We are the change!

Es ist ein merkwürdiges Gefühl, dass ich hier gerade sitze und diesen Jahresrückblick verfasse. Das vergangene Jahr ist so schnell vergangen, dass es sich noch gar nicht wie ein ganzes Jahr anfühlt – und das, obwohl so unfassbar viel seit letztem Dezember passiert ist.

Am 14. Dezember 2018 – also heute vor genau einem Jahr, während in Katowice der vorletzte Tag der UN-Klimakonferenz anbrach, haben wir zum ersten Mal in mehreren deutschen Städten gleichzeitig gestreikt. Aus jungen Menschen, die unter dem Motto „Fridays for Future“ streikten, wurde auf einmal Fridays for Future. Es war der Moment, in dem aus einem losen Zusammenschluss junger Menschen aus Orten und Städten, über das ganze Land verstreut, langsam eine Bewegung zu entstehen begann. Es war der Moment, in dem eine einzigartige, außergewöhnliche Geschichte begann. Eine Geschichte voller Hoffnung, und doch auch voller Sorgen.

Dies ist die Geschichte des deutschen „Ablegers“ von Fridays for Future, die Geschichte der globalen Bewegung beginnt bereits im August 2018. Zu Beginn des neuen Schuljahres beschließt die damals 15-jährige Schwedin Greta Thunberg, die Schule zu bestreiken, weil die Klimapolitik der schwedischen Regierung nicht ausreicht, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Innerhalb kürzester Zeit geht die Nachricht um die ganze Welt und junge Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern erkennen im Mittel des Schulstreiks eine Chance, ihre Stimme hörbar zu machen. So auch in Deutschland. Als wir anfingen zu streiken, hat niemand von uns damit gerechnet, dass es uns ein Jahr später immer noch geben würde. Niemand von uns hat damit gerechnet, dass es eine so langwierige Angelegenheit werden würde, dass selbst nach einem Jahr wöchentlicher Streiks und 4 bundesweiten Massenprotesten die Politik immer noch beim Klimaschutz blockieren würde. Niemand von uns hatte erwartet, dass wir gegen Lobbyverbände würden ankämpfen müssen und am Ende verlieren würden, obwohl wir das berechtigtere Anliegen haben, nämlich den Wunsch nach einer lebenswerten Zukunft. Eine weitere Erfahrung, die wir machen mussten: Die Klimakrise ist so real und präsent wie kein anderes Thema auf der Welt und dennoch sind die meisten Menschen kaum darüber informiert.

Wir starteten ins Jahr 2019 mit bundesweiten Demonstrationen am 18. Januar, eine Woche später demonstrierten wir mit 10.000 jungen Menschen aus ganz Deutschland in Berlin und überreichten einen Offenen Brief an die Kohlekomission, indem wir den Kohleausstieg bis 2030 forderten. In ihrem Abschlussbericht empfahl die Kohlekomission später den Kohleausstieg bis 2038 – für die Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens viel zu spät.

Am 1. März demonstrierten wir gemeinsam mit Greta Thunberg und 10.000 jungen Menschen in Hamburg, zwei Woche später streikten wir mit 300.000 Teilnehmer*innen in ganz Deutschland zum ersten Mal global. Am letzten Freitag im März besuchte Greta Berlin, wo sich 25.000 Menschen an der Demonstration beteiligten.

Doch Handlungen seitens der Politik blieben aus. Stattdessen wurden wir belächelt oder die Ernsthaftigkeit unseres Engagements in Frage gestellt. Manche Politiker*innen lobten uns zwar, setzten sich jedoch nicht für konkrete Handlungen ein. Wir stellten fest, dass wir den Erwachsenen scheinbar doch erklären mussten, was zu tun ist und so entschieden wir uns dafür, Forderungen an die Politik zu stellen. Obwohl es eigentlich nicht die Aufgabe junger Menschen sein sollte, die Hausaufgaben der Erwachsenen zu erledigen. Im Rahmen einer Pressekonferenz am 8. April im Berliner Museum für Naturkunde präsentierten wir unsere Forderungen. Nach mehreren Wochen Vorbereitung trafen wir uns vier Tage vor der Pressekonferenz mit einer Gruppe von Aktivist*innen in Berlin für den Planungs-Endspurt. Es war eine spannende Erfahrung, mit einer Gruppe toller Menschen aus ganz Deutschland diese Veranstaltung bis ins letzte Detail durchzuorganisieren und am Morgen des 8.4. waren wir alle unfassbar aufgeregt. Zugleich war es für Viele von uns – wie nicht anders zu erwarten – die erste Pressekonferenz, die wir in unserem Leben organisiert hatten. Das vergangene Jahr hat mich und viele meiner Mitaktivist*innen vor unglaubliche Herausforderungen gestellt und die Erfahrungen haben unser Leben nachhaltig geprägt. Aus mir, aber auch aus vielen anderen jungen Menschen denen ich begegnet bin, haben diese Herausforderungen und Erfahrungen einen völlig neuen Menschen gemacht. In meinem Fall war aus der “grauen Maus”, die sich in der Schule wann immer es möglich war, vor Referaten gedrückt hatte, eine junge, selbstbewusste Frau geworden, die fortan Interviews gab und die Bewegung bei Podiumsdiskussionen und anderen Veranstaltungen vertrat. Viele von uns haben für ihr Engagement in der Bewegung ihr komplettes Leben umgekrempelt – und umgekehrt hat das Engagement unser komplettes Leben umgekrempelt.

Am 24. Mai haben wir zum zweiten Mal global gestreikt, Anlass dafür waren die Europawahlen. Alleine in Deutschland waren wir 320.000 Menschen auf den Straßen, Umfragen vor der Europawahl zeigten deutlich: für den Großteil der deutschen Wähler*innen war die Klimakrise das ausschlaggebende Thema bei der Wahlentscheidung. Die europaweiten Demonstrationen, aber auch die Demonstrationen in den anderen Ländern außerhalb der Europäischen Union waren ein klares Signal an Brüssel: die EU spielt bei der Verhinderung der Klimakrise eine entscheidende Rolle, als drittgrößter CO2-Emittent weltweit, als Verbund westlicher Industrienationen aber auch als internationales Vorbild. Ob dieses Europaparlament jener Verantwortung gerecht werden wird, wird sich erst noch zeigen. Mit dem Green Deal zeichnet sich immerhin ein Anfang ab, der jedoch in vielerlei Hinsicht noch verbesserungswürdig ist. Es wäre peinlich, wenn sich Europa nicht an ein Klimaschutzabkommen halten würde, welches in einer europäischen Hauptstadt 2015 von allen 196 Ländern der Welt unterzeichnet wurde.

Im Juni sind die meisten von uns nach Aachen gefahren. Zwei Tage hintereinander haben wir in unmittelbarer Nähe zum rheinischen Braunkohlerevier demonstriert: zuerst am Freitag mit 40.000 Menschen in der Innenstadt von Aachen, dann am Samstag gemeinsam mit anderen Klimabewegungen und Umweltverbänden entlang des Tagebaus Garzweiler.

Ende Juli haben wir uns in Dortmund beim Sommerkongress getroffen, viele neue Menschen kennengelernt, neue Freundschaften geknüpft, in spannenden Workshops und Veranstaltungen neues dazugelernt und Ideen für die Zukunft entwickelt. Viele Menschen, die bereits seit Monaten zusammenarbeiteten oder regelmäßig miteinander telefonierten, haben sich in Aachen oder Dortmund zum ersten Mal persönlich getroffen. Die Vorfreude war entsprechend groß, es wurde viele gelacht aber auch die eine oder andere Träne ist gefloßen.

Keine zwei Monate später haben wir zum dritten Mal global gestreikt: Am 20. September sind wir unter dem Motto „Alle fürs Klima“ mit 1,4 Millionen Menschen in ganz Deutschland auf die Straße gegangen. Währenddessen präsentierte die Bundesregierung in Berlin ein vollkommen unzulängliches Klimapaket und erntet dafür haufenweise Kritik seitens der Wissenschaft aber auch seitens der Zivilgesellschaft. Klimaschutzmaßnahmen, die nicht über den Placeboeffekt hinauswirken und zusätzlich auch noch die soziale Ungerechtigkeit verschärfen. Es fühlte sich an wie ein Schlag ins Gesicht. All die Demonstrationen, monatelange harte Arbeit… Und jetzt? War all das umsonst gewesen? Als Reaktion auf das Klimapaket verfassten wir einen Offenen Brief an die Bundesregierung, indem wir die Überarbeitung des Klimapakets forderten.

