Wo­che 32 und 33/2019 – Bäu­me pflan­zen fürs Kli­ma, Streiks vor der INSM und #All­e­Fürs­Kli­ma

Was pas­sier­te vom 05. bis 18.08.? Im neu­en Wo­chen­be­richt er­fährst du al­le Ge­scheh­nis­se aus den zwei Wo­chen zu­sam­men­ge­fasst.

🎉 Streiks ge­hen wei­ter
In wei­ten Tei­len Deutsch­lands fing am Mon­tag die Schu­le wie­der an und am Frei­tag so­mit auch das Strei­ken trotz Un­ter­richt. Da­mit ist das so­ge­nann­te Som­mer­loch, wel­ches trotz Fe­ri­en mit zahl­rei­chen Ak­tio­nen und De­mons­tra­tio­nen ge­füllt war, nun auch vor­bei. 

✈️ Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te flie­gen mehr
An­schei­nend ist die Bot­schaft der Kli­ma­kri­se aber nicht bei al­len an­ge­kom­men, denn vie­le Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te flie­gen im Jah­re 2018, ver­gli­chen mit dem Jahr 2017 mehr. In­lands­flü­ge sind auf­grund der ho­hen CO2-Emis­sio­nen hoch um­strit­ten.

🌳 Bäu­me pflan­zen fürs Kli­ma!
Am 03. Ok­to­ber, dem Tag der deut­schen Ein­heit, hat Schles­wig-Hol­stein auf­ge­ru­fen, dass pro Einwohner*in ein Baum ge­pflanzt wird – im bes­ten Fal­le al­so 83 Mil­lio­nen Bäu­me! Un­ter­stützt wird die Ak­ti­on #Ein­heits­bud­deln un­ter an­de­rem auch von dem Car­too­nist Ralph Ru­the.

🌳 Ham­burg stellt lo­ka­le For­de­run­gen
Nach­dem schon ein paar Städ­te ei­ge­ne lo­ka­le For­de­run­gen ge­stellt ha­ben, hat die Orts­grup­pe Ham­burg nun auch ih­re For­de­run­gen an die Ham­bur­ger Po­li­tik im Um­welt­aus­schuss vor­ge­stellt. Die­se kannst du dir hier an­schau­en.

🚗 Aktivist*innen be­set­zen Gleis vor VW-Werk
Am Diens­tag wur­de das VW-Werk fast kom­plett ab­ge­rie­gelt; Aktivist*innen hat­ten näm­lich die Zu­fahrt für ei­nen Zug mit un­ge­fähr 200 Au­tos blo­ckiert. Mit der Ak­ti­on for­dern sie ei­ne schnel­le Ver­kehrs­wen­de und spre­chen sich ge­gen die Au­to­in­dus­trie, zu der VW mit sehr gro­ßen Tei­len ge­hört, aus.

⛵ Gre­ta auf Se­gel­tour
Am Mitt­woch star­te­te Gre­ta ih­re Rei­se nach New York zum UN-Kli­ma­gip­fel über den At­lan­tik. Mit an Bord ist ihr Va­ter Svan­te Thun­berg, Se­gel­pro­fis und ein Fil­me­ma­cher, der sie schon ei­ne lan­ge Zeit be­glei­tet. Hier kannst live se­hen, wo sich Gre­ta ak­tu­ell auf See be­fin­det. Ge­plant ist ih­re Rei­se für ca. zwei Wo­chen, je nach Wet­ter­la­ge.

📣 Streik vor der INSM
Wie je­den Frei­tag ha­ben auch am 16.08 wie­der vie­le Schüler*innen ge­streikt, dies­mal un­ter dem Mot­to „Wir sind der Tin­ni­tus der INSM“, da die­se von der Me­tall- und Elek­tro­in­dus­trie fi­nan­ziert wird. Al­so ein Lob­by­ver­band ist, wel­cher den CO2-Ver­brauch de­ckeln möch­te, je­doch viel zu nied­rig an­ge­setzt, um die wirt­schaft­li­chen In­ter­es­sen wei­ter­hin zu schüt­zen.

🌱 Welt­ar­ten­schutz-Kon­fe­renz
In Genf fin­det die Welt­ar­ten­schutz-Kon­fe­renz statt. Hier­bei geht es um die Fra­ge ob das Han­deln be­zo­gen auf ge­fähr­de­te Pflan­zen- und Tier­ar­ten ver­schärft oder ge­lo­ckert wer­den soll. Von Umweltschützer*innen und auch Regierungsvertreter*innen wird vor ein ei­nem ge­fähr­li­chen und Bei­spiel­lo­sen Rück­gang der welt­wei­ten Ar­ten­viel­falt ge­warnt. Hier soll­te han­deln an­ge­sagt sein.

🥳 #All­e­Fürs­Kli­ma
Der Hash­tag für den 20.09 heißt #All­e­Fürs­Kli­ma, al­so teilt die­sen flei­ßig da­mit der Streik be­son­ders groß wird. Und di­rekt da­nach geht es wei­ter mit Strei­ken, und zwar ei­ne gan­ze Wo­che lang: vom 21.09 bis zum 27.09 fin­det näm­lich die #week4CLIMATE statt. Er­kun­digt euch ger­ne auf der Web­site, ob es in eu­rer Nä­he auch Streiks oder De­mons­tra­tio­nen gibt.

27 Kommentare zu „Wo­che 32 und 33/2019 – Bäu­me pflan­zen fürs Kli­ma, Streiks vor der INSM und #All­e­Fürs­Kli­ma

  1. Hey Leu­te,

    Bäu­me pflan­zen fürs Kli­ma!
    Wenn ihr die Such­ma­schi­ne „Eco​sia​.org“ nutzt wer­den mit je­der Ab­fra­ge auch Bäu­me ge­pflanzt. Schaut mal rein, wie die­se Fir­ma ei­nen Teil ih­rer Ge­win­ne ver­wen­det. Wenn al­les zu­trifft, dann ist das ei­ne ganz neue Mög­lich­keit, das Ka­pi­tal ein­zu­set­zen.
    Schö­ne Grü­ße
    Lud­wig

  2. Thir­ty three yards a Tree.
    (Ein bes­se­rer Slo­gan fällt mir nicht ein). Da­zu noch ein gra­phi­sches Em­ble­me?

    Öf­fent­li­che Plät­ze müs­sen wie­der zu Oa­sen wer­den, die sie ein­mal wa­ren.
    Schul­hö­fe, Kreu­zungs­be­rei­che, Plät­ze, Ver­kehrs­in­seln, etc.

