Wo­che 36/2019 – Mehr Be­wusst­sein für Kli­ma­schutz?

Was in der letz­ten Wo­che vom 2.–8.9. au­ßer un­se­ren wö­chent­li­chen Streiks so ge­sche­hen ist, das fasst Ve­ra hier für euch zu­sam­men.

😴 End­lich auf­ge­wacht?

Plas­tik­tü­ten be­zah­len oder ganz ver­bie­ten. Kein Rind­fleisch mehr aus Bra­si­li­en, teu­res SUV-fah­ren und Luft­bal­lon­ver­bot: Das al­les sind Kli­ma­schutz­maß­nah­men, die von un­ter­schied­li­chen po­li­ti­schen Akteur*innenvorgeschlagen wer­den. Ganz kon­kret um­ge­setzt ist da­von aber lei­der noch nichts; so klingt es doch schon viel­ver­spre­chend. Die Stadt Gü­ters­loh ver­bie­tet zum Bei­spiel schon ganz kon­kret Luft­bal­lons auf Ver­an­stal­tun­gen der Stadt. So soll der Müll, der da­bei ent­steht, ein­ge­dämmt wer­den. Ei­ne an­de­re Maß­nah­me, die von Finn­land an die EU ge­for­dert wird, ist das Ver­bot von Rind­fleisch aus Bra­si­li­en, an­ge­sichts der dort im­mer noch herr­schen­den Brän­de. Bis das be­schlos­sen ist, dürf­te es noch ein we­nig dau­ern. In die­ser Zeit gibt es von un­ter­schied­li­chen Fir­men und Pri­vat­per­so­nen aber En­ga­ge­ment für das Kli­ma. So gibt es zum Bei­spiel ei­ne Ho­tel­ket­te, die be­schlos­sen hat, Sham­poos und Sei­fen nicht mehr in Rei­se­grö­ßen an­zu­bie­ten, um we­ni­ger Plas­tik­müll zu pro­du­zie­ren. Au­ßer­dem gibt es zwei Vor­schlä­ge für Ver­än­de­run­gen im gro­ßen Stil. Zum ei­nen möch­te die Bun­des­re­gie­rung Plas­tik­tü­ten bis 2020 ganz ver­bie­ten und es gibt ei­nen Vor­schlag für ein Jah­res­ti­cket für die öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel, die dann orts­un­ab­hän­gig 365 Eu­ro kos­ten sol­len. So soll zur Nut­zung von öf­fent­li­che Ver­kehrs­mit­tel an­ge­regt wer­den. Wir dür­fen al­so ge­spannt blei­ben.

🥵 Ak­tu­el­le Si­tua­ti­on im Ama­zo­nas Re­gen­wald

Die grü­ne Lun­ge der Er­de brennt nun seit et­wa Ja­nu­ar stär­ker den je. Als Re­ak­ti­on dar­auf gibt es im­mer mehr Fir­men und un­ter­neh­men die auf Pro­duk­te wie Le­der oder Palm­öl aus dem bra­si­lia­ni­schen Re­gen­wald ver­zich­ten möch­ten. Zu­dem hat die bra­si­lia­ni­sche Re­gie­rung nun end­lich und viel zu spät mit ei­nem vor­läu­fi­gem Ver­bot für Brand­ro­dung re­agiert. 

Spa­ren fürs Kli­ma?

Ein häu­fi­ges Ar­gu­ment von Kli­ma­wan­del­leug­nern und an­de­ren Kri­ti­kern un­se­rer Be­we­gung ist die wirt­schaft­li­che Si­tua­ti­on – hier geht es um gro­ße Ka­pi­tal­an­la­gen und Un­sum­men an Geld. Zu ge­nau die­sem The­ma wur­de von der Glo­bal Kom­mis­si­on für An­pas­sung nun ei­ne Stu­die ver­öf­fent­licht, nach wel­cher mit kli­ma­freund­li­che In­ves­ti­tio­nen in Zu­kunft sehr viel hö­he­re Ge­win­ne ein­brin­gen wer­den. Das Geld müs­se un­ter an­de­rem in Früh­warn­sys­te­me für Na­tur­ka­ta­stro­phen oder Dür­re­schutz in­ves­tiert wer­den, so die Kom­mis­si­on. 

🌍 #All­e­fürs­Kli­ma

Wei­ter­hin wird flei­ßig für den glo­ba­len Kli­ma­st­reik am 20.9. ge­plant und or­ga­ni­siert. Teil da­von sind Mo­bi­li­sa­ti­ons­ak­tio­nen für Schu­len und Fir­men. Im­mer mehr gro­ße Un­ter­neh­men und Fir­men ge­ben be­kannt, dass auch sie sich dem Streik an­schlie­ßen wer­den. Auch ein brei­tes zi­vil­ge­sel­schaft­li­ches Bünd­nis un­ter­stützt un­se­ren Auf­ruf und schon vie­le hun­dert Orts­grup­pen la­den zu De­mons­tra­tio­nen und Streiks ein. Das wird groß! Aber nach dem 20.09 ist noch lan­ge kein En­de in Sicht! Die week4CLIAMTE star­tet ab dem 21.09. in zahl­rei­che Ak­tio­nen. 

📸 Pro­fil­bild­ak­ti­on

Habt ihr die zahl­rei­chen grü­nen Fri­days for Fu­ture-Pro­fil­bil­der mit dem Hash­tag #All­e­fürs­Kli­ma in den So­zia­len Me­di­en schon be­merkt? Da­mit wol­len wir al­le Men­schen auf den Glo­ba­len Kli­ma­st­reik auf­merk­sam ma­chen. Wenn Ihr euch auch so ein coo­les Pro­fil­bild er­stel­len wollt, könnt ihr das hier in un­se­rem Pro­fil­bild­ge­ne­ra­tor tun! Da­zu la­det ihr ein­fach eu­er ak­tu­el­les Pro­fil­bild oder je­des an­de­re Bild dort hoch und be­kommt es mit coo­lem Fil­ter wie­der zu­rück. 

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