Unter dem Motto „Neustart Klima“ gingen wir auch am 29.11. auf die Straße. Am vierten globalen Klimastreik beteiligten sich deutschlandweit 630.000 Menschen. Thema des vierten globalen Klimastreiks war der 25. UN-Klimagipfel in Madrid, der auf Grund festgefahrener Verhandlungen in verschiedenen Themenfeldern verlängert werden musste und möglicherweise noch weiter verlängert werden wird.

Und während die Politik noch weit davon entfernt ist, konsequenten Klimaschutz zu betreiben, gehen wir schon wieder auf die Straße. Machen uns Gedanken über neue Aktionen, fragen uns, warum die Politik es offensichtlich nicht versteht. Und gleichzeitig blicken wir zurück auf 12 außergewöhnliche Monate, 52 Wochen Schulstreik bei Sonne, Wind, Regen und Minustemperaturen. Auf vier Großdemonstrationen, hunderttausende Menschen, die voller Hoffnung gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft ohne Klimakrise auf die Straße gingen. Wir blicken zurück auf ein Jahr demokratische Partizipation in völlig neuer Dimension. Wir sind eine globale Generation, verbunden durch einen gemeinsamen Wunsch, der keine Landesgrenzen kennt und alle Menschen dieser Welt betrifft.

We are the Change! Und wie wir mittlerweile alle wissen: Change is coming – whether you like it or not!

17 Kommentare zu „We are the change!

  1. Allerliebsten Dank an FFF als Ganzes für dieses wundervoll anstrengende und unglaublich wichtige Jahr, in dem wir viel erreicht haben, auch wenn die Gesetze das noch nicht widerspiegeln.

    Im März auf meiner allerersten FFF-Demo nach 30 Jahren sagte ich: „Ich gebe nicht auf, solange ihr weitermacht.“ Und dass ihr streikt bis Politik, Wirtschaft und Gesellschaft handeln, haben nun wirklich alle begriffen!

    Für 2020 bin ich gespannt auf neue, noch wirkungsvollere Aktionsformen und das Erreichen neuer Zielgruppen. Letzteres liegt mir besonders am Herzen. Denn die Schwächsten in unserer Gesellschaft sollten aufgrund ihres ohnehin geringen CO2-Fußabdrucks von einer sozial-ökologischen Wende am meisten profitieren.

    WIR. IHR. WIR ALLE. MEHR KLIMASCHUTZ. JETZT!

  2. Schöner Rückblick, Nele!

    Danke für alles!

    Gebt bitte niemals auf! Es gibt noch eine Menge gewaltfreier Mittel, sich für Eure Ziele, die für alle denkenden Menschen Ziele sind, einzusetzen. Ich meine es genau so: Wer ernsthaft so tut, als gäbe es die riesige Bedrohung durch die weltweite Erwärmung nicht, muss ein Problem mit dem Denkvermögen haben!

    Neben der reinen intellektuellen Limitiertheit steht da durchaus auch der Logik zerstörende Egoismus, ebenso wie ein natürlicher Verdrängungsmechanismus. Es hat Menschen in der Evolutionsgeschichte oft sehr geholfen, die Probleme nicht an sich ran zu lassen. Ein wichtiger innerer Schutz, der vor dem Aufgeben und Zusammenbrechen bewahrt hat.

    Bei der globalen Erwärmung aber hilft das absolut gar nicht. Dennoch wünsche ich mir nicht – auch wenn Greta es so formuliert hat – verbreitete Panik, denn sie hilft nicht wirklich. Meine Hoffnung ist, dass die Menschheit der Erwärmung ganz viele kühle Köpfe entgegen setzt, die gute Konzepte entwerfen und zügig umsetzen. Entscheidend ist der Output, nicht die Aufgeregtheit.

    In diesem Sinne sind viele von Euch richtig gute Vorbilder, denn Ihr habt Euch weitgehend auf der Sachebene bewegt und sicher nicht emotional Unfug geredet. Bitte bleibt dieser Linie treu!

    Manchmal ist der Weg weit, aber die Geschichte zeigt, dass Wandel zum Positiven geht. Denken wir nur daran, wie sich das Ansehen von Frauen normalisiert hat, die früher zum Beispiel nicht wählen durften. Ein Ding der Unmöglichkeit, aber es galt als OK. In einer ‚Fibel für angehende Hausfrauen‘ aus den Fünfzigern stand: ‚Wenn Ihr Mann von der Arbeit kommt, bedenken Sie, dass nur wichtig ist, was er zu sagen hat!‘, und es wurden Tipps gegeben, wie man ihn zu umsorgen hat. Unglaublich, aber wahr, und zum Glück längst Geschichte! Als Frauen Fußballvereine gründen wollten, wurde das als ‚Skandal‘ bewertet. Auch diese kranke Haltung gehört der Vergangenheit an – nach sehr langem, zähem Kampf.

    So viel Zeit wie dafür gebraucht wurde, haben wir nicht, aber es gibt zum Glück viele Menschen, die das verstehen. Viele andere brauchen noch Überzeugungs- und Motivationsimpulse. Es lohnt sich, daran zu arbeiten, in aller erster Linie mit guter, fundierter Aufklärungsarbeit.

    ‚Aufgeben is nich!‘. Ihr seid ausgesprochen wertvoll! Und es ist nicht so, als ob sich gar nichts bewegt. Aus NRW ist zu hören, dass ein Minister entlang von Autobahnen und Bahnstrecken Solaranlagen installieren lassen will. Das ergibt fast 13.000 Hektar zusätzliche Fläche dafür. Solarkraft in Verbindung mit Energiespeichern (H2, Druckluft, Wasser-Gefälle, …) ist ein sehr vernünftiger Weg, und dieser Politiker hat das erkannt. Zwei große Stahlunternehmen installieren derweil Wasserstoffanlagen. Es gibt sie, die Mut machenden Schritte. Sie werden zunehmen und sollten der Öffentlichkeit gezeigt werden, denn sie zeigen: Eine bessere Welt ist möglich und macht ebenso Freude wie das sauber Werden unserer Gewässer, an das lange Zeit keiner mehr geglaubt hat!

    Stellen wir Lösungen und realistische Visionen in den Fokus! Machen wir Freude auf eine andere, gute, technisch und sozial faszinierende Zukunft! Das ist der motivierendste Weg für uns Menschen!

    Frohe Weihnachten und guten Rutsch!

    LG Armin

  3. Liebe Nele, ich finde es toll, wie viele junge Leute sich inzwischen aktiv einsetzen gegen die uns alle bedrohende Klimakatastrophe. Mich treibt diese schon lange um, seit einigen Jahren arbeite ich deshalb in der Umweltgewerkschaft mit. Diese solidarisiert sich mit der FfF-Bewegung und arbeitet speziell an der Verbindung der Umwelt- mit der Arbeiterbewegung. Denn letztere kann mit ihren Streiks die Klimaverbrecher direkt in die Zange nehmen. Entweder die Energie- und Autokonzerne machen keinen Gewinn (bei Streik) oder einen kleineren bei Umstellung ihrer Produktion. Kein Manager dieser Firmen würde das freiwillig tun, und kaum ein Politiker traut sich, deren Profite mit Vorschriften zu schmälern. Daher kommen fast nur unverbindliche Erklärungen bei den Klimakonferenzen heraus. Ich wünsche der FfF-Bewegung deshalb ein starkes Rückgrat durch Organisation und eine immer erfolgreichere zielgerichtete Vorgehensweise.

    1. Die Verbindung mit der Arbeiterbewegung ist einer der wichtigsten Schritte überhaupt! Es ist super, wenn Arbeitnehmer erkennen, dass wir alle in einem Boot sitzen und vermeiden müssen, dass es vor die Klippe knallt. Profiteure des ‚Weiter so!‘ versuchen ja gerne, diese Menschen gegen Protestierende aufzubringen, gerne auch mit dummen Sprüchen wie: ‚Noch nichts geleistet, aber rummotzen!‘.

      Ich freue mich über alle ArbeiterInnen, die auf so etwas Billiges und Falsches nicht herein fallen!