    Wo sol­len die Bäu­me ge­pflanzt wer­den, es gibt ja gar kein Platz mehr in ei­ni­gen Städ­ten und Ge­mein­den?

    Ich schla­ge vor, dass nach ei­ner Ent­sie­ge­lung der Städ­te ge­for­dert wird. Al­les ist im städ­ti­schen Raum und in Ge­mein­den ver­sie­gelt. Wo sol­len den dann noch Bäu­me, Stau­den und Grä­ser wach­sen. Al­les un­ter dem Vor­be­halt der Ver­kehrs­si­cher­heit, der Ver­mül­lungs­ver­mei­dung und der ma­schi­nel­len Pfle­ge, völ­lig un­nö­tig. Si­cher­lich muss die Si­cher­heit ge­währ­leis­tet sein, aber es gibt mehr ver­sie­gel­te Flä­che als not­wen­dig.
    Es muss ein Um­den­ken in­ner­halb der Be­ton­klotz­be­hör­den statt­fin­den. Zum Bei­spiel wür­de ich mir in Bre­men wün­schen, dass es ei­ne Ver­ord­nung gibt, die er­wirkt, dass in ei­ner Stras­sen­län­ge von 150 m min­des­tens 3 Bäu­me ste­hen müs­sen. Das ver­hin­dert un­nö­ti­ge Nach­bar­schafts­strei­te­r­ein und das ist ein­fach Vor­ga­be. Ge­nau­so wie halt Stras­sela­ter­nen ih­ren Platz ha­ben und nicht weg­dis­ku­tiert wer­den kön­nen.

  3. Es wä­re toll, wenn der News­let­ter per E‑Mail tat­säch­lcih ein News­let­ter wä­re (und nicht nur ein Link auf die­se Web­sei­te). Dann könn­te ich die Nach­rich­ten auch un­ter­wegs le­sen.
    Vie­le Grü­ße + wei­ter so!
    Alex

  4. Ich le­se gern den FFF-Blog, weil er ei­ne gu­te Zu­sam­men­fas­sung bie­tet, was bei FFF deutsch­land­weit und in­ter­na­tio­nal ge­ra­de pas­siert. Die­se Wo­che gibt es aber ei­ni­ge sprach­li­che Feh­ler, die das Le­sen er­schwe­ren (z.B. „bei al­len an­ge­kom­men, den“ den → denn; „die­se Markt­wirt­schaft“? → die­se Or­ga­ni­sa­ti­on für Markt­wirt­schaft oder die Ab­kür­zung INSM aus­schrei­ben; „wel­cher CO2 ver­brauch.“ → wel­cher den CO2-Ver­brauch; „Al­so ein Lob­by­ver­band ist, wel­cher CO2 ver­brauch de­ckeln möch­te, je­doch viel zu nied­rig an­ge­setzt, um die wirt­schaft­li­chen In­ter­es­sen wei­ter­hin zu schüt­zen.“ → bes­ser er­klä­ren, das ist ein Bruch­stück ei­nes Sat­zes und für Men­schen, die zum ers­ten Mal was zum The­ma le­sen, nicht ver­ständ­lich).

    Wir al­le ma­chen Feh­ler, auch aus Flüch­tig­keit, aber ge­ra­de des­halb soll­ten vor Ver­öf­fent­li­chung im­mer 4 Au­gen über ei­nen Text schau­en. Ich bit­te um Kor­rek­tur, auch von den an­de­ren, hier nicht als Bei­spiel ge­nann­ten Feh­lern. Wenn es nie­man­den gibt, schreibt ein­fach mir ei­ne Mail und ich hel­fe gern.

    Was mir in­halt­lich auf­ge­fal­len ist: „In­lands­flü­ge sind auf­grund der ho­hen CO2-Emis­sio­nen hoch um­strit­ten.“ Das wird häu­fig so ge­sagt, stimmt aber nicht ganz. Flü­ge über län­ge­re Di­stan­zen sto­ßen na­tür­lich mehr CO2 aus als Kurz­stre­cken­flü­ge im In­land, weil sie auf der län­ge­ren Stre­cke mehr Treib­stoff ver­brau­chen. Die zwei Grün­de für die häu­fi­ge Kri­tik an In­lands­flü­gen sind die fol­gen­den: Zum ei­nen wird ei­ne re­la­tiv gro­ße CO2-Men­ge bei Start- und Lan­dung aus­ge­sto­ßen und so­mit sind die CO2-Emis­sio­nen pro km (!) hö­her, weil die An­zahl der ge­flo­ge­nen Ki­lo­me­ter bei Kurz­stre­cken­flü­gen ge­rin­ger ist als bei Lang­stre­cken­flü­gen. Zum an­de­ren gibt es für kür­ze­re Stre­cken, ge­ra­de im In­land, vie­le gu­te Al­ter­na­ti­ven zum Flug­zeug: Der ICE ist oft fast ge­nau­so schnell, wenn man die Zeit am Flug­ha­fen mit­ein­be­zieht, aber das Ti­cket ist auf­grund der staat­li­chen Sub­ven­tio­nie­rung von Flü­gen (u.a. kei­ne Ke­ro­sin­steu­er) teu­rer. Auch mit ei­ner Fahr­ge­mein­schaft mit dem Au­to zu fah­ren ist im­mer noch um­welt­freund­li­cher als Flie­gen.
    Fa­zit: Kri­tik an Kurz­stre­cken­flü­gen ist be­rech­tigt (ho­her CO2-Aus­stoß pro km, gu­te Al­ter­na­ti­ven), aber wir dür­fen Lang­stre­cken­flü­ge, die ei­nen hö­he­ren CO2-Aus­stoß pro Flug ha­ben, nicht von der Kri­tik aus­schlie­ßen.

