen Leuten neu formuliert und extrem wirksam in die Gesellschaft eingebracht werden. Lassen wir die jungen Leute ihr Engagement in der von ihnen gewählten Form eigenständig realisieren und verstärken wir gleichzeitig unser eigenes Engagement in den für uns passenden Formen. Übrigens hat meine Frau und mich noch niemand weggescheucht, wenn wir uns am Rande einer FfF-Demo dazugestellt haben…

      Bernhard Suttner

      1. Ich hatte auch eher das Gefühl, dass ich gern gesehen wurde, wenn ich bei den Streiks mitgelaufen bin. Wurde diese Altersgrenze nur für die Konferenz festgelegt?
        Oder möchten die SchülerInnen gar nicht mehr, dass Ältere mitlaufen?
        Das fände ich schade, denn je größer eine Demo, desto mehr Aufmerksamkeit.
        Ich möchte einfach meine Unterstützung zeigen, indem ich mitgehe.

    2. ja, ehrlich gesagt, verstehe ich das auch nicht. Einerseits sollen sich alle an den Maßnahmen beteiligen, die Ihr vorschlagt. Aber mitbestimmen und mitgestalten dürfen nur diejenigen, die jünger sind als 28? Seltsames Demokratieverständnis einer Gruppe, die sich doch sonst so demokratisch gibt. Gilt denn (LEbens-)Erfahrung nichts in einer Bewegung, die den Planeten retten will? Ich finde das ein sehr elitäres Denken.
      Glaubt Ihr, dass die Umwelt und die Zukunft nur von den unter 28Jährigen gerettet werden kann? Die anderen sind doch wesentlich mehr. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass Ihr Angst davor habt, Euch mit älteren Menschen und deren ERfahrungen auseinander zu setzen. Das ist nicht gut für die Bewegung, wenn bestimmte Gruppen von Menschen den Eindruck gewinnen, nicht erwünscht zu sein. Wo hört das dann auf?

      1. Wenn sie nicht möchten, dass Ältere an der Konferenz teilnehmen, finde ich das verständlich und nicht elitär. Vielleicht möchten sie sich nicht von älteren „Besserwissern“ reinquatschen lassen, sondern ihre eigenes Konzept ausarbeiten.

        1. @katharina Riecken

          Ich bin jetzt 66 Jahre. Bei Diskussionen mit jungen Leuten erlebe ich mehr Besserwisser bei den Jungen als bei den Alten. Du glaubst nicht, wie viele Drittsemester mir schon die Welt erklären wollten. Ich habe viel von Älteren gelernt, indem ich zuhörte. Das scheint heute aus der Mode gekommen zu sein. Sicher gibt es viele alte Besserwisser, denn Alter schützt vor Torheit nicht, wie der Volksmund sagt. Aber: Alter hat schon manche Torheit hinter sich, die die -28-Jährigen noch vor sich haben, von denen sie vllt noch gar nicht wissen, dass sie einmal auf sie zukommen werden. Du bist selbst eine von diesen Alten. Warum stellst DU Dein Licht unter den Scheffel. Hast du nichts, was Du an die Jüngeren weitergeben könntest? Das ist doch der Sinn des Alters, dass man weitergibt, was das Leben einen gelehrt hat. Was die Jungen draus machen, ist dann ihre Sache.

          Andererseits appellierte Thunberg in Berlin an die Erwachsenen: „Wir können das nicht alleine schaffen. Wir flehen um eure Hilfe“. Schön und gut. Aber das geht nicht so, dass die ERwachsenen das ausführen, was die jungen Leute beschließen, ohne selbst mitreden zu dürfen. Wir Alten sind nicht die Wunscherfüller und diejenigen, die nachher den Geldbeutel aufmachen sollen. Denn mit -28 Jahren gehören die meisten noch nicht zu den Großverdienern. Sie tragen in der Regel nicht die Kosten, die ihre Beschlüsse verursachen. Den Großteil dieser Kosten tragen diejenigen, die in Dortmund nicht erwünscht waren, den Über-28-Jährigen.

          Ich halte es für gefährlich im Sinne der Bewegung, wenn sie verkommt zu einem Kampf zwischen Alt und Jung statt zu einem Kampf für die Rettung des Planeten. WEnn die Jugend unsere Hilfe will, dann muss sie auch zuhören, was die Alten zu sagen haben, statt sie auszuschließen. Denn dieser Planet ist auch der Planet der Alten.