      Das Gleiche gilt für die netto rund 6.000 Arbeitsplätze, die am Ende durch die Energiewende in der Kohleindustrie entfallen. Gerade FFF ist sehr daran gelegen, dafür eine sozialverträgliche Lösung zu finden.

      Wo waren denn diejenigen, die diese 6.000 so sehr als ‚Hindernis‘ für wichtige Veränderungen betonen, als im Bereich erneuerbare Energien Zehntausende sang- und klanglos ihren Job verloren haben?

      Daran sieht man, wie falsch und verlogen oft vorgegangen wird, um das ‚Weiter so!‘ zu ‚rechtfertigen‘ und davon abzulenken, dass das Unternehmen oder die Branche wichtige Wandlungen schlicht verpennt oder ignoriert hat, während der Fortschritt anderswo in der Welt längst stattfindet.

      Umso besser, wenn sich ArbeiterInnen als viel zu klug erweisen, solchen Strategen auf den Leim zu gehen!

  4. Endlich eine große gemeinsame Bewegung! Ihr jungen Leute seid toll, noch vor ein paar Jahren dachte ich, nichts würde sich unter euch jungen Menschen tun, völlig desinteressiert an den Vorgängen, was Erwachsene in Politik und Wirtschaft anstellen, obwohl es um eure Zukunft geht. Greta sei Dank wurde es ein weltweiter Aufstand gegen das „Nach uns die Sintflut“. Ihr habt Hilfe von allen Seiten verdient erst recht von den Älteren, zu denen auch ich gehöre. Denn wir waren es alle miteinander, die zu spät begreifen, dass es im materiellen Leben das Kausalgesetz gibt, welches lautet: Ursache und Wirkung, nicht nur im Kleinen sondern auch und erst recht im Großen. Es ist an der Zeit, dass wir umkehren, sonst werden wir ernten, was wir seit langer Zeit gesät haben und weiter säen. Lassen wir uns von niemandem einschüchtern oder von dem weiteren Weg abbringen (wie Frau Obama sagte!) Macht weiter so! Und an uns Ältere gerichtet: Machen wir ein bisschen wieder gut, von dem was wir global durch unsere Ignoranz verbockt haben an unserer Erde, die uns, die Tiere und Pflanzen ernährt. Arbeitet bitte auch mit Greenpeace zusammen, die setzen sich bekanntermaßen ein für sauberes Trinkwasser, gutes Bodenleben, saubere Luft und saubere Meere etc. ein. Bildet Allianzen… Vielen Dank an euch, Dieter Reich

  5. Liebe Nele,
    ich selbst bin schon seit 1975 im Umweltschutz tätig. Schwerpunkt Nichtraucherschutz, ergo Abholzung der Wälder zwecks Tabakanbaues.
    Ich zitiere: Dennoch wünsche ich mir nicht – auch wenn Greta es so formuliert hat – verbreitete Panik, denn sie hilft nicht wirklich. Meine Hoffnung ist, dass die Menschheit der Erwärmung ganz viele kühle Köpfe entgegen setzt, die gute Konzepte entwerfen und zügig umsetzen. Entscheidend ist der Output, nicht die Aufgeregtheit.

    Dazu habe ich in gut 50 Jahren die Erfahrung gemacht, dass es durchaus nicht verkehrt ist, den stumpfen Geist erst einmal „auf zu regen“. Panik hält sich ohnehin nie lange. Sonst wäre der Mensch ja auch nicht so viele Risiken eingegangen. Schon eine Volksweisheit sagt: „Not macht erfinderisch“, sprich: regt zum Nachdenken an. GENAU DAS ist aber Voraussetzung: Im Oberstübchen muss sich erst was regen um es aber dann, ja, richtig, in geordnete Bahnen zu lenken. Läuft alles bequem und prima, also ruhig, hören sehr viele Menschen nämlich auf zu denken. Oder fangen erst gar nicht damit an, wenn das Nest eh schon warm ist. Ich habe damit, Leute „aufzuregen“, im Nichtraucherschutz große Erfolge eingefahren. Solange ANDERE den Schaden haben, bleiben die Täter gelassen. Also habe ich ihnen Ihre Missetaten vor Augen geführt. Und was haben sie sich aufgeregt. Doch später haben sie auch nachgedacht. Was sonst nie passiert wäre. Ich kann das genauso behaupten, weil mir jahrzehntelange Beobachtungen und Erfahrungen genau DAS immer und immer wieder bestätigt haben. Gegenteiliges stellte eine verschwindende, kaum messbare Ausnahme dar.
    Aus diesem Grund gibt es ja auch den Aufreger der frei-täglichen „Schulschwänzereien“ oder nicht? NUR und NUR dadurch hat sich doch erst etwas aufgeregt. Immerhin. Und selbst wenn: Was soll Panik noch kaputtmachen? Kopflos hat meine und meiner Väter Generation doch ohnehin schon die Zukunft unserer Kinder an den Abgrund gefahren. Würden diese Umweltferkel sich in Panik doch nur alleine und selbst diesen hinunterstürzen. Wiegelt nicht auch noch selbst ab! Greta hat recht.

  6. Hallo zusammen,

    danke für diesen interessanten Jahresrückblick und Euer tolles und unersetzbares Engagement.

    Allein die aktuellen Buschbrände in Australien, die durch eine nie dagewesene Trockenheit von MEHREREN JAHREN (!!!!!) – in Deutschland nicht vorstellbar – und eine Rekordhitze von über 48 Grad Celsius ausgelöst wurden und weiter angefacht werden, zeigen, wie wichtig es ist, jetzt zu handeln!

    Ich für meinen Teil werde mich, sobald es meine Zeit zulässt, ebenfalls stärker engagieren, da die bisherigen Maßnahmen mitnichten ausreichen.

    In diesem Sinne mit klimafreundlichen Grüßen, Oliver

    1. ‚in Deutschland nicht vorstellbar‘ lässt sich leider nicht mit Gewissheit sagen.

      Erfahrungsbasiert stimmt das, kein Zweifel, und wir sind in der ‚gemäßigten Zone‘. Auch sind die Meere (als Lieferanten von Feuchtigkeit) nie weit weg, egal wo man in Deutschland ist.

      Aber: Wie wenig das nützen kann, zeigt die Tatsache, dass die heftig von Bränden betroffenen Gebiete Australiens zumindest in einer oder zwei Richtungen nah am Meer liegen, teilweise direkt an der Küste. Wirklich wichtig für anhaltende Dürren sind nämlich die Strömungsmuster der Atmosphäre.

      Ist es nahe der Pole ausgedehnt kalt, strebt die Natur nach Ausgleich. Für uns heißt das: Neigung zu starker Westwindlage und Regengebieten. Dieses Ausgleichssystem ist durch die erfolgte Erwärmung schon jetzt empfindlich gestört. Daher bleiben Wetterlagen gerne lange (nahezu) ortsfest. Die ‚Wegschiebimpulse‘ aus Westen sind schwach geworden.

      Richtig dicke kann es kommen, wenn sich eine ‚Omega-Hochlage‘ aufbaut. Analog zu dem griechischen Buchstaben läuft die Strömung dann in einer Weise um den Hochkern herum, der das Hoch sehr lange fixieren kann. Erstmals dramatisch haben wir das im Sommer 2003 gemerkt, der immerhin der heißeste seit 1540 war.

      Solche Lagen sind deutlich wahrscheinlicher geworden. Mit sehr viel Pech ist es sogar denkbar, dass sie mal jahrelang fortbestehen oder immer wieder aufgebaut werden und lange bleiben. Ergebnis: Viel zu wenig Regen – oder nie da gewesene Dürre. Sogar das Austrocknen großer Flüsse ist dann trotz Regulierung nicht mehr ausgeschlossen, erst recht, wenn es keine Gletscher mehr gibt, die im Sommer eine Grundversorgung leisten. Gletscher dienen ja nicht nur der Optik … .

      Drücken wir die Daumen, dass uns das erspart bleibt!