    1. Dan­ke für die Hin­wei­se, ich ha­be die Recht­schreib- und Gram­ma­tik­feh­ler kor­ri­giert. Dan­ke auch für dei­ne Rich­tig­stel­lung zum The­ma In­lands­flü­ge.

  5. Ganz schnell und oh­ne Auf­wand um­setz­bar wä­re ein ge­ne­rel­les Tem­po­li­mit von 130. Bringt zwar in der Sum­me nicht viel, aber im­mer­hin et­was. (Ne­ben vie­le hun­dert Ver­kehr­to­ten we­ni­ger.)

    Wenn heu­te neue PKW ge­baut wer­den, wer­den die­se 10–12 Jah­re fah­ren und Schad­stof­fe aus­sto­ßen. Kon­se­quent ist For­de­rung, den Sprit­ver­brauch für je­des neue Fahr­zeug ab so­fort zu be­gren­zen. (Nicht den Flot­ten­ver­brauch ei­ner Fir­men­flot­te, weil er nach wie vor Sprit­fres­ser zu­läßt)

    1. Wie wä­re denn ein Tem­po­li­mit für Fahr­zeu­ge, die nicht CO2 – neu­tral sind, oder erst­mal be­fris­tet für Fahr­zeu­ge oh­ne di­rek­te CO2 – Emis­si­on, z.B. Elek­tro, Was­ser­stoff. Wer das Geld hat für den fos­si­len Kraft­stoff, der beim Ra­sen ver­heizt wird, hat si­cher auch das Geld für ei­ne um­welt­freund­li­che­re Tech­no­lo­gie. Wer nicht fährt auch jetzt schon oft lang­sa­mer, al­lein we­gen der Ver­brauchs­kos­ten. Zu­dem wä­re das ein För­der­pro­gramm für al­ter­na­ti­ve An­trie­be. Wer Ra­sen will, muss eben Öko fah­ren. Dann wä­re ein Tem­po­li­mit kei­ne Ein­schrän­kung son­dern be­kä­me ei­ne Len­kungs­funk­ti­on, die so­gar noch Sinn ma­chen wür­de. An­ders kriegt man auch kein Tem­po­li­mit in Deutsch­land durch. Da sind die Wi­der­stän­de viel zu groß. Ach und we­gen des Ge­gen­ar­gu­ments der Kon­trol­le, das geht schon…

  6. Im­mer noch ver­mis­se ich ei­ne kri­ti­sche Be­trach­tung zur un­ge­prüf­ten Ein­füh­rung des 5G in Deutsch­land. Der CO2- Aus­stoß wird enorm er­höht wer­den durch den rie­si­gen neu­en En­er­gie-Ver­brauch und das muss doch von Fri­days for Fu­ture be­kämpft wer­den, wenn Ihr kon­se­quent seid! Die stark er­höh­te Strah­len­be­las­tung muss doch auch zum Wie­der­stand auf­ru­fen? Ei­ne sol­che Di­men­si­on von Um­welt­be­las­tung hat es bis­her noch nie ge­ge­ben!
    Bit­te drin­gend mit die­ser Pro­ble­ma­tik aus­ein­an­der set­zen!

    1. Hal­lo Gün­ter,
      5G steht mo­men­tan nicht so weit oben auf der Prio­ri­tä­ten­lis­te, weil es nicht so schlimm ist, wie bspw. Koh­le­ver­stro­mung. Au­ßer­dem fehlt zur Strah­len­be­las­tung noch ei­ne ver­läss­li­che wis­sen­schaft­li­che Grund­la­ge, wes­we­gen sich noch kei­ne ab­schlie­ßen­den Ur­tei­le zie­hen las­sen kön­nen, an­ders als beim Kli­ma­wan­del und dem Aus­stoß von CO2.

      1. Kein schö­nes Ge­fühl, ein Ver­suchs­ka­nin­chen zu sein! Brau­chen wir 5G wirk­lich? Um im Not­fall aus ei­ner ein­sa­men Ecke an­ru­fen zu kön­nen, wür­de flä­chen­de­cken­des GPRS aus­rei­chen. Braucht auch we­ni­ger Sen­de­mas­ten.
        Auf ei­ne hö­he­re Wahr­schein­lich­keit, ei­nen Hirn­tu­mor zu be­kom­men, wür­de ich ger­ne ver­zich­ten. Toll wie die von uns ge­wähl­ten Po­li­ti­ker das Bes­te für uns her­aus­ho­len“!“
        Rück­sicht auf Mensch, Na­tur und Kli­ma­wan­del sieht an­ders aus.

        1. Nun, wenn ich auf dem Land le­ben wür­de, wür­de ich mich sehr dar­über freu­en, in mei­ner „ein­sa­men Ecke“ ar­bei­ten zu kön­nen. Über­haupt – hät­ten wir auf den Dör­fern flä­chen­de­ckend schnel­les Glas­fa­ser­in­ter­net oder we­nigs­tens be­nut­ba­res 4G/5G, wür­de viel­leicht auch die Land­flucht ein En­de fin­den, oder zu­min­dest ab­neh­men. Klar – mo­men­tan reicht auch 4G voll­kom­men aus, zu­min­dest was Ci­trix etc. an­geht (man kann na­tür­lich nicht Vi­de­os von ei­nem Ser­ver schnei­den), aber da es eben mit der Tech­no­lo­gie vor­an­geht, braucht man auch schnel­le­re und ska­lier­ba­re­re Netz­wer­ke.
          Wenn ich das rich­tig ver­stan­den ha­be, läuft in der ers­ten Pha­se von 5G erst­mal al­les über die „kon­ven­tio­nel­len“ Mi­kro­wel­len, die ja seit Jahr­zehn­ten für al­ler­hand Funk­tech­nik be­nutzt wird. Die Über­tra­gung von 5G auf hö­he­re Fre­quen­zen jen­seits von 10 GHz er­folgt erst nach de­ren Zu­las­sung. Des­we­gen se­he ich kein aku­tes Pro­blem, das plötz­li­che Hirn­tu­mo­re her­vor­ru­fen könn­te.

