International sind wir stark!

Was Aktivist*innen weltweit am 19.3. in ihrem Land geplant haben.

Nicht mal eine Woche, dann fluten wir wieder die Straßen. Kreativ und coronakonform machen wir zum siebten Mal auf die katastrophalen Folgen der Krise aufmerksam und sagen: so kann es nicht weitergehen. Am 19.3. sagen wir: no more empty promises – keine leeren Versprechen mehr. Dazu sind in ganz Deutschland hunderte Aktionen geplant. aber auch auf der ganzen Welt haben Aktivist*innen unglaubliches auf die Beine gestellt. Hier erzählen einige von ihnen, was sie vorhaben und was sie antreibt in ihrem Kampf für Klimagerechtigkeit.

In der Tschechischen Republik planen wir einen 12 Stunden langen Livestream auf unserer Facebook-Seite, der um 10 Uhr morgens beginnt und um 22 Uhr abends endet. Die Leute, die den Stream sehen, können uns ihre Fotos unter dem Hashtag #NoMoreEmptyPromises schicken. Wir werden auf die letzten Streiks zurückblicken und Fotos von ihnen zeigen. Wir werden auch über Aktivismus und globale Erwärmung sprechen und in der Mittagszeit können die Zuschauer*innen mit uns veganes Mittagessen backen. Aber der Hauptgrund, warum wir uns dem Streik anschließen: wir sind für den Kohleausstieg in Tschechien so schnell wie möglich und wir glauben, dass der globale Streik unsere Regierung überzeugen wird, unsere Meinung ernst zu nehmen.

Vojta von Fridays for Future Tschechien

Für den 19. März plane ich einen virtuellen Streik, weil das Coronavirus es zu riskant macht, physisch zu streiken. Es ist die unglückliche Realität, dass COVID-19 immer noch eine echte Bedrohung hier in den Staaten ist. Allerdings werde ich nicht alleine virtuell streiken, denn ich werde mit ganz Fridays for Future hier in den USA streiken! Genauer gesagt, werde ich mich gemeinsam mit vielen Aktivist*innen aus dem ganzen Land ihrem virtuellen Streik anschließen, wo wir Breakout-Räume, runde Tische und Reden in Hülle und Fülle veranstalten. Meine Rolle an diesem besonderen Tag ist die eines Moderators für einen runden Tisch und eines Gastgebers für eine Breakout-Session, in der es um People of Color und ihre Verbindung zur Klimabewegung geht. Der Streik ist wichtig, weil man so die Dynamik der Bewegung sehen kann und wie Menschen aus allen Gesellschaftsschichten zusammenarbeiten, um den Traum von der Bekämpfung der Klimakrise zu verwirklichen. Noch wichtiger ist, dass dies eine Demonstration der Hoffnungen und Träume ist, das Blatt zu wenden und den Planeten zu retten. Da wir uns alle in einer zermürbenden Situation befinden, könnte dies die Sollbruchstelle sein, die benötigt wird, um die Pattsituation ein für alle Mal zu beenden, oder kann dies der Aufschrei sein, der benötigt wird, um mehr Unterstützung für die Sache zu gewinnen, die eines Tages die Sollbruchstelle sein könnte? Alles in allem werden wir abwarten und sehen müssen.

Frank von Fridays for Future USA

Für den nächsten globalen Aktionstag am 19. März planen wir Aktionen, die wir während der strengen Covid-19-Regeln durchführen können, weil die Klimakrise nach wie vor ein Problem ist und wir immer noch für Klimagerechtigkeit kämpfen. Unsere erste Aktion ist unsere „Kilometer für das Klima“-Challlenge, die Menschen dazu auffordert, sich in der Natur zu bewegen, an eine umweltorientierte Wohltätigkeitsorganisation zu spenden und einige Freunde zu nominieren, dasselbe zu tun.Unsere zweite Aktion ist der Streik mit Fridays for Future von zu Hause aus. Da wir nicht auf die Straße gehen können, rufen wir alle auf, ein Protestschild zu basteln und diese Plakate am 19. März in die Fenster zu hängen.Durch diese Aktionen wollen wir alle daran erinnern, dass wir, obwohl wir getrennt sind, zusammenkommen, um die Klimakrise zu bekämpfen. In einer Zeit wie dieser sprechen Taten lauter als Worte und wir wollen jeden durch diese gemeinsamen Aktionen ermutigen.

Thomas von Fridays for Future Irland

Für den 19. März haben wir eine Protestaktion geplant, an der sich verschiedene Bildungseinrichtungen rund um die Stadt Gwadar beteiligen, um die Menschen hier auf die Klimakrise aufmerksam zu machen. Denn die meisten Menschen sind sich dieses Themas nicht bewusst.

Yusuf von Fridays for Future Pakistan

Wir streiken am 19. März, weil unser Haus immer noch in Flammen steht und es Zeit ist, es zu löschen. Während unser Haus von den Flammen verzehrt wird, suchen die Unternehmen, die Profit aus fossilen Brennstoffen machen, immer noch nach mehr Land und Menschen, um zu expandieren und unsere Zukunft zu zerstören. Es ist an der Zeit, es klar zu sagen: Wir haben keine Zeit für weitere leere Versprechungen. Überall in Portugal wird unser Streiksymbol eine Uhr sein, die mit der Idee der Dringlichkeit und der kurzen Zeit, die uns noch bleibt, verbunden ist. In mehr als 18 Regionen werden wir wieder Aktionen veranstalten, sowohl online als auch offline. Wir werden Banner drops organisieren, Demonstrationen veranstalten, ein „Museum der Katastrophe“ präsentieren, das zeigen wird, wie real Klimakrise bereits ist. Wir werden Konzerte, Debatten, Reden, Interviews und vieles mehr veranstalten.

Bianca von Fridays for Future Portugal

Am 19. März planen wir Demonstrationen in unserer Hauptstadt. Hier haben kleine Gruppen von 8-10 Leuten, die dafür verantwortlich sind, ihre eigenen Idee umzusetzten, und dann macht jeder seine Aktion offline (aber immer noch corona-sicher). Die allgemeine Idee ist, jede Art von Aktion zu zeigen, die wir jemals gemacht haben (mit jemandem, der die Gruppen koordiniert, um sicher zu gehen, dass jede Idee zusammenhängend ist und dass es keine Wiederholungen gibt.)