      LG Armin

  7. Ihr stellt Siemens an den Pranger weil sie die Signaltechnik für die neuen Minen in Australien liefern. Was ist mit Thyssen-Krupp, die die größten Bagger der Welt für die Mine liefern?
    Gruß Rudolf

  8. FRIDAYS FOR FUTURE ist eine fantastische Bewegung, eine Bewegung, die Hoffnung in unsere Welt bringt ☀ Auch, weil sie nicht wie in der Vergangenheit oft `ideologisch` daherkommt, sondern – ich nenne es mal — ur`menschlich`: Wir alle sind Menschen, wir alle teilen uns diesen Planeten, gemeinsam mit allen anderen Wesen, die auf ihm leben, er ist unser aller Zuhause. Wir wollen nicht, dass dieses unser Zuhause zerstört wird. Wir wollen es erhalten – für ein gutes Leben für Uns Alle. Darum kann sich auch grundsätzlich Jede*r beteiligen, der/die so fühlt, so empfindet. Ich bin heute auf ein Buch gestoßen, das mich angesprochen hat, auch – weil es für mein Empfinden tiefer schaut .. dazu einläd, dazu auffordert tiefer zu schauen: „KLIMA – Eine neue Perspektive“ von Charles Eisenstein. Ich möchte einfach mal darauf aufmerksam machen, es an`s Herz legen, Folker. ✎ ps.: hier dazu ein Link: https://www.europa-verlag.com/Buecher/6525/Klima.html

  9. Das vergangene Jahr hat viele Menschen aufgerüttelt.
    Es war viel los auf den Strassen, in Kohlegruben und den Megaevents.
    In den a-sozialen Medien geht’s hoch her.
    Es ist wie in/seit der Antike, der Bote der ’ne schlimme Botschaft überbringt wird hingerichtet.
    Der Bote ist aber nicht für seine Botschaft verantwortlich, trotzdem wird er erschlagen.
    Was ist da Heute anders als früher, das Internet, hier kann sich jeder auskotzen wie er will, unter dem Deckmäntelchen der Anonymität und der sogenannten „Meinungsfreiheit“, Leute die sich für ’ne gute Sache einsetzen (mental) fertig zu machen.
    Da braucht es schon ein besonders dickes Fell um diese Hiebe wegzustecken.
    Keine Argumente in der Sache, aber dafür dann auf die Leute einprügeln, ich vermute daß es dabei gar nicht um die Sache geht, sondern um die Ferngesteuerten selbst, die gar nicht wissen worum es überhaupt geht, daß auch sie insgeheim Angst vor DER Klimakatastrophe haben, und deshalb ihrem Unmut so hemmungslos freien lauf lassen. Mag sein daß das nicht bei jederman Anklang findet aber diese unterdurchschnittlichen IQs haben auch ein Recht aufgeklärt zu werden denn auch sie haben ein Recht auf Leben.
    Genug gesäuselt.

    Falls ihr noch ein paar Ideen braucht; wer kennt noch Flashmop?
    Wäre ne Idee, um mal kurz einen Strassenzug zu blockieren
    1 Transparent mit „3 Minuten Nachdenken für’s Klima“, gehalten von 2 Leuten und die anderen 20 – 100 machen ein Tänzchen mit Musik für die Zeit auf der Strasse hinter dem Transparent, geht auch für kleinere Kreuzungen, aber nie länger als 3 Minuten. Eine Ampelphase mehr zu warten lassen sich die Leute vielleicht noch gefallen aber nicht mehr. Ihr wollt ja nicht Blockieren sondern nur Aufmerksam machen, und so schnell ist die Polizei dann auch nicht da, ausserdem ist das was spontanes und soetwas bedarf keiner Genemigung, GG Art 8 !
    Das geht auch vor irgendwelchen Werkstoren, aber nie das Grundstück betreten (das wäre Hausfriedensbruch), immer schön auf öffentlichen Grund bleiben, so kann euch sogut wie nix passieren.
    Das geht auch ohne Freitag, und das geht zu jeder Tages- und Nachtzeit.
    Und für den Fall daß es doch mal Krawall geben sollte Aufnahmen machen von innen und aussen um zu belegen daß ihr friedlich ward.

    Ach ja, ich ziehe meinen Hut bis zum Boden vor Luisa Neubauer und Nick Heubeck, die Siemens-Aktion war ein unheimlich geschickter Zug, Joe Kaeser steht jetzt im Schach ein falscher Zug und er ist Matt. Was bei RWE nocht nicht viel bewirkt hat, hat diesmal sehr viel mehr bzw größere Konsequenzen.
    Und wenn sich Luisa wirklich mit dem Aktienrecht auskennt, dann kann sie die Aktionäre auch an ihre Verantwortung erinnern.
    Und genauso kann und muß es weitergehen. Mit vielen kleinen nervigen Aktionen und die großen Räder drehen gleichzeitig, aus vielen Ecken, in jeder Stadt oder Städtchen sogar in Dörfern …

    Ich hab euch in mein Herz geschlossen
    Dieter B.

    1. Das Schöne – außer dem klugen Agieren von Luisa und Nick – ist, dass auch ohne äußeren Anstoß viele Aktionäre nicht glücklich mit dem Weg von Siemens sind. Denen ist klar, dass Aktien ANTEILE am Unternehmen sind und man somit ein Mitspracherecht hat, unter Umständen sogar ein Rederecht auf Hauptversammlungen. Die gigantische Firma Siemens gehört schließlich nicht Herrn Kaeser, und auch nicht der Führungsmannschaft.

      Sogar unter den Siemens-Mitarbeitern gibt es solche, die den aktuellen Kurs überhaupt nicht gutheißen. Viele schämen sich im Moment für das, was die Führung macht. Darunter befinden sich naturgemäß auch etliche Väter und Mütter. Wer von denen sollte so blöd sein, den eigenen Kindern zu wünschen, ins Verderben zu laufen?

      Ich bin sicher, es wird in der einen oder anderen Form positive Entwicklungen geben. Ich kenne übrigens eine Familie, die sich für einen Siemens-Herd entschieden hatte und wegen des Firmenkurses davon abgerückt ist. Falls das öfter vorkommt, könnte eine Abwägungssituation eintreten, in der man entscheiden muss, was Siemens am Ende mehr kostet, der Ausstieg aus ‚Kohle bis 2080‘ oder das Verlieren von sehr vielen Privatkunden. Drücken wir im Namen der Angestellten die Daumen, dass diese Abwägung sorgfältig getroffen wird!

  10. Habe gerade erst den Rückblick überflogen und bin am Slogan „…wether you like it or not“
    hängen geblieben. Inhaltlich bin ich ganz bei Euch. Nur wäre „…whether…“ besser, wg. Rechtschreibung…

  11. FFF, DU & WIR

    „Zwischen Liebe und Abgrenzung“

    Claus von Wagner sagte einmal: „Eure Art zu leben ist eine Gefahr für Eure Art zu leben!“
    – (Die Anstalt vom 10.12.19) – sehr empfehlenswert!

    …und wir laufen Gefahr, uns selbst aus Gier und Dummheit zu zerstören! Für den Anfang kenne ich keine besseren Worte. Aber ich werde es versuchen…

    Es ist so… Ich habe es satt! Ich habe es satt, uns heute, hier und jetzt anzuschauen! Unsere Art zu denken und zu handeln macht mich krank!!! Der Anblick unserer Passivität widert mich an! Und ich habe es satt, nett zu sein…

    Einmal, da habe ich von the „Bill of Rights“ gehört… Ich habe von den “Menschenrechten“ gehört. Ich wusste nicht, dass wir welche haben? Was für Menschenrechte? Wir haben das Recht auf Redefreiheit. Wir haben das Recht zu entscheiden, wie und wo wir leben wollen. Wir haben das Recht… Oh bitte, verstellen Sie sich doch nicht so, als wären Sie blind! Wir haben so viele Rechte, wie man uns zugesteht und wie man uns erlaubt!

    Nun es folgt das größte Recht von allen und zwar: unsere Welt, unsere Erde zu einem besseren Ort zu machen, ist das größte RECHT, die beste Handlung, das wunderbarste Verbrechen, das wir tun können, weil wir keine andere ERDE haben! Und wenn wir endlich nicht anfangen werden zu handeln, uns gegenseitig zu lieben, uns zu akzeptieren, uns gegenseitig zu helfen, zu tolerieren und akzeptieren – dann haben wir nicht die geringste Chance etwas zu ändern, geschweige denn das globale Klima und die daraus resultierenden Folgen!

    Es mag noch so viele „Greta Thunbergs“ geben, es mag noch so viele „Fridays for Future“ geben, „UNICEF“, „Greenpeace“, „Peta“ – oder was auch immer. Oh, verstehe mich nicht falsch, sie alle versuchen ihr Bestes und handeln wo sie nur können, aber das reicht bei Weitem nicht aus!!! Klima ist nicht das einzige Problem, das wir haben. Und das größte Problem überhaupt – das sind wir selbst, wie schon Claus von Wagner sagte. Und wie recht er hat! Wenn wir unsere Ansichten, unsere Lebenseinstellung und die Art, wie wir uns selbst und andere behandeln, nicht ändern, wird kaum etwas passieren – es wird immer schlimmer.