  7. Es drängt mich zu sa­gen, was schon ge­sagt wur­de. Wo­zu? Stei­ken? …?
    Al­le Po­li­ti­ker soll­ten das The­ma Kli­ma­wan­del mit obers­ter Prio­ri­tät be­han­deln. Nicht erst ewig lan­ge re­den und be­ra­ten und nach dem Ur­laub fest­le­gen, wann rich­tig be­ra­ten wird. Um dann doch nichts zu tun. Hö­ren wir doch bit­te auf die Wis­sen­schaft­ler und han­deln vor­sichts­hal­ber schnel­ler und ra­di­ka­ler. Die bes­ten Zei­ten sind erst mal vobei. Viel­leicht kom­men ir­gend­wann bes­se­re.
    Wenn JETZT nichts ge­tan wird, brau­chen wir nichts mehr zu tun!

  8. Un­ser Wirt­schafts­sys­tem, die freie Markt­wirt­schaft, hat uns, dem pri­vi­le­gier­ten Teil der Mensch­heit, bis­her un­be­kann­ten Wohl­stand ge­bracht. Und eben­so hat es uns an den Be­ginn der größ­ten Na­tur­ka­ta­stro­phe seit ei­ni­gen Mil­lio­nen Jah­ren ge­führt. (Kli­ma­wan­del, Ar­ten­ster­ben, Ver­schmut­zung der Mee­re, Zer­stö­rung der Hu­mus­schicht un­se­rer Bö­den).
    Die­ses un­ser Wirt­schafts­sys­tem lässt sich wohl nicht so schnell än­dern, wie es not­wen­dig wä­re.
    Aber wir könn­ten ver­hin­dern, dass es wei­ter ver­stärkt und be­schleu­nigt wird, dass sein Wachs­tum und die da­mit ver­bun­de­ne Zer­stö­rungs­kraft we­nigs­tes et­was ab­ge­bremst wird.
    Vor­aus­set­zung für un­ser Wirt­schafts­sys­tem ist der Welt­han­del, denn un­ser Wirt­schafts­sys­tem be­ruht auf Ar­beits­tei­lung.
    Die ver­schie­de­nen Frei­han­dels­ab­kom­men CETA, JEFTA, MERCOSUR sol­len den Welt­han­del noch­mal be­schleu­ni­gen und in­ten­si­vie­ren, mit al­len Vor­tei­len (haupt­säch­lich für Groß­kon­zer­ne und In­ves­to­ren) und al­len Nach­tei­len für Kli­ma, Um­welt und den schwä­che­ren Teil der Mensch­heit.
    Noch hat un­se­re Re­gie­rung die Mög­lich­keit, Frei­han­dels­ab­kom­men ab­zu­leh­nen.
    Ist ein sol­cher Han­dels­ver­trag erst ein­mal ab­ge­schlos­sen, ist es für ei­ne Na­ti­on, die Mit­glied der EU ist, fast un­mög­lich, wie­der aus­zu­stei­gen. Denn das Ab­kom­men gilt für un­be­grenz­te Zeit und ba­siert auf in­ter­na­tio­na­lem Recht.
    Die letz­te Chan­ce CETA zu ver­hin­dern, bie­tet sich im Herbst, dann wer­den Bun­des­tag und Bun­des­rat über die end­gül­ti­ge Ra­ti­fi­zie­rung von CETA ent­schei­den.
    Die Grü­nen, die Frei­en Wäh­ler und Die Lin­ke ha­ben ih­ren Wäh­lern ver­spro­chen ha­ben, sich ge­gen CETA stel­len. Wenn dann im Bun­des­rat über CETA ab­ge­stimmt wird, kön­nen sie Ih­ren bis­he­ri­gen und zu­künf­ti­gen Wäh­lern zei­gen, wie viel ih­re Wahl­ver­spre­chen wert sind und wem ih­re Loya­li­tät gilt.
    Ei­ne Ent­schei­dung ge­gen ein Frei­han­dels­ab­kom­men wä­re das erst Mal, dass sich ei­ne Re­gie­rung zu­guns­ten von Kli­ma, Um­welt und ge­sam­ter Mensch­heit ge­gen wei­te­res Wirt­schafts­wachs­tum ent­schei­det.

    1. Auch Mer­co­sur, ne­ben CETA und JEFTA, muss un­be­dingt ver­hin­dert wer­den. Im Rah­men die­ses Frei­han­de­l­ab­kom­mens lie­fert die Bun­des­re­pu­blik Au­tos nach Süd­ame­ri­ka und wir be­kom­men So­ja und Fleisch. Da­für wird wei­ter in gro­ßem Stil der Re­gen­wald ab­ge­holzt.
      MERCOSUR darf nicht durch den Bun­des­tag ra­ti­fi­ziert wer­den.

      Ka­rin Schwalm

    2. Müss­te man für je­den Trans­port­ki­lo­me­ter Steu­ern be­zah­len, könn­te der nächs­te Bio-Bau­er, güns­ti­ger sein, als der Im­port aus Süd­afri­ka, Aus­tra­li­en…
      Mehr ech­te re­gio­na­le Pro­duk­te, die man nicht un­nö­tig durch die Welt trans­por­tiert, wür­den hel­fen. Wenn man dann noch unka­putt­ba­re re­pa­rier­ba­re Pro­duk­te an­bie­tet, könn­te man auch die ho­hen Pei­se be­zah­len. Die Müll­ent­sor­gung hät­te nicht viel Ar­beit.
      Welt­han­del macht vie­les bil­lig. Kli­ma­ka­ta­stro­phe in­clu­si­ve.