          1. Wenn wir „Alten“ uns beklagen, dass die „Jungen“ sich das Recht vorbehalten, uns zwar um Unterstützung zu bitten, uns aber bezüglich der Mitsprache nicht beteiligen wollen, müssen wir bedenken, dass wir ja schon seit Jahrzehnten die Gelegenheit hatten, unser „besseres Wissen“ politisch umzusetzen. Dass sie uns in dieser Hinsicht wohl nicht so großes Vertrauen entgegen bringen können, versteht sich von selbst. Als ich das erste Mal im März an einer Demo teilnahm, tat ich es mit einem sehr schlechten Gewissen bezüglich meiner eigenen Versäumnisse in den vorausgegangenen Jahren, denn seit Gründung des club of rome weiß ich um die Bedeutung der Probleme, war aber nur sehr begrenzt zu diesem Thema aktiv. Dazu muss ich stehen und kann jetzt nicht mit tollen Vorschlägen kommen. Ich bin den Kindern dankbar für ihr Engagement und habe größte Hochachtung davor, was sie in der kurzen Zeit weltweit schon bewirken konnten – unsere Generation hat wahrhaftig keinen Grund, sich da großmäulig aufzuführen.

          2. Ach ja, noch ein Nachklapp: Nicht wir, die jetzt noch „den Geldbeutel“ in der Hand haben und bisher durch unsere Wahlentscheidungen einen (sehr, sehr) kleinen Beitrag hatten dazu, wie unsere Steuergelder verwendet wurden, werden finanziell für das aufzukommen haben, was jetzt politisch entschieden wird. Das wird genau diese Generation, die jetzt noch nichts entscheiden darf, aber mit den Folgen der derzeitigen Entscheidungen zu leben hat, tun müssen. Und deren Kinder und Kindeskinder, wenn es sie dann überhaupt noch geben kann. Und nebenbei: wer hat denn die Schulden verursacht, die wir ihnen vererben? Nicht die Generation unserer Kinder und Enkel!

  7. Liebe IHR ALLE!

    Mein schönster Geburtstag war im April in Kiel, um mit euch dort vor dem Landtag zu demonstrieren! Es war meine erste Demo.

    ABER:
    Ich kämpfe auch gegen Kindesmissbrauch. WAS da im Darknet läuft, weiß kaum einer. Inzwischen werden Babys penetriert und die Foren mit über 100.000 Mitgliedern im Darknet nehmen täglich zu. Es braucht Jahre, bis eines geknackt wird. Sexueller Missbrauch mit Kindern ist gerichtlich immer noch ein „Kavaliersdelikt“ und endet oft mit der Einstellung des Verfahrens. Wie in einem Buchclub können sich die Mitglieder im Darknet zum Missbrauch anmelden – sie müssen aber selbst einen Missbrauch an einem Kind einstellen! 1,8 MILLIONEN Menschen retten die Bienen – wer rettet diese armen kleinen Wesen, deren Seele ermordet wird??? Warum gibt es immer Aufschreie, wenn ein Hamster in einem Abwasserrohr steckt, aber nicht, wenn Kinder missbraucht werden? Ich verstehe das nicht und habe schon die GRÜNEN aktiviert und den Missbrauchsbeauftragten in Berlin. Ich brauche aber Mitstreiter! Denn ich bin über 70 mit dem Herzen einer Pippi-Langstrumpf und der Leidenschaftlichkeit eines Robin Hoods…
    Kinder an die Macht – ich fordere euch weiter zum Ungehorsam auf!
    Bitte aktiviert auch alle eure Eltern und Großeltern!
    Herzlichst Jutta!

  8. Hallo,
    Euch allen erst einmal ein herzliches Dankeschön und meine größte Hochachtung für eure Ausdauer und eure vielfältigen Ideen !! Macht weiter so. Die Unterstützung sehr vieler Menschen, auch meine, ist euch sicher (wenn auch nur finanziell).