    Wie war das damals? Haben wir denn ANGST vor Veränderungen? Erinnern wir uns an die Geschichte: wie viele Menschen oder Institutionen setzen sich seit hunderten von Jahren für Gerechtigkeit, Freiheit oder für die Menschenrechte ein? Wie viele von ihnen wurden ins Gefängnis gesteckt? Wie viele von ihnen wurden erniedrigt oder verfolgt? Wie viele von ihnen mussten dafür sterben? Müssen die Menschen zu Tausenden auf die Straße gehen und alles vernichten oder in Brand setzen, um so Probleme zu lösen? Bietet die Gewalt die einzige Möglichkeit, Probleme zu lösen? Wird es immer einen Punkt geben, an dem man am Ende nur den Krieg als Mittel zur Verständigung einsetzen wird?

    Ich habe gehört, dass jeder Mensch seinen Preis hat. Worum geht es dabei? Geht es um das Geld? Ist jeder käuflich? Über welchen Preis reden wir hier? Es geht nicht darum, wir käuflich sind, sondern um den Preis, zu dem wir bereit sind, gekauft zu werden, uns zu opfern, unseren Hunger zu stillen. Hunger nach Macht und nach noch mehr Geld. Trotzdem, es gibt Ausnahmen! Aber Menschen, die nicht käuflich waren, wurden entweder gedemütigt, verprügelt, verfolgt oder getötet. Ja, jeder hat seinen Preis und manchmal bezahlen sie ihn mit ihrem eigenen Leben. Dissidenten werden schnell als potenzielle Gefahr angesehen. Eine Gefahr für diejenigen, denen es zu gut geht. Für diejenigen, die Macht und Geld haben. Diese Menschen wollen und mögen keine Veränderungen. Diese Menschen denken nur zu oft an sich selbst. Aber es geht nicht um das Geld oder die Macht. Es kommt auf die Person an, die die Macht und das Geld besitzt.

    Was würde passieren, wenn wir das Geld abschaffen würden? Es abschüfen oder sorgten, dass jeder Mensch den gleichen Anteil erhielte! Einen WÜRDIGEN ANTEIL, der ihm ein anständigeres Leben garantierte. Ich fürchte, dann müssten wir schlicht alle Gefängnisse schließen. Denkt doch mal darüber nach! Mehr Geld – mehr Probleme. Gar keines – noch mehr Probleme!

    Ich meine: Geld ist der größte Irrtum und der größte Fehler der Menschheit!
    Kleiner Hinweis: Warum sollte man sich gegenseitig das Leben einfacher machen, wenn es schwerer geht, nicht wahr?

    Die Reichen werden immer reicher und reicher; die Armen werden immer ärmer. Warum gibt es immer noch den Hass? Warum gibt es immer noch so viel Neid und Eifersucht? Warum gibt es immer noch Kriminalität und Verbrechen? Den Raub, Totschlag, Mord, Drogen, Alkohol, Prostitution, Menschenhandel, Tierquälerei, Kindesmissbrauch, Gefängnisse… Mein Gott!!! Ohne das verdammte Geld kann der MENSCH nicht existieren! Die Menschen brauchen im Grunde nur 3 Sachen, um normal leben zu können: Nahrung, Kleidung und ein Dach über dem Kopf – Das sind die Grundlagen unseres Daseins! Und wenn man nichts hat, ist man ein Nichts? Unsere Einstellung ist so dermaßen falsch!

    Die meisten Verbrechen, Hass, Habsucht oder Neid entstehen aus lauter Geldgier oder Geldmangel! Einige verüben Verbrechen aus Eifersucht, Wollust oder Gier – und alle drei dieser Eigenschaften sind nahezu grenzenlos. Andere wiederum tun es aus reiner Notlage. Was passiert, wenn das, was man hat, nicht lange genug zum Überleben reicht? Wenn niemand mehr helfen will oder kann? Wenn es keine anderen Wege gibt einen hungrigen Magen zu stillen? Was wird wohl geschehen? Ich denke das Unwort heißt KRIMINALITÄT! Not macht erfinderisch, denn ganz plötzlich, wie aus dem Nichts, wird ein verzweifelter Mensch zum Täter. Es fängt mit Kleinigkeiten an. Simple Ladendiebstähle usw. Oder der Mensch kann sich schlicht keine Fahrkarte mehr leisten, wird zum wiederholten Mal beim Schwarzfahren erwischt und en passant ins Gefängnis gesteckt.

    Plötzlich wird ein Mensch quasi gezwungen ein Verbrechen zu begehen, das er NIE tun würde! Warum werden Menschen dazu gezwungen?! So kommt es mir aber vor!!! Die Gelder, die man in die Gefängnisse steckt, könnten im Rahmen der Verbrechensbekämpfung durch Prävention und Aufklärung eingesetzt werden. Sorgt dafür, dass die Menschen nicht ihr Dasein fristen müssen, dann brauchen sie keine Straftaten zu begehen! Hört damit auf, Menschen in die Gefängnisse einzusperren, sondern gebt ihnen Möglichkeiten sich und etwas zu verändern, aber grenzt sie nicht ab! Gebt den Menschen Möglichkeiten ein normales und würdiges Leben zu führen und behandle sie stets so, wie ihr selbst behandelt werden wollt. Baut Brücken und reißt die Mauern nieder! Miteinander anstatt gegeneinander! Das Gefängnis ist nicht das richtige Mittel, um dieses Problem zu lösen. Verbrechen verschwinden nicht einfach, wenn man sie einsperrt!

    Wissen Sie, was Winston Churchill einmal gesagt hatte?
    „Hüte dich davor, Menschen zur Verzweiflung zu treiben. Selbst eine in die Enge getriebene Ratte ist gefährlich.“ – sehr weise Worte.

    Es gibt so viele Momente im Leben eines Menschen, die ihn zur Verzweiflung treiben. So viele Momente, die uns zu etwas zwingen, was wir nie tun würden. Und wir alle wissen, dass jeder Mensch zu allem fähig ist, wenn er in die Enge getrieben wird – ausnahmslos! Stell dir vor, wenn alle Menschen, und ich meine ALLE, die dazu fähig sind, heute und jetzt auf die Straße demonstrieren gehen würden, ohne irgendetwas zu demolieren, ohne irgendjemand zu beschimpfen oder zu beleidigen, und ohne irgendetwas in Brand zu setzen, dann würden wir nach nur einigen Tagen weitaus mehr erreichen als diejenigen, die die Gewalt angewandt hatten. Demonstrieren? JA! Gewalt? NEIN!

    Die Politiker und die Regierung wären quasi dazu gezwungen, uns zu folgen, mit uns zu reden und mit uns Kompromisse zu schließen. Warum? Weil sie keine andere Wahl hätten! Stell dir vor, für ein paar Tage steht ALLES still. EINFACH ALLES! Handeln statt jammern!!! Aber warum tun wir das nicht? Sind wir zu bequem? Geht uns zu gut oder haben wir vor etwas Angst? Wenn das nicht der Fall ist, dann warum handeln wir nicht????? Ich las neulich, dass uns Menschen zu gut geht, dass wir heutzutage so reich sind wie nie zuvor. Warum jammern wir denn andauernd??? Irgendeinen Auslöser muss es haben… Und sollten wir tatsächlich über ein so riesiges Vermögen verfügen, warum geht es unseren Kindern so schlecht? Warum herrscht die Kinderarmut? Sind wir wirklich so kalt, gefühllos und geizig? Warum teilen wir miteinander nicht? Oder hast du vor dein ganzes Vermögen mit ins Grab zu nehmen?