    3. Lie­ber Ernst Hör­mann, un­ser Wirt­schafts­sys­tem ist die Markt­wirt­schaft, un­ser Ge­sell­schafts­sys­tem ist nicht die freie son­dern die so­zia­le Markt­wirt­schaft. Nur ha­ben das al­le in den letz­ten 40 Jah­ren ver­ges­sen. So­zi­al schließt auch ei­ne le­bens­wer­te Um­welt ein. Das steht so­gar im Grund­ge­setz. Nur ma­chen tun „wir“ was an­de­res. Das deut­sche Er­folgs­mo­dell nach dem Krieg war eben die­se so­zia­le, al­so in ih­ren schäd­li­chen Aus­wir­kun­gen be­grenz­te Markt­wirt­schaft. Frag mal im Os­ten, wie schnell man ein Wirt­schafts­sys­tem än­dern kann, wenn es nichts taugt. Was wir brau­chen ist ei­ne so­zia­le und öko­lo­gi­sche Markt­wirt­schaft. Weil Markt­me­cha­nis­men ge­nau die­se bei­den Din­ge eben nicht Re­geln, braucht es da Rah­men­be­din­gun­gen.

  9. Hal­lo, je­den Sonn­tag gibt es ei­ne wun­der­ba­re Sen­dung um 9:30 im Deutsch­land­funk – die man spä­ter noch ab­hö­ren kann. Es­say und Dis­kurs. In der vom letz­ten Sonn­tag, 18.8.2019, wur­de auch Fri­days for Fu­ture er­wähnt – po­si­tiv. Hört mal rein. Es geht um Öf­fent­lich­keit und was Öf­fent­lich­keit war, ist und sein könn­te.

    Gud­run Wil­hel­my

  10. Mit der Be­bau­ung von städ­ti­schen „Brach­flä­chen“ und Stadt­grün, ver­sucht die Po­li­tik den Flä­chen­ver­brauch zu be­gren­zen. Statt land­wirt­schaft­li­cher Nutz­flä­che, geht dann städ­ti­sche Grün­flä­che ver­lo­ren. Dann flüch­ten die Men­schen am Wo­chen­en­de aus der Stadt. Mit dem Au­to!
    Über­be­völ­ke­rung war vor Jahr­zehn­ten mal ein gro­ßes The­ma. Heu­te nicht mehr so. War­um? Da wir daß auf die Schnel­le nicht auf hu­ma­ne Wei­se ge­re­gelt be­kom­men, ist der Ver­zicht auf Au­tos, Stra­ßen und Park­plät­ze, Flug­hä­fen, Flä­chen­ver­brauch durch Tier­fut­ter­pro­duk­ti­on si­cher an ers­ter Stel­le. Mehr Grün in die Städ­te, ver­zicht­ba­rer Asphalt und Be­ton weg.
    Kei­ne Ver­dich­tung der Be­bau­ung, da­mit die Men­schen mit der Na­tur in den Städ­ten le­ben kön­nen.

    1. Hal­lo So­fa-Held, recht hast Du. Aber da­zu wä­re ein ers­ter Schritt, erst­mal den Han­del mit Öko­punk­ten ab­zu­schaf­fen oder auf sinn­vol­le Fü­ße zu stel­len (Bio­top­wert­ver­fah­ren). Schau da­zu mal die Re­port Mainz-Sen­dung von heu­te: „Mo­der­ner Ab­lass­han­del“. das sagt al­les, wenn wir dar­über re­den, war­um es mög­lich ist, mehr und mehr Flä­chen zu ver­sie­geln. Üb­ri­gens ha­be ich um die Jahr­tau­send­wen­de in ei­nem „Ent­sie­ge­lungs­pro­gramm“ der Stadt Leip­zig mit­ge­ar­bei­tet. Das geht schon. Leip­zig ist ei­ne der grüns­ten Städ­te Deutsch­lands. Lei­der ist das auch ein­ge­schla­fen, aber was da­mals ge­macht wur­de hat bis heu­te Be­stand. Dann gibt es noch ver­ti­cal gar­de­ning uvm. Es geht, wo ein Wil­le ist.

  11. Hirn­tu­mor dau­ert ei­ne Wei­le. Aber dann ist’s zu spät.
    Gut do­sier­tes In­ter­net über­all wür­de mir ge­fal­len. Mehr als 3G ha­be ich noch nicht „ge­braucht“. Den Elek­tro­sen­si­blen soll­te man ei­ne Chan­ce und ei­nen Ort ge­ben kön­nen. Et­was we­ni­ger Funk­tech­nik hilft ih­nen viel­leich auch schon(?).
    Wenn wir hier schon nichts ein­schrän­ken wol­len, .…
    – Der even­tu­el­le Hirn­tu­mor ist viel­leicht un­ser kleins­tes Pro­blem.
    Ich hof­fe die Po­li­tik trifft schnell, we­nigs­tens erst mal ei­ne(!) gro­ße Ent­schei­dung.