  9. Hallo,
    Jetzt habe ich doch was zu „meckern“.
    Leider habt ihr für die Spenden keine Möglichkeit für das SEPA Lastschriftverfahren!
    Außerdem kann ich eure interessanten Berichte nicht per WhatsApp weiterleiten. Ich bin 73 Jahre alt und habe keinen Bedarf mehr, mich auf den „Hetzplattformen“ von Facebook und Twitter herumzutreiben.
    Kann da nicht etwas gemacht werden?
    Danke, vielleicht im Namen von vielen älteren Mitbürgern

  10. Großartig, was Ihr in Bewegung setzt. Es wundert mich auch, dass noch so wenige Erwachsene bei den Demonstrationen dabei sind. Eine sehr präzise Zählung ist sehr wichtig.

    Ihr habt 1,05 Mio. Teilnehmer ermittelt, die im letzten 1/2 Jahr demonstriert haben, um den Klimawandel aufzuhalten.

    Es gibt einen wissenschaftlich erwiesenen magischen Punkt, der politisches und gesellschaftliches Handeln in Bewegung setzt: Gelingt es, 3,5 % der Gesamtbevölkerung auf die Straße zu locken, dann wird der politische Druck so hoch, handeln zu müssen und erreicht unterschiedliche Schichten, auch einflussreiche Gruppen, die dann den notwendigen Transformationsprozess und noch mehr Multiplikatoren erreichen. Es wäre in Deutschland bei rd. 82 Mio. Einwohnern 2,87 Mio. Menschen „zeitgleich“ als Masse in Bewegung zu setzen und bundesweit bemonstrieren müssten.

    Klimakrise – Finanzkrise – Bildungskrise – soziale Krise – Fachkräftekrise – Verteilungskrise etc.

    Eine Idee wäre, Zusammenhänge zu anderen Poltikfeldern herzustellen, ohne von Euren Hauptforderungen zum Klima abzurücken oder zu erweitern. Aber diese Zusammenhänge für eine sehr kontroverse Debatte zu nutzen. Unser Wertedenken, Streben, Leisten und Wachstum beginnt mit den Zielen unseres Bildungssystems. Vieles läuft schief im Schul- und Hochschulsystem und es krieselt, es wurde kaputtgespart und es wird Druck ausgeübt auf Schüler*innen und Studierende. Wie hängt das alles mit der Klimakrise zusammen? Ich denke auch an die selektierenden und immer noch hierarchischen Mechnaismen im Bildungssystem (staatlich/privat). Eine Strategie marode Bildung und Klima gemeinsam zu denken, auch in Anbetracht, dass der Prädisdent der Kultusminister künftig Strafen für FfF erwartet: Siehe: Fridays https://www.deutschetageszeitung.de/politik/66163-praesident-der-kultusminister-erwartet-kuenftig-strafen-fuer-fridays-for-future.html.

    Streikt am Tag Eurer Kinderrechte (20.11.2019 werden die UN KRK 30 Jahre alt) vor den Kultusministerien (der darauf folgende Freitag wäre der 22.11.2019) – außerhalb der Schulzeit, so dass auch Lehrer*innen, Eltern, Schulleitungen, Hochschulprofessorinnen und -professoren und die vielen Studierenden usw. kommen können.

    Art. 9 GG sichert allen Bürgern die Vereinigungsfreiheit. Das muss mit den Schulgesetzgebungen aller Bundesländer auch in Einklang gebracht werden, so dass irgend ein gewählter Präsident, nicht Eure Bestrafungen einfordert.

    Das Schulsystem ist ein einziges Ärgernis und ein Verursacher für soziale Spaltung in unserem Land und die Verhältnisse und immer weiter aufgehende Schere, die wir heute haben, eingeschlossen wie wir mit dem Klima umgehen und welche Anreizsysteme (Wachstum/Konkurrenz/Wettbewerb im negativen Sinne) in unserem Land Gültigkeit haben.

    Ich glaube, FfF könnte ganz viele Gruppen auf die Beine bringen, wenn z. B. Klima und das Reizthema Nr. 1 in unserem Land „Bildung/system“ miteinander verbindet, gepaart mit Euren Rechten nach der UN KRK, die 1989 unterschreiben wurde und Eure Förder-, Schutz- und Beteiligungsrechte als drei Säulen fordert.

    Ich werde für die Idee bei Parents for Future aber auch Sience for Future werben. Vielleicht gelingt es mir, die Erwachsenen für diese Idee zu begeistern.