    Das Geld kann das Leben um ein Vielfaches erträglicher machen, für jene, die reichlich davon haben und verursacht umso mehr Leiden und Qualen bei denjenigen, die wenig oder gar keines haben! Beispiel gefällig? Machen wir uns nichts vor: wenn ein Mädchen genug Geld zum Überleben hätte, dann müsste sie eigenen Körper niemals verkaufen! Wie erklärt man einem Kind, dass es heute nichts zu essen gibt? VERSUCHEN SIE ES!!! Wie fühlt sich ein kranker Mensch, der bald sterben wird, weil er sich keine Medikamente leisten kann? Warum müssen wir überhaupt für Medikamente zahlen? Für Kleidung, für Essen und für einen Platz zum Leben? Es sind die wichtigsten Grundrechte jedes Einzelnen überhaupt – und dafür müssen wir ZAHLEN??? Zahlen, um leben zu dürfen??? Unsere drei wichtigsten Lebensgrundlagen werden jeden Tag und überall auf der Welt missachtet, verletzt gar getreten wie NICHTS! Schaut euch nur die „VIERTE WELT“ („Aide à tout détresse“) an! Wollen wir wirklich, dass die ERDE zu dem wird, was gerade dort abgeht? In Europa funktioniert es NOCH einigermaßen. Aber wenn wir uns weiter so benehmen werden, dann wird uns ALLEN bald sehr, sehr schlecht gehen. Dann werden wir uns nicht mal etwas bisschen zu essen leisten können. Und wenn du nichts mehr zu essen hast, dann muss du leider sterben, so leid es uns tut…
    Und genau auf diese ART und WEISE behandelt man dort die Menschen – WIE NICHTS!!! Ja, KLIMA ist wichtig, aber andere Probleme sind und sollten uns genauso wichtig sein!

    Wir sprechen von Einigkeit, Recht und Freiheit… Nous parlons de Liberté, d’Égalité et de Fraternité… Aber es stellt sich die simple Frage, FÜR WEN??? Die Reichen können nahezu alles und kein Verbot, keine Strafe, keine Mahnung ist denen zu teuer! Hier geht es schon lange nicht mehr um Einigkeit, Recht und Freiheit. Erinnern Sie sich bitte, was ich am Anfang schrieb: wir laufen Gefahr, uns selbst aus Gier und Dummheit zu zerstören. Es ist schon längst passiert, und ich habe das Gefühl, dass schon sehr, sehr bald nur noch eine einzige Klassengesellschaft auf dieser Welt geben wird. Aber auch die werden verkommen, denn ohne die billigsten Arbeitskräfte und ohne Ressourcen kann man bekanntlich keinen Profit machen, und ohne Geld kann man nicht leben – was uns allen heute sehr wohl bekannt ist!
    „Geld ist die schrecklichste Erfindung, die die Menschheit je erleben durfte!“ Und ich meine was ich sage!!! IST DAS NICHT SO!?

    Wisst ihr was? Wir sind keine Monster! Aber das Geld oder der Geldmangel, führte dazu, dass wir zu den Monstern wurden. Ist das nicht so? Was erwartet uns also, wenn alles so weitergeht? Der dritte Weltkrieg? Die Rückkehr zu den Neandertalern oder der Anstieg des Meeresspiegels, so dass wir vom Boden verschluckt werden? Und was, wenn plötzlich weniger Sauerstoff zur Verfügung stünde? Würde es auf einmal eine Sauerstoffpolizei geben, die genau kontrollieren würde, wer wann und wie viel einatmet? Entschuldigen Sie bitte, darf ich in einer Stunde mal kurz Luft holen? Langsam ersticke ich… Wen juckt’s?! Es wird ohnehin zu spät sein, unsere Existenz zu retten, komme, was da wolle! Manche mögen vielleicht heute darüber lachen. Gut, Okay… Ich bin gespannt, ob die nächste Generation auch was zum Lachen haben wird. HOPE DIES LAST…

    „Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.“ – Albert Einstein.

    Und dann… Einige wundern sich, andere beschweren (kommt darauf an, wer), warum es so viele Flüchtlinge auf dieser Welt gibt. Wie kommt das?! Und was noch schlimmer ist, niemand hilft ihnen – wenn überhaupt – sie werden nur geduldet! Kommt mir so vor… Sie sind nicht willkommen. Was haben wir alle nicht schon einmal gehört? Flüchtlinge wollen unser Geld stehlen, Flüchtlinge wollen unsere Jobs stehlen, Flüchtlinge wollen unser Land besetzen… Was meinst du mit „unser Land besetzen?!“ Bald wird es mehr als 10 Milliarden Menschen auf dieser Welt geben! Kapier es endlich! Wenn der Flüchtling einen Job und Geld in seinem eigenen Land hätte, müsste er niemals fliehen! Wäre er nicht verfolgt worden oder hätte sein Land nicht unter dem Krieg leiden müssen, hätte er niemals fliehen müssen!

    Viele von uns haben so etwas noch nie zuvor erlebt. Also kennen wir es nicht. Wir verstehen es nicht. Wir wissen nicht, was es bedeutet, Angst um das eigene Leben zu haben. Und die Geschichte zeigt uns, alles was neu ist, alles was wir nicht kennen – das macht uns Angst. Wir müssen lernen, miteinander zu kommunizieren, miteinander umzugehen und miteinander zu leben! Wie ernährt ihr bald so viele Menschen auf einmal? Wird es immer noch sauberes Wasser geben? Wird es genug zum Essen sein? Und wenn nicht??? Wird es plötzlich eine Zeit geben, die uns wie Tiere leben lässt? Fressen oder gefressen werden? Wer weiß das schon… DU? Ich nicht! Und ehrlich gesagt, bin ich daran NICHT interessiert, es zu wissen! Aber ich bin daran interessiert, es nicht geschehen zu lassen! !!!VERDAMMT!!!

    Menschen widersetzen sich naturgemäß den Veränderungen. Ich verstehe, aber… Um unser Dasein zu ermöglichen, um unsere Existenz zu garantieren, müssen wir uns VERÄNDERN! Und ich meine JETZT und nicht irgendwann! Da führt kein Weg dran vorbei. Nein, es wird nicht alles gut!!!!!! Gut für wen? Hören wir endlich auf, an uns selbst zu denken, und fangen wir an miteinander zu teilen! Alle Frauen, Kinder, Männer, alle MENSCHEN sind eure Brüder und Schwestern – ausnahmslos!!! Also, behandelt einen Menschen, als wäre er dein Ein und Alles! Ändert die Einstellung zum Leben, ändert alten und überholten Überzeugungen und überwindet die Angst. Ja, es erfordert viel Kraft und Willen, aber es lohnt sich abermals!

    Wenn es dir ein MENSCHENLEBEN etwas bedeutet, dann wirst du immer in der Lage sein, zu helfen, zu verändern und zu lieben. SIE & DU sind WIR und ZUSAMMEN könnten wir das schaffen, was es niemandem vor uns je gelungen war – Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit für ALLE!!! Auch wenn du der Meinung bist, es sei nicht wert, oder es seien hier Menschen, die es nicht verdient haben… ALLES was nicht zum Krieg, Hass, Verbrechen, Tod, Neid, Gier, Leid, Abgrenzung oder Missbrauch führt, WIRD ES IMMER WERT SEIN!

    Man stelle sich nur vor, es passiert! ES PASSIERT vielleicht schon morgen! Vielleicht bin ICH, ER, SIE, oder DU derjenige, der plötzlich kein Dach über dem Kopf hat. Vielleicht hast du morgen nichts zu essen. Vielleicht wirst du morgen verfolgt, gedemütigt, misshandelt, vergewaltigt gar getötet. Stell dir vor, solltest du einmal Hilfe brauchen, und keiner will helfen. Und stell dir vor, du bist bereits am Sterben… Was wäre das Letzte, woran du in diesem Moment denken würdest? Es liegt NUR an UNS, ob wir lieben, hassen, helfen, missbrauchen… – ich könnte weiter stundenlang zählen. Hören wir auf, die Schuld bei anderen zu suchen! Für unser Leben sind wir selbst verantwortlich und jeder Mensch, absolut jeder, besitzt die Macht, etwas ändern zu können, sei es nur eine kleine Geste – Ein Lächeln, eine Umarmung oder ein kleines DANKESCHÖN…

    Viele Menschen können das nicht, weil sie es nicht gelernt oder nicht erfahren hatten. Das ist OKAY. Niemand ist perfekt – ausnahmslos! Aber versuche manchmal mehr Liebe statt Hass zu schenken. Es kostet absolut NICHTS! Ein Lächeln für den Anfang genügt. Je mehr wir lieben, umso mehr wird unsere Liebe erwidert, und umso mehr wir Liebe empfinden werden, umso mehr werden wir in der Lage sein noch mehr Liebe zu schenken – und zwar bedingungslos. Und je mehr Menschen werden lieben, umso weniger Menschen werden hassen. Weniger Hass – weniger Gewalt! Denn wir wissen bereits: Gewalt erzeugt Gewalt, Hass erzeugt Antipathie, Neid erzeugt Sünden, Lügen erzeugen Misstrauen, Eifersucht erzeugt Leid…

    Wenn dir etwas nicht gefällt, dann hasse es nicht. Verbieten Sie es nicht denjenigen das zu tun, was sie gerne tun, wenn sie damit keinen Schaden anrichten. Wir haben die Macht, Dinge zum Besseren zu verändern. Und diese Macht beginnt bei uns, mit uns und in uns! Also, lasst uns unsere Macht richtig einsetzen! Nutzen Sie ihre Macht, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Nutze deine Macht, um Veränderungen zu bewirken, um zu lieben und um zu helfen, aber bitte, missbrauchen Sie sie nicht! Hören Sie auf, Ihre Macht zu Ihrem eigenen Wohl, Ihren Zielen und Absichten zu missbrauchen! Nutze sie weise gegen Gewalt, aber verursache keine Gewalt! HÖR AUF, deine Macht zu missbrauchen – nutze deine Macht, um zu helfen!