Gal von Fridays for Future Schweiz

Für den globalen Streik möchten wir in Brasilien an Gebäude große Bilder projizieren, die wir von der Realität der indigenen Bevölkerung hier in Brasilien gemacht haben.

Adri von Fridays for Future Brasilien

Auf der ganzen Welt sind wir auf den Straßen am 19.3., machen wir uns stark für Klimagerechtigkeit und eine lebenswerte Zukunft und Gegenwart. Denn wir wissen, dass Klimagerechtigkeit eine internationale Notwendigkeit ist und nur gemeinsam und solidarisch können wir erfolgreich sein.

Alle Aktionen weltweit sind auf unserer internationalen Website aufgelistet

21 Tage bis zum globalen Klimastreik | #KeinGradWeiter

Am 25.09. gehen wir weltweit auf die Straße, um für Klimaschutz zu streiken. Egal ob jung oder alt, klein oder groß, berufstätig, noch in der Ausbildung, arbeitslos oder in Rente, ob Veganer*in oder Fleischesser*in, bereits überzeugte*r Klimaaktivist*in oder zum ersten Mal auf einer Demo dabei – wir alle sind gefragt. Denn es geht um die Welt, in der wir leben werden.Wir als Gesellschaft stehen vor der riesigen Aufgabe die menschengemachte Erderwärmung auf unter 1,5°C zu begrenzen, wenn wir nicht in einer Welt leben wollen, in der wir jeden Sommer unter Hitzewellen ächszen, in der sich der Amazonas-Regenwald in eine Savanne verwandelt hat und Krankheitserreger sich schneller und weiter ausbreiten. Wer diese Welt nicht will geht am 25. September mit uns für eine lebenswerte Zukunft auf die Straßen und fordert #KeinGradWeiter

Wofür streiken wir am 25.09.? 

Wir streiken für eine Gesellschaft, in der wir entschieden und effektiv gegen die Klimakrise vorgehen und Klimagerechtigkeit unser Handeln bestimmt. Lest dazu auch unseren Appell ,,Als Gesellschaft im Klimastreik“!
Die Basis unserer Demokratie ist eine Gesellschaft, die Politik aktiv mitgestaltet – deswegen setzen wir uns beim globalen Klimastreik nicht nur als Gesellschaft für Klimagerechtigkeit ein, sondern auch für die Gesellschaft, in der wir leben wollen. Eine Gesellschaft in der Städte kopenhagenisiert, Klimalösungen vom Finanzmarkt vorangetrieben und so letztendlich die Artenvielfalt und Ozeane erhalten werden. 

Klimafreundliche Städte 

Die Veränderung, für die du streikst, beginnt direkt in deiner eigenen Stadt. Denn auch diese trägt Verantwortung dafür, dass die Klimaziele erreicht werden. Was sich in den Städten verändern muss, ist vor allem die Mobilität: Die meisten deutschen Städte sind noch immer Autostädte, so stehen beispielsweise in Berlin 39% der Verkehrsflächen Autos zur Verfügung, während der Radverkehr nur über 3% verfügt.

Dass eine Verkehrswände in Städten sehr wohl politisch umsetzbar ist, zeigen verschiedene Beispiele. Nicht umsonst spricht man bei der Ausbreitung von Radverkehr in Städten von der ,,Kopenhagenisierung“: In der dänischen Hauptstadt können die meisten Wege mit dem Fahrrad schneller zurückgelegt werden als mit dem Auto, weil es breitere Radwege, Fahrradschnellstraßen und sogar eigene Fahrradbrücken gibt. Bring die Kopenhagenisierung in deine Stadt – indem du selbst Rad fährst und die Lokalpolitik mit dem Streik am 25.09. zu einer zukunftsfähigen, klimagerechten Stadtplanung ermutigst.

Nachhaltigkeit im Finanzmarkt 

Außerdem streiken wir für eine Gesellschaft, die aufhört, in längst überholte und sogar zerstörerische Industrien zu investieren und stattdessen eine ökolgische Finanzwende vorantreibt. Dazu können Einzelne beitragen, indem sie ihre Banken auffordern, nachhaltiger zu investieren, doch die Verantwortung liegt auch bei den Regierungen. Eine Regierung, die in fossile Energien investiert, schneidet sich auf lange Sicht ins eigene Fleisch, denn es ist längst bekannt, dass das Überleben der Kohleindustrie in der Zukunft enorme finanzielle Schäden verursachen wird.
Die deutsche Regierung muss sich endlich an ihre eigenen Ziele, die in der deutsche Nachhaltigkeitsstrategie festgelegt sind, und an die Agenda 2030 der Vereinten Nationen halten. Zukunftsfähige Investitionen können dabei ganz unterschiedlich aussehen: Während es rentabel und wichtig ist, die Entwicklung und Umsetzung neuer Technologien zu unterstützen, um künftige Treibhausgasemissionen zu stoppen, kann gleichzeitig zum Beispiel durch die Finanzierung von Aufforstung – bereits ausgestoßenes CO² kompensiert werden.

Artenvielfalt und lebendige Ozeane

Wenn wir am 25.09. als Gesellschaft für politische Klimalösungen streiken, streiken wir auch für den Erhalt unseres Planeten und seiner Lebensräume – denn die Rettung des Klimas bedeutet zugleich auch Schutz der Artenvielfalt und der Ozeane.Dass kommende Generationen in einer Welt leben werden, in der ein großer Teil der Tier- und Pflanzenarten unwiederruflich verschwunden sind, scheint heute unwirklich und zugleich erschreckend. Der IPCC sagt voraus, dass bei einer Erwärmung um 3,2°C die Hälfte der Arten in den Tropen aussterben werden. Auch, dass die Meere durch die Klimaerwärmung drastische Schäden davontragen, muss verhindert werden. Durch das CO² werden sie nämlich nicht nur erwärmt, sondern versauern außerdem – was wiederum das Leben in den Ozeanen bedroht, sodass nicht nur Fischbestände massiv zurückgehen, sondern sogar ein Massensterben der Bodenorganismen verursacht wird. Wir streiken, damit sich der Planet #KeinGradWeiter erwärmt! Und damit auch dafür, dass unsere Nachkommen auf einem Planeten mit lebendigen Ozeanen und keiner weiteren verlorenen Art leben können.