    Was meint die Öffentlichkeit, aber auch Ihr von Fridays for Future dazu? Die UN KRK ist bis heute von fast allen Staaten, also 195 Staaten unterschrieben worden (ausgenommen die USA) und wäre für eine weltweite Demo ein guter Zeitpunkt. Eure Rechte gehören in unser Grundgesetz und Ihr könnt es für Euch einfordern, so dass es schneller vorangeht, das Klima zu retten.

    Viele Grüße
    Doris Rohde

  11. Hallo,
    ich bin etwas irritiert. Ihr schreibt zu morgen: wie gewohnt um 10 Uhr am Invalidenpark. „Wie gewohnt“ ist aber nicht 10 sondern 12 Uhr, was denn nun???

  12. Liebe Freund*innen,

    Ihr habt sicher von der Ungeheuerlichkeit gehört, dass auf Veranlassung des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Mannheim vier Eltern zu Geldstrafen verdonnert wurden, weil Ihre Kinder während der Schulzeit zu Fridays- for- Future- Demonstationen gingen.
    Ich habe als jahrzehntelanger Umwelt- und Friedensaktivist und Pädagoge umgehend an die Rektorin geschrieben und ihr meine Meinung zu diesem Vorgang geschrieben. Eine Kopie ging an die Vorsitzende des Elterbeirats und die SMV-Vorsitzende.
    Solltet ihr Interesse an diesem Schreiben haben, lasse ich es euch gerne zukommen.

  13. Zu den ersten Bussgeldern in Mannheim:
    Ich würde die 88,50 an die Rainforest Alliance oder eine andere Baumpflanzgruppe überweisen und dies den entsprechenden Behörden in Kopie zusenden. Dann würde ich den Fall damit als erledigt erklären. Käme eine weitere Sanktion würde ich der o.g. Organisation das Doppelte überweisen und per Crowdfunding darum bitten, dass andere das ver- xfachen. Reicht das nicht , dann Spendensammeln vor dem jeweiligen Landtag.
    Initiative Entrepreneurs for Future Rheinland grüsst euch!

  14. Hallo,

    wer hat Lust beim Großen Brombachsee, Igelbachsee und Kleinen Brombachsee die Wege um den See von Müll, insbesondere den Plastikmüll zu befreien.

    Mein Vorschlag, Freittag 19.7.19 um 18:00 Uhr am Parkplatz Enderndorf am See.

    Euer Michael

  15. Ich finde es sehr gut, dass es diese Wochenberichte von FfF gibt. Ich wohne im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein. Ähnlich wie in Dortmund, wurde auch hier vom Kreistag leider nicht der (von den Fraktionen der Grünen und der Linken beantragte) Klimanotstand beschlossen. Stattdessen wurde ein inhaltlich fast gleich lautender Antrag der Fraktionen der CDU, SPD und der Freien Wähler mit der Überschrift „Wir haben verstanden“ verabschiedet, weil man das Wort „Notstand“ nicht wollte. Immerhin soll der Klimaschutz hier bei zukünftigen politischen Entscheidungen höchste Priorität genießen. Es gibt noch viel zu tun. An dieser Stelle möchte ich allen das Buch „Happy Planet“ von Fred Hageneder empfehlen. Erschienen im Verlag Neue Erde, kostet es nur 10 Euro und enthält alle wichtigen Daten und Fakten zu den Themen Klimazerrüttung, Artensterben, Verschmutzung (der Erde und der Meere), Überkonsum, Überbevölkerung, etc. Vor allem enthält es viele positive Einstellungen und Tipps, was wir alle für eine glückliche Erde tun können. Das Buch gehört in jede Schule und jede öffentliche Bücherei! Mit freundlichen Grüßen, Andreas Reigbert, Diplom-Politologe

  16. Liebe, tolle FFF-Bewegung,
    bitte bleibt so aktiv und ermutigend für uns alle!!!
    Bitte verzettelt euch dabei aber nicht thematisch. Ich las hier über Tierschutz, Kindesmissbrauch und Sexismus – auch alles wichtige Themen, aber was ist nicht wichtig?
    Wenn ihr versucht, das alles auch abzudecken, fürchte ich sehr, dass ihr euch in Klein-Klein-Debatten aufreibt (wäre nicht das erste Mal, dass es genauso abläuft) und FFF auseinanderbricht. Bitte nicht!
    Konzentriert euch bitte auf das Klima.
    Herzliche Grüße & vielen, vielen Dank!!!!