    Und dann haben wir all diese unnötigen Verbote… Schafft diese ab! WARUM? Weil sie die Grenzen der Vernunft überschreiten, indem sie versuchen, den Appetit der Menschen durch die Gesetzgebung zu kontrollieren und aus Dingen, die keine Verbrechen sind, ein Verbrechen zu machen! Es gibt einige Menschen, die sagen: was kann ich schon verändern? Ich bin ein Niemand und ich habe nichts. Denkst du vielleicht gerade an dich? Und du liegst FALSCH! Hilflosigkeit beginnt im Kleinen und lässt sich auch im Kleinen ändern. Wer auch immer behauptet, er könne nichts ändern, er sei nicht in der Lage etwas zu verändern oder es sei ihm eingeredet worden, er wird eh nie etwas ändern können, der IRRT SICH! Irren ist vollkommen MENSCHLICH, denn kein Mensch ist VOLLKOMMEN – ausnahmslos!

    Aber es wäre UNMENSCHLICH es nicht versucht zu haben etwas zu ändern, anderen zu helfen oder andere zu lieben. Fangen wir erstmal mit uns selbst an. Fangen wir an, uns selbst zu lieben, anstatt zu verurteilen oder zu kritisieren. Sich so zu lieben, wie wir wirklich sind. Uns zu akzeptieren, wie wir wirklich sind. Bitte, habe VERTRAUEN in DICH und DEINE Fähigkeiten.

    Lass uns aufhören, nach dem Äußeren zu beurteilen. Lass uns aufhören andere anzulügen, aufhören zu stehlen, aufhören, wen auch immer, zu vergewaltigen, ob Kind, Mann, Frau oder Lebewesen, hören wir damit jetzt auf! Hören wir auf zu töten und überhaupt irgendetwas zu töten – lass uns RETTEN! Hören wir auf, eifersüchtig zu sein – lass uns FREUEN! Lass uns aufhören zu hassen – aber niemals aufhören zu LIEBEN!!!! Hören wir auf, Lebewesen zu missbrauchen! Auch diese besitzen eine Seele, können fühlen und empfinden! Kein Mensch oder Lebewesen darf unter keinen Umständen missbraucht werden. Und lass uns aufhören, Fleisch zu essen! Je weniger wir essen, umso weniger Tiere werden getötet! Selbst DU kannst heute Leben retten! Wir alle sind eine wunderbare Schöpfung Gottes – ohne Ausnahmen!

    Mögen wir uns verzeihen und einander achten. Und wenn es keine Liebe gibt – dann kreiere eine! Wenn es keine Hilfe gibt – dann kreiere eine! Wenn es keinen Ausweg gibt – dann kreiere einen, und wenn es keine Hoffnung gibt, bitte – kreiere eine.

    Frederick Douglass sagte einmal: “ Das Wissen macht einen Menschen unfähig, ein Sklave zu sein.“
    Aber… Ich verstehe es immer noch nicht. Wir haben das Wissen, und dennoch akzeptieren wir diese Welt, wie sie ist. Tag für Tag. Alles erscheint uns so NORMAL, dass wir nicht mehr in der Lage sind, zu bemerken, was wirklich vor sich geht. So beschäftigt mit sich selbst und mit eigenem Leben. Das Smartphone hat uns etwas weggenommen, das wir einst hatten – Menschlichkeit! Müssen wir wieder einmal von Anfang an, anfangen zu lernen, auf DAS GANZE zu schauen und nicht nur auf das, was vor unseren Augen geschieht? Warum also leben wir unser Leben so selbstsüchtig? Die Hauptsache ist, dass ich mich gut fühle. Solange meine Brieftasche wohlig ist… Solange mein Magen voll ist… Solange über mich geredet wird… Solange ich bewundert werde, sehe ich keinen Nutzen irgendetwas zu ändern. Dann brauchst du dich aber in ca. 50 Jahren nicht zu beschweren, wenn plötzlich alle Lichter ausgehen…

    Neues iPhone, neues Auto und eine Menge Make-up auf deinem Gesicht. Diesen Teil mag ich am liebsten! Die meisten Frauen sagen: Ich bin schön, so wie ich bin. Ah was! Wenn das wahr wäre, dann stündest du nicht einfach so stundenlang vor dem Spiegel und puderst dir dein Gesicht – ODER??? Oder ist das, was du im Spiegel siehst nicht schön? NEIN? So sieht es aber aus! Aber darum geht es mir nicht. Es ist echt übel, entsetzlich und schrecklich, wenn wir das, was wir im Spiegel betrachten, nicht mehr schön oder attraktiv finden. Egal wo du es gehört hast, gelesen oder gesehen hast, es STIMMT NICHT!!! Lass dir bitte niemals einreden, dass du nicht attraktiv gar hässlich bist! Du hast das RECHT dich so zu lieben und zu bewundern, wie du wirklich bist! Und dafür brauchst du wirklich keine Kosmetika, keine Schönheitsprodukte oder was auch immer. DU BIST SCHÖN wie du bist und das sind wir ALLE – PUNKT, ENDE, AUS!!!

    Wie auch immer, es wird trotzdem Menschen geben, die weiterhin all den tödlichen Kram benutzen werden. Sie sind sich bewusst, dass Tiere leiden müssen, damit Sie sich eine neue Kosmetikreihe kaufen können, oder? Vielleicht musste das Häschen, das Ihre süße Tochter in den Armen hielt, sterben… Wer weiß das schon? Nun, die Hauptsache ist, dass alle Jungs Sie heute bewundern werden, Ihren Namen rufen, und es Ihnen sagen werden, wie schön Sie sind. Übrigens, sollten Sie plötzlich bemerkt haben, dass es sich nicht um eine Bewunderung, sondern bloß um eine sexuelle Belästigung handelt, dann brauchen Sie sich bitte im Nachhinein nicht zu beschweren.

    Und jetzt stellen Sie sich bitte vor, Ihre Tochter wird als Versuchstier getestet und sie stirbt daran. Was würden Sie dann tun? Ihre Tochter ist nicht mehr am Leben. Es ist zu spät… Es gibt nichts, was Sie tun können – ABSOLUT NICHTS! Würden Sie nun aufhören, all diese Kosmetika zu verwenden? Wären Sie daran interessiert, Leben zu retten? Würden Sie das wirklich? Den meisten Frauen wäre das scheißegal! Es war nur ein Tier. Es war halt nur ein Tier… Das ist die Wahrheit! Warum verschwenden Sie ihr hart verdientes Geld an etwas, was Sie überhaupt zum Leben oder zum Überleben nicht benötigen? Warum machen sie all die Kosmetikkonzerne noch reicher, als die ohnehin schon sind? Gibt es in Ihrem Leben wirklich nichts Wichtigeres, als sich voll mit diesen schädlichen Produkten die Haare, das Gesicht oder die Haut zu schmieren???

    Ich will wirklich nicht wissen, wie viele Tiere sterben müssten, bevor die Schminke, die Sie jetzt auf Ihren Lippen tragen, auf den Markt kam. Ein kleines Tier kann sich nicht wehren – ein Mensch schon. Würden Sie es den Kosmetikbranchen erlauben, an Ihnen Chemikalien und schädliche Stoffe zu testen? Und als Belohnung dürften Sie dann zweimal täglich Katzenfutter fressen. Und schließlich als absolutes Highlight würde Sie man in einem kleinen Käfig einsperren, in dem Sie anfangen würden, Verhaltensstörungen zu entwickeln – und das wäre erst nur der Anfang! WÄRE DAS IHNEN RECHT??? Aber was soll’s? Ist doch nur ein Tier – ist nicht so schlimm. Solche LEBENSEINSTELLUNG ist NICHT OKAY!!!
    Muss denn erst etwas passieren, etwas wirklich geschehen, damit wir Menschen überhaupt erst ANFANGEN würden darüber nachzudenken?! Mehr als das kann man wohl nicht erwarten… Zuerst passiert etwas, oft etwas Schlimmes, und erst dann stehen wir auf. Plötzlich werden wir aktiv – Arsch voller Hämorrhoiden – als ob uns jemand einen Böller hineingesteckt hätte! Das ist erbärmlich, verabscheuenswert und gemeinschaftsfeindlich. Wie kann man es wagen, zu behaupten, ein guter Mensch sowie ein Tierliebhaber zu sein, indem man nebenbei und schlechterdings BEWUSST die TIERE quälen wie auch sterben lässt, um ein paar völlig sinnlose Kosmetika zu erwerben??? Aber wen kümmerts?! Es war ja im Grunde nur ein LEBEWESEN – ich kauf‘ mir ein neues, nicht wahr? Was ist schon schlimm daran? Aber das ist es ja gerade!!!

    Wenn wir Menschen, für ein paar schlappe Euro zu erwerben wären, hätte man uns wie Toilettenpapier behandelt! So wie wir die Tiere behandeln, so behandeln wir unsere Mitmenschen! Ist das nicht so? Wer die Not der Tiere nicht sieht, wird auch die Not seiner Mitmenschen nicht sehen, und das ist eine Schande!!! Erst wenn uns MENSCHEN etwas richtig schlimmes zustößt – dann….erst möglicherweise dann wären wir bereit VERÄNDERUNGEN vorzunehmen. Ehrlich, da fehlen mir einfach die WORTE!!!

    Ich, du, er, Sie, wir, ihr – bald werden wir sterben. Unsere ZEIT läuft ab, und dagegen sind wir machtlos! Nicht mal dein Reichtum, dein Auto, dein Geld oder deine Kosmetika werden es aufhalten können, mögest du Tausende davon besitzen. WAS wollen SIE bitte schön der nächsten GENERATION hinterlassen??? Ein Armutszeugnis der Unfähigkeit nichts geändert zu haben oder ein musterhaftes Beispiel, welches dazu beitragen wird, uns selbst und die Welt so zu verändern, dass man sich an SIE und IHRE Taten selbst noch in 200 Jahren erinnern wird? Aber dazu soll und muss unsere LEBENSEINSTELLUNG geändert werden! Heute und jetzt, denn andere OPTIONEN haben wir nicht!

    Aber hört mir überhaupt jemand zu?

    Ja, Ja… Veränderungen? Sch***drauf! Hauptsache ich lebe hier und jetzt! Hauptsache, dass ich geliebt und beneidet werde!!! Wir Menschen lieben es, beneidet zu werden. DU auch? Ich nicht! Egal, was man besitzt, wie schön man ist, und egal, was man trägt, in Ihrem Inneren befindet sich immer noch derselbe Mensch – und nicht einmal eine Schönheitsoperation wird das wahre ICH je verbergen können. Wir müssen anfangen uns im Leben für die wirklich wichtigen Dinge zu interessieren! Gehen wir heute noch mit gutem Beispiel voran! „Wenn WIR die Welt retten wollen, dann retten WIR zuerst UNS selbst.“

    Lass uns wenigstens VERSUCHEN!!!

    Wenn du in der Lage bist, eigene Kinder zu lieben, warum dann nicht andere Menschen? Woran liegt es? Wenn du bereit bist, deinen Geschwistern zu helfen, warum dann auch nicht den anderen? Wo ist das Problem??? Wenn Du bereit bist Unmengen von Geld für völlig sinnlose Sachen auszugeben, warum gibst du nichts denen, die NICHTS haben? Warum teilen und lieben wir nicht bedingungslos? Probleme hier oder dort… Das Problem ist unsere Einstellung zu dem Problem. Wenn wir uns bedingungslos lieben und miteinander teilen würden, dann hätten wir um zigfaches mehr Liebe und Zuneigung zurückerhalten können, als wir uns je träumen hätten ließen! Und das ist WEITAUS wertvoller als alle anderen Kostbarkeiten. Haben Sie also den Mut, Ihren eigenen Verstand zu benutzen, haben Sie den Mut, Ihre eigene Intelligenz zu benutzen. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Stimme für die Tiere, Fairness und Gleichheit zu erheben! Es wird sich absolut nichts ändern, wenn DU nicht mithilfst!

    Ich hörte, dass es Menschen gibt, die nicht teilen möchten, Menschen, die keine Gefühle haben und Menschen, die nicht in der Lage sind, zu lieben oder Liebe zu empfangen. Aber wie auch, wenn sie es nie gelernt haben? Keine Hilfe, Zuneigung und schließlich keine Liebe erfahren haben… Wer behauptet das? ICH NICHT! Kritisiere diese Menschen nicht – zeige denen, wie sie sich selbst anfangen können zu lieben. Ein Mensch lehrt zwei Menschen, drei lehren vier Menschen und die Menschen lehren viel mehr Menschen. Selbstverständlich, dass jeder Mensch in der Lage ist, zu fühlen, zu teilen, zu lieben und Gefühle zu zeigen sowie zu erwidern! Ausnahmslos jeder MENSCH!

    Ich bin kein Prediger, kein Lehrer auch kein Wissenschaftler. Ich bin THE NORMAL ONE wie du, er oder sie. Ich habe schon so viele Fehler oder schlimme Dinge in meinem Leben gemacht…. Nun, von jetzt an nicht mehr! Ich will nicht mehr so passiv herumstehen uns so tun, als wäre ich blind oder taub. Jeder hatte mal schwache Momente im Leben und absolut jeder begann schon Mal den einen oder anderen Fehler – ausnahmslos! Aber es geht jetzt nicht mehr darum, wer was getan oder nicht getan hat. Es geht um das JETZT, jedoch vielmehr um die ZUKUNFT, in der alle Lebewesen leben werden! Falls überhaupt jemand leben, gar überleben sollte…

    BITTE, je mehr Menschen es lesen und sehen, desto größer ist die Chance etwas zu verändern und etwas GUTES zu kreieren. Nennen Sie es wie Sie möchten – Hauptsache es erreicht andere! Also lade ich Sie ein diese Botschaft mit jedem zu teilen, den Sie kennen! Fangen Sie noch heute an, zu teilen!
    Bitte, wartet nicht! Denn vielleicht existieren wir morgen ja nicht mehr…

    Wer weiß das schon… Du? Ich nicht.

    Ich danke DIR
    und EUCH ALLEN
    danke mein FREUND
    dass du DIR
    die Zeit genommen hast
    diese Botschaft zu lesen!
    Ich hab‘ EUCH LIEB!
    LG, ROB

  12. Hallo Nele,

    herzlichen Dank für Deine Zusammenfassung des Jahres 2019 und Deine persönlichen Worte.

    Wir erleben und beeinflußen mit Fridays for Future eine Auseinandersetzung zwischen Menschen, die den Status Quo nicht ändern möchten und denjenigen, die die jetzigen und zukünftigen dramatischen Auswirkungen der Klimaerwärmung schon erleben bzw erleben werden.
    Deshalb fordern wir von den Verantwortlichen in Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft die Einhaltung der Pariser Klimaschutzziele.

    Dies ist ein schwieriger und langwieriger Prozess. Die ersten Schritte sind getan.
    Wie bei einem Marathonlauf müssen wir uns darüber im klaren sein, daß die Erreichung des Ziels Zeit
    braucht, die wir eigentlich nicht haben. Gerade deshalb werden wir nicht nachlassen und beim Einsatz unserer Mittel weiterhin so kreativ sein wie bisher und niemals aufgeben.

    Ich wünsche uns dabei weiterhin so viel Enthusiasmus und für 2020 viel Erfolg

    Wolfgang, 64 Jahre

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