Demo-Tipp der Woche

Du kannst den 25.09. kaum erwarten? Dann fang jetzt schon an ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen und mach mit uns gemeinsam Mobi!
Du kannst kostenlos z.B. Sticker und Plakate bestellen oder selbst auszudrucken, um an deiner Schule, am Arbeitsplatz, in der Uni oder deinem Wohnviertel – bestell dein Mobi Material jetzt hier!
Werbung für den globalen Streik zu machen: Außerdem kannst du unseren Profilbild-Generator nutzen, um dein Profilbild auf WhatsApp, Telegram und Co anzupassen.
Bei Facebook lässt sich ein Frame über dein Profilbild legen und unser cooler Instagram Filter hilft dir deine Freund*innen auf den 25.09. aufmerksam zu machen (Kopf bewegen!)

#NRWähltKlima – LASST UNS DIE KOMMUNALWAHL ZUR KLIMAWAHL MACHEN!

Am 13.09 sind Kommunalwahlen in Deutschlands größtem Bundesland Nordrhein-Westfalen. Diese Wahlen sind entscheidend, denn sie bestimmen die Richtung, in die die Politik in den nächsten fünf Jahren gehen wird. In der Klimakrise können wir es uns nicht leisten, fünf weitere Jahre zu verlieren: Diese Wahlperiode ist die letzte, in der wir noch etwas nachhaltig verändern können. Daher gehe mit uns am 04.09. auf die Straßen und sorge dafür, dass die Klimakrise priorisiert wird!

Lokalpolitik in den Kommunen und Städten ist ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, Klimaschutz zu verwirklichen und die Einhaltung des 1,5°C Ziels zu ermöglichen. 
Wird die Innenstadt autofrei und hat so mehr Platz für Begrünung, Rad- und Fußverkehr? Werden noch mehr Flächen versiegelt oder Bäume gepflanzt?Was ist mit dem Ausbau der Radwege? 

 All diese Fragen und noch viele mehr werden auf lokaler Ebene entschieden. Jede*r Wähler*in sollte sich deshalb überlegen, was die Parteien und Kandidat*innen für den Klimaschutz verändern werden.  Und zugleich müssen wir unseren Politiker*innen ein starkes Signal mitgeben: Wir fordern sie auf, Verantwortung in der Klimakrise zu übernehmen und daran werden wir sie messen. Denn die Klimakrise wartet nicht und muss trotz und gerade wegen anderer, zusammenhängender Krisen wieder priorisiert werden.

Deshalb streiken wir am 04.09. in über 29 Städten. Viele Ortsgruppen haben sich kreative Aktionen überlegt. Zum Beispiel  wird es in Bielefeld eine Menschenkette durch die Altstadt geben. Informiere dich hier wann und wo bei dir vor Ort gestreikt wird und tritt mit deiner lokalen Ortsgruppe in Kontakt um zu erfahren, was geplant ist. Es sind zum Teil unsere ersten größeren Streiks während Corona, weshalb es natürlich besondere Hygienekonzepte gibt, denn wir hören auf die Wissenschaft!        

Das besondere an der Wahl: ALLE AB 16 Jahren dürfen wählen gehen. Also… Du bist 16 oder älter? Dann wähle am Sonntag, den 13.09. deine Zukunft und streike am 04.09., um andere Ü16 Jährige zu motivieren und den Druck auf die Politik zu erhöhen!

Nimm deine Freund*innen, ein cooles Streikplakat und eine nice Maske mit und sei am 04.09. dabei! Wir sehen uns auf den Straßen – LASST UNS DIE KOMMUNALWAHL ZUR KLIMAWAHL MACHEN!

RETTET. DEN. AMAZONAS. JETZT! – Weltweite Aktionstage vom 28. – 30.08.2020

Der Amazonas Regenwald ist eine der artenreichsten Regionen der Erde, CO2 Speicher, Sauerstoffquelle und trägt zur Stabilisierung des Weltklimas bei. 

Doch er brennt und es bleibt uns nicht mehr viel Zeit ihn zu bewahren. Ohne ihn ist die Einhaltung des 1,5 Grad -Ziels nicht möglich! Durch die rasante Rodung gelangen Gigatonnen CO2 in die Atmosphäre und der Amazonas droht sich in eine Savanne zu verwandeln. Der Weltklimarat berichtet, wenn die Kipppunkte erreicht werden, wird das Schmelzen der Gletscher und der Anstieg des Meeresspiegelns verstärkt. Tausende geschützte Arten sind vom Aussterben bedroht. 

Die Lage im Amazonas ist dramatisch. Während die Welt von der Corona-Pandemie abgelenkt ist, sind die Brände so viele wie noch nie! Bereits im August dieses Jahres wurden über 10.000 Feuerhotspots im Amazonas registriert. Von Januar bis März gingen bereits 800 km² Wald verloren, das entspricht einer Fläche von 100.000 Fußballfeldern bzw. etwa einem Drittel der Größe des Saarlandes. Das sind 51% mehr als im Vorjahr! Indigenen wird Zugang zu Trinkwasser und medizinischer Grundversorgung seitens der brasilianischen Regierung unter Bolsonaro verwehrt. Der brasilianische Umweltminister Salles hat Umweltauflagen zurückgefahren. Dem staatlichen Umweltministerium IBAMA wurde die Kontrolle und Berichterstattung zu Rodungen untersagt, die Medien schweigen.


Deutschland und Europa trägt Verantwortung zum Schutz des Amazonas. Deshalb protestieren wir gegen das EU-Freihandelsabkommen Mercosur mit Brasilien! Es enthält keine Schutzmaßnahmen gegen Brandrodung und würde die Umweltzerstörung durch den Import von Rindfleisch, Soja und Ethanol weiter vorantreiben. Dazu verstößt es gegen EU-Standards und Menschenrechte. Deshalb haben sich einige Länder, darunter Österreich, aus dem Abkommen zurückgezogen. Deutschland erwägt jetzt sich ebenfalls davon zu distanzieren, sagte Angela Merkel im Gespräch mit Greta Thunberg, Luisa Neubauer, Anuna de Wever und Adelaide Charlier am 20.08.2020 im Kanzleramt. Denn wir wollen nicht tatenlos zusehen, wie Deutschland mit seinem großem Einfluss in der EU das Abkommen ratifiziert und die Zerstörung des Amazonas weiter befeuert! Wenn es Deutschland wirklich ernst ist, den Amazonas zu bewahren, muss das Abkommen sofort auf Eis gelegt werden!