    1. Das Pro­blem ist, dass 3G wie­der ab­ge­baut wird, ein­fach, weil es nicht leis­tungs­fä­hig ge­nug ist. Für ein biss­chen sur­fen oder mal nen 720p-Stream reichts viel­leicht, aber so­bald die An­for­de­run­gen ernst­haft wer­den, rei­chen 7,2 bzw 42 MBit/s ein­fach nicht mehr aus. 5G mit sei­nen meh­re­ren Gi­ga­bits braucht man im Mo­ment zwar noch nicht, aber die Use­ca­ses wer­den ga­ran­tiert ent­ste­hen. Und mit dem „lang­wel­li­ge­ren“ 5G be­steht aus mei­ner Sicht kein grö­ße­res Pro­blem, als mit 4G oder IEEE 802.11.
      Was üb­ri­gens po­si­tiv an der Ver­stei­ge­rung von den 5G-Fre­quenz­bän­dern war, ist die Aus­baupflicht von 4(sic!)G. Es wird erst für ei­ne ver­nünf­ti­ge Grund­ver­sor­gung ge­sorgt, dann kommt (die auf dem Land so­wie­so nicht rea­lis­ti­sche) flä­chen­de­cken­de Ver­sor­gung mit 5G.
      Ich ken­ne kei­ne Elek­tro­sen­si­blen per­sön­lich, des­we­gen kann ich zu den Be­schwer­den nicht viel sa­gen. Laut Wi­ki­pe­dia (und an­hän­gen­den Stu­di­en) gibt es kei­ne nach­weis­ba­re Elek­tro­sen­si­bi­li­tät, zu­min­dest nicht auf phy­si­scher Ebe­ne. https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrosensibilit%C3%A4t
      Man muss die­se Men­schen ernst neh­men und ih­nen hel­fen, aber das kann nicht dar­in re­sul­tie­ren, ein eh schon rück­stän­di­ges Land wei­ter ab­zu­hän­gen. Na­tür­lich ist es wich­tig, un­er­forsch­tes zu er­for­schen, aber des­we­gen muss man nicht gleich ei­ne gan­ze Tech­no­lo­gie stop­pen.

  12. Hal­le Fri­days, schaut Euch mal den Re­port Mainz von heu­te an, „Mo­der­ner Ab­lass­han­del“.
    Da geht es um das Bio­top­wert­ver­fah­ren, was neue Flä­chen­ver­sie­ge­lun­gen er­mög­licht. Das wä­re ein ech­tes wei­te­res Ziel: die Be­en­di­gung die­ses Un­sinns durch­zu­setz­ten.

    1. Aus ei­nem Quadrad­me­ter wer­den vie­le ge­macht. Und dann auch eher auf dem Pa­pier, bzw. di­gi­tal. Da kön­nen wir be­stimmt herr­lich im di­gi­ta­len Wald spa­zie­ren ge­hen. – herr­li­che di­gi­ta­le Wald­luft! Acker­flä­chen bald auch nur noch di­gi­tal? Di­gi­ta­les Es­sen macht mich auch nicht satt. Ich di­gi­ta­li­sie­re mich. – Nein! Ich will ech­tes Le­ben. Ich bin ein Teil der Na­tur. Na­tur­zer­stö­rung zer­stört mich.
      Ich wün­sche mir ei­nen Pa­ra­graph 1, der den ge­sun­den Men­schen­ver­stand als Ge­setz be­inhal­tet. Der es ver­bie­tet Le­bens­grund­la­gen zu zer­stö­ren und Ge­set­zes­lü­cken aus­zu­nut­zen. Steu­er­hin­ter­zie­her und Um­welt­ver­bre­cher kön­nen so­fort und un­kom­pli­ziert zur Ver­ant­wor­tung ge­zo­gen wer­den. Oh­ne an­de­re Ge­set­ze stu­die­ren zu müs­sen. Nur 1 Ge­setz für al­les!

  13. Bäu­me pflan­zen, de­mons­trie­ren, Glei­se blo­ckie­ren… al­les schön und gut. Aber so seid Ihr höchs­tens un­be­quem und wer­det be­lä­chelt.

    Was ich von der Par­tei „Bünd­niss 90/die Grü­nen“ er­war­tet hät­te und bit­ter­lich ent­täuscht wur­de, näm­lich ge­ra­de die jetzt so dring­li­chen The­men schon vor De­ka­den an­zu­ge­hen , liegt nun in Eu­rer Hand.

    Weg vom Mah­ner hin zum Ma­cher!!

    Bil­det ei­ne po­li­ti­sche Par­tei!!

    Nur dann könnt Ihr wirk­lich et­was Be­we­gen und wo­mög­lich die ers­te welt­weit agie­ren­de Par­tei wer­den.

  14. Leu­te, die CO2-Steu­er bringt gar nichts. Die gro­ßen Um­welt­zer­stö­rer ma­chen wei­ter wie bis­her und le­gen die Steu­ern auf die End­ver­brau­cher um. Dem Kli­ma­wan­del ist mit den Me­tho­den die­ser men­schen­feind­li­chen ka­pi­ta­lis­ti­schen Ge­sell­schafts­ord­nung nicht grund­le­gend bei­zu­kom­men.