    1. Richtig! Eine zweite Gefahr droht von der Etablierung Einzelner als „Führende Köpfe der Bewegung“. Schon jetzt lässt sich vereinzelt ein zu hohes Maß an Arroganz feststellen. Soetwas kann schnell zunehmen. Bleibt bitte basisdemokratisch und frei von „Wichtigkeiten“. Jede und jeder zählt! Und verhaltet Euch bitte konsequent gegenüber Älteren. Entweder sind sie willkommen oder nicht. Eure Sache. Aber wenn sie erklärtermaßen willkommen sind, dann benehmt Euch entsprechend. Austausch auf Augenhöhe über die gemeinsamen Ziele ist wichtig für die Glaubwürdigkeit. Entscheidend darf nicht sein, wer etwas sagt, sondern ob das Gesagte stimmt und uns den Zielen näher bringt. Schließlich leiden wir – und besonders unsere Nachkommen – alle gemeinsam, wenn wir diese Ziele nicht erreichen!

      LG Armin

      LG Armin

  17. Die Jugend ist die Zukunft!
    Ihr seid die einzigen die sich hartnäckig dem eingefahrenen Menschentrott entgegenstellen.
    Ich bin 60 und wir versuchen durch unsere Lebensweise einen kleinen Fußabdruck auf unserer Erde zu hinterlassen. Leider erntet man bei der Masse der Menschen nur Spott und Kopfschütteln.
    Alles Gute und macht bitte weiter!

    Anette & Rolf Gräfe

  18. Moin ihr lieben Mitstreiter*innen,

    gemeinsam mit Euch müssen wir, die Verursacher-Generationen der Klimakrise den Druck auf Politik, Medien und Wirtschaft erhöhen. Denn Sie machen einfach weiter wie bisher. Nicht nur das. Jetzt startet diese Kartell der Verantwortungslosigkeit unter Leitung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) eine Gegenkampagne. Das sollten wir sehr ernst nehmen. Die INSM ist eine einflussreiche Lobbyorganisation, die die Interessen der großen Konzerne der deutschen Wirtschaft vertritt. Dabei übernimmt sie unsere Begriffe wie „Klimagerechtigkeit, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz, Energiewende….) und will damit neue Assoziationen in ihrem Sinn herbeizuführen: Beim Klimaschutz heißt das: 2°C Ziel statt 1,5°C Ziel, Ausbremsen schneller, massiver Klimaschutzmaßnahmen für die Industrie, Verhindern einer CO2-Abgabe, Erdgas-Offensive, Emissionshandel statt schnellem Kohleausstieg…..
    Die Initiative neue soziale Marktwirtschaft (INSM) ist die Tochtergesellschaft des Instituts der deutsche Wirtschaft (IW) Köln, was wiederum von den beiden Industrieverbänden BDI und BDA finanziert und kontrolliert wird. .. https://www.dgs.de/index.php?id=3978

    Herzlichst
    Ludger Klus

  19. Hallo! Ich finde es unter anderem wichtig, dass jeder Bürger, der an Klimaschutz interessiert ist, sein Konsumverhalten verändert. So kann jeder seinen Teil beitragen. Und wenn die Konzerne (Lebensmittel-, Chemie-, Pharma-, Automobilkonzerne) finanzielle Verluste verbuchen würden, dann würden sie umdenken und den Kunden das geben, was sie wollen: Nämlich klimafreundlichere Lebensmittel (also pflanzliche Lebensmittel), weniger Plastikverpackungen etc. Natürlich muss auch die Politik tätig werden in den Ländern, auf europäischer Ebene und weltweit. ABER das dauert zu lange, bis entsprechende Gesetze in Kraft treten und diese Maßnahmen wirksam umgesetzt werden. Bis dahin ist der Planet schon hinüber, denke ich. Und was vielleicht auch nützlich ist…? Ihr Kinder müsst euren Eltern wirklich mal die Ohren voll heulen, z. B. beim Einkaufen. Wenn die Eltern wieder Plastik und tierische Produkte in den Einkaufskorb legen. Eure Eltern grillen euch die Zukunft weg – weil tierische Lebensmittel ja so gut schmecken. Vielleicht denken manche Eltern um, wenn das eigene Kind vor Angst bitterlich weint, weil es in ca. 30 Jahren nicht mehr menschenwürdig auf diesem Planeten leben kann?! Meine Erfahrung ist leider, dass der größte Teil der Erwachsenen (egal ob sie Kinder haben oder nicht) alles total entspannt sieht was das Klima betrifft. Logo, wenn´s richtig heiß wird auf der Erde und Kriege um Wasserressourcen stattfinden, sind diese Groß-)Eltern schon tot… Die müssen sich dann nicht damit rumschlagen. Bitte macht weiter mit den Streiks! Ihr seid super!