Ein wichtiger Schritt damit sich auch deutsche Firmen stärker zum Schutz von Menschenrechten und nachhaltigem wirtschaften bei ihren Lieferant*innen im Ausland verpflichten, ist die Einführung des Lieferkettengesetzes, dass die Bundesregierung nun auf den Weg bringen will. Arbeitsminister Hubertus Heil und Entwicklungsminister Gerd Müller kündigten an noch im August Eckpunkte zu beschließen. Wir fordern deshalb von der Regierung sich für ein starkes Lieferkettengesetz einzusetzen, welches endlich für einen fairen Handel sorgt, der auf ökologisch nachhaltigen und menschlichen Werten beruht und weniger auf Ausbeutung und Naturzerstörung. 


Lasst uns darauf aufmerksam machen, um den Amazonas auch für alle nachfolgenden Generationen zu bewahren! 


Deshalb seid dabei mit Street-Art-Aktionen, Demos, Mahnwachen und macht bei unserem digital strike SOS Amazonia mit:
# SOSAmazonia# The AmazonIsNotFor Salles #AmazonOrBolsonaro
Weitere Infos und Spendeaufruf findet ihr hier.

Mehr Informationen zum Amazonas:

Aktionstag Datteln IV

Heute, am 14. August 2020 haben wir gemeinsam mit Aktivist*innen aus ganz Europa dezentral in 35 Städten aus 13 Ländern vor finnischen Botschaften und Konsulaten gegen das Kraftwerk Datteln IV demonstriert. Gemeinsam mit vielen Organisationen wie Greenpeace oder dem BUND haben wir die sofortige Abschaltung des Katastrophenkraftwerks Datteln IV gefordert!

Doch was ist eigentlich das Problem an Datteln IV?

Das Steinkohlekraftwerk in Datteln hat nicht nur erwiesenerermaßen energiewirtschaftlich keine Notwendigkeit, sondern stellt auch einen Schritt weg von Enereuerbaren Energien und ein Symbol für das klimapolitische Versagen der deutschen Bundesregierung dar.Das Kraftwerk wurde entgegen der Empfehlungen der Kohlekomission ans Netz genommen und steht im totalen Widerspruch mit dem Kohleausstieg 2038 – der ohnehin schon viel zu langsam für zukunftsgerechten Klimaschutz ist. Denn trotz der Abschaltung älterer Kohlekraftwerke werden durch Datteln IV 40 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich ausgestoßen. Zudem wird für das Kraftwerk Steinkohle aus Sibiren und Kolumbien importiert, was neben der schlechten CO2 Bilanz auch die inhumanen und menschenrechtsverletzenden Arbeitsbedingungen in den Kohleminen und die Ausbeutung der dortigen Arbeiter*innen unterstützt.

Es wird Zeit zu handeln!

Für uns ist klar: die Bundesregierung muss jetzt handeln – deshalb fordern wir neben dem Kohleausstieg 2030 auch die sofortige Abschaltung von Datteln IV. Wir müssen die Klimakrise jetzt verhindern, um uns, unseren Kindern und allen zukünftigen Generationen eine lebenswerte Zukunft sichern zu können.
Streikt gemeinsam mit uns am 25. September für eine sozial-ökologische Energiewende und werdet Teil von unserem Kampf für Klimagerechtigkeit!

Aufstieg und Fall des Augsburger Klimacamps

(Anspielung auf: Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny von Bertolt Brecht. *10.02.1898 Augsburg)

Freitag, 17:50 Uhr

Seit gut einer halben Stunde sitzen rund 50 Aktivisti auf dem Kopfsteinpflaster neben dem Augsburger Rathaus. Die Sonne neigt sich langsam und brennt den Menschen im Nacken. Der Perlachturm schlägt 18:00 Uhr und die Anspannung steigt deutlich. Wenige Stunden zuvor hatte es einen Bescheid gegeben: Das Augsburger Klimacamp, welches zu dem Zeitpunkt bereits seit zwei Wochen bestand, soll bis abends um 18:00 Uhr geräumt werden. Anderenfalls könnte es zu einer Zwangsräumung kommen. Ein Polizeiwagen fährt vor.

1 216 800 Sekunden zuvor (Dienstag, 22:00 Uhr)

Das Augsburger FFF-Plenum ist sich einig: Es muss etwas gegen das kommende Kohleeinstiegsgesetz unternommen werden! Nach kurzen Überlegungen wird klar: Demos werden der globalen Krise nicht mehr gerecht. . . Wir brauchen eine neue und vor allem stärkere Form des Protests!

Zwei Stunden später ist eine Kundgebung auf dem Parkplatz neben dem Augsburger Rathaus für den Zeitraum von Mittwoch 19:00 Uhr bis „solange es nötig ist“ angemeldet.

Sharepics gehen raus. Alle Augsburger Klimaorganisationen werden informiert. Pavillons, Isomatten, Schlafsäcke, Megafone und Mate werden in den Rucksack gepackt und auf geht‘s zum Rathausplatz.

Schon bald werden wir mit organisatorischen Schwierigkeiten konfrontiert: Anstatt der erwarteten und angemeldeten 10 Menschen waren wir schon am ersten Abend über 70 Personen auf dem Rathausplatz. Da die Polizei mit einer Auflösung der Versammlung wegen der zu hohen Personenanzahl drohte, meldeten wir kurzerhand eine zweite, größere Versammlung an.

Die ersten drei Wochen

In den nächsten Tagen wächst das Klimacamp von einem eher kargen Parkplatz zu einem kreativen Ort des aktivistischen Lebens heran.