  15. Im­mer wie­der le­se ich die For­de­rung der Ab­schaf­fung des In­di­vi­du­al­ver­keh­res und Um­bau zum ÖPNV.
    Si­cher macht es dann Sinn, sich Ge­dan­ken über den Mo­bi­li­täts­be­darf der Men­schen zu ma­chen, um da­nach die rich­ti­gen Ver­kehrs­mit­tel aus­zu­wäh­len.
    Heu­te sind die Wohn­ge­bie­te von den Ge­wer­be­ge­bie­ten ge­trennt, selbst die wei­ter­füh­ren­den Schu­len sind nicht mehr am Wohn­ort. Da­mit er­gibt sich mor­gens ein Be­darf zur Arbeit/Schule zu kom­men. Zu die­ser Zeit ist der En­er­gie­be­darf so hoch, das be­reits Gas­kraft­wer­ke zu­ge­schal­tet wer­den müs­sen. Mittags/Abends fah­ren die Leu­te zu­rück und nur am Mit­tag be­steht evtl die Chan­ce, re­ge­ne­ra­ti­ve En­er­gie ein­zu­set­zen al­so für den Be­darf der jün­ge­ren Schü­ler, die noch nicht bis 15:00 in der Schule/Hort blei­ben. Für den Mo­bi­li­täts­be­darf der Men­schen steht al­so aus tech­ni­schen Grün­den kaum re­ge­ne­ra­tiv er­zeug­ter Strom zu Ver­fü­gung. Wer al­so be­haup­tet, das der ÖPNV mit re­ge­ne­ra­ti­ven En­er­gi­en oder En­er­gie­mix jeg­li­cher Art fährt, ar­gu­men­tiert am Haupt­be­darf von Mo­bi­li­tät vor­bei.
    Mor­gens be­steht der Be­darf der Men­schen al­so in ei­ne Rich­tung und Abends in die ent­ge­gen ge­setz­te. Set­zen wir al­so mal ei­nen Bus (oder Stra­ßen­bahn) ein. An der End­sta­ti­on ist der Bus na­tur­ge­mäß leer und füllt sich nach und nach und kommt voll an Schule/Arbeitsplatz an. Da­mit ist er im Mit­tel halb voll. Da zu die­ser Zeit kein Be­darf an Mo­bi­li­tät in die Ge­gen­rich­tung be­steht, muss der Bus al­so leer zu­rück fah­ren, um die nächs­ten Leu­te zu ho­len. Da­mit er­gibt sich zur Haupt­ver­kehrs­zeit ei­ne Aus­las­tung von ca. 25%. In den an­de­ren (Rand-)Zeiten fährt der Bus fast leer durch die Ge­gend. Da­mit er­gibt sich die von den Ver­kehrs­un­ter­neh­men ver­öf­fent­lich­te Aus­las­tung von un­ter 20%. Soll­te sich ein Mo­bi­li­täts­be­darf je­weils in Ge­gen­rich­tung ent­wi­ckeln, wer­den die Men­schen sich al­lei­ne aus Zeit­grün­den über­le­gen, ob sie nicht Woh­nun­gen bzw. Ar­beits­plät­ze tau­schen – es macht si­cher kei­nen Spaß un­sin­nig durch die Ge­gend zu fah­ren – egal mit wel­chem Ver­kehrs­mit­tel.
    Die Lö­sung des Pro­blems wä­re al­so, dass das Trans­port­mit­tel mor­gens nur die Hin­tour fährt am Arbeitsplatz/Schule ver­bleibt und erst abends wie­der zu­rück fährt – ge­ra­de so wie es Fah­rad und Au­to ma­chen. Ein Au­to fährt mit ei­ner Min­dest­aus­las­tung von 20% heu­te im Schnitt 30%. Die Nut­zung von Mit­fahr­ge­le­gen­hei­ten könn­ten das dras­tisch ver­bes­sern – da­zu fehlt noch die In­fra­struk­tur per Han­dy-App und wohl auch ei­ne Ver­bes­se­rung der Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen da­zu. Schließ­lich ist es um Klas­sen ein­fa­cher 2 oder 3 Men­schen zu­sam­men­zu­brin­gen, die nor­ma­ler Wei­se zur sel­ben Zeit die sel­be Stre­cke fah­ren, als 20 oder 30 und da­mit wä­re der Bus erst zu 30% aus­ge­las­tet!
    Der Bus be­nö­tigt für ei­nen Per­so­nenkm so ak­tu­ell zwi­schen 35 und 40 Cent PRO PERSON, das ist deut­lich teu­rer, als das ein­fa­che oder al­te Au­to. Der Bus und so­gar die Bahn ver­brau­chen im ÖPNV 3,3l je 100 km PRO PERSON, die Bahn wenn man auf Pri­mär­ener­gie Öl um­rech­net (s.o.)
    Ein Bus wiegt ca. 20t und hat ei­ne Achs­last von ca 13t auf der An­trieb­s­ach­se da­mit be­las­tet er die Stra­ße nach den 4. Po­tenz Ge­setz wie ei­ni­ge tau­send Au­tos. Auch in Punk­to Fein­staub wird er kaum bes­ser sein – sei­ne här­te­ren Rei­fen und Brems­be­lä­ge er­zeu­gen fei­ne­ren (al­so gif­ti­ge­ren) Staub und auf­grund der ho­hen be­weg­ten Mas­sen wohl auch mehr als die leich­ten PKW. Das Nutz­last­ver­hält­nis ist bei klei­nen Fahr­zeu­gen bes­ser (Ach­tung der Fah­rer ist im „Leer­ge­wicht“ mit 75 kg ent­hal­ten!) Ei­gent­lich nicht über­ra­schend – ei­ne Amei­se kann ein Viel­fa­ches ih­res Kör­per­ge­wich­tes tra­gen – grö­ße­re In­sek­ten we­ni­ger. Auch beim NOx muss man auf die Ein­hei­ten ach­ten. Der Eu­ro VI Bus darf 460 mg/kWh ab­ge­ben – der Eu­ro IV Die­sel­s­tin­ker 250 mg/km. Wenn der Die­sel­s­tin­ker al­so ca. 9 l auf 100 km braucht und mit 1,5 Per­so­nen be­setzt ist, ge­ben bei­de Fahr­zeu­ge et­wa gleich viel NOx pro Per­son ab! Da­mit er­gibt sich, dass zu­min­dest der Bus nicht we­sent­lich um­welt­freund­li­cher als das Au­to ist – ent­ge­gen der ver­öf­fent­lich­ten Mei­nung.
    Da­mit stellt sich die Fra­ge was tun?
    1) Mit­fahr­ge­le­gen­hei­ten im PKW müs­sen chic sein und öf­fent­lich un­ter­stützt wer­den.