    1. Werte Nadine Regner

      Engagement für die Umwelt ist o.k. Aber ich finde es unverantwortlich, dass du hier versuchst, Kinder gegen die eigenen Eltern aufzuhetzen. Willst du Unfrieden in die Familien tragen? Das schadet unserer Bewegung. Wenn es uns Erwachsenen nicht gelingt, andere Erwachsene zu überzeugen, dann sollte man nicht die Kinder missbrauchen, um zum Erfolg zu kommen. So etwas kennt man ja sonst nur aus Diktaturen, wo Kinder für politische Zwecke gegen die eigenen Eltern aufgehetzt werden. Wollen wir vllt noch eine Umwelt-Gestapo, wo die Kinder die eigenen Eltern anzeigen, wenn sie Fleisch essen?

  20. Ich bin bei Parents for future in der OG Lindau im (nicht am) Bodensee! Da ich die Demos sehr toll und wichtig finde, um die Welt so zu erhalten, wie sie ist, danit meine drei Kinder, schon eher Teenies bzw. Twenties und meine noch nicht geborenen Enkel noch eine lebenswerte Welt vorfinden. Wir machen am 27.7. ab zehn auf dem Platz beim Alten Rathaus ein Klimapicknick, wo jede und jeder willkonmen ist. Optimal wäre es, wenn jeder bzw. jede

  21. Hier noch der Link zu dem in meinem Kommentar vom 18.7..2019, 17:48 Uhr, empfohlenen Buch: happy-planet.net/buch/

  22. Warum demonstriert ihr nicht dagegen ?

    Kauft keine Soja-Produkte !

    Hier ein Artikel aus dem Spiegel:

    Höchster Wert seit drei Jahren
    Rekord-Abholzung im Regenwald
    Brasiliens Präsident Bolsonaro legt wenig Wert auf Umweltschutz – darunter leidet auch der Regenwald: Zuletzt wurden 60 Prozent mehr Fläche abgeholzt als vor einem Jahr.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/brasilien-rekord-abholzung-im-regenwald-hoechster-wert-seit-drei-jahren-a-1275652.html

  23. Wer nicht huepft der ist ein Bonze?

    Verpflichtet sich FFF seiner sozialen Verantwortung gerecht zu werden und weiter zu streiken fuer den Fall das die von FFF geforderte CO2 Emissionssteuer NICHT sozial gerecht gestaltet ausfaellt?

  24. Hallo ihr engagierten KlimaretterINNEN,

    als Alt-68er-Öko-Opa unterstütze ich euren Protest aus vollem Herzen!
    Schon in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts habe ich im Rahmen meiner hauptamtlichen Jugend- und Studentenarbeit eine Jugend-Ökologie-Initiative mitgegründet und begleitet. Der drohende Klimawandel war auch damals schon ein Thema, bei dessen öffentlicher Diskussion wir aber meist verlacht wurden.
    In den 90er Jahren schrieb und komponierte ich dann Music-Textivals zur ökologischen Krisenthematik, die ich mit Band und Gesangsensemble einstudierte und vielfach aufführte. Eine Auswahl der Lieder habe ich auf YouTube in meinem Kanal „Lasse Los“ unter „Bevor es zu spät ist!“ gepostet. Vielleicht könnt ihr einige davon bei euren vielfältigen Aktionen gebrauchen?!? Sie sind auch einzeln auf meinem YouTube-Kanal zu finden. Weiter habe ich zwei meiner Music-Textivals unter ihren Titeln „Umkehr-Kur(s)“ und „Seid ihr noch zu retten?“ auf YouTube platziert.
    Ich hoffe mit Euch auf den erwünschten Erfolg und unterstütze Euch, wo ich kann!

    Lasse Los

  25. In der Dorfkirchengemeinde Gatow im Süden von Spandau in Berlin haben wir – gefördert von unserem sehr engagierten Pfarrer – eine Aktionsgruppe gegründet und einen offenen Brief verfasst, in dem wir die Streiks von Fridays for future gutheißen und unterstützen. Wir planen ständig Aktionen, um in unserer Umgebung anzuregen, Mut zu machen und aufzuklären.
    Auf unserer Webseite http://www.churchforfuture.com könnt Ihr alles nachlesen und gerne auch bei uns mitmachen.

  26. Hallo, dem Beitrag von Nadine Regner 19. Juli 2019 / 11:59 Uhr kann ich nur zustimmen. Wenn man für sich selbst, und in seinem näheren Umfeld (Familie, Freunde, Bekannte) nichts verändert wird sich auch in Gesellschaft, Politik, Industrie und Handel nichts verändern. Ich bin 60, habe optimistisch geschätzt noch 25-30 Jahre vor mir 🙂 und könnte mich gelassen zurücklehnen…mach ich aber nicht. Schon vor Greta und FFF habe ich mein Konsum und Öko Verhalten nach und nach geändert…viel weniger Fleisch, weniger Autofahren und mehr Fahrrad und zu Fuß unterwegs. Fast keine Fernreisen mehr, Plastikverpackungen meiden, lokale und saisonale Lebensmittel verwenden und weg von den billigen Lebensmitteln. Aber leider ist es so, dass man im persönlichen Umfeld wenig Akzeptanz dafür findet. Es soll ja nicht auf jeden Komfort und auf Freizeitgestaltung verzichtet werden, aber ein wenig rummeckern im näheren Umfeld gehört schon zum Revoluzzertum. Wenn ich mir so das Verhalten der Generation 20+ außerhalb der Demos anschaue komme ich ein wenig ins Zweifeln ob die ganze Euphorie aus Überzeugung oder nur aus Mitläufermentalität kommt. Ich sehe nach den Demos die Teilnehmer weggehen, Coffee-to-Go zu kaufen, und möchte nicht wissen ob dann daheim die „guten“ Convenience Produkte, dies Alu Nespresso Kapseln usw. verwendet werden. Und es ist natürlich einfacher sich zu Hause ohne Diskussionen alles vorsetzen zu lassen.
    Und nach kleinen Partys im Park den Müll wegzuräumen ist ja auch nicht bequem.
    Wir sollten wirklich erst mal in unseren kleinen Mikrokosmos aufräumen, bevor wir uns an die große weite Welt machen. Bedeutet natürlich nicht, dass wir den Politikern und z.B. der Autolobby Ruhe und Frieden geben sollten 🙂
    Aber wir schauen einfach mal wie das ganze Thema weitergeht…also bleibt dran ihr habt noch ein paar Jährchen mehr als ich.
    Zum Schluss noch mein Lieblingszitat welches in meinen Augen den derzeitigen Status Quo wiedergibt
    „Die Intelligenz auf der Erde ist eine Konstante…die Menschheit wächst.“

  27. Hallo FFF Bewegung,

    ich finde eure Demos einfach großartig!

    Mein Vorschlag um das ganze noch effizienter zu gestalten wäre auch mal eine weltweiten Aufruf zu starten, dass alle mal ein Jahr lang aufs Fliegen verzichten! Im darauffolgenden Jahr aber das bitte nicht nachholen und dafür zweimal fliegen.
    Wenn möglichst viele Menschen sich daran beteiligen,wird das die Verantwortlichen schon in Panik versetzen.

    Vorschlag Nr. 2

    es gibt Stromanbieter wie Naturstrom ,Greenpeace usw. Überzeugt eure Eltern,Großeltern oder wer schon seinen eigenen Haushalt hat dort einen Vertrag abzuschliessen.

    Vorschlag Nr.3

    eine eigene Partei gründen.

    Herzlichst Karin

  28. Die Flughäfen sind mit der beste Ort für Eure Proteste. Dort trefft Ihr den wunden Punkt vieler, die sich einbilden ökologisch vorbildlich zu leben, weil sie ab und an Biolebensmittel kaufen, und trotzdem jedes Jahr mindestens eine Fernreise per Flugzeug machen. Viel Erfolg!

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