Die anfangs eher spartanische Camping-Einrichtung verwandelt sich schnell in eine gemütliche und einladende Camp-Struktur: Pavillons, Sofas, Tische und Schränke für die Küche (teilweise vom Sperrmüll) geben unserem Camp Wohlfühlcharakter. An allen Ecken werden kreative Projekte umgesetzt. So entstehen unter anderem Sprechchöre, Hochbeete, neue Banner und Kreidekunstwerke. Auch die vielen Workshops zu Klimathemen fördern die Kreativität und vor allem den Austausch und das starke Miteinander der Augsburger Klimabewegungen.

Diese Vernetzung der verschiedensten Organisationen ist nicht nur für uns persönlich eine wichtige Erfahrung und Bereicherung, sondern kommt auch unserem gemeinsamen Ziel in Augsburg zu Gute, der Klimagerechtigkeit. Zusammen sind wir stark und können die Politik unter Druck setzen und zum Handeln bewegen.

So zum Beispiel bei der spontanen „Rathausbesetzung“, die in den Medien groß thematisiert wurde. Immer wieder besuchten uns Stadträte aller möglichen Fraktionen und kamen mit uns in ehrliche Gespräche – bis auf die CSU. Nachdem über 24 Stunden vergangen waren, meldeten wir uns nun selbst beim Büro der regierenden Partei. Dort wurden wir jedoch abgewiesen: Man habe keine Zeit für uns. Dies sorgte bei den Aktivisten für Unmut. Schließlich predigte die CSU in den Medien immer ihre Kompromiss- und Redebereitschaft mit uns. Wir betraten also das Rathaus – 5 Minuten vor der eigentlichen Schließung.

Wir wollten nicht gehen bis es zu mindestens einem Gespräch gekommen war. Unser Bleiben im Rathaus sollte dabei den Ernst der Lage erneut betonen. Was dann passierte, damit hatten wir nicht gerechnet: Nach kurzer Zeit wurde das Rathaus von der Polizei umstellt. Wir zählten mindestens 16 Wägen mit jeweils sechs Polizisten. Zudem rückte, wie wir später erfahren durften, die nah stationierte Hundertschaft aus. Das alles für gerade einmal 30 jugendliche Aktivist*innen. Doch es kam nicht nur die Polizei. Neben der Polizei stand ebenfalls unsere Oberbürgermeisterin von der CSU, die nun erneut ihre Gesprächsbreitschaft vor der Presse klarstellen wollte. Da das Gespräch jedoch äußerst inhaltslos war, begannen die Aktivist*innen mit einem spontanen Demozug. Dieser wurde jedoch ohne handfeste Begründung von der Polizei eingekesselt. Eine Eskalation der Lage konnte noch verhindert werden. Wegen der Friedlichkeit und Notwendigkeit der Aktion empfinden wir das Polizeiaufgebot als unverhältnismäßig.

Wir suchen aber auch immer wieder Gespräche mit den Stadträt*innen und der Verwaltung, in denen wir die Dringlichkeit unserer Forderungen vermitteln. Wie schon so oft hieß es, dass die Stadtregierung hinter uns und unseren Zielen stehe. Doch diese Versprechen können wir nicht ernst nehmen, da die Ziele im schwarz-grünen Koalitionsvertrag definitiv das 1,5-Grad-Ziel ignorieren.

Das bestätigte auch der weltweit anerkannte Klimawissenschaftler Dr. Peter Klafka, der extra aus Aachen anreiste, um uns und vor allem unsere Stadträt*innen zur lokalen Energiewende zu beraten. Auch das Klimacamp hat in einer anschließenden Podiumsdiskussion mit den Politiker*innen zur Notwendigkeit von schnellen Handlungen des Stadtrats gedrängt.

Besonders von der CSU kam bei der Aufforderung zu schnellen Entscheidungen und Aktionen, die zur Einhaltung der internationalen Klimaziele notwendig sind, Gegenwind.

Die Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) hatte schon nach den ersten 10 Tagen die Räumung unseres Camps angedroht, weil uns angeblich der Kundgebungscharakter fehle. Damals bat sie uns die Kundgebung bis 18 Uhr des nächsten Tages zu beenden, da wir „wahrscheinlich vor Gericht sowieso keine Chance hätten“. Auch wurde betont, dass die Aktion unserem Image selbst schaden würde. Dieser Androhung folgte schließlich ein Bescheid der Stadt, in dem uns das Recht unserer Versammlung abgesprochen wurde.

Wir finden, dass wir bereits durch unsere dauerhafte Präsenz unsere Meinung stetig kundtun. Hinzu kommen stündliche Reden und Sprechchören sowie öffentliche Vorträge und Workshops zum Klimawandel.

Deswegen mussten wir auf die Räumungsandrohung schnell reagieren: Mit Hilfe der bundesweiten Rechtshilfe AG und unserer Anwältin haben wir noch am selben Tag Klage gegen den Bescheid erhoben.

So kam es, dass wir am Freitag denn 10. Juli auf die Räumung warteten. Schließlich war uns nicht klar, wie die Polizei mit der Situation umgehen würde.

Als der Polizeiwagen kam, berichteten uns lediglich die Polizist*innen, dass es am heutigen Tag zu keiner Räumung kommen werde. Heute wissen wir, dass die Polizei unsere Kundgebung vorerst nicht räumen wollte und darauf bestand, die Antwort des Gerichts abzuwarten. Hierfür danken wir ihr sehr.

Vor wenigen Tagen lief dann ein Eilverfahren. Wir beendeten gerade unsere Pressekonferenz, als der entscheidende Anruf unsere Anwältin kam: Wir haben dieses gewonnen! (so viel zu unseren Chancen.;))

Mittlerweile haben wir mit unserem Durchhaltevermögen in Medien, in der Politik und bei den Passant*innen auf die Klimakrise und den dringenden Handlungsbedarf aufmerksam gemacht. (Wir sind seit dem 1. Juli da!) Wir bemerken die Veränderungen, wie mit uns und der Thematik umgegangen wird, deutlich. Auch sind die ständige Vernetzung und die interne Weiterbildung ein großer Vorteil des Camps.

Jetzt braucht es Handlungen, dringender denn je: Im Augsburger Stadtrat, aber auch in allen anderen deutschen Städten, Landesregierungen, der Bundesregierung und der ganzen Welt!

Und dazu brauchen wir euch 🙂

Je mehr Klimacamps, desto größer ist der Druck, den die aktuelle Situation erfordert. Schließt euch mit Klimabewegungen eurer Stadt zusammen, packt eure Schlafsäcke und Isomatten und zieht neben euer Rathaus! Seid gespannt! Diese Sache ist groß und wird noch größer! Also sei dabei, wenn wir von unten, über die Kommunen, für mehr Klimagerechtigkeit einstehen.

Liebe Grüße eure Aktivistis aus Augsburg

Ein Bericht von Paula Stoffels, Sarah Bauer und Leon Ueberall

#FaceTheClimateEmergency

Offener Brief an die EU: Der Wettlauf um die Zukunft hat begonnen

Tausende Aktivist*innen, bekannte Persönlichkeiten, wie Greta Thunberg, Malala Yousafzai und Menschen wie du und ich haben sich in einem offenen Brief an die EU und Staatsoberhäupter gewannt. Wir fordern, dass die Klimakrise wie eine tatsächliche Krise behandelt wird. Auch du kannst mitmachen! 

Was wir fordern

Behandelt die Klimakrise wie eine Krise!

  • Unverzüglicher Stopp der Gewinnung und Subventionierung fossiler Brennstoffe.
  • Ökozid muss als internationales Verbrechen vor der Internationalen Strafgerichtshof geahndet werden – die EU muss sich dafür einsetzen!
  • Treibhausgasemissionen müssen in allen Zielen und Zahlen miteinbezogen werden, inklusive dem Verbrauchsindex, bei der Luft- und Schifffahrt. 
  • Von jetzt an müssen jährliche und verbindliche CO2-Budgets erstellt werden, basierende auf wissenschaftlicher Erkenntnisse und die Ergebnisse des IPCC. Sie müssen globale Gerechtigkeit, Kipppunkte und Rückkopplungsschleifen miteinbeziehen und dürfen sich nicht auf mögliche zukünftige CO2-negative Technologien verlassen.
  • Schützt die Demokratie!
  • Entwickelt Klima-Strategien, die Arbeiter*innen und die am meisten vulnerablen Menschen schützen und alle Formen von Ungleichberechtigung zu bekämpfen: Rassismus, gender-basierte Diskriminierung und sozioökonomische Benachteiligung.

Wir verstehen und wissen sehr gut, dass die Welt kompliziert ist und dass das, was wir verlangen, möglicherweise nicht einfach ist. Die zum Schutz der Menschheit erforderlichen Änderungen mögen sehr unrealistisch erscheinen. Es ist jedoch viel unrealistischer zu glauben, dass unsere Gesellschaft die globale Erwärmung, auf die wir zusteuern, sowie andere katastrophale ökologische Folgen des heutigen Systems überleben kann. 

Wie du mitmachen kannst

  1. Unterzeichne auch du den offenen Brief! Das kannst du hier machen!
  1. Teile den Brief mit allen deinen Freund*innen und Bekannten und auf deinen sozialen Medien
  1. Wenn du Instagram oder Twitter hast poste ein Bild von euch mit dem Hashtag #FaceTheClimateEmergency und markiert EU-Spitzenpolitiker*innen 
  1. Vorschläge, welche Politiker*innen ihr markieren könnt und was ihr schreiben könnt, findet ihr hier.
  1. Nutze den Profilbildgenerator, um andere aufmerksam zu machen.

Lasst uns gemeinsam unüberhörbar sein!
Warum? In den vergangenen Woche haben wir erlebt, wie die Corona-Krise rasches und weitreichendes Eingreifen in vielen Ländern und Gesellschaften hervorgerufen hat. Die Klimakrise wird dagegen kaum wie die Krise, die sie ist, behandelt, weder von der Politik, noch von Medien, Unternehmen oder dem Finanzsektor. Wenn wir weiterhin uns der Illusion hingeben, dass wir diese Krise lösen können, ohne sie wie eine zu behandeln, verlieren wir wertvolle Zeit.
Wir brauchen tiefgehende und umfassende Veränderung, denn Klimagerechtigkeit kann nicht erreicht werden, solange wir Rassismus, soziale Ungerechtigkeit und Unterdrückung einfach hinnehmen. Der Einsatz für Klimagerechtigkeit, gegen Rassismus, für Geschlechtergerechtigkeit, für die Rechte von LGBTQI* und indigenen Menschen, für die Presse- und Meinungsfreiheit, für Demokratie und Menschenrechte, für Tierrechte und für ein ausgewogenes, funktionierendes, leben-unterstützendes System – alle sind miteinander verwoben.

Mit der Unterzeichnung des Pariser Klimavertrags haben die EU-Staaten sich dazu verpflichtet, den Weg zu einer klimagerechten Welt anzuführen. Die EU hat die politischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten, dies zu tun und damit auch eine moralische Verantwortlichkeit. Sie muss endlich anfangen, ihre Versprechen umzusetzen!

Die EU hat sich das Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu sein – mit diesem Ziel haben wir gerade einmal ein 50%-Chance die globale Erwärmung zu begrenzen. Wir können nicht länger darüber sprechen, wie wir Emissionen in der Zukunft begrenzen wollen, sondern wir müssen es jetzt tun! Über ein EU-Investment-Programm für die nächste Generation zu sprechen und zugleich die Klimakrise und die Ergebnisse der Wissenschaft zu ignorieren, ist Verrat an allen „nächsten Generationen“.

Wir sind in einer existenziellen Krise und wir werden uns aus dieser nicht durch Investitionen freikaufen können. Das Ziel einem ökonomischen System wieder auf die Beine zu helfen, welches die Klimakrise kontinuierlich anheizt – um damit dann Maßnahmen für Klimaschutz zu finanzieren ist genauso absurd, wie sie klingt. Wir brauchen ein neues System, das die Lebensbedingungen für Leben auf dieser Erde erhält. Der Wettlauf um unsere Zukunft hat begonnen. Nicht erst in ein paar Jahren, sondern jetzt müssen wir anfangen Leben auf diesem Planeten zu schützen. Wir brauchen jetzt einen wissenschaftlich-basierten Weg, der uns die besten Chancen sichert, die Erderwärmung noch unter 1,5°C zu begrenzen und wir müssen weg von einem System der Ausbeutung und Zerstörung zu einer CO2-neutralen Wirtschaft, die das Wohlergehen von Mensch und Natur in den Mittelpunkt stellt.
Selbst wenn alle Länder ihre selbstgesteckten Ziele einhalten würden, werden wir vermutlich eine Erderwärmung von 3 -4°C erreichen: Das heißt, die Verantwortlichen haben praktisch schon aufgeben, den kommenden Generationen eine angemessene Zukunftsperspektive zu ermöglichen – ohne es jemals wirklich zu versuchen. So wie geplant würden wir 2030 120% des fossilen Brennstoffe verwenden, die wir verwenden dürften, um das 1,5°C Ziel noch erreichen zu können. Das ist einfach nicht genug.

Ihr, die jetzigen Verantwortlichen, mögt vielleicht denken, ihr könntet die Klimakrise ignorieren – aber das ist keine Option für uns, eure Kinder. Aktuell gibt es keinen einzigen Ort auf der Erde, an dem Kinder eine Zukunft in einer sicheren Umwelt haben. Deshalb fordern wir Sie auf endlich der Klimakrise entgegenzutreten und für unsere Zukunft zu kämpfen!

Spontandemos zur Vorstellung des neuen IPCC Berichts

Anlässlich der Vorstellung des neuen IPCC Berichts ab 10 Uhr werden einige FridaysForFuture Ortsgruppen am 8. August 2019 Spontandemos machen.

Ein Livestream der Vorstellung des IPCC Berichts ist hier zu finden.

Liste der Spontandemonstrationen:

Listenansicht
Aachen, 18:00 Uhr, Elisenbrunnen
Augsburg, 12:00 Uhr, Königsplatz
Düsseldorf, 10:00 Uhr, Landtag
Eckernförde, 10:00 Uhr, Rathausmarkt
Elmshorn, 09:45 Uhr, Alter Markt (Vor der St. Nikolai Kirche)
Erfurt, 12:00 Uhr, Anger (Die-In)
Erlangen, 15:15 Uhr, Hugenottenplatz
Heidelberg, 13:00 Uhr, Bismarckplatz
Kiel, 10:00 Uhr, Landtag
Köln, 10:00 Uhr, Kölner Dom
Lüneburg, 12:00 Uhr, Marktplatz
Möckmühl, 10:00 Uhr, Rathaus
Mönchengladbach, 10:00 Uhr, Marienplatz
München, 14:00 Uhr, Marienplatz
Oberhausen, 10:00 Uhr, Technisches Rathaus Sterkrade
Rendsburg, 11:00 Uhr, Hohen Arsenal
Saarbrücken, 17:00 Uhr, St.johanner Markt
Villingen-Schwenningen, 11:30 Uhr, Latschariplatz
Wiesbaden, 18:00 Uhr, Bahnhof
Winsen Luhe, 10:00 Uhr, Rathaus
 

Hinweis: Diese Liste ist noch nicht vollständig!

Clean-Ups am 15.06.

  • Bad Belzig, 10 Uhr, Marktplatz
  • Bonn, 16:00Uhr, Bushaltestelle Uni Markt
  • Castrop-Rauxel, 17:30 Uhr, Erin Park
  • Chemnitz, 15:00Uhr, Innenstadt / Hartmannplatz
  • Dortmund, 15-18 Uhr, Westpark (Eingang Möllerbrücke)
  • Eichstätt, 10:00 Uhr, Marktplatz
  • Flensburg, 11 Uhr, Hafenspitze Flensburg
  • Gotha, 11 Uhr, Gotha Hbf
  • Gütersloh, 12 Uhr, Autobahnraststätte Gütersloh Nord (16+) oder Dalkeweg
  • Heidelberg, 11:00, Rückseite Hbf
  • Kierspe, 12 Uhr, Gesamtschule Kierspe
  • Kleve, 11:30 Uhr, Kleve, Bahnhof
  • Kreis Pinneberg, 11:00 Uhr, St-Nikolai-Kirche
  • Leer (Ostfriesland), 12:00 Uhr, Ernst-Reuter-Platz
  • Lehrte, 14 Uhr, Neues Zentrum, Lehrte
  • Leipzig, 12:30 „Nord: Georg Schürmann Straße (Kaufland) Ost: Am Rabet (Aldi) Süd: Karl Liebknecht Straße (Rewe) West: Köneritzer Strasse (Konsum)
  • Lindenberg, 10:00 Uhr, Badeanstalt Waldsee
  • Mannheim, 15 Uhr, Alte Feuerwache
  • Marburg, 15 Uhr, Marktplatz
  • Mönchengladbach, 12:00-16:00 Uhr, Bunter Garten u. Stadtwald
  • Mülheim, 10 Uhr, Haus Ruhrnatur
  • Mülheim an der Ruhr, 10 Uhr, Haus Ruhrnatur
  • Oldenburger Münsterland, 12:30 Uhr, Innenstadt Cloppenburg (Lange Str.)
  • Peine, 11 Uhr, Stadtpark Peine
  • Salzwedel, 14 Uhr, Burggarten
  • Simmern, 15 Uhr, Sonnenhof
  • Stuttgart, 10:30 Uhr, Oberer Schlossgarten vor der Oper
  • Trier, 10 Uhr, Vor dem Infoladen (Trier West)
  • Wülfrath, 14 Uhr, Stadtpark

SIEBDRUCK – eine Anleitung

In diesem Dokument möchten wir euch erklären, wie ihr mit dem Siebdruckverfahren einfach und umweltfreundlich Textilien bedruckt. Die Fachsprache lässt sich leider nicht vermeiden, erklärt sich aber nach einiger Zeit von selbst. Für weitere Fragen wendet euch gerne an die Fridays for Future-Merchandise-Arbeitsgruppe (per Mail: merch@fridaysforfuture.de).

Grundausstattung

Zum Siebdrucken braucht ihr das im Folgenden aufgelistete. Bevor ihr euch das alles zulegt, sucht am besten nach Organisationen, Vereinen oder ähnlichem in eurer Nähe, die eine Siebdruckmaschine und endsprechendes Equipment besitzen.

  • Siebdruckrahmen (mit Siebdruckgewebe aus Polyester)
  • Belichtungsfilm
  • Siebchemie:
    • Entfetter
    • Lichtempfindliche Fotoemulsion
    • Entschichter
    • Siebdruckfarbe (wasserbasierte)
  • Beschichtungsrinne
  • Farbspachtel und Farbe
  • Siebklebeband
  • Belichtungssystem (UV-Lampe oder Hallogenbelichter)
  • Handrakel

  • T-Shirt oder anderes Textil
  • Vorlage

Grober Ablauf

  1. Fotoemulsion auf Rahmen beschichten mit Beschichtungsrinne
  2. Auf beschichteten Rahmen Belichtungsfilm legen
  3. Belichten
  4. Ausspülen
  5. Schablone ist fertig
  6. Siebdruckfarbe auf Rahmen mit Siebdruckspachtel auftragen
  7. Rahmen auf T-Shirt positionieren
  8. Mit Handrakel durch das Sieb auf das T-Shirt drucken
  9. T-Shirt trocknen lassen, bügeln. Fertig!

Wie es geht

Wir empfehlen dieses Video anzusehen, bevor ihr mit dem Siebdruck beginnt. Falls ihr eine genauere Anleitung haben wollt, lest hier nach .

Schablone

Als Erstes braucht ihr eine passende Vorlage. Dazu bieten wir auf unserer Website das Fridays for Future-Logo in einer passenden Version zum Download an. Die Vorlage muss deckig-schwarz gedruckt werden, nichts darf durch das Schwarze durchschimmern.

  • Wie drucken? Mit maximaler Qualität in schwarz-weiß drucken
  • Auf was drucken? Wir empfehlen euch, auf Folie zu drucken, Fotopapier sollte aber auch gehen.

Entfetten: Zum Reinigen des Gewebes

  • Entfetter auf beiden Seiten des Siebdruck-Rahmens sprühen
  • 5 Minuten einwirken lassen. Wenn du willst kannste auch mit einem Schwamm ein bisschen nachhelfen.
  • Mit klarem Wasser ausspülen
  • Trocknen lassen (diesen Vorgang kannst du mit einem Ventilator/Fön beschleunigen)

Beschichtung

Achtung! Fotoemulsion ist sehr lichtempfindlich, daher musst du in einem dunklem Raum arbeiten. Als Lichtquelle kannst du Gelblicht benutzen.

  1. Beschichtungsrinne mit Fotoemulsion füllen (nur halbvoll, wir wolln‘s ja nicht übertreiben)
  2. Rahmen schräg an die Wand stellen. Rahmen immer zuerst auf der Druckseite beschichten.
  3. Beschichtungsrinne mit abgerundeter Seite zum Sieb nachvorne kippen und in einem Zug nach oben ziehen (da ihr Textilien benutzt, den Vorgang wiederholen)
  4. Vorgang auf der anderen Seite wiederholen (2mal auf der Druckseite, 1mal auf der anderen)
  5. Mit der Druckseite nach unten trocknen lassen
  6. 2-3 Stunden bei Zimmertemperatur trocknen lassen (zur Beschleunigung kannst du einen Ventilator oder einen Föhn auf kältester Stufe nutzen)
  7. Fotoemulsion zurück in die Dose. Beschichtungsrinne am besten gleich reinigen.

Belichtung

  1. Ist der Rahmen richtig trocken? (Fühlt es sich hart an?)
  2. Kopierkissen mittig von der Belichtungslampe legen
  3. Motiv spiegelverkehrt auf den Rahmen legen
  4. Glasscheibe auf den Rahmen legen (am besten von einen Bilderrahmen, ohne Kratzer und sollte sauber sein)
  5. 2-7 Minuten belichten
  6. Scheibe, Motiv und Rahmen wegnehmen. Keine Sorge, man sieht gleich etwas.
  7. Rahmen ausspülen (z.B. mit einen Duschkopf oder irgendein Wasserstrahl mit Druck. Aber nicht zu viel Druck, sonst machst du das kaputt)
  8. Von beiden Seiten anfeuchten, aber mit der Druckseite anfangen. Solange ausspülen bis man das Motiv sehen kann, hier aber nur von der Druckseite aus spülen.

Jetzt sollte ein Motiv zusehen sein 

Drucken

Hier empfehlen wir, mit wasserbasierter Farbe und einer einfachen Siebdruckmaschine zu arbeiten

  • Rahmen in Maschine spannen und festziehen
  • Die Ränder des Siebdruckrahmen wurden nicht beschichtet, d.h. sie sind offene Flächen. Deswegen mit Siebeklebeband die Innenseiten des Rahmens und offene Flächen abkleben.
  • Roll- oder Sprühkleber auf die Siebdruck-Platte geben und vollflächig verstreichen, damit das T-Shirt später nicht am Rahmen kleben bleibt (trocknen lassen und vielleicht mit Föhn nachhelfen, die Platte sollte dann klebrig sein)
  • T-Shirt auf die Platte ziehen, gut platzieren und glattstreichen
  • Rahmen runterstellen
  • Farbe auf das Sieb geben, erstmal nur 1 waagerechten Streifen
  • Rahmen etwas anheben, Rakel nehmen und ohne Druck erstmal die Farbe in die Schablone schieben und zurück schieben
  • Jetzt nochmal den gleichen Vorgang, bloß mit Druck

  • T-Shirt von der Platte lösen und auf die Platt legen oder auf ein Tisch nebenbei
  • Heißluftpistole/Föhn nehmen und Farbe fixieren (schnelle, kleine Handbewegungen machen)

Tipp: Decke die Druckplatte mit Pallettentape ab. Damit die Farbe nicht schnell austrocknet Verzögerer in Farbe mischen oder Motiv mit Wasser besprühen

Nach dem Druck

  • Siebdruckfarbe vom Rahmen entfernen
  • Farbe mit passenden Siebreiniger rausreiben
    • Staubfrei lagern und Rahmen + Motiv nochmal benutzen
    • Saubermachen
      • Entschichter benutzen, beidseitig raufsprühen
      • 5 min einwirken lassen
      • Mit schwamm nachhelfen und mit Wasser ausspülen

Viel Spaß und gutes Gelingen!