    2) je­der km der per e‑Bike an­stel­le des Au­tos ge­fah­ren wird, hilft der Um­welt. ÖPNV durch das Fah­rad zu er­set­zen, macht kei­nen Sinn, wenn Fahr­rad­fah­rer ihr Ge­fährt mit­neh­men oder bei „schlech­tem Wet­ter“ den ÖPNV an­stel­le des Ra­des nut­zen – dann muss der ÖPNV näm­lich im­mer die Plät­ze vor­hal­ten, weil bei der Pla­nung des Um­lau­fes un­klar ist, wann schlech­tes Wet­ter sein wird.
    3) für neue Mus­ter­zu­las­sun­gen von Au­tos in 3–4 Jah­ren ei­nen ab­so­lu­ten Ma­xi­mal­ver­brauch von 2,5- 3 Li­tern je 100 km vor­schrei­ben bei min­des­tens 4 Sitz­plät­zen. Das kann VW/Audi seit 15 Jah­ren der Pri­us auch und so­gar die gro­ßen Plugin-Hy­brid­li­mou­si­nen schaf­fen das jetzt an­geb­lich schon.
    4) Wech­sel zu leich­ten Au­tos, elek­tro­me­cha­nisch an­ge­trie­ben mit klei­ner 50 km Bat­te­rie zur En­er­gie­rück­ge­win­nung und 15 kw Ran­ge-Ex­ten­der, der bei kon­stan­ter Last und Dreh­zahl be­trie­ben wird – dann ver­braucht er am we­nigs­ten und lässt sich am bes­ten ent­gif­ten – wohl eben­so gut wie ein Groß­kraft­werk wenn die (Leitungs-&Speicher-) Ver­lus­te mit be­trach­tet wer­den. Ne­ben­bei er­wähnt die­se Mo­to­ren wä­ren auch gut für BHKWs!
    5) bei der Be­rech­nung der Um­welt­be­las­tung des ÖPNV auch die Um­we­ge, die sich aus dem Rich­tungs­wech­sel beim Um­stei­gen er­ge­ben. Der In­di­vi­du­al­ver­kehr fährt ca. 30% kür­ze­re We­ge!
    6) lie­be In­dus­trie: ent­wi­ckelt E‑­Mo­tor-Ge­ne­ra­to­ren, die auch bei al­ten Au­tos das Ge­trie­be er­set­zen. Mit ei­ner 50 km Bat­te­rie wird dann auch das al­te Au­to zum Plug-in Hy­brid. Erst ab Ge­schwin­dig­kei­ten über 50 km/h wird der Mo­tor zu­ge­schal­tet und lädt die Bat­te­rie wie­der auf. Al­lein durch den ein­ge­spar­ten Sprit soll­te sich die In­ves­ti­ti­on rech­nen wie beim LPG-Au­to.
    7) Auch Bio­gas lässt sich kom­pri­mie­ren und dann im Gas­au­to als Treib­stoff nut­zen. War­um al­so in der Bio­gas An­la­ge zu Strom ma­chen und dann un­ter gro­ßen Ver­lus­ten für die Stra­ßen­bahn nut­zen? So­fern das über­haupt geht – die Bahn fährt mit Strom bei 16,6 Hz
    8) erst wenn ein Groß­teil der Au­tos auf E‑Betrieb um­ge­stellt ist, macht Tem­po 30 aus öko­lo­gi­schen Grün­den in der Stadt Sinn – wer das Au­to im Leer­lauf bei 30 km/h rol­len lässt, ver­braucht be­reits ca. 6 l /100 km (al­so schon oh­ne An­trieb der Rä­der wer im drit­ten die Ge­schwin­dig­keit hält braucht 9l/100km) bei 50 km/h mit gleich­mä­ßi­ger Fahrt sind es 4l / 100 km
    9) es macht kei­nen Sinn die al­ten Au­tos aus dem Ver­kehr zu zie­hen – das wür­de nur de­nen die es sich leis­ten kön­nen freie Fahrt für freie Bür­ger be­sche­ren und die ent­eig­nen, die sich neue Au­tos nicht leis­ten kön­nen und nur die, die nicht an­ders kön­nen in den teu­ren ÖPNV zwin­gen. Al­so wie­der arm sein ist be­son­ders teu­er! Um den dann ent­ste­hen­den zu­sätz­li­chen Ver­kehr zu be­wäl­ti­gen, wer­den gro­ße Men­gen an Re­sour­cen zu­sätz­lich ver­braucht.
    10) den ÖPNV zu sub­ven­tio­nie­ren macht kei­nen Sinn, da der Mo­bi­li­täts­be­darf nicht wirk­lich da ist – wir wür­den al­so nur Men­schen da­zu ver­lei­ten, un­sin­nig durch die Ge­gend zu fah­ren. Da funk­tio­niert: „der Markt der wird’s schon rich­ten, der Markt der machts schon gut“ – lei­der nicht – der Markt än­dert den tat­säch­li­chen Ver­kehrs­be­darf nicht.
    11) Auch der Wo­chen­ein­kauf mit dem Au­to ge­hört zum Mo­bi­li­täts­be­darf – wenn der Ein­kauf durch Lie­fer­ser­vices durch die Ge­gend ge­fah­ren wird, fah­ren die Men­schen trotz­dem zum Ein­kau­fen und las­sen sich die Sa­chen an­schlie­ßend lie­fern – es ent­steht al­so zu­sätz­li­cher Ver­kehr! Wenn die Wa­ren nicht per­sön­lich aus­ge­sucht wer­den, wer­den Sie mehr­fach hin und her ge­fah­ren – al­so das sel­be Pro­blem- Ka­ta­log Schu­he oder Klei­dung in meh­re­ren Grö­ßen be­stellt…
    12) Re­duk­ti­on des Mo­bi­li­täts­be­dar­fes: die Agen­tur für Ar­beit und die ALG2 Ge­set­ze mu­ten Ar­beits­lo­sen 2 mal 90 Mi­nu­ten Ar­beits­weg zu. Das zwingt sie Ar­beits­plät­ze in gro­ßer Ent­fer­nung an­zu­neh­men führt al­so nur zu ho­hem Mo­bi­li­täts­be­darf. Die we­nigs­ten Mit­ar­bei­ter sind so spe­zi­ell aus­ge­bil­det das die lan­gen Ab­fahr­ten wirk­lich not­wen­dig sind.
    13) bei neu­en Ar­beits­ver­trä­gen und bei Leih­ar­beit die Fahrt­kos­ten­pau­scha­le (2 * 30 Cent / km Ar­beits­weg) dem Ar­beit­ge­ber als Be­triebs­kos­teb auf­bür­den- die rech­nen dann und über­le­gen, wen sie ein­stel­